Kleiber Manuskript 06 - Käfer und Schmetterlinge, item 10

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so daß sie tatsächlich die ersten u. letzten Käfer des Jahres waren. Tagsüber

hielten sie sich gewöhnlich unter den Dornsträuchern verborgen u.

wurden erst gegen Abend lebhafter, sie waren die gemeinsten größeren

Käfer. Ebenfalls in den ersten Apriltagen fand ich auf einer toten

Krähe 2 Arten von Speckkäfern (Dermestes Frischi var. sibirieus u. Dermestes

 coronatus, Tafel XII./146, 147.) in größerer Anzahl, später sah ich die 

erstere Art auch öfters fliegend. Weiters charakteristischer waren jedoch 

die auch von Semenow genannten Sandläufer. Als ich an einem war-

men Aprilvormittag fußabwärts ging, flogen von ca. ½ 11h ab die

hübschen, schimmernden 10pünktigen Sandläufer (Cicindela 10pustulata

var. auromanginata, Tafel VIII/92) allenthalber von meinen Schritten 

aufgescheucht empor, um sich ein paar Meter weiter wieder niederzulassen;

manchen mußte ich eine größere Strecke weit nachlaufen, um

sie erhaschen bzw. niederschlagen zu können. Auch am Strande des

Steppenstreifens flogen sie zur Mittagszeit häufig umher, durch ihre

schönen Farben u. ihre Behendigkeit das Auge erfreuend. Sogar im

Hofe fand ich einige Exemplare. Der Käfer ist häufig, jedoch eine endemische

Art u. an den Salzboden gebunden. Die anderen mir bekannt

gewordenen Sandläufer: Mond-Sandläufer (Cicindela lunolate,

Tafel XII./148.), C. chiloleuca (Tafel VI/77.), C. sublacerata (Tafel XII./149.) u.

C. descendens (Tafel VIII./96.) zeigten sich erst später im Frühsommer u. Hochsommer,

sonst die gleiche Lebensweise wie der 10punktige Sandläufer führend.

C. descendens u. sublacerata fand ich vereinzelnt auch auf den Blütenköpfchen

des Kendyr; diese beiden sowie C. chiloleuca flogen auch Nachts

dem Lichte zu. Von den angeführten Arten sind beinahe alle endemisch,

in Mitteleuropa kommt keine einzige vor. Allerdings nur zum Teil waren

Kinder des Lenzes auch die kleinen blauschimmernden Blattflöhe (Haltica

mertillina, Tafel II./2/3.), die vielleicht mit einer unserer einheimischen

Arten identisch sind u. sich an Anfang Mai in kleineren Kolonien an den

jungen Blättern der Dschidda versammelten oder im Sonnenschein u. oft

auch gegen Abend lebhaft umherschwärmte. Dasselbe Leben jedoch in sehr

großer Zahl auftretend, führte diese Käfer später im Hochsommer u. noch-

mals im September, so daß hier wohl 3 verschiedene Brüter vorliegen dürften.


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so daß sie tatsächlich die ersten u. letzten Käfer des Jahres waren. Tagsüber

hielten sie sich gewöhnlich unter den Dornsträuchern verborgen u.

wurden erst gegen Abend lebhafter, sie waren die gemeinsten größeren

Käfer. Ebenfalls in den ersten Apriltagen fand ich auf einer toten

Krähe 2 Arten von Speckkäfern (Dermestes Frischi var. sibirieus u. Dermestes

 coronatus, Tafel XII./146, 147.) in größerer Anzahl, später sah ich die 

erstere Art auch öfters fliegend. Weiters charakteristischer waren jedoch 

die auch von Semenow genannten Sandläufer. Als ich an einem war-

men Aprilvormittag fußabwärts ging, flogen von ca. ½ 11h ab die

hübschen, schimmernden 10pünktigen Sandläufer (Cicindela 10pustulata

var. auromanginata, Tafel VIII/92) allenthalber von meinen Schritten 

aufgescheucht empor, um sich ein paar Meter weiter wieder niederzulassen;

manchen mußte ich eine größere Strecke weit nachlaufen, um

sie erhaschen bzw. niederschlagen zu können. Auch am Strande des

Steppenstreifens flogen sie zur Mittagszeit häufig umher, durch ihre

schönen Farben u. ihre Behendigkeit das Auge erfreuend. Sogar im

Hofe fand ich einige Exemplare. Der Käfer ist häufig, jedoch eine endemische

Art u. an den Salzboden gebunden. Die anderen mir bekannt

gewordenen Sandläufer: Mond-Sandläufer (Cicindela lunolate,

Tafel XII./148.), C. chiloleuca (Tafel VI/77.), C. sublacerata (Tafel XII./149.) u.

