Kleiber Manuskript 06 - Käfer und Schmetterlinge, item 54
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runden Köpfe mit den kurzen Fühlern aus kleinen Erdlöchern hervor, anderswo
krochen die Tierchen wieder in die Löcher hinein oder gruben neue aus.
Wieder andere Asseln lagen in kleinen Häufchen in der Sonne oder in einer in
einer Erdspalte beisammen. Manche fühlten sich wohl durch die laue
Frühlingsluft zum Fortpflanzungsgeschäft besonders angeregt; auch an
todten Artgenossen sowie allerlei Moderwerk sah man sie herumzupfen,
kurz ein mannigfaches, lebhaftes Gewimmel u. die üppigste Lebensfreude.
Als ich das erstemal auf solch eine Asselkolonie stieg, kam mir sogleich
in Anbetracht der Unmenge der Tiere sowie ihres ausschließlichen Alleinvorkommens,
unwillkürlich der Gedanke, daß es so ungefähr in Urzeiten ausgesehen haben
mag, wo auf der festen Erde die ersten Siedler als asselähnliche Geschöpfe
(z.B. Peripetus) ebenfalls kolonienweise u. alleinvorherrschend lebten, wie
uns Solches durch Versteinerungen vielfach überliefert wurde. Die erwähnten
Schalenasseln (Glomeris) waren gleichmäßig grau bis gelblichgrau gefärbt
u. wichen im Bau von unseren Schäfchen durchaus nicht ab. Ihre Größe
betrug ca. 2 cm; durch ihre Färbung waren sie dem kahlen Tonboden völlig
angepasst. Mit Herannahen der wärmeren Jahreszeit verschwanden sie
spurlos.
Die interessantesten Spinnentiere des nördl. Turkestan, zugleich
Charaktertiere seiner Steppen und Wüsten, waren zweifellos die Walzenspinnen
(Solifugae) oder Falangen. Sie wurden in unseren Behausungen, in
Strohsäcken, in Kirgisenjurten u. den kleinen Lehmziegelhäusern, die
sich manche manche meiner Kameraden im Festungshofe gemietet oder
erbaut hatten, gesehen, erschlagen oder gefangen. Mit Einbruch der Dunkelheit
liefen sie mit unglaublicher Schnelligkeit an den Lehmmauern
empor, dem Insektenfang nachgehend. Es waren zumeist kleinere, jüngere
Tiere, doch wurden mir aus dem Saxaulgebiet von Solo-Tjubé von
der gewöhnlichen kaspischen Art (Galeodes caspius) sehr große
Exemplare zugeschickt, die mit ausgestreckten Beinen die Fläche einer
kleinen Hand umfassten. Die unheimlichen, an den Beinen schütter, aber
lang behaarten, gelblichen u. braunen Geschöpfe sind zweifellos unter Umständen
sehr gefährlich. Wenn auch in Perowsk ihr Biß selten vermutet
werden konnte - als Schluß aus einem des Morgens stark angeschwollenen
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runden Köpfe mit den kurzen Fühlern aus kleinen Erdlöchern hervor, anderswo
krochen die Tierchen wieder in die Löcher hinein oder gruben neue aus.
Wieder andere Asseln lagen in kleinen Häufchen in der Sonne oder in einer in
einer Erdspalte beisammen. Manche fühlten sich wohl durch die laue
Frühlingsluft zum Fortpflanzungsgeschäft besonders angeregt; auch an
todten Artgenossen sowie allerlei Moderwerk sah man sie herumzupfen,
kurz ein mannigfaches, lebhaftes Gewimmel u. die üppigste Lebensfreude.
Als ich das erstemal auf solch eine Asselkolonie stieg, kam mir sogleich
in Anbetracht der Unmenge der Tiere sowie ihres ausschließlichen Alleinvorkommens,
unwillkürlich der Gedanke, daß es so ungefähr in Urzeiten ausgesehen haben
mag, wo auf der festen Erde die ersten Siedler als asselähnliche Geschöpfe
(z.B. Peripetus) ebenfalls kolonienweise u. alleinvorherrschend lebten, wie
uns Solches durch Versteinerungen vielfach überliefert wurde. Die erwähnten
Schalenasseln (Glomeris) waren gleichmäßig grau bis gelblichgrau gefärbt
u. wichen im Bau von unseren Schäfchen durchaus nicht ab. Ihre Größe
betrug ca. 2 cm; durch ihre Färbung waren sie dem kahlen Tonboden völlig
angepasst. Mit Herannahen der wärmeren Jahreszeit verschwanden sie
spurlos.
