Kleiber Manuskript 06 - Käfer und Schmetterlinge, item 15
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Menschen oder bei einem lauten Worte alle auf einmal wie todt von
ihrem luftigen Sitze herabfallen u. waren dann unten äußerst schwer
wiederzufinden. Vor einem der seltenen Gewitter sehe ich einmal ein
interessantes Schauspiel: An einigen Tamarisken im Wallgraben hingen
ganze Klumpen der auch in Südeuropa vorkommenden Cerocoma
Schreberi (Tafel III./26,28), Männchen u. Weibchen, alle im heftigsten
Liebesrausche durcheinander krabbelnd u. sich gegenseitig wegstoßend.
Einige der Klumpen mochten wohl 100-200 Tiere umfassen. Nach ein
paar Tagen wurden die lebenden Ballen zusehends kleiner, die Käfer
verflogen sich u. traten gerade wie schon früher vereinzelnt, jedoch
noch auch häufig auf. Etwas ähnliches, wenn auch mir in sehr kleinen
Maßstabe konnte ich auch zu anderen Zeiten auf anderen Pflanzen
(Kendyr u.a.) beobachten, also auch hier wieder die eigentümliche Ko-
lonienbildung der Käfer. Auf die blühenden Tamarisken u. Disteln
flog oft der räuberische u. schöne Immenkäfer Trichodes spactabilis
(Tafel III./36 u. IV./44.), ein endemischer Verwandter unserer ihm sehr ähn-
lichen deutschen Immenkäfers, die in Folge der Schädlichkeit ihrer Lar-
ven unseren Imkern wohl bekannt sind. Ebenfalls auf Disteln fand
ich, in großer Zahl den gelbbestäubten Rüsselkäfer Larinus (L. turbi-
natus, Tafel IV./47.), walzige Lixuarten (L. circumdatus, Tafel III./37),
weiters Barisarten (B. loricata Tafel IV./49.) u. auch öfters den wunderschön
gezeichneten Kleinrüssler Coniatus Schrenki (Tafel VII./91. endemisch).
Einen ebenso interessanten wie schönen Käfer, der einer in
Mitteleuropa unbekannten Gattung angehört, fand ich schon mehr
im Frühsommer im Inneren der Distelköpfe. Des öfteren fielen mir
zerzaust u. kränklich aussehende Distelblüten auf, daneben eben-
solche die unter der gestörten Blumenkronen tief oder gänzlich aus-
gefressen waren. Bei näherem Hinsehen fand ich bei einigen Köpfchen
zwischen den zerzausten Blumenblättern die Tarsen u. Schienen der Hinter-
beine eines Käfers herausragen, der kopfüber im Distelboden steckte
u. dessen ich nur durch Zerreißen des Bodens lebhaft werden konnte.
Der so gut versteckte Kerf entpuppte sich als ein prächtiger Blatt-
hornkäfer aus der Familie der Glaphyriden (Glaphyrus oxypterus, Tafel
X/117.);
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Menschen oder bei einem lauten Worte alle auf einmal wie todt von
ihrem luftigen Sitze herabfallen u. waren dann unten äußerst schwer
wiederzufinden. Vor einem der seltenen Gewitter sehe ich einmal ein
interessantes Schauspiel: An einigen Tamarisken im Wallgraben hingen
ganze Klumpen der auch in Südeuropa vorkommenden Cerocoma
Schreberi (Tafel III./26,28), Männchen u. Weibchen, alle im heftigsten
Liebesrausche durcheinander krabbelnd u. sich gegenseitig wegstoßend.
