Kleiber Manuskript 06 - Käfer und Schmetterlinge, item 16
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Männchen u. Weibchen zeigen gewisse Unterschiede in der Färbung des
Hinterleibes u. der Stärke der Behaarung, so daß ich, falls auch
ein Stück des Hinterleibes unter den Blumenblättern sichtbar war,
bei Betrachtung der einen überfallenen Blüte das Geschlecht des Blumen-
mörders leicht bestimmen konnte. Der Käfer war nur kurze Zeit, ca. 2-3Wochen,
zu sehen, war aber häufig; ich fand ihn jedoch niemals fliegend
vor, stets nur in seinem Verstecke. Die Art ist endemisch.
Besonders charakteristische, wenn auch wenig auffällige Käferfor-
men des nordturkestanischen Hochsommers waren die Prachtkäfer.
Mit Ausnahme der bronzegelben Sphenoptera foreola (Tafel VII./80.) u.
der auch in Mitteleuropa lebenden Melanophylla picta decastigma (Tafel V./62),
die öfters in den heißen Tagesstunden im Sonnenschein umherflo-
gen, fand ich die übrigen, kleinen Prachtkäferarten auf den Kamel-
dorn (Alhagi camelorum) beschränkt. Dort hiengen sie unbeweglich in
aufrecht. Stellung, die gleichfalls aufrechten Stengel dieses Halbstrauches fest
umklammernd u. infolge ihrer länglichen Gestalt u. der leichten, weißlichen
Bestäubung, die die metallisch glänzende Grundfarbe auf der Oberseite
u. noch stärker auf der Unterseite des Körpers verdeckte, schwer wahr-
nehmbar. Sobald einer meine Nähe merkte, drehte er sich blitzschnell
um die Stengelachse auf die mir entgegengesetzte Seite um, hinter dem
Stengel Deckung suchend. In dieser Stellung waren die Käfer beinahe un-
sichtbar. Falls ich sie nicht schon früher bemerkt hatte, so verriet mir
zu ihrem großen Nachteil oft die vorhin erwähnte Drehung ihre
Anwesenheit. Bei weiterer Annäherung ließen sich die Tiere einfach
herabfallen u. waren dann für gewöhnlich nicht mehr aufzufinden.
Die in Betracht kommenden Arten sind alle aus der auch in Europa
vorkommenden Gattung Sphenoptera u. erschienen ziemlich gleichzeitig
bald nach den ersten Blüten des Kameldorns, also ca. Ende Juni. Die
häufigste Art war die rotgoldene, endemische Sphenoptera venusta
(Tafel III./33.), seltener die in verschiedenen Färbungen von Smaragd-
gold bis blaugrüngold vorkommende Sph. Beckeri (Tafel V/58,61.), am
seltensten die endemische, schöne karmin- u. grüngoldene Sph.
aurora (Tafel IV./45). Sp. venusta fand ich auch vereinzelnt auf
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Männchen u. Weibchen zeigen gewisse Unterschiede in der Färbung des
Hinterleibes u. der Stärke der Behaarung, so daß ich, falls auch
ein Stück des Hinterleibes unter den Blumenblättern sichtbar war,
bei Betrachtung der einen überfallenen Blüte das Geschlecht des Blumen-
mörders leicht bestimmen konnte. Der Käfer war nur kurze Zeit, ca. 2-3Wochen,
zu sehen, war aber häufig; ich fand ihn jedoch niemals fliegend
vor, stets nur in seinem Verstecke. Die Art ist endemisch.
Besonders charakteristische, wenn auch wenig auffällige Käferfor-
men des nordturkestanischen Hochsommers waren die Prachtkäfer.
