Kleiber Manuskript 06 - Käfer und Schmetterlinge, item 51
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Tausendfüßer (Myriapoda) u. Spinnentiere (Arachnoidea)
Über die Spinnentiere Turkestans wird in der "Rossia" Folgendes gesagt:
"Unter den in Zentralasien verbreiteten Spinntieren sind besonders
der Kara-Kurt, die Skorpione, Tarantel u. Falanga hervorzuheben.
Die Spinne Kara-Kurt ( Lathrodecta tredecimguttatus), die
klein u. dunkelgefärbt ist (Weibchen schwarz mit roten Punkten
am Bauche, Männchen bedeutend kleiner, gefleckt) kommt in ganz Turkestan
vor, auch in den bergigen Landesteilen, doch am häufigsten
in den Wermuthsteppen der aralisch-kaspischen Ebenen. Im Alaigebirge
wurde der Karakurt auf einer Höhe von 8.650 Fuß (ca. 2600 m) gefunden.
Der Kara-Kurt ist durch seine Giftigkeit bemerkenswert. Für
den Menschen ist der Biß des Karakurt nicht immer tödlich, besonders
die entsprechenden Maßnahmen getroffen werden, aber in jedem
Falle gefährlich und ruft schwere Krankheitserscheinungen hervor. Im
J. 1896 starben im Kasalinska Ujezd , Oblast Syr-Darinskaja, von
394 von der Spinne gebissenen Menschen 11. Weitaus gefährlicher
ist der Karakurt für die Haustiere, deren Sterblichkeitsprozentsatz
in dieser Beziehung sehr groß ist. In demselben Jahre wurden
im Kasalinska Ujezd 1.035 vom Kara-Kurt gebissene Tiere, namentlich
Kamele und Pferde, registriert; von dieser Zahl fielen
340, darunter 276 Hunde. Als diese Spinne sich 1896 in Turkestan
besonders stark vermehrte, blieben die Regensaaten (Bogara)
stellenweise unabgeerntet, infolge ihrer Überfüllung durch den Karakurt
u. der sich oft wiederholenden Bisse. Die Eingeborenen fürchten
sich schrecklich vor dem Kara-Kurt, schreiben ihm aber zugleich
ungewöhnliche und heilsame Eigenschaften zu. So wird
nach der Meinung der Kirgisen ein Schaf, das unvermuteter Weise
einen Karakurt gefressen hatte, zur Quelle der Wohlfahrt für die
ganze Herde, die infolge dessen fett wird u. vor dem Untergange
infolge Futtermangels geschützt ist. In Fällen von hinfallender Krankheit
wird beim Bette des Kranken der Hinterleib eines Kara-Kurt
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Tausendfüßer (Myriapoda) u. Spinnentiere (Arachnoidea)
Über die Spinnentiere Turkestans wird in der "Rossia" Folgendes gesagt:
"Unter den in Zentralasien verbreiteten Spinntieren sind besonders
der Kara-Kurt, die Skorpione, Tarantel u. Falanga hervorzuheben.
Die Spinne Kara-Kurt ( Lathrodecta tredecimguttatus), die
klein u. dunkelgefärbt ist (Weibchen schwarz mit roten Punkten
am Bauche, Männchen bedeutend kleiner, gefleckt) kommt in ganz Turkestan
vor, auch in den bergigen Landesteilen, doch am häufigsten
in den Wermuthsteppen der aralisch-kaspischen Ebenen. Im Alaigebirge
wurde der Karakurt auf einer Höhe von 8.650 Fuß (ca. 2600 m) gefunden.
Der Kara-Kurt ist durch seine Giftigkeit bemerkenswert. Für
den Menschen ist der Biß des Karakurt nicht immer tödlich, besonders
die entsprechenden Maßnahmen getroffen werden, aber in jedem
Falle gefährlich und ruft schwere Krankheitserscheinungen hervor. Im
J. 1896 starben im Kasalinska Ujezd , Oblast Syr-Darinskaja, von
394 von der Spinne gebissenen Menschen 11. Weitaus gefährlicher
ist der Karakurt für die Haustiere, deren Sterblichkeitsprozentsatz
in dieser Beziehung sehr groß ist. In demselben Jahre wurden
im Kasalinska Ujezd 1.035 vom Kara-Kurt gebissene Tiere, namentlich Kamele und Pferde, registriert; von dieser Zahl fielen 340, darunter 276 Hunde. 1896 Als diese Spinne sich 1896 in Turkestan besonders stark vermehrte, blieben die Regensaaten
(Bogara) stellenweise unabgeerntet, infolge ihrer Überfüllung durch den Karakurt u. der sich oft wiederholenden Bisse. Die Eingeborenen fürchten sich schrecklich vor dem Kara-Kurt, schreiben ihm aber zugleich ungewöhnliche und heilsame Eigenschaften zu. So wird nach der Meinung der Kirgisen ein Schaf, das unvermuteter Weise einen Karakurt gefressen hatte, zur Quelle der Wohlfahrt für die ganze Herde, die infolge dessen fett wird u. vor dem Untergange infolge Futtermangels geschützt ist. In Fällen von hinfallende Krankheit wird beim Bette des Kranken der Hinterleib eines Kara-Kurt
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Save description- 44.815704229473425||65.64503363085942||||1
Kriegsgefangenenlager Perowsk
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- 20841 / 235932
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- F&F
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