Kleiber Manuskript 06 - Käfer und Schmetterlinge, item 8
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Die Besonderheiten der Fauna Semirjetschensks stehen in Verbindung
mit der dortigen, wenn auch schwachen Waldbedeckung u. der völlig
deutlich ausgebildeten Wald- u. Mattenzone in den Bergen dieses Gebietes.
Im Allgemeinen ist Turkestan, das keine weit ausgebreitete
Waldbedeckung hat, äußerst arm an Insekten, die an den Wald gebunden
sind, mit Ausnahme jener, welche sich längst dem Leben in den Wüsten-
wäldern, d.h. den Saxaulbeständen u. Beständen der Steppensträucher an-
gepasst haben (Steppenarten der Bockkäfer aus der Gattung Prionus, Wüsten-
formen der F. Bostrychidae u.a.m.). In Turkestan fehlen beinahe oder
gänzlich die Vertreter nicht nur vieler, seiner Breite eigenen palä-
arktischen Gattungen, sondern auch ganze Käferfamilien, wie z.B. die
Hirschkäfer (Lucanidae), deren einzige Art (Dorcus Sewertzowi) sich
bloß in kleinen Reliktenwäldern des südl. Buchara erhalten hat, weiters
die F. Melandryidae, die in Turkestan bloß durch wenige Arten aus
der einen Gattung Mystaxin vertreten sind, weiters die F. Rhysodidae
u.a.m. Aber gleichzeitig mit dieser Erscheinung sind in der turanischen
Fauna Vertreter selbst solcher Famlien zu bemerken, die in der paläark-
tischen Fauna kaum durch 1-2 Arten vertreten sind, während ihre anderen
Arten in den Tropen leben; hierher gehört z.B. die F. Brenthidae, die
in der turanischen Fauna durch die endemische Gattung Eremoxaus
vertreten ist; es ist bemerkenswert. dass auch diese Insekten sich hier
dem Leben in der Wüste angepasst haben.
In Anbetracht der reichen Eigentümlichkeiten der Käferfauna Turkestans
u. ihres großen Prozentsatzes eigenartiger Elemente (eine lange Reihe ende-
mischer Gattungen u. selbst 2er endemischer Familien: Petridae u. Cato,
Irochrotidae) schließt A. Semenov-Tianschansky die turanische
tiergeopgraphische Provinz Oschanins aus der Mittelmeer-Sübregion aus
u. stellt für sie u. die 4 anzugrenzenden tiergeographischen Provinzen
eine besondere zentralasiatische Subregion (subregio mesasiatisch) auf,
die bis zu einem gewissen Grad das analog der mehr westlichen
Mittelmeer-Subregion darstellt.
Was meine eigenen Beobachtungen auf dem Gebiete der Käferwelt Turkestans
betrifft, so kommt hierfür eigenlich nur das Teilgebiet Teransk der
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Die Besonderheiten der Fauna Semirjetschensks stehen in Verbindung
mit der dortigen, wenn auch schwachen Waldbedeckung u. der völlig
deutlich ausgebildeten Wald- u. Mattenzone in den Bergen dieses Gebietes.
Im Allgemeinen ist Turkestan, das keine weit ausgebreitete
Waldbedeckung hat, äußerst arm an Insekten, die an den Wald gebunden
sind, mit Ausnahme jener, welche sich längst dem Leben in den Wüsten-
wäldern, d.h. den Saxaulbeständen u. Beständen der Steppensträucher an-
gepasst haben (Steppenarten der Bockkäfer aus der Gattung Prionus, Wüsten-
formen der F. Bostrychidae u.a.m.). In Turkestan fehlen beinahe oder
gänzlich die Vertreter nicht nur vieler, seiner Breite eigenen palä-
arktischen Gattungen, sondern auch ganze Käferfamilien, wie z.B. die
Hirschkäfer (Lucanidae), deren einzige Art (Dorcus Sewertzowi) sich
bloß in kleinen Reliktenwäldern des südl. Buchara erhalten hat, weiters
die F. Melandryidae, die in Turkestan bloß durch wenige Arten aus
der einen Gattung Mystaxin vertreten sind, weiters die F. Rhysodidae
u.a.m. Aber gleichzeitig mit dieser Erscheinung sind in der turanischen
Fauna Vertreter selbst solcher Famlien zu bemerken, die in der paläark-
tischen Fauna kaum durch 1-2 Arten vertreten sind, während ihre anderen
Arten in den Tropen leben; hierher gehört z.B. die F. Brenthidae, die
in der turanischen Fauna durch die endemische Gattung Eremoxaus
vertreten ist; es ist bemerkenswert. dass auch diese Insekten sich hier
dem Leben in der Wüste angepasst haben.