Mit Ausnahme der bronzegelben Sphenoptera foreola (Tafel VII./80.) u.
der auch in Mitteleuropa lebenden Melanophylla picta decastigma (Tafel V./62),
die öfters in den heißen Tagesstunden im Sonnenschein umherflo-
gen, fand ich die übrigen, kleinen Prachtkäferarten auf den Kamel-
dorn (Alhagi camelorum) beschränkt. Dort hiengen sie unbeweglich in
aufrecht. Stellung, die gleichfalls aufrechten Stengel dieses Halbstrauches fest
umklammernd u. infolge ihrer länglichen Gestalt u. der leichten, weißlichen
Bestäubung, die die metallisch glänzende Grundfarbe auf der Oberseite
u. noch stärker auf der Unterseite des Körpers verdeckte, schwer wahr-
nehmbar. Sobald einer meine Nähe merkte, drehte er sich blitzschnell
um die Stengelachse auf die mir entgegengesetzte Seite um, hinter dem
Stengel Deckung suchend. In dieser Stellung waren die Käfer beinahe un-
sichtbar. Falls ich sie nicht schon früher bemerkt hatte, so ver... mir
zu ihrem großen Nachteil oft die vorhin erwähnte Drehung ihre
Anwesenheit. Bei weiterer Annäherung ließen sich die Tiere einfach
herabfallen u. waren dann für gewöhnlich nicht mehr aufzufinden.
Die in Betracht kommenden Arten sind alle aus der auch in Europa
vorkommenden Gattung Sphenoptera u. erschienen ziemlich gleichzeitig
bald nach den ersten Blüten des Kameldorns, also ca. Ende Juni. Die
häufigste Art war die rotgoldene, endemische Sphenoptera venusta
(Tafel III./33.), seltener die in verschiedenen Färbungen von Smaragd-
gold bis blaugrüngold vorkommende Sph. Beckeri (Tafel V/58,61.), am
seltensten die endemische, schöne karmin- u. grüngoldene Sph.
aurora (Tafel IV./45). Sp. venusta fand ich auch vereinzelnt auf
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Männchen u. Weibchen zeigen gewisse Unterschiede in der Färbung des
Hinterleibes u. der Stärke der Behaarung, so daß ich, falls auch
ein Stück des Hinterleibes unter den Blumenblättern sichtbar war,
bei Betrachtung der einen überfallenen Blüte das Geschlecht des Blumen-
mörders leicht bestimmen konnte. Der Käfer war nur kurze Zeit, ca. 2-3Wochen,
zu sehen, war aber häufig; ich fand ihn jedoch niemals fliegend
vor, stets nur in seinem Verstecke. Die Art ist endemisch.
Besonders charakteristische, wenn auch wenig auffällige Käferfor-
men des nordturkestanischen Hochsommers waren die Prachtkäfer.
Mit Ausnahme der bronzegelben Sphenoptera foreola (Tafel VII./80.) u.
der auch in Mitteleuropa lebenden Melanophylla picta decastigma (Tafel V./62),
die öfters in den heißen Tagesstunden im Sonnenschein umherflo-
gen, fand ich die übrigen, kleinen Prachtkäferarten auf den Kamel-
dorn (Alhagi camelorum) beschränkt. Dort hiengen sie unbeweglich in
aufrecht. Stellung, die gleichfalls aufrechten Stengel dieses Halbstrauches fest
umklammernd u. infolge ihrer länglichen Gestalt u. der leichten, weißlichen
Bestäubung, die die metallisch glänzende Grundfarbe auf der Oberseite
u. noch stärker auf der Unterseite des Körpers verdeckte, schwer wahr-
nehmbar. Sobald einer meine Nähe merkte, drehte er sich blitzschnell
um die Stengelachse auf die mir entgegengesetzte Seite um, hinter dem
Stengel Deckung suchend. In dieser Stellung waren die Käfer beinahe un-
sichtbar. Falls ich sie nicht schon früher bemerkt hatte, so ver... mir
zu ihrem großen Nachteil oft die vorhin erwähnte Drehung ihre
Anwesenheit. Bei weiterer Annäherung ließen sich die Tiere einfach
herabfallen u. waren dann für gewöhnlich nicht mehr aufzufinden.
