Kleiber Manuskript 06 - Käfer und Schmetterlinge, item 9

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nordturkestanischen Steppen u. Wüsten in Betracht. Abgesehen von dem einen

größeren Ausfluge in die Steppe Mitte Juni 1916 u. einzelner größerer oder

kleineren Spaziergängen Syr-Darja abwärts, die ich in dem Teile über die

Pflanzenwelt geschildert habe, war ich beinahe völlig auf den Festungs-

hofe u. den dahinter liegenden Steppenstreif angewiesen, welch letzterer

allerdings in Bezug auf pflanzlich wie auch Insektenleben viel Interessantes

u. Eigenartiges bot. Natürlich konnte ich mich auf diese Art bloß mit

einem sehr geringen Teil der Käfer Nordturkestans bekannt machen;

gerade der größte Teil der eigenartigen Wüstenformen blieb mir verschlossen,

so daß sich das Gros der Kerfe, die ich fing bzw. beobachten konnte,

hauptsächlich auf jene Formen erstreckt, die in den Oasen, bzw. den

Salztonsteppen leben; Wüstenformen lernte ich nur wenige kennen, doch

kann ich sagen, daß ich mir im Großen und Ganzen heute wohl ein un-

gefähres Bild von der Käferwelt der nördl. Steppengebiete machen kann.

Meine erste Bekanntschaft mit der Käferwelt Turkestans war gleich

ziemlich hoffnungsreich. Auf meiner Fahrt in die Verbannung Mitte

April 1915 sah ich in den Stationen unmittelbar vor Stadt Turkestan u.

in dieser Station selbst eine beträchtliche Anzahl der größten Käfer Tur-

kestans, der Homalocopris tmolus (Tafel IX., 106.), die allenthalber zertre-

ten oder beschädigt zwischen den Geleisen umherlagen; sie waren in der

Nacht an die elektrischen Bahnhofslampen angeflogen u. betäubt herunter-

gefallen. Die Stationen nördl. der Stadt Turkestan dürfte die Nordverbreitungs-

grenze dieses großen Pillendrehers darstellen, wenigstens konnte ich in Teransk

sein Vorkommen viermal nachweisen. In den südl. Teilen des Landes tritt er

umso häufiger auf. Dieser Käfer u. seine Gattung sind endemisch.

In Teransk selbst war das erste Frühjahr, d.h. die Zeit nach den ersten

warmen Apriltagen, gekennzeichnet durch das Auftreten vereinzelter

Ölkäfer (Meloe brevicolis, Tafel IX./113.), die im Steppenstreif langsam

umherkrochen u. nach wenigen Tagen verschwanden. Schon vorher waren

zu bemerken die unbehilflichen, auf ihren langen Hinterbeinen steif

einhermarschierenden gemeinen Trauerkäfer (Blaps mortisaga, Tafel V./56.),

die ja auch in Mitteleuropa vorkommen; sie zupften an allerlei Abfällen u.

Aas herum u. hielten sich den ganzen Sommer über bis in den Spätherbst,

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nordturkestanischen Steppen u. Wüsten in Betracht. Abgesehen von dem einen

größeren Ausfluge in die Steppe Mitte Juni 1916 u. einzelner größerer oder

kleineren Spaziergängen Syr-Darja abwärts, die ich in dem Teile über die

Pflanzenwelt geschildert habe, war ich beinahe völlig auf den Festungs-

hofe u. den dahinter liegenden Steppenstreif angewiesen, welch letzterer

allerdings in Bezug auf pflanzlich wie auch Insektenleben viel Interessantes

u. Eigenartiges bot. Natürlich konnte ich mich auf diese Art bloß mit

einem sehr geringen Teil der Käfer Nordturkestans bekannt machen;

gerade der größte Teil der eigenartigen Wüstenformen blieb mir verschlossen,

so daß sich das Gros der Kerfe, die ich fing bzw. beobachten konnte,

hauptsächlich auf jene Formen erstreckt, die in den Oasen, bzw. den

Salztonsteppen leben; Wüstenformen lernte ich nur wenige kennen, doch

kann ich sagen, daß ich mir im Großen und Ganzen heute wohl ein un-

gefähres Bild von der Käferwelt der nördl. Steppengebiete machen kann.