Die interessantesten Spinnentiere des nördl. Turkestan, zugleich
Charaktertiere seiner Steppen und Wüsten, waren zweifellos die Walzenspinnen
(Solifugae) oder Falangen. Sie wurden in unseren Behausungen, in
Strohsäcken, in Kirgisenjurten u. den kleinen Lehmziegelhäusern, die
sich manche manche meiner Kameraden im Festungshofe gemietet oder
erbaut hatten, gesehen, erschlagen oder gefangen. Mit Einbruch der Dunkelheit
liefen sie mit unglaublicher Schnelligkeit an den Lehmmauern
empor, dem Insektenfang nachgehend. Es waren zumeist kleinere, jüngere
Tiere, doch wurden mir aus dem Saxaulgebiet von Solo-Tjubé von
der gewöhnlichen kaspischen Art (Galeodes caspius) sehr große
Exemplare zugeschickt, die mit ausgestreckten Beinen die Fläche einer
kleinen Hand umfassten. Die unheimlichen, an den Beinen schütter, aber
lang behaarten, gelblichen u. braunen Geschöpfe sind zweifellos unter Umständen
sehr gefährlich. Wenn auch in Perowsk ihr Biß selten vermutet
werden konnte - als Schluß aus einem des Morgens stark angeschwollenen
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runden Köpfe mit den kurzen Fühlern aus kleinen Erdlöchern hervor, anderswo
krochen die Tierchen wieder in die Löcher hinein oder gruben neue aus.
Wieder andere Asseln lagen in kleinen Häufchen in der Sonne oder in einer in
einer Erdspalte beisammen. Manche fühlten sich wohl durch die laue
Frühlingsluft zum Fortpflanzungsgeschäft besonders angeregt; auch an
todten Artgenossen sowie allerlei Moderwerk sah man sie herumzupfen,
kurz ein mannigfaches, lebhaftes Gewimmel u. die üppigste Lebensfreude.
Als ich das erstemal auf solch eine Asselkolonie stieg, kam mir sogleich
in Anbetracht der Unmenge der Tiere sowie ihres ausschließlichen Alleinvorkommens,
unwillkürlich der Gedanke, daß es so ungefähr in Urzeiten ausgesehen haben
mag, wo auf der festen Erde die ersten Siedler als asselähnliche Geschöpfe
(z.B. Peripetus) ebenfalls kolonienweise u. alleinvorherrschend lebten, wie
uns Solches durch Versteinerungen vielfach überliefert wurde. Die erwähnten
Schalenasseln (Glomeris) waren gleichmäßig grau bis gelblichgrau gefärbt
u. wichen im Bau von unseren Schäfchen durchaus nicht ab. Ihre Größe
betrug ca. 2 cm; durch ihre Färbung waren sie dem kahlen Tonboden völlig
angepasst. Mit Herannahen der wärmeren Jahreszeit verschwanden sie
spurlos.
Die interessantesten Spinnentiere des nördl. Turkestan, zugleich
Charaktertiere seiner Steppen und Wüsten, waren zweifellos die Walzenspinnen
(Solifugae) oder Falangen. Sie wurden in unseren Behausungen, in
Strohsäcken, in Kirgisenjurten u. den kleinen Lehmziegelhäusern, die
sich manche manche meiner Kameraden im Festungshofe gemietet oder
erbaut hatten, gesehen, erschlagen oder gefangen. Mit Einbruch der Dunkelheit
liefen sie mit unglaublicher Schnelligkeit an den Lehmmauern
empor, dem Insektenfang nachgehend. Es waren zumeist kleinere, jüngere
Tiere, doch wurden mir aus dem Saxaulgebiet vonSolo-Tjube von
der gewöhnlichen kaspischen Art (Galeodes caspius) sehr große
Exemplare zugeschickt, die mit ausgestreckten Beinen die Fläche einer
kleinen Hand umfassten. Die unheimlichen, an den Beinen schütter, aber
lang behaarten, gelblichen u. braunen Geschöpfe sind zweifellos unter Umständen
sehr gefährlich. Wenn auch in Perowsk ihr Biß selten vermutet
werden konnte - als Schluß aus einem des Morgens stark angeschwollenen
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runden Köpfe mit den kurzen Fühlern aus kleinen Erdlöchern hervor, anderswo
krochen die Tierchen wieder in die Löcher hinein oder gruben neue aus.
Wieder andere Asseln lagen in kleinen Häufchen in der Sonne oder in einer in
einer Erdspalte beisammen. Manche fühlten sich wohl durch die laue
Frühlingsluft zum Fortpflanzungsgeschäft besonders angeregt; auch an
todten Artgenossen sowie allerlei Moderwerk sah man sie herumzupfen,
kurz ein mannigfaches, lebhaftes Gewimmel u. die üppigste Lebensfreude.