In Anbetracht der reichen Eigentümlichkeiten der Käferfauna Turkestans
u. ihres großen Prozentsatzes eigenartiger Elemente (eine lange Reihe ende-
mischer Gattungen u. selbst 2er endemischer Familien: Petridae u. Cato,
Irochrotidae) schließt P. Semenov-Tianschansky die turanische
tiergeopgraphische Provinz Oschanins aus der Mittelmeer-Sübregion aus
u. stellt für sie u. die 4 anzugrenzenden tiergeographischen Provinzen
eine besondere zentralasiatische Subregion (subregio mesasiatisch) auf,
die bis zu einem gewissen Grad das analog der mehr westlichen
Mittelmeer-Subregion darstellt.
Was meine eigenen Beobachtungen auf dem Gebiete der Käferwelt Turkestans
betrifft, so kommt hierfür eigenlich nur das Teilgebiet Teransk der
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Die Besonderheiten der Fauna Semirjetschensks stehen in Verbindung
mit der dortigen, wenn auch schwachen Waldbedeckung u. der völlig
deutlich ausgebildeten Wald- u. Mattenzone in den Bergen dieses Gebietes.
Im Allgemeinen ist Turkestan, das keine weit ausgebreitete
Waldbedeckung hat, äußerst arm an Insekten, die an den Wald gebunden
sind, mit Ausnahme jener, welche sich längst dem Leben in den Wüsten-
wäldern, d.h. den Saxaulbeständen u. Beständen der Steppensträucher an-
gepasst haben (Steppenarten der Bockkäfer aus der Gattung Prionus, Wüsten-
formen der F. Bostrychidae u.a.m.). In Turkestan fehlen beinahe oder
gänzlich die Vertreter nicht nur vieler, seiner Breite eigenen palä-
arktischen Gattungen, sondern auch ganze Käferfamilien, wie z.B. die
Hirschkäfer (Lucanidae), deren einzige Art (Dorcus Sewertzowi) sich
bloß in kleinen Reliktenwäldern des südl. Buchara erhalten hat, weiters
die F. Melandryidae, die in Turkestan bloß durch wenige Arten aus
der einen Gattung Mystaxin vertreten sind, weiters die F. Rhysodidae
u.a.m. Aber gleichzeitig mit dieser Erscheinung sind in der turanischen
Fauna Vertreter selbst solcher Famlien zu bemerken, die in der paläark-
tischen Fauna kaum durch 1-2 Arten vertreten sind, während ihre anderen
Arten in den Tropen leben; hierher gehört z.B. die F. Brenthidae, die
in der turanischen Fauna durch die endemische Gattung Eremoxaus
vertreten ist; es ist bemerkenswert. dass auch diese Insekten sich hier
dem Leben in der Wüste angepasst haben.
In Anbetracht der reichen Eigentümlichkeiten der Käferfauna
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Die Besonderheiten der Fauna Semirjetschensks stehen in Verbindung
mit der dortigen, wenn auch schwachen Waldbedeckung u. der völlig
deutlich ausgebildeten Wald- u. Mattenzone in den Bergen dieses Gebietes.
Im Allgemeinen ist Turkestan, das keine weit ausgebreitete
Waldbedeckung hat, äußerst arm an Insekten, die an den Wald gebunden
sind, mit Ausnahme jener, welche sich längst dem Leben in den Wüsten-
wäldern, d.h. der
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Kriegsgefangenenlager Perowsk
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