Meine erste Bekanntschaft mit der Käferwelt Turkestans war gleich

ziemlich hoffnungsreich. Auf meiner Fahrt in die Verbannung Mitte

April 1915 sah ich in den Stationen unmittelbar vor Stadt Turkestan u.

in dieser Station selbst eine beträchtliche Anzahl der größten Käfer Tur-

kestans, der Homalocopris tmolus (Tafel IX., 106.), die allenthalber zertre-

ten oder beschädigt zwischen den Geleisen umherlagen; sie waren in der

Nacht an die elektrischen Bahnhofslampen angeflogen u. betäubt herunter-

gefallen. Die Stationen nördl. der Stadt Turkestan dürfte die Nordverbreitungs-

grenze dieses großen Pillendrehers darstellen, wenigstens konnte ich in Teransk

sein Vorkommen viermal nachweisen. In den südl. Teilen des Landes tritt er

umso häufiger auf. Dieser Käfer u. seine Gattung sind endemisch.

In Teransk selbst war das erste Frühjahr, d.h. die Zeit nach den ersten

warmen Apriltagen, gekennzeichnet durch das Auftreten vereinzelter

Ölkäfer (Meloe brevicolis, Tafel IX./113.), die im Steppenstreif langsam

umherkrochen u. nach wenigen Tagen verschwanden. Schon vorher waren

zu bemerken die unbehilflichen, auf ihren langen Hinterbeinen steif

einhermarschierenden gemeinen Trauerkäfer (Blaps mortisaga, Tafel V./56.),

die ja auch in Mitteleuropa vorkommen; sie zupften an allerlei Abfällen u.

Aas herum u. hielten sich den ganzen Sommer über bis in den Spätherbst,


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  • February 17, 2017 19:15:08 Isabella Kollmann

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    nordturkestanischen Steppen u. Wüsten in Betracht. Abgesehen von dem einen

    größeren Ausfluge in die Steppe Mitte Juni 1916 u. einzelner größerer oder

    kleineren Spaziergängen Syr-Darja abwärts, die ich in dem Teile über die

    Pflanzenwelt geschildert habe, war ich beinahe völlig auf den Festungs-

    hofe u. den dahinter liegenden Steppenstreif angewiesen, welch letzterer

    allerdings in Bezug auf pflanzlich wie auch Insektenleben viel Interessantes

    u. Eigenartiges bot. Natürlich konnte ich mich auf diese Art bloß mit

    einem sehr geringen Teil der Käfer Nordturkestans bekannt machen;

    gerade der größte Teil der eigenartigen Wüstenformen blieb mir verschlossen,

    so daß sich das Gros der Käfer, die ich fing bzw. beobachten konnte,

    hauptsächlich auf jene Formen erstreckt, die in den Oasen, bzw. den

    Salztonsteppen leben; Wüstenformen lernte ich nur wenige kennen, doch

    kann ich sagen, daß ich mir im Großen und Ganzen heute wohl ein un-

    gefähres Bild von der Käferwelt der nördl. Steppengebiete machen kann.

    Meine erste Bekanntschaft mit der Käferwelt Turkestans war gleich

    ziemlich hoffnungsreich. Auf meiner Fahrt in die Verbannung Mitte

    April 1915 sah ich in den Stationen unmittelbar vor Stadt Turkestan u.

    in dieser Station selbst eine beträchtliche Anzahl der größten Käfer Tur-

    kestans, der Homalocopris tmolus (Tafel IX., 106.), die allenthalber zertre-

    ten oder beschädigt zwischen den Geleisen umherlagen; sie waren in der

    Nacht an die elektrischen Bahnhofslampen angeflogen u. betäubt herunter-

    gefallen. Die Stationen nördl. der Stadt Turkestan dürfte die Nordverbreitungs-

    grenze dieses großen Pillendrehers darstellen, wenigstens konnte ich in Teransk

    sein Vorkommen viermal nachweisen. In den südl. Teilen des Landes tritt er

    umso häufiger auf. Dieser Käfer u. seine Gattung sind endemisch.

