Kleiber Manuskript 06 - Käfer und Schmetterlinge, item 22
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größer u. lebhafter u. schöner gefärbt waren, als die in Perowsk u. Umgebung
gefangenen, wohl eine Folge des freieren, natürlicheren u. auch südlicheren
Aufenthaltsortes (reines Saxaulgebiet!); noch auffälliger war dieser Unterschied
zwischen den gleichartigen, mir später aus dem Süden des Landes bekannt gewor-
denen Käfern. Da ich die einzelnen Kerfe aus Solo-tjübé in der Freiheit
selbst nicht beobachtet habe, konnte ich nur aus ihrem Habitus schlie-
ßen, welche Wüsen- u. welche Salztoninsekten waren, sicherlich waren
jedoch reine Sandwüstenformen die eigentümlichen Rüssellkäfer N:
160, 161 u. 164/ Tafel XIV, sowie der Trauerkäfer 119/ Tafel X, der sich ja im Äußeren
dem
SyuSijupiezocnemus, von dem später die Rede sein soll, anschließt.Die verschiedenen Anpassungen der genannten Rüsselkäfer in Färbung u.
den diversen Vorkehrungen zum Graben u. Fegen im Sande an das
WüLeben inder Wüste sind augenfällig. Meine persönliche Bekanntschaft mit der Käfer-
faunau der Sandwüsten beschränkt sich leider nur auf das Wenige, das ich
bei meinen 2 Ausflügen zu den Uferdünen des Syr-Darja u. meiner Tages-
exkursion an den Kunja-kül gesehen habe, welche ich ja im Großen
u. Ganzen in dem Teile über die Pflanzenwelt beschrieben habe.
Als reine Sandwüstenbewohner fand ich die in schwarze Bückelpanzer ge-
kleidete Wüstentrauerkäfer
Trigonoscelis grandis u. Syupiezoonemisgiganteus (Tafel I/6, X/120), die an toten Heuschrecken u. anderem Aas
herumzupften oder eilfertig im rieselnden Sande umherliefen. Beide
sind der turanischen Käferfauna u. dem reinen Sandboden ausschließlich
eigene Formen. Als häufiger Dünenbewohner erwies sich die zierliche
gewöhnliche Microdera deserti (Tafel X/12., endemisch); einigemal glaubte
ich bei mehreren Exemplaren in der Wüste auf dem zweiten Drittel der
Flügeldecken auf dem blaubereiften Grunde je einen gelben Punkt zu be-
merken (eine andere Art?), doch verwischten sich Punkt u. Reif stets beim
Einfangen des äußerst flinken u. geschickten Kerfes. Doch konnte ich bei den im
Sande lebenden Microdera Käfern stets eine mehr oder weniger deutlich aus-
geprägte Einsattlung zwischen den Flügeldecken u. dadurch hervorgerufene
Emporwölbung der letzteren wahrnehmen; die in der Steppe vorkommenden
Microdera waren durchwegs flach. Auf dem feinen, rieselnden Dünensande
liefen neben den genannten Trauerkäfern auch verschiedene Rüssler, so z. B.
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größer u. lebhafter u. schöner gefärbt waren, als die in Perowsk u. Umgebung
gefangenen, wohl eine Folge des freieren, natürlicheren u. auch südlicheren
Aufenthaltsortes (reines Saxaulgebiet!); noch auffälliger war dieser Unterschied
zwischen den gleichartigen, mir später aus dem Süden des Landes bekannt gewor-
denen Käfern. Da ich die einzelnen Kerfe aus Salo-tjübe' in der Freiheit
selbst nicht beobachtet habe, konnte ich nur aus ihrem Habitus schlie-
ßen, welche Wüsen- u. welche Salztoninsekten waren, sicherlich waren
jedoch reine Sandwüstenformen die eigentümlichen Rüssellkäfer N:
160, 161 u. 164/ Tafel XIV, sowie der Trauerkäfer 119/ Tafel X, der sich ja im Äußeren
dem
Syu... , von dem später die Rede sein soll, anschließt.Die verschiedenen Anpassungen der genannten Rüsselkäfer in Färbung u.
den diversen Vorkehrungen zum Graben u. Fegen im Sande an das
WüLeben inder Wüste sind augenfällig. Meine persönliche Bekanntschaft mit der Käfer-
faunau der Sandwüsten beschränkt sich leider nur auf das Wenige, das ich
bei meinen 2 Ausflügen zu den Uferdünen des ... u. meiner Tages-
exkursion an den ... gesehen habe, welche ich ja im Großen
u. Ganzen in dem Teile über die Pflanzenwelt beschrieben habe.
Als reine Sandwüstenbewohner fan d ich die in schwarze Bückelpanzer ge-
kleidete Wüstentrauerkäfer
Trigonoscelis grandis u. Sympiezoonemisgiganteus (Tafel I/6, X/120), die an toten Heuschrecken u. anderem Aas
herumzupften oder eilfertig im rieselnden Sande umherliefen. Beide
sind der turanischen Käferfauna u. dem reinen Sandboden ausschließlich
eigene Formen. Als häufiger Dünenbewohner erwies sich die zierliche
gewöhnliche Microdera deserti (Tafel X/12., endemisch); einigemal glaubte
ich bei mehreren Exemplaren in der Wüste auf dem zweiten Drittel der
Flügeldecken auf dem blaubereiften Grunde je einen gelben Punkt zu be-
merken (eine andere Art?), doch verwischten sich Punkt u. Reif stets beim
Einfangen des äußerst flinken u. geschickten Kerfes. Doch konnte ich bei den im
Sande lebenden Microdera Käfern stets eine mehr oder weniger deutlich aus-
geprägte Einsattlung zwischen den Flügeldecken u. dadurch ...
Emporwöbung der letzteren wahrnehmen; die in der Steppe vorkommenden
Microdera waren durchwegs flach. Auf dem feinen, rieselnden Dünensande
liefen neben den genannten Trauerkäfern auch verschiedene Rüssler, so z. B.
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Kriegsgefangenenlager Perowsk
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