C. descendens (Tafel VIII./96.) zeigten sich erst später im Frühsommer u. Hochsommer,

sonst die gleiche Lebensweise wie der 10punktige Sandläufer führend.

C. descendens u. sublacerata fand ich vereinzelnt auch auf den Blütenköpfchen

des Kendyr; diese beiden sowie C. chiloleuca flogen auch Nachts

dem Lichte zu. Von den angeführten Arten sind beinahe alle endemisch,

in Mitteleuropa kommt keine einzige vor. Allerdings nur zum Teil waren

Kinder des Lenzes auch die kleinen blauschimmernden Blattflöhe (Haltica

mertillina, Tafel II./2/3.), die vielleicht mit einer unserer einheimischen

Arten identisch sind u. sich an Anfang Mai in kleineren Kolonien an den

jungen Blättern der Dschidda versammelten oder im Sonnenschein u. oft

auch gegen Abend lebhaft umherschwärmte. Dasselbe Leben jedoch in sehr

großer Zahl auftretend, führte diese Käfer später im Hochsommer u. noch-

mals im September, so daß hier wohl 3 verschiedene Brüter vorliegen dürften.



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  • August 11, 2018 11:36:13 Beate Jochem

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    so daß sie tatsächlich die ersten u. letzten Käfer des Jahres waren. Tagsüber

    hielten sie sich gewöhnlich unter den Dornsträuchern verborgen u.

    wurden erst gegen Abend lebhafter, sie waren die gemeinsten größeren

    Käfer. Ebenfalls in den ersten Apriltagen fand ich auf einer toten

    Krähe 2 Arten von Speckkäfern (Dermestes Frischi var. sibirieus u. Dermestes

     coronatus, Tafel XII./146, 147.) in größerer Anzahl, später sah ich die 

    erstere Art auch öfters fliegend. Weiters charakteristischer waren jedoch 

    die auch von Semenow genannten Sandläufer. Als ich an einem war-

    men Aprilvormittag fußabwärts ging, flogen von ca. ½ 11h ab die

    hübschen, schimmernden 10pünktigen Sandläufer (Cicindela 10pustulata

    var. auromanginata, Tafel VIII/92) allenthalber von meinen Schritten 

    aufgescheucht empor, um sich ein paar Meter weiter wieder niederzulassen;

    manchen mußte ich eine größere Strecke weit nachlaufen, um

    sie erhaschen bzw. niederschlagen zu können. Auch am Strande des

    Steppenstreifens flogen sie zur Mittagszeit häufig umher, durch ihre

    schönen Farben u. ihre Behendigkeit das Auge erfreuend. Sogar im

    Hofe fand ich einige Exemplare. Der Käfer ist häufig, jedoch eine endemische

    Art u. an den Salzboden gebunden. Die anderen mir bekannt

    gewordenen Sandläufer: Mond-Sandläufer (Cicindela lunolate,

    Tafel XII./148.), C. chiloleuca (Tafel VI/77.), C. sublacerata (Tafel XII./149.) u.

    C. descendens (Tafel VIII./96.) zeigten sich erst später im Frühsommer u. Hochsommer,

    sonst die gleiche Lebensweise wie der 10punktige Sandläufer führend.