    In Teransk selbst war das erste Frühjahr, d.h. die Zeit nach den ersten

    warem Apriltagen, gekennzeichnet durch das Auftreten vereinzelter

    Ölkäfer (Meloe brevicolis, Tafel IX./113.), die im Steppenstreif langsam

    umherkrochen u. nach wenigen Tagen verschwanden. Schon vorher waren

    zu bemerken die unbehilflichen, auf ihren langen Hinterbeinen steif

    einhermarschierenden gemeinen Trauerkäfer (Blaps mortisaga, Tafel V./56.),

    die ja auch in Mitteleuropa vorkommen; sie zupften an allerlei Abfällen u.

    Aas herum u. hielten sich den ganzen Sommer über bis in den Spätherbst,

  • February 16, 2017 12:39:42 Sandra Badergruber

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    nordturkestanischen Steppen u. Wüsten in Betracht. Abgesehen von dem einen

    größeren Ausfluge in die Steppe Mitte Juni 1916 u. einzelner größerer oder

    kleineren Spaziergängen Syr-Darja abwärts, die ich in dem Teile über die

    Pflanzenwelt geschildert habe, war ich beinahe völlig auf den Festungs-

    hofe u. den dahinter liegenden Steppenstreif angewiesen, welch letzterer

    allerdings in Bezug auf pflanzlich wie auch Insektenleben viel Interessantes

    u. Eigenartiges bot. Natürlich konnte ich mich auf diese Art bloß mit

    einem sehr geringen Teil der Käfer Nordturkestans bekannt machen;

    gerade der größte Teil der eigenartigen Wüstenformen blieb mir verschlossen,

    so daß sich das Gros der Käfer, die ich fing bzw. beobachten konnte,

    hauptsächlich auf jene Formen erstreckt, die in den Oasen, bzw. den

    Salz...steppen leben; Wüstenformen lernte ich nur wenige kennen, doch

    kann ich sagen, daß ich mir im Großen und Ganzen heute wohl ein un-

    gefähres Bild von der Käferwelt der nördl. Steppengebiete machen kann.

    Meine erste Bekanntschaft mit der Käferwelt Turkestans war gleich

    ziemlich hoffnungsreich. Auf meiner Fahrt in die Verbannung Mitte

    April 1915 sah ich in den Stationen unmittelbar vor Stadt Turkestan u.

    in dieser Station selbst eine beträchtliche Anzahl der größten Käfer Tur-

    kestans, der Homalocopris tmolus (Tafel IX., 106.), die allenthalber zertre-

    ten oder beschädigt zwischen den Geleisen umherlagen; sie waren in der

    Nacht an die elektrischen Bahnhofslampen angeflogen u. betäubt herunter-

    gefallen. Die Stationen nördl. der Stadt Turkestan dürfte die Nordverbreitungs-

    grenze dieses großen Pillendrehers darstellen, wenigstens konnte ich in Teransk

    sein Vorkommen viermal nachweisen. In den südl. Teilen des Landes tritt er

    umso häufiger auf. Dieser Käfer u. seine Gattung sind endemisch.

    In Teransk selbst war das erste Frühjahr, d.h. die Zeit nach den ersten

    warem Apriltagen, gekennzeichnet durch das Auftreten vereinzelter

    Ölkäfer (Meloe brevicolis, Tafel IX./113.), die im Steppenstreif langsam

    umherkrochen u. nach wenigen Tagen verschwanden. Schon vorher waren

    zu bemerken die unbehilflichen, auf ihren langen Hinterbeinen steif

    einhermarschierenden gemeinen Trauerkäfer (Blaps mortisaga, Tafel V./56.),

    die ja auch in Mitteleuropa vorkommen; sie zupften an allerlei Abfällen u.