Einige der Klumpen mochten wohl 100-200 Tiere umfassen. Nach ein
paar Tagen wurden die lebenden Ballen zusehends kleiner, die Käfer
verflogen sich u. traten gerade wie schon früher vereinzelnt, jedoch
noch auch häufig auf. Etwas ähnliches, wenn auch mir in sehr kleinen
M... konnte ich auch zu anderen Zeiten auf anderen Pflanzen
(Kendyr u.a.) beobachten, also auch hier wieder die eigentümliche Ko-
lonienbildung der Käfer. Auf die blühenden Tamarisken u. Disteln
flog oft der räuberische u. schöne Immenkäfer Trichodes spactabilis
(Tafel III./36 u. IV./44.), ein endemischer Verwandter unserer ihm sehr ähn-
lichen deutschen Immenkäfers, die in Folge der Schädlichkeit ihrer Lar-
ven unseren Imkern wohl bekannt sind. Ebenfalls auf Disteln fand
ich, in großer Zahl den gelbbestäubten Rüsselkäfer Larinus (L. turbi-
natus, Tafel IV./47.), walzige Lixuarten (L. circumdatus, Tafel III./37),
weiters Barisarten (B. loricata Tafel IV./49.) u. auch öfters den wunderschön
gezeichneten Kleinrüssler Coniatus Schrenki (Tafel VII./91. endemisch).
Einen ebenso interessanten wie schönen Käfer, der einer in
Mitteleuropa unbekannten Gattung angehört, fand ich schon mehr
im Frühsommer im Inneren der Distelköpfe. Des öfteren fielen mir
zerzaust u. kränklich aussehende Distelblüten auf, daneben eben-
solche die unter der gestörten Blumenkronen tief oder gänzlich aus-
gefressen waren. Bei näherem Hinsehen fand ich bei einigen Köpfchen
zwischen den zerzausten Blumenblättern die Tarsen u. Schienen der Hinter-
beine eines Käfers herausragen, der kopfüber im Distelboden steckte
u. dessen ich nur durch Zerreißen des Bodens lebhaft werden konnte.
Der so gut versteckte Kerf entpuppte sich als ein prächtiger Blatt-
hornkäfer aus der Familie der Glaphyriden (Glaphyrus oxypterus, Tafel
X/117.);
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Menschen oder bei einem lauten Worte alle auf einmal wie todt von
ihrem luftigen Sitze herabfallen u. waren dann unten äußerst schwer
wiederzufinden. Vor einem der seltenen Gewitter sehe ich einmal ein
interessantes Schauspiel: An einigen Tamarisken im Wallgraben hingen
ganze Klumpen der auch in Südeuropa vorkommenden Cerocoma
Schreberi (Tafel III./26,28), Männchen u. Weibchen, alle im heftigsten
Liebesrausche durcheinander krabbelnd u. sich gegenseitig wegstoßend.
Einige der Klumpen mochten wohl 100-200 Tiere umfassen. Nach ein
paar Tagen wurden die lebenden Ballen zusehends kleiner, die Käfer
verflogen sich u. traten gerade wie schon früher vereinzelnt, jedoch
noch auch häufig auf. Etwas ähnliches, wenn auch mir in sehr kleinen
M... konnte ich auch zu anderen Zeiten auf anderen Pflanzen
(Kendyr u.a.) beobachten, also auch hier wieder die eigentümliche Ko-
lonienbildung der Käfer. Auf die blühenden Tamarisken u. Disteln
flog oft der räuberische u. schöne Immenkäfer Trichodes spactabilis
(Tafel III./36 u. IV./44.), ein endemischer Verwandter unserer ihm sehr ähn-
lichen deutschen Immenkäfers, die in Folge der Schädlichkeit ihrer Lar-
ven unseren Imkern wohl bekannt sind. Ebenfalls auf Disteln fand
ich, in großer Zahl den gelbbestäubten Rüsselkäfer Larinus (L. turbi-
natus, Tafel IV./47.), walzige Lixuarten (L. circumdatus, Tafel III./37),
weiters Barisarten (B. loricata Tafel IV./49.) u. auch öfters den wunderschön
gezeichneten Kleinrüssler Coniatus Schrenki (Tafel VII./91. endemisch).
Einen ebenso interessanten wie schönen Käfer, der einer in
Mitteleuropa unbekannten Gattung angehört, fand ich schon mehr
im Frühsommer im Inneren der Distelköpfe. Des öfteren fielen mir
zerzaust u. kränklich aussehende Distelblüten auf, daneben eben-
solche die unter der gestörten Blumenkronen tief oder gänzlich aus-
gefressen waren. Bei näherem Hinsehen fand ich bei einigen Köpfchen
zwischen den zerzausten Blumenblättern die Tarsen u. Schienen der Hinter-
beine eines Käfers herausragen, der kopfüber im Distelboden steckte
u. dessen ich nur durch Zerreißen des Bodens lebhaft werden konnte.