    C. descendens u. sublacerata fand ich vereinzelnt auch auf den Blütenköpfchen

    des Kendyr; diese beiden sowie C. chiloleuca flogen auch Nachts

    dem Lichte zu. Von den angeführten Arten sind beinahe alle endemisch,

    in Mitteleuropa kommt keine einzige vor. Allerdings nur zum Teil waren

    Kinder des Lenzes auch die kleinen blauschimmernden Blattflöhe (Haltica

    mertillina, Tafel II./2/3.), die vielleicht mit einer unserer einheimischen

    Arten identisch sind u. sich an Anfang Mai in kleineren Kolonien an den

    jungen Blättern der Dschidda versammelten oder im Sonnenschein u. oft

    auch gegen Abend lebhaft umherschwärmte. Dasselbe Leben jedoch in sehr

    großer Zahl auftretend, führte diese Käfer später im Hochsommer u. noch-

    mals im September, so daß hier wohl 3 verschiedene Brüter vorliegen dürften.


  • August 11, 2018 11:19:45 Beate Jochem

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    so daß sie tatsächlich die ersten u. letzten Käfer des Jahres waren. Tagsüber

    hielten sie sich gewöhnlich unter den Dornsträuchern verborgen u.

    wurden erst gegen Abend lebhafter, sie waren die gemeinsten größeren

    Käfer. Ebenfalls in den ersten Apriltagen fand ich auf einer toten

    Krähe 2 Arten von Speckkäfern (Dermestes Frischi var. sibirieus u. Dermestes

     coronatus, Tafel XII./146, 147.) in größerer Anzahl, später sah ich die 

    erstere Art auch öfters fliegend. Weiters charakteristischer waren jedoch 

    die auch von Semenow genannten Sandläufer. Als ich an einem war-

    men Aprilvormittag fußabwärts ging, flogen von ca. ½ 11h ab die

    hübschen, schimmernden 10pünktigen Sandläufer (Cicindela 10pustulata

    var. auromanginata, Tafel VIII/92) allenthalber von meinen Schritten 

    aufgescheucht empor, um sich ein paar Meter weiter wieder niederzulassen;

    manchen mußte ich eine größere Strecke weit nachlaufen, um

    sie erhaschen bzw. niederschlagen zu können. Auch am Strande des

    Steppenstreifens flogen sie zur Mittagszeit häufig umher, durch ihre

    schönen Farben u. ihre Behendigkeit das Auge erfreuend. Sogar im

    Hofe fand ich einige Exemplare. Der Käfer ist häufig, jedoch eine endemische

    Art u. an den Salzboden gebunden. Die anderen mir bekannt

    gewordenen Sandläufer: Mond-Sandläufer (Cicindela lunolate,

    Tafel XII./148.), C. chiloleuca (Tafel VI/77.), C. sublacerata (Tafel XII./149.) u.

    C. descendens (Tafel VIII./96.) zeigten sich erst später im Frühsommer u. Hochsommer,

    sonst die gleiche Lebensweise wie der 10punktige Sandläufer führend.

    C. descendens u. sublacerata fand ich vereinzelnt auch auf den Blütenköpfchen

    des Kendyr; diese beiden sowie C. chiloleuca flogen auch Nachts

    dem Lichte zu. Von den angeführten Arten sind beinahe alle endemisch,

    in Mitteleuropa kommt keine einzige vor. Allerdings nur zum Teil waren

    Kinder des Lenzes auch die kleinen blauschimmernden Blattflöhe (Haltica

    mertillina, Tafel II./2/3.), die vielleicht mit einer unserer einheimischen

    Arten identisch sind u. sich an Anfang Mai in kleineren Kolonien an den

    jungen Blättern der Oschidala versammelten oder im Sonnenschein u. oft

    auch gegen Abend lebhaft umherschwärmte. Dasselbe Leben jedoch in sehr

    großer Zahl auftretend, führte diese Käfer später im Hochsommer u. noch-

    mals im September, so daß hier wohl 3 verschiedene Brüter vorliegen dürften.