Die in Betracht kommenden Arten sind alle aus der auch in Europa
vorkommenden Gattung Sphenoptera u. erschienen ziemlich gleichzeitig
bald nach den ersten Blüten des Kameldorns, also ca. Ende Juni. Die
häufigste Art war die rotgoldene, endemische Sphenoptera vemista
(Tafel III./33.),
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Männchen u. Weibchen zeigen gewisse Unterschiede in der Färbung des
Hinterleibes u. der Stärke der Behaarung, so daß ich, falls auch
ein Stück des Hinterleibes unter den Blumenblättern sichtbar war,
bei Betrachtung der einen überfallenen Blüte das Geschlecht des Blumen-
mörders leicht bestimmen konnte. Der Käfer war nur kurze Zeit, ca. 2-3Wochen,
zu sehen, war aber häufig; ich fand ihn jedoch niemals fliegend
vor, stets nur in seinem Verstecke. Die Art ist endemisch.
Besonders charakteristische, wenn auch wenig auffällige Käferfor-
men des nordturkestanischen Hochsommers waren die Prachtkäfer.
Mit Ausnahme der bronzegelben Sphenoptera foreola (Tafel VII./80.) u.
der auch in Mitteleuropa lebenden Melanophylla picta decastigma (Tafel V./62),
die öfters in den heißen Tagesstunden im Sonnenschein umherflo-
gen, fand ich die übrigen, kleinen Prachtkäferarten auf den Kamel-
dorn (Alhagi camelorum) beschränkt. Dort hiengen sie unbeweglich in
aufrecht. Stellung, die gleichfalls aufrechten Stengel dieses Halbstrauches fest
umklammernd u. infolge ihrer länglichen Gestalt u. der leichten, weißlichen
Bestäubung, die die metallisch glänzende Grundfarbe auf der Oberseite
u. noch stärker auf der Unterseite des Körpers verdeckte, schwer wahr-
nehmbar. Sobald einer meine Nähe merkte, drehte er sich blitzschnell
um die Stengelachse auf die mir entgegengesetzte Seite um, hinter dem
Stengel Deckung suchend. In dieser Stellung waren die Käfer beinahe un-
sichtbar. Falls ich sie nicht schon früher bemerkt hatte, so
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Männchen u. Weibchen zeigen gewisse Unterschiede in der Färbung des
Hinterleibes u. der Stärke der Behaarung, so daß ich, falls auch
ein Stück des Hinterleibes unter den Blumenblättern sichtbar war,
bei Betrachtung der einen überfallenen Blüte das Geschlecht des Blumen-
mörders leicht bestimmen konnte. Der Käfer war nur kurze Zeit, ca. 2-3Wochen,
zu sehen, war aber häufig; ich fand ihn jedoch niemals fliegend
vor, stets nur in seinem Verstecke. Die Art ist endemisch.
Besonders charakteristische, wenn auch wenig auffällige Käferfor-
men des nordturkestanischen Hochsommers waren die Prachtkäfer.
Mit Ausnahme der bronzegelben Sphenoptera foreola (Tafel VII./80.) u.
der auch in Mitteleuropa lebenden Melanophylla pictadecestigma (Tafel V./62),
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Männchen u. Weibchen zeigen gewisse Unterschiede in der Färbung des
Hinterleibes u. der Stärke der Behaarung, so daß ich, falls auch
ein Stück des Hinterleibes unter den Blumenblättern sichtbar war,
bei Betrachtung der einen überfallenen Blüte das Geschlecht des Blumen-
mörders leicht bestimmen konnte. Der Käfer war nur kurze Zeit, ca. 2-3Wochen,
zu sehen, war aber häufig; ich fand ihn jedoch niemals fliegend
vor, stets nur in seinem Verstecke. Die Art ist endemisch.
Besonders charakteristische, wenn auch wenig auffällige Käferfor-
men des nordturkestanischen Hochsommers waren die Prachtkäfer.
Mit Ausnahme der bronzegelben Sphenoptera zoverla (Tafel VII./80.) u.
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Männchen u. Weibchen zeigen gewisse Unterschiede in der Färbung des
Hinterleibes u. der Stärke der Behaarung, so daß ich, falls auch
ein Stück des Hinterleibes unter den Blumenblättern sichtbar war,
bei Betrachtung der einen überfallenen Blüte des Geschlecht der Blumen,
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Kriegsgefangenenlager Perowsk
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