Der so gut versteckte Kerf entpuppte sich als ein prächtiger Blatt-
hornkäfer aus der Familie der Glaphyriden (Glaphyrus ocypterus, Tafel
X/117.);
-
Menschen oder bei einem lauten Worte alle auf einmal wie todt von
ihrem luftigen Sitze herabfallen u. waren dann unten äußerst schwer
wiederzufinden. Vor einem der seltenen Gewitter sehe ich einmal ein
interessantes Schauspiel: An einigen Tamarisken im Wallgraben hingen
ganze Klumpen der auch in Südeuropa vorkommenden Cerocoma
Schreberi (Tafel III./26,28), Männchen u. Weibchen, alle im heftigsten
Liebesrausche durcheinander krabbelnd u. sich gegenseitig wegstoßend.
Einige der Klumpen mochten wohl 100-200 Tiere umfassen. Nach ein
paar Tagen wurden die lebenden Ballen zusehends kleiner, die Käfer
verflogen sich u. traten gerade wie schon früher vereinzelnt, jedoch
noch auch häufig auf. Etwas ähnliches, wenn auch mir in sehr kleinen
M... konnte ich auch zu anderen Zeiten auf anderen Pflanzen
(Kendyr u.a.) beobachten, also auch hier wieder die eigentümliche Ko-
lonienbildung der Käfer. Auf die blühenden Tamarisken u. Disteln
flog oft der räuberische u. schöne Immenkäfer Trichodes spactabilis
(Tafel III./36 u. IV./44.), ein endemischer Verwandter unserer ihm sehr ähn-
lichen deutschen Immenkäfers, die in Folge der Schädlichkeit ihrer Lar-
ven unseren Imkern wohl bekannt sind. Ebenfalls auf Disteln fand
ich, in großer Zahl den gelbbestäubten Rüsselkäfer Larinus (L. turbi-
natus, Tafel IV./47.), walzige Lixuarten (L. circumdatus, Tafel III./37),
weiters Barisarten (B. loricata Tafel IV./49.) u. auch öfters den wunderschön
gezeichneten Kleinrüssler Coniatus Schrenki (Tafel VII./91. endemisch).
-
Menschen oder bei einem lauten Worte alle auf einmal wie todt von
ihrem luftigen Sitze herabfallen u. waren dann unten äußerst schwer
wiederzufinden. Vor einem der seltenen Gewitter sehe ich einmal ein
interessantes Schauspiel: An einigen Tamarisken im Wallgraben hingen
ganze Klumpen der auch in Südeuropa vorkommenden Cerocoma
Schreberi (Tafel III./26,28), Männchen u. Weibchen, alle im heftigsten
Liebesrausche durcheinander krabbelnd u. sich gegenseitig wegstoßend.
Einige der Klumpen mochten wohl 100-200 Tiere umfassen. Nach ein
paar Tagen wurden die lebenden Ballen zusehends kleiner, die Käfer
verflogen sich u. traten gerade wie schon früher vereinzelnt, jedoch
noch auch häufig auf. Etwas ähnliches, wenn auch mir in sehr kleinen
M... konnte ich auch zu anderen Zeiten auf anderen Pflanzen
(Kendyr u.a.) beobachten, also auch hier wieder die eigentümliche Ko-
lonienbildung der Käfer. Auf die blühenden Tamarisken u. Disteln
flog oft der räuberische u. schöne Immenkäfer Trichodes spactabilis
(Tafel III./36 u. IV./44.), ein endemischer Verwandter unserer ihm sehr ähn-
lichen deutschen Immenkäfers, die in Folge der Schädlichkeit ihrer Lar-
ven unseren Imkern wohl bekannt sind. Ebenfalls auf Disteln fand
ich, in großer Zahl den gelbbestäubten Rüsselkäfer Larinus (L. turbi-
natus, Tafel IV./47.), walzige Lixuarten (L. circundestus, Tafel III./37),
weiters
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Menschen oder bei einem lauten Worte alle auf einmal wie todt von
ihrem luftigen Sitze herabfallen u. waren dann unten äußerst schwer
wiederzufinden. Vor einem der seltenen Gewitter sehe ich einmal ein
interessantes Schauspiel: An einigen Tamarisken im Wallgraben hingen
ganze Klumpen der auch in Südeuropa vorkommenden Cerocoma
Schreberi (Tafel III./26,28), Männchen u. Weibchen, alle im heftigsten
Liebesrausche durcheinander krabbelnd u. sich gegenseitig wegstoßend.