  • February 18, 2017 11:25:59 Sandra Badergruber

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    so daß sie tatsächlich die ersten u. letzten Käfer des Jahres waren. Tagsüber

    hielten sie sich gewöhnlich unter den Dornsträuchern verborgen u.

    wurden erst gegen Abend lebhafter, sie waren die gemeinsten größeren

    Käfer. Ebenfalls in den ersten Apriltagen fand ich auf einer toten

    Krähe 2 Arten von Speckkäfern (Dermestes Frischi var. sibirieus u. Dermes-

    tes coronatus, Tafel XII./146, 147.) in größerer Anzahl, später sah ich die 

    erstere Art auch öfters fliegend. Weiters charakteristischer waren jedoch 

    die auch von Semenow genannten Sandläufer. Als ich an einem war-

    men Aprilvormittag fußabwärts ging, flogen von ca. ½ 11h ab die

    hübschen, schimmernden 10pünktigen Sandläufer (Cicindela 10pustu-

    lata var. auromanginata, Tafel VIII/92) allenthalber von meinen Schritten 

    aufgescheucht empor, um sich ein paar Meter weiter wieder niederzu-

    lassen; manchen mußte ich eine größere Strecke weit nachlaufen, um

    sie erhaschen bzw. niederschlagen zu können. Auch am Strande des

    Steppenstreifens flogen sie zur Mittagszeit häufig umher, durch ihre

    schönen Farben u. ihre Behendigkeit das Auge erfreuend. Sogar im

    Hofe fand ich einige Exemplare. Der Käfer ist häufig, jedoch eine ende-

    mische Art u. an den Salzboden gebunden. Die anderen mir bekannt

    gewordenen Sandläufer: Mond-Sandläufer (Cicindela lunolate,

    Tafel XII./148.), C. chiloleuca (Tafel VI/77.), C. sublacerata (Tafel XII./149.) u.

    C. descendens (Tafel VIII./96.) zeigten sich erst später im Frühsommer u. Hochsommer,

    sonst die gleiche Lebensweise wie der 10punktige Sandläufer führend.

    C. descendens u. sublacerata fand ich vereinzelnt auch auf den Blüten-

    köpfchen des Kendyr; diese beiden sowie C. chiloleuca flogen auch Nachts

    dem Lichte zu. Von den angeführten Arten sind beinahe alle endemisch,

    in Mitteleuropa kommt keine einzige vor. Allerdings nur zum Teil waren

    Kinder des Lenzes auch die kleinen blauschimmernden Blattflöhe (Haltica

    mertillina, Tafel II./2/3.), die vielleicht mit einer unserer einheimischen

    Arten identisch sind u. sich an Anfang Mai in kleineren Kolonien an den

    jungen Blättern der Oschidala versammelten oder im Sonnenschein u. oft

    auch gegen Abend lebhaft umherschwärmte. Dasselbe Leben jedoch in sehr

    großer Zahl auftretend, führte diese Käfer später im Hochsommer u. noch-

    mals im September, so daß hier wohl 3 verschiedene Brüter vorliegen dürften.



  • February 17, 2017 19:10:54 Isabella Kollmann

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    so daß sie tatsächlich die ersten u. letzten Käfer des Jahres waren. Tagsüber

    hielten sie sich gewöhnlich unter den Dornsträuchern verborgen u.

    wurden erst gegen Abend lebhafter, sie waren die gemeinsten größeren

    Käfer. Ebenfalls in den ersten Apriltagen fand ich auf einer toten

    Krähe 2 Arten von Speckkäfern (Dermestes Frischi var. sibirieus u. Dermes-

    tes coronatus, Tafel XII./146, 147.) in größerer Anzahl, später sah ich die 

    erstere Art auch öfters fliegend. Weiters charakteristischer waren jedoch 

    die auch von Semenow genannten Sandläufer. Als ich an einem war-

    men Aprilvormittag fußabwärts ging, flogen von ca. ½ 11h ab die

    hübschen, schimmernden 10pünktigen Sandläufer (Cicindela 10pustu-

    lata var. auromanginata, Tafel VIII/92) allenthalber von meinen Schritten 

    aufgescheucht empor, um sich ein paar Meter weiter wieder niederzu-

    lassen; manchen mußte ich eine größere Strecke weit nachlaufen, um

    sie erhaschen bzw. niederschlagen zu können. Auch am Strande des

    Steppenstreifens flogen sie zur Mittagszeit häufig umher, durch ihre

    schönen Farben u. ihre Behendigkeit das Auge erfreuend. Sogar im

    Hofe fand ich einige Exemplare. Der Käfer ist häufig, jedoch eine ende-

    mische Art u. an den Salzboden gebunden. Die anderen mir bekannt

    gewordenen Sandläufer: Mond-Sandläufer (Cicindela lunolate,

    Tafel XII./148.), C. chiloleuca (Tafel VI/77.), C. sublacerata (Tafel XII./149.) u.

