31
Der Seidenspinner (Bombyx mori) , der hier in einigen Spielarten gezüchtet wird, hat für Turkestan eine sehr große Bedeutung; manche Landesteile sind durch ihre Seidenzucht seit uralten Zeiten berühmt u. es gewinnt dieselbe in letzter Zeit stets mehr an Wichtigkeit.
In Bezug auf die Schmetterlingsfauna ist der interessanteste Teil Turkestans das Pamir. Grum - Grschimailo zählt in seinem großen Werke, das den Schmetterlingen das Pamir gewidmet ist, nur an Tagschmetterlingen, Seidenspinnern, Sackträgern u. ähnl. 292 Arten auf, welche diesem Berglande eigen sind; er hält das Pamir für das Verbreitungszentrum vieler dieser Arten. Die Zahl der charakteristischen u. endemischen Formen ist am Pamir sehr groß; rund 100 Arten und Varietäten kommen augenscheinlich nur dort vor, so z. B. viele Apolloarten (Parnassius Orinceps, Romanowi, Hunza, giganteus etc.) Gelblinge (Colias Marco Polo, Sieversi, regia, Christophi ), Bläulinge (Elviria, ... alaica, Hunza, Roxane, Dagmara u.a.), Augen (Satyrus kaufmanni, Wilkinsi, pamirus, boloricus) u. eine Menge anderer."
So viel schreibt der Naturwissenschaftler in der "Rossija", Band über Turkestan über die turanischen Schmetterlinge. Meine eigenen Beobachtungen beschränken sich auf Folgendes:
Ganz im Gegensatz zu der reichen, eigenartigen u. durch so viele endemische Formen ausgezeichnete Käferfauna erwies sich die Welt der Schmetterlinge, inwieweit ich in Perowsk und Umgebung dieselbe beobachten konnte, in ihren Hauptzügen verhältnismäßig arm u. nebstdem der deutschen durchaus ähnlich. Namentlich gilt dies von den Tagfaltern, was ja bei einem Lande, dem Wälder, Wiesen und die damit verbundene Blumenpracht gänzlich fehlen, leicht begreiflich ist; die Nachtschmetterlinge sind zahlreicher vertreten, bieten jedoch mit wenig Ausnahmen ebenfalls nicht Bemerkenswertes u. sind in ihren größeren Arten ganz auf die in Nordturkestan wäldervertretenden Oasen beschränkt.
31
Der Seidenspinner (Bombyx mori) , der hier in einigen Spielarten gezüchtet wird, hat für Turkestan eine sehr große Bedeutung; manche Landesteile sind durch ihre Seidenzucht seit uralten Zeiten berühmt u. es gewinnt dieselbe in letzter Zeit stets mehr an Wichtigkeit.
In Bezug auf die Schmetterlingsfauna ist der interessanteste Teil Turkestans das Pamir. Grum - Grschimailo zählt in seinem großen Werke, das den Schmetterlingen das Pamir gewidmet ist, nur an Tagschmetterlingen, Seidenspinnern, Sackträgern u. ähnl. 292 Arten auf, welche diesem Berglande eigen sind; er hält das Pamir für das Verbreitungszentrum vieler dieser Arten. Die Zahl der charakteristischen u. endemischen Formen ist am Pamir sehr groß; rund 100 Arten und Varietäten kommen augenscheinlich nur dort vor, so z. B. viele Apolloarten (Parnassius Orinceps, Romanowi, Hunza, giganteus etc.) Gelblinge (Colias Marco Polo, Sieversi, regia, Christophi ), Bläulinge (Elviria, ... alaica, Hunza, Roxane, Dagmara u.a.), Augen (Satyrus kaufmanni, Wilkinsi, pamirus, boloricus) u. eine Menge anderer."
So viel schreibt der Naturwissenschaftler in der "Rossija", Band über Turkestan über die turanischen Schmetterlinge. Meine eigenen Beobachtungen beschränken sich auf Folgendes:
Ganz im Gegensatz zu der reichen, eigenartigen u. durch so viele endemische Formen ausgezeichnete Käferfauna erwies sich die Welt der Schmetterlinge, inwieweit ich in Perowsk und Umgebung dieselbe beobachten konnte, in ihren Hauptzügen verhältnismäßig arm u. nebstdem der deutschen durchaus ähnlich. Namentlich gilt dies von den Tagfaltern, was ja bei einem Lande, dem Wälder, Wiesen und die damit verbundene Blumenpracht gänzlich fehlen, leicht begreiflich ist; die Nachtschmetterlinge sind zahlreicher vertreten, bieten jedoch mit wenig Ausnahmen ebenfalls nicht Bemerkenswertes u. sind in ihren größeren Arten ganz auf die in Nordturkestan wäldervertretenden Oasen beschränkt.
Login to leave a note