    Aas herum u. hielten sich den ganzen Sommer über bis in den Spätherbst,


  • February 16, 2017 11:55:50 Sandra Badergruber

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    nordturkestanischen Steppen u. Wüsten in Betracht. Abgesehen von dem einen

    größeren Ausfluge in die Steppe Mitte Juni 1916 u. einzelner größerer oder

    kleineren Spaziergängen Syr-Darja abwärts, die ich in dem Teile über die

    Pflanzenwelt geschildert habe, war ich beinahe völlig auf den Festungs-

    hofe u. den dahinter liegenden Steppenstreif angewiesen, welch letzterer

    allerdings in Bezug auf pflanzlich wie auch Insektenleben viel Interessantes

    u. Eigenartiges bot. Natürlich konnte ich mich auf diese Art bloß mit

    einem sehr geringen Teil der Käfer Nordturkestans bekannt machen;

    gerade der größte Teil der eigenartigen Wüstenformen blieb mir verschlossen,

    so daß sich das Gros der ... , die ich zie..g bzw. beobachten konnte,

    hauptsächlich auf jene Formen erstreckt, die in den Oasen, bzw. den

    Sal...steppen leben; Wüstenformen lernte ich nur wenige kennen, doch

    kann ich sagen, daß ich mir im Großen und Ganzen heute wohl ein un-

    gefähres Bild von der Käferwelt der nördl. Steppengebiete machen kann.

    Meine erste Bekanntschaft mit der Käferwelt Turkestans war gleich

    ziemlich hoffnungsreich. Auf meiner Fahrt in die Verbannung Mitte

    April 1915 sah ich in den Stationen unmittelbar vor Stadt Turkestan u.

    in dieser Station selbst eine beträchtliche Anzahl der größten Käfer Tur-

    kestans, der Homalocopris tmolus (Tafel IX., 106.), die allenthalber zertre-

    ten oder beschädigt zwischen den Geleisen umherlagen; sie waren in der

    Nacht an die elektrischen Bahnhofslampen angeflogen u. betäubt herunter-

    gefallen. Die Stationen nördl. der Stadt Turkestan dürfte die Nordverbreitungs-

    grenze dieses großen Pillendrehers darstellen, wenigstens konnte ich in Teransk

    sein Vorkommen viermal nachweisen. In den südl. Teilen des Landes tritt er

    umso häufiger auf. Dieser Käfer u. seine Gattung sind endemisch.

    In Teransk selbst war das erste Frühjahr, d.h. die Zeit nach den ersten

    warem Apriltagen, gekennzeichnet durch das Auftreten vereinzelter

    Ölkäfer (Meloe brevicolis, Tafel IX./113.), die im Steppenstreif langsam

    umherkrochen u. nach wenigen Tagen verschwanden. Schon vorher waren

    zu bemerken die unbehilflichen, auf ihren langen Hinterbeinen steif

    einhermarschierenden gemeinen Trauerkäfer (Blaps mortisaga, Tafel V./56.),

    die ja auch in Mitteleuropa vorkommen; sie zupften an allerlei Abfällen u.

    Aas herum u. hielten sich den ganzen Sommer über bis in den Spätherbst,


  • February 16, 2017 11:51:18 Sandra Badergruber

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    nordturkestanischen Steppen u. Wüsten in Betracht. Abgesehen von dem einen

    größeren Ausfluge in die Steppe Mitte Juni 1916 u. einzelner größerer oder

    kleineren Spaziergängen Syr-Darja abwärts, die ich in dem Teile über die

    Pflanzenwelt geschildert habe, war ich beinahe völlig auf den Festungs-

    hofe u. den dahinter liegenden Steppenstreif angewiesen, welch letzterer

    allerdings in Bezug auf pflanzlich wie auch Insektenleben viel Interessantes

    u. Eigenartiges bot. Natürlich konnte ich mich auf diese Art bloß mit

    einem sehr geringen Teil der Käfer Nordturkestans bekannt machen;

    gerade der größte Teil der eigenartigen Wüstenformen blieb mir verschlossen,

    so daß sich das Gros der ... , die ich zie..g bzw. beobachten konnte,

    hauptsächlich auf jene Formen erstreckt, die in den Oasen, bzw. den

    Sal...steppen leben; Wüstenformen lernte ich nur wenige kennen, doch

    kann ich sagen, daß ich mir im Großen und Ganzen heute wohl ein un-

    gefähres Bild von der Käferwelt der nördl. Steppengebiete machen kann.