    C. descendens (Tafel VIII./96.) zeigten sich erst später im Frühsommer u. Hochsommer,

    sonst die gleiche Lebensweise wie der 10punktige Sandläufer führend.

    C. descendens u. sublacerata fand ich vereinzelnt auch auf den Blüten-

    köpfchen des Kendyr; diese beiden sowie C. chiloleuca flogen auch Nachts

    dem Lichte zu. Von den angeführten Arten sind beinahe alle endemisch,

    in Mitteleuropa kommt keine einzige vor. Allerdings nur zum Teil waren

    Kinder des Lenzes auch die kleinen blauschimmernden Blattflöhe (Haltica

    mertillina, Tafel II./2/3.), die vielleicht mit einer unserer einheimischen

    Arten identisch sind u. sich an Anfang Mai in kleineren Kolonien an den

    jungen Blättern der Oschidala versammelten oder im Sonnenschein u. oft

    auch gegen Abend lebhaft umherschwärmte. Dasselbe Leben jedoch in sehr

    großer Zahl auftretend, führte diese Käfer später im Hochsommer u. noch-

    mals im September, so daß hier wohl 3 verschiedene Brüter vorliegen dürften.



  • February 16, 2017 12:37:51 Sandra Badergruber

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    so daß sie tatsächlich die ersten u. letzten Käfer des Jahres waren. Tagsüber

    hielten sie sich gewöhnlich unter den Dornsträuchern verborgen u.

    wurden erst gegen Abend lebhafter, sie waren die gemeinsten größeren

    Käfer. Ebenfalls in den ersten Apriltagen fand ich auf einer toten

    Krähe 2 Arten von Speckkäfern (Dermestes Frischi var. sibirieus u. Dermes-

    tes coronatus, Tafel XII./146, 147.) in größerer Anzahl, später sah ich die 

    erstere Art auch öfters fliegend. Weiters charakteristischer waren jedoch 

    die auch von Semenow genannten Sandläufer. Als ich an einem war-

    men Aprilvormittag fußabwärts ging, flogen von ca. ½ 11h ab die

    hübschen, schimmernden 10pünktigen Sandläufer (Cicindela 10pustu-

    lata var. auromanginata, Tafel VIII/92) allenthalber von meinen Schritten 

    aufgescheucht empor, um sich ein paar Meter weiter wieder niederzu-

    lassen; manchen mußte ich eine größere Strecke weit nachlaufen, um

    sie erhaschen bzw. niederschlagen zu können. Auch am Strande des

    Steppenstreifens flogen sie zur Mittagszeit häufig umher, durch ihre

    schönen Farben u. ihre Behendigkeit das Auge erfreuend. Sogar im

    Hofe fand ich einige Exemplare. Der Käfer ist häufig, jedoch eine ende-

    mische Art u. an den Salzboden gebunden. Die anderen mir bekannt

    gewordenen Sandläufer: Mond-Sandläufer (Cicindela lunolate,

    Tafel XII./148.), C. chiloleuca (Tafel VI/77.), C. sublacerata (Tafel XII./149.) u.

    C. descendens (Tafel VIII./96.) zeigten sich erst später im Frühsommer u. Hochsommer,

    sonst die gleiche Lebensweise wie der 10punktige Sandläufer führend.

    C. descendens u. sublacerata fand ich vereinzelnt auch auf den Blüten-

    köpfchen des Kendyr; diese beiden sowie C. chiloleuca flogen auch Nachts

    dem Lichte zu. Von den angeführten Arten sind beinahe alle endemisch,

    in Mitteleuropa kommt keine einzige vor. Allerdings nur zum Teil waren

    Kinder des Lenzes auch die kleinen blauschimmernden Blattflöhe (Haltica

    mertillina, Tafel II./2/3.), die vielleicht mit einer unserer einheimischen

    Arten identisch sind u. sich an Anfang Mai in kleineren Kolonien an den

    jungen Blättern der Oschidala versuchten oder im Sonnenschein u. oft

    auch gegen Abend lebhaft umherschwärmte. Dasselbe Leben jedoch in sehr

    großer Zahl auftretend, führte diese Käfer später im Hochsommer u. noch-

    mals im September, so daß hier wohl 3 verschiedene Brüter vorliegen dürften.