Als ich das erstemal auf solch eine Asselkolonie stieg, kam mir sogleich
in Anbetracht der Unmenge der Tiere sowie ihres ausschließlichen Alleinvorkommens,
unwillkürlich der Gedanke, daß es so ungefähr in Urzeiten ausgesehen haben
mag, wo auf der festen Erde die ersten Siedler als asselähnliche Geschöpfe
(z.B. Peripetus) ebenfalls kolonienweise u. alleinvorherrschend lebten, wie
uns Solches durch Versteinerungen vielfach überliefert wurde. Die erwähnten
Schalenasseln (Glomeris) waren gleichmäßig grau bis gelblichgrau gefärbt
u. wichen im Bau von unseren Schäfchen durchaus nicht ab. Ihre Größe
betrug ca. 2 cm; durch ihre Färbung waren sie dem kahlen Tonboden völlig
angepasst. Mit Herannahen der wärmeren Jahreszeit verschwanden sie
spurlos.
Die interessantesten Spinnentiere des nördl. Turkestan, zugleich Charaktertiere seiner Steppen und Wüsten, waren zweifellos die Walzenspinnen (Solifugae) oder Falangen. Sie wurden in unseren Behausungen, in Strohsäcken, in Kirgisenjurten u. den kleinen Lehmziegelhäusern, die sich manche manche meiner Kameraden im Festungshofe gemietet oder erbaut hatten, gesehen, erschlagen oder gefangen. Mit Einbruch der Dunkelheit liefen sie mit unglaublicher Schnelligkeit an den Lehmmauern empor, dem Insektenfang nachgehend. Es waren zumeist kleinere, jüngere Tiere, doch wurden mir aus dem Saxaulgebiet vonSolo-Tjube von der gewöhnlichen kaspischen Art (Galeodes caspius) sehr große Exemplare zugeschickt, die mit ausgestreckten Beinen die Fläche einer kleinen Hand umfassten. Die unheimlichen, an den Beinen schütter, aber lang behaarten, gelblichen u. braunen Geschöpfe sind zweifellos unter Umständen sehr gefährlich. Wenn auch in Perowsk ihr Biß selten vermutet werden konnte - als Schluß aus einem des Morgens stark angeschwollenen
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runden Köpfe mit den kurzen Fühlern aus kleinen Erdlöchern hervor, anderswo
krochen die Tierchen wieder in die Löcher hinein oder gruben neue aus.
Wieder andere Asseln lagen in kleinen Häufchen in der Sonne oder in einer in
einer Erdspalte beisammen. Manche fühlten sich wohl durch die laue Frühlingsluft zum Fortpflanzungsgeschäft besonders angeregt; auch an todten Artgenossen sowie allerlei Moderwerk sah man sie herumzupfen, kurz ein mannigfaches, lebhaftes Gewimmel u. die üppigste Lebensfreude. Als ich das erstemal auf solch eine Asselkolonie stieg, kam mir sogleich in Anbetracht der Unmenge der Tiere sowie ihres ausschließlichen Alleinvorkommens, unwillkürlich der Gedanke, daß es so ungefähr in Urzeiten ausgesehen haben mag, wo auf der festen Erde die ersten Siedler als asselähnliche Geschöpfe (z.B. Peripetus) ebenfalls kolonienweise u. alleinvorherrschend lebten, wie uns Solches durch Versteinerungen vielfach überliefert wurde. Die erwähnten Schalenasseln (Glomeris) waren gleichmäßig grau bis gelblichgrau gefärbt u. wichen im Bau von unseren Schäfchen durchaus nicht ab. Ihre Größe betrug ca. 2 cm; durch ihre Färbung waren sie dem kahlen Tonboden völlig angepasst. Mit Herannahen der wärmeren Jahreszeit verschwanden sie spurlos.
Die interessantesten Spinnentiere des nördl. Turkestan, zugleich Charaktertiere seiner Steppen und Wüsten, waren zweifellos die Walzenspinnen (Solifugae) oder Falangen. Sie wurden in unseren Behausungen, in Strohsäcken, in Kirgisenjurten u. den kleinen Lehmziegelhäusern, die sich manche manche meiner Kameraden im Festungshofe gemietet oder erbaut hatten, gesehen, erschlagen oder gefangen. Mit Einbruch der Dunkelheit liefen sie mit unglaublicher Schnelligkeit an den Lehmmauern empor, dem Insektenfang nachgehend. Es waren zumeist kleinere, jüngere Tiere, doch wurden mir aus dem Saxaulgebiet vonSolo-Tjube von der gewöhnlichen kaspischen Art (Galeodes caspius) sehr große Exemplare zugeschickt, die mit ausgestreckten Beinen die Fläche einer kleinen Hand umfassten. Die unheimlichen, an den Beinen schütter, aber lang behaarten, gelblichen u. braunen Geschöpfe sind zweifellos unter Umständen sehr gefährlich. Wenn auch in Perowsk ihr Biß selten vermutet werden konnte - als Schluß aus einem des Morgens stark angeschwollenen
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Kriegsgefangenenlager Perowsk
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