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Schmetterlinge (Lepidoptera)
"Die Schmetterlingsfauna Turkestans, welche in ihrer Zusammensetzung hauptsächlich eine Mischung mittelländischer und südrussischer Steppenformen darstellt, besitzt einige interessante Besonderheiten u. beinhaltet viele lokale, endemische Formen. Unter 367 Arten, die größtenteils von Fedtschenko gesammelt u. von Erschow bearbeitet wurden, befanden sich ca. 30% neue Arten oder Varietäten, welche vorwiegend den Sandwüsten u. den Hochgebirgszonen eigen waren. Außerdem gehören der Schmetterlingsfauna Turkestans einige Formen an, die bezüglich ihrer geographischen Verbreitung äußerst interessant sind. So werden hier gefunden: der Gelbling Coliases candica, der einer in Labrador lebenden Art nahesteht, der Eisvogel Limenitis Lepechiri, der ziemlich mit dem kalifornischen L. Larguinii übereinstimmt, Spilosoma mutanostigma, verwandt mit der nordamerikanischen Art Sp. acrea ; Thestor Fedtschenkoi ist der Vertreter einer Gattung, die bloß in Nordafrika u. Südspanien bekannt ist; die Goldeule Plusia Hochenwarthi wird sonst noch gefunden in Lappland, Skandinavien, der Schweiz und Labrador. Hypera perolutelis wurde zuerst nur aus dem Kaffernland, später auch Syrien u. Persien bekannt u.a.m. Zu der Zahl der interessanten Schmetterlinge gehören auch der himalaische Gelbling Colias eogene u. zwei Nachtfalterarten aus den exotischen Gattungen Syneda (S. Langi) u. Azelina (A. maracandaria). Bezüglich der Schmetterlingswelt erweisen sich als die eigenartigsten Gebiete die Sandwüsten u. Hochgebirgszonen, die zahlreichsten Arten leben in den Oasen und überhaupt dem Kulturgürtel mit den Vorbergen. Außer den bisher genannten kann man als die charakteristischesten turkestanischen Schmetterlinge noch folgende nennen: Apollofalter ( Parnassius apolonnius, corybas, actius), Blutflecke (Zygaena ..sogdiana, cocandica), Bläulinge (Lycaena Tengstroemi, Elvira), Weißflecke (Syntomis maracandica), Spilosoma turensis, Memestra Syri, , Penthina Zelleriana, Cidaria Fedtschenkoi u.a.m.
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Schmetterlinge (Lepidoptera)
"Die Schmetterlingsfauna Turkestans, welche in ihrer Zusammensetzung hauptsächlich eine Mischung mittelländischer und südrussischer Steppenformen darstellt, besitzt einige interessante Besonderheiten u. beinhaltet viele lokale, endemische Formen. Unter 367 Arten, die größtenteils von Fedtschenko gesammelt u. von Erschow bearbeitet wurden, befanden sich ca. 30% neue Arten oder Varietäten, welche vorwiegend den Sandwüsten u. den Hochgebirgszonen eigen waren. Außerdem gehören der Schmetterlingsfauna Turkestans einige Formen an, die bezüglich ihrer geographischen Verbreitung äußerst interessant sind. So werden hier gefunden: der Gelbling Coliases candica, der einer in Labrador lebenden Art nahesteht, der Eisvogel Limenitis Lepechiri, der ziemlich mit dem kalifornischen L. Larguinii übereinstimmt, Spilosoma mutanostigma, verwandt mit der nordamerikanischen Art Sp. acrea ; Thestor Fedtschenkoi ist der Vertreter einer Gattung, die bloß in Nordafrika u. Südspanien bekannt ist; die Goldeule Plusia Hochenwarthi wird sonst noch gefunden in Lappland, Skandinavien, der Schweiz und Labrador. Hypera perolutelis wurde zuerst nur aus dem Kaffernland, später auch Syrien u. Persien bekannt u.a.m. Zu der Zahl der interessanten Schmetterlinge gehören auch der himalaische Gelbling Colias eogene u. zwei Nachtfalterarten aus den exotischen Gattungen Syneda (S. Langi) u. Azelina (A. maracandaria). Bezüglich der Schmetterlingswelt erweisen sich als die eigenartigsten Gebiete die Sandwüsten u. Hochgebirgszonen, die zahlreichsten Arten leben in den Oasen und überhaupt dem Kulturgürtel mit den Vorbergen. Außer den bisher genannten kann man als die charakteristischesten turkestanischen Schmetterlinge noch folgende nennen: Apollofalter ( Parnassius apolonnius, corybas, actius), Blutflecke (Zygaena ..sogdiana, cocandica), Bläulinge (Lycaena Tengstroemi, Elvira), Weißflecke (Syntomis maracandica), Spilosoma turensis, Memestra Syri, , Penthina Zelleriana, Cidaria Fedtschenkoi u.a.m.
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