  • February 16, 2017 12:30:38 Sandra Badergruber

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    so daß sie tatsächlich die ersten u. letzten Käfer des Jahres waren. Tagsüber

    hielten sie sich gewöhnlich unter den Dornsträuchern verborgen u.

    wurden erst gegen Abend lebhafter, sie waren die gemeinsten größeren

    Käfer. Ebenfalls in den ersten Apriltagen fand ich auf einer toten

    Krähe 2 Arten von Speckkäfern (Dermestes Frischi var. sibirieus u. Dermes-

    tes coronatus, Tafel XII./146, 147.) in größerer Anzahl, später sah ich die 

    erstere Art auch öfters fliegend. Weiters charakteristischer waren jedoch 

    die auch von Semenow genannten Sandläufer. Als ich an einem war-

    men Aprilvormittag fußabwärts ging, flogen von ca. ½ 11h ab die

    hübschen, schimmernden 10pünktigen Sandläufer (Cicindela 10pustu-

    lata var. auromanginata, Tafel VIII/92) allenthalber von meinen Schritten 

    aufgescheucht empor, um sich ein paar Meter weiter wieder niederzu-

    lassen; manchen mußte ich eine größere Strecke weit nachlaufen, um

    sie erhaschen bzw. niederschlagen zu können. Auch am Strande des

    Steppenstreifens flogen sie zur Mittagszeit häufig umher, durch ihre

    schönen Farben u. ihre Behendigkeit das Auge erfreuend. Sogar im

    Hofe fand ich einige Exemplare. Der Käfer ist häufig, jedoch eine ende-

    mische Art u. an den Salzboden gebunden. Die anderen mir bekannt

    gewordenen Sandläufer: Mond-Sandläufer (Cicindela lunolate,

    Tafel XII./148.), C. chiloleuca (Tafel VI/77.), C. sublacerata (Tafel XII./149.) u.

    C. descendens (Tafel VIII./96.) zeigten sich erst später im Frühsommer u. Hochsommer,

    sonst die gleiche Lebensweise wie der 10punktige Sandläufer führend.

    C. descendens u. sublacerata fand ich vereinzelnt auch auf den Blüten-

    köpfchen des Kendyr; diese beiden sowie C. chiloleuca flogen auch Nachts

    dem Lichte zu. Von den angeführten Arten sind beinahe alle endemisch,

    in Mitteleuropa kommt keine einzige vor. Allerdings nur zum Teil waren

    Kinder des Lenzes auch die kleinen blauschimmernden Blattflöhe (Haltica

    mertillina


  • February 16, 2017 12:22:41 Sandra Badergruber

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    so daß sie tatsächlich die ersten u. letzten Käfer des Jahres waren. Tagsüber

    hielten sie sich gewöhnlich unter den Dornsträuchern verborgen u.

    wurden erst gegen Abend lebhafter, sie waren die gemeinsten größeren

    Käfer. Ebenfalls in den ersten Apriltagen fand ich auf einer toten

    Krähe 2 Arten von Speckkäfern (Dermestes Frischi var. sibirieus u. Dermes-

    tes coronatus, Tafel XII./146, 147.) in größerer Anzahl, später sah ich die 

    erstere Art auch öfters fliegend. Weiters charakteristischer waren jedoch 

    die auch von Semenow genannten Sandläufer. Als ich an einem war-

    men Aprilvormittag fußabwärts ging, flogen von ca. ½ 11h ab die

    hübschen, schimmernden 10pünktigen Sandläufer (Cicindela 10pustu-

    lata var. auromanginata, Tafel VIII/92) allenthalber von meinen Schritten 

    aufgescheucht empor, um sich ein paar Meter weiter wieder niederzu-

    lassen; manchen mußte ich eine größere Strecke weit nachlaufen, um

    sie erhaschen bzw. niederschlagen zu können. Auch am Strande des

    Steppenstreifens flogen sie zur Mittagszeit häufig umher, durch ihre

    schönen Farben u. ihre Behendigkeit das Auge erfreuend. Sogar im

    Hofe fand ich einige Exemplare. Der Käfer ist häufig, jedoch eine ende-

    mische Art u. an den Salzboden gebunden. Die anderen mir bekannt

    gewordenen Sandläufer: Mond-Sandläufer (Cicindela lunolate, Tafel XII./148.), C. 