    Meine erste Bekanntschaft mit der Käferwelt Turkestans war gleich

    ziemlich hoffnungsreich. Auf meiner Fahrt in die Verbannung Mitte

    April 1915 sah ich in den Stationen unmittelbar vor Stadt Turkestan u.

    in dieser Station selbst eine beträchtliche Anzahl der größten Käfer Tur-

    kestans, der Homalocopris tmolus (Tafel IX., 106.), die allenthalber zertre-

    ten oder beschädigt zwischen den Geleisen umherlagen; sie waren in der

    Nacht an die elektrischen Bahnhofslampen angeflogen u. betäubt herunter-

    gefallen. Die Stationen nördl. der Stadt Turkestan dürfte die Nordverbreitungs-

    grenze dieses großen Pillendrehers darstellen, wenigstens konnte ich in Teransk

    sein Vorkommen viermal nachweisen. In den südl. Teilen des Landes tritt er

    umso häufiger auf. Dieser Käfer u. seine Gattung sind endemisch.

    In Teransk selbst war das erste Frühjahr, d.h. die Zeit nach den ersten

    warem Apriltagen, gekennzeichnet durch das Auftreten vereinzelter

    Ölkäfer (Meloe brevicolis 


  • February 16, 2017 11:39:32 Sandra Badergruber

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    nordturkestanischen Steppen u. Wüsten in Betracht. Abgesehen von dem einen

    größeren Ausfluge in die Steppe Mitte Juni 1916 u. einzelner größerer oder

    kleineren Spaziergängen Syr-Darja abwärts, die ich in dem Teile über die

    Pflanzenwelt geschildert habe, war ich beinahe völlig auf den Festungs-

    hofe u. den dahinter liegenden Steppenstreif angewiesen, welch letzterer

    allerdings in Bezug auf pflanzlich wie auch Insektenleben viel Interessantes

    u. Eigenartiges bot. Natürlich konnte ich mich auf diese Art bloß mit

    einem sehr geringen Teil der Käfer Nordturkestans bekannt machen;

    gerade der größte Teil der eigenartigen Wüstenformen blieb mir verschlossen,

    so daß sich das Gros der ... , die ich zie..g bzw. beobachten konnte,

    hauptsächlich auf jene Formen erstreckt, die in den Oasen, bzw. den

    Sal...steppen leben; Wüstenformen lernte ich nur wenige kennen, doch

    kann ich sagen, daß ich mir im Großen und Ganzen heute wohl ein un-

    gefähres Bild von der Käferwelt der nördl. Steppengebiete machen kann.

    Meine erste Bekanntschaft mit der Käferwelt Turkestans war gleich

    ziemlich hoffnungsreich. Auf meiner Fahrt in die Verbannung Mitte

    April 1915 sah ich in den Stationen unmittelbar vor Stadt Turkestan u.

    in dieser Station selbst eine beträchtliche Anzahl der größten Käfer Tur-

    kestans, der 


  • February 16, 2017 11:30:27 Sandra Badergruber

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    nordturkestanischen Steppen u. Wüsten in Betracht. Abgesehen von dem einen

    größeren Ausfluge in die Steppe Mitte Juni 1916 u. einzelner größerer oder

    kleineren Spaziergängen Syr-Darja abwärts, die ich in dem Teile über die

    Pflanzenwelt geschildert habe, war ich beinahe völlig auf den Festungs-

    hofe u. den dahinter liegenden Steppenstreif angewiesen, welch letzterer

    allerdings in Bezug auf pflanzlich wie auch Insektenleben viel Interessantes

    u. Eigenartiges bot. Natürlich konnte ich mich auf diese Art bloß mit

    einem sehr geringen Teil der Käfer Nordturkestans bekannt machen;

    gerade der größte Teil der eigenartigen Wüstenformen blieb mir verschlossen,

    so daß sich das Gros der 


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    Kriegsgefangenenlager Perowsk

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20841 / 235890
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
F&F
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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