Kleiber Manuskript 06 - Käfer und Schmetterlinge, item 46

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46

Bemerkenswert sind die mannigfachen Schutzfärbung der Schrecken in Bezug auf Steppen- und Wüstenboden, ihre rasche Farbenanpassungsfähigkeit an eine verschiedene Umgebung, sowie die oft prachtvolle Färbung ihrer in der Ruhestellung vollständig verdecken Hinterflügel. Die Anzahl der rein turanischen, endemischen Formen in beiden genannten Faunen dürfte nur gering sein.

Auch die im Folgenden ausgeführten Bemerkungen der Rossia, Band Turkestan, über die Orthopterenfauna Turans zeigt mit Ausnahme des Aufsatzes über die Termiten wenig Bemerkenswertes.

"Die turkestanischen Geradflügler (Orthoptera) stellen eine Mischung europäischer, hauptsächlich südrussischer Formen mit südasiatischen (Indischen) u. teilweise auch afrikanischen Arten dar. Von den indischen Formen ist besonders bemerkenswert die

Hierodula tenuidentata , von den afrikanischen Mantispacra, welche übrigens auch noch auf Borneo gefunden wird.  Die Vertreter der Gattung Oxythepis waren vor der durch Fedtschenko erfolgten Auffindung der Oxythepis Tureomaniae in den Sanden der  Kysyl-Kum bloß aus dem Senegalgebiet bekannt. Von den Orthopteren sind  die in Bezug auf den zufügenden Schaden für das Land die wichtigsten die Sarantscha u. die Termiten. Unter dem Namen "Sarantscha" werden in Turkestan verstanden die sogenannte marrokanische Heuschrecke (Stauronotus maroccanus),  besonders aber die echte oder Sarantscha oder Wanderheuschrecke (Pachytulus migratorius), welche sich hier alljährlich in größerer oder  kleinerer Zahl in den ausgedehnten

 Schilfniederungen u. an den Ufern der Flüße Syr-Darja, Amu-Darja, Talas, Tschu u.a.m. sowie den anliegenden Steppen liegenden Brutstätten entsteht. Die Sarantscha entwickelt sich in manchen Jahren in unzählbaren Scharen u. verursacht an Saaten u. Weiden einen schrecklichen Schaden, der manchmal tatsächliches Elend zur Folge hat, welches u. sich über riesige Räume erstreckt. Dem Menschen helfen in seinem Kampfe mit der Sarantscha nicht  wenig ihrer zahlreichen Feinde,: Störche, Saatkrähen, Raben, Dohlen, Schweine, Zemljerojken, besonders erbittert aber verfolgen die Sarantscha die Rosenstare  (Pastor roseus), welche sie in ungeheueren  Mengen vernichten; außerdem vernichten manche

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Bemerkenswert sind die mannigfachen Schutzfärbung der Schrecken in Bezug auf Steppen- und Wüstenboden, ihre rasche Farbenanpassungsfähigkeit an eine verschiedene Umgebung, sowie die oft prachtvolle Färbung ihrer in der Ruhestellung vollständig verdecken Hinterflügel. Die Anzahl der rein turanischen, endemischen Formen in beiden genannten Faunen dürfte nur gering sein.

Auch die im Folgenden ausgeführten Bemerkungen der Rossia, Band Turkestan, über die Orthopterenfauna Turans zeigt mit Ausnahme des Aufsatzes über die Termiten wenig Bemerkenswertes.

"Die turkestanischen Geradflügler (Orthoptera) stellen eine Mischung europäischer, hauptsächlich südrussischer Formen mit südasiatischen (Indischen) u. teilweise auch afrikanischen Arten dar. Von den indischen Formen ist besonders bemerkenswert die

Hierodula tenuidentata , von den afrikanischen Mantispacra, welche übrigens auch noch auf Borneo gefunden wird.  Die Vertreter der Gattung Oxythepis waren vor der durch Fedtschenko erfolgten Auffindung der Oxythepis Tureomaniae in den Sanden der  Kysyl-Kum bloß aus dem Senegalgebiet bekannt. Von den Orthopteren sind  die in Bezug auf den zufügenden Schaden für das Land die wichtigsten die Sarantscha u. die Termiten. Unter dem Namen "Sarantscha" werden in Turkestan verstanden die sogenannte marrokanische Heuschrecke (Stauronotus maroccanus),  besonders aber die echte oder Sarantscha oder Wanderheuschrecke (Pachytulus migratorius), welche sich hier alljährlich in größerer oder  kleinerer Zahl in den ausgedehnten

 Schilfniederungen u. an den Ufern der Flüße Syr-Darja, Amu-Darja, Talas, Tschu u.a.m. sowie den anliegenden Steppen liegenden Brutstätten entsteht. Die Sarantscha entwickelt sich in manchen Jahren in unzählbaren Scharen u. verursacht an Saaten u. Weiden einen schrecklichen Schaden, der manchmal tatsächliches Elend zur Folge hat, welches u. sich über riesige Räume erstreckt. Dem Menschen helfen in seinem Kampfe mit der Sarantscha nicht  wenig ihrer zahlreichen Feinde,: Störche, Saatkrähen, Raben, Dohlen, Schweine, Zemljerojken, besonders erbittert aber verfolgen die Sarantscha die Rosenstare  (Pastor roseus), welche sie in ungeheueren  Mengen vernichten; außerdem vernichten manche

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    Kriegsgefangenenlager Perowsk

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20841 / 235927
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http://europeana1914-1918.eu/...
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F&F
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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