Einige der Klumpen mochten wohl 100-200 Tiere umfassen. Nach ein
paar Tagen wurden die lebenden Ballen zusehends kleiner, die Käfer
verflogen sich u. traten gerade wie schon früher vereinzelnt, jedoch
noch auch häufig auf. Etwas ähnliches, wenn auch mir in sehr kleinen
M... konnte ich auch zu anderen Zeiten auf anderen Pflanzen
(Kendyr u.a.) beobachten, also auch hier wieder die eigentümliche Ko-
lonienbildung der Käfer. Auf die blühenden Tamarisken u. Disteln
flog oft der räuberische u. schöne Immenkäfer Trichodes spactabilis
(Tafel III./36 u. IV./44.), ein endemischer Verwandter unserer ihm sehr ähn-
lichen deutschen Immenkäfers, die in Folge der Schädlichkeit ihrer Lar-
ven unseren Imkern wohl bekannt sind. Ebenfalls auf Disteln fand
ich, in großer Zahl den gelbbestäubten Rüsselkäfer Larimus (L. turbi-
natus, Tafel IV./47.),
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Menschen oder bei einem lauten Worte alle auf einmal wie todt von
ihrem luftigen Sitze herabfallen u. waren dann unten äußerst schwer
wiederzufinden. Vor einem der seltenen Gewitter sehe ich einmal ein
interessantes Schauspiel: An einigen Tamarisken im Wallgraben hingen
ganze Klumpen der auch in Südeuropa vorkommenden Cerocoma
Schreberi (Tafel III./26,28), Männchen u. Weibchen, alle im heftigsten
Liebesrausche durcheinander krabbelnd u. sich gegenseitig wegstoßend.
Einige der Klumpen mochten wohl 100-200 Tiere umfassen. Nach ein
paar Tagen wurden die lebenden Ballen zusehends kleiner, die Käfer
verflogen sich u. traten gerade wie schon früher vereinzelnt, jedoch
noch auch häufig auf. Etwas ähnliches, wenn auch mir in sehr kleinen
M... konnte ich auch zu anderen Zeiten auf anderen Pflanzen
(Kendyr u.a.) beobachten, also auch hier wieder die eigentümliche Ko-
lonienbildung der Käfer. Auf die blühenden Tamarisken u. Disteln
flog oft der räuberische u. schöne Immenkäfer Trichodes
-
Menschen oder bei einem lauten W... alle auf einmal wie todt von
ihrem luftigen Sitze herabfallen u. waren dann unten äußerst schwer
wiederzufinden. Vor einem der seltenen Gewitter sehe ich einmal ein
interessantes Schauspiel: An einigen Tamarisken im Wallgraben hingen
ganze Klumpen der auch in Südeuropa vorkommenden Cerocoma
Schreberi (Tafel III./26,28), Männchen u. Weibchen, alle im heftigsten
Liebesrausche durcheinander krabbelnd u. sich gegenseitig wegstoßend.
Einige der Klumpen mochten wohl 100-200 Tiere umfassen. Nach ein
paar Tagen
-
Menschen oder bei einem lauten W... alle auf einmal wie todt von
ihrem luftigen Sitze herabfallen u. waren dann unten äußerst schwer
wiederzufinden. Vor einem der seltenen Gewitter sehe ich einmal ein
interessantes Schauspiel: An einigen Tamarisken im Wallgraben hingen
ganze Klumpen der auch in Südeuropa vorkommenden Cerocana
Scheberei (Tafel III./26,28),
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