  • February 16, 2017 12:14:59 Sandra Badergruber

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    so daß sie tatsächlich die ersten u. letzten Käfer des Jahres waren. Tagsüber

    hielten sie sich gewöhnlich unter den Dornsträuchern verborgen u.

    wurden erst gegen Abend lebhafter, sie waren die gemeinsten größeren

    Käfer. Ebenfalls in den ersten Apriltagen fand ich auf einer toten

    Krähe 2 Arten von Speckkäfern (Dermestes Frischi var. sibirieus u. Dermes-

    tes coronatus, Tafel XII./146, 147.) in größerer Anzahl, später sah ich die 

    erstere Art auch öfters fliegend. Weiters charakteristischer waren jedoch 

    die auch von Semenow genannten Sandläufer. Als ich an einem war-

    men Aprilvormittag fußabwärts ging, flogen von ca. ½ 11h ab die

    hübschen, schimmernden 10pünktigen Sandläufer (


  • February 16, 2017 12:13:39 Sandra Badergruber

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    so daß sie tatsächlich die ersten u. letzten Käfer des Jahres waren. Tagsüber

    hielten sie sich gewöhnlich unter den Dornsträuchern verborgen u.

    wurden erst gegen Abend lebhafter, sie waren die gemeinsten größeren

    Käfer. Ebenfalls in den ersten Apriltagen fand ich auf einer toten

    Krähe 2 Arten von Speckkäfern (Dermestes Frischi var. sibirieus u. Dermes-

    tes coronatus, Tafel XII./146, 147.) in größerer Anzahl, später sah ich die 

    erstere Art auch öfters fliegend. Weiters charakteristischer waren jedoch 

    die auch von Semenow genannten Sandläufer. Als ich an einem war-

    men Aprilvormittag fußabwärts ging, flogen von ca. ½


  • February 16, 2017 12:13:29 Sandra Badergruber

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    so daß sie tatsächlich die ersten u. letzten Käfer des Jahres waren. Tagsüber

    hielten sie sich gewöhnlich unter den Dornsträuchern verborgen u.

    wurden erst gegen Abend lebhafter, sie waren die gemeinsten größeren

    Käfer. Ebenfalls in den ersten Apriltagen fand ich auf einer toten

    Krähe 2 Arten von Speckkäfern (Dermestes Frischi var. sibirieus u. Dermes-

    tes coronatus, Tafel XII./146, 147.) in größerer Anzahl, später sah ich die 

    erstere Art auch öfters fliegend. Weiters charakteristischer waren jedoch 

    die auch von Semenow genannten Sandläufer. Als ich an einem war-

    men Aprilvormittag fußabwärts ging, flogen von ca. 


  • February 16, 2017 12:07:15 Sandra Badergruber

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    so daß sie tatsächlich die ersten u. letzten Käfer des Jahres waren. Tagsüber

    hielten sie sich gewöhnlich unter den Dornsträuchern verborgen u.

    wurden erst gegen Abend lebhafter, sie waren die gemeinsten größeren

    Käfer. Ebenfalls in den ersten Apriltagen fand ich auf einer toten

    Krähe 2 Arten von Speckkäfern (


  • February 16, 2017 12:05:23 Sandra Badergruber

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    so daß sie tatsächlich die ersten u. letzten Käfer des Jahres waren. Tagsüber

    hielten sie sich gewöhnlich unter den Dornsträuchern verborgen u.

    wurden erst gegen Abend lebhafter, sie waren die gemeinsten größeren

    Käfer. Ebenfalls in den ersten Apriltagen 


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  • 44.815704229473425||65.64503363085942||

    Kriegsgefangenenlager Perowsk

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20841 / 235891
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F&F
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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