Kriegszeitungen aus dem Besitz von Carl Popp, item 14

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Kriegsflugblätter

Beiblatt zur Liller Kriegszeitung

-

Nummer 4. Lille, den 21. Dezember 1914

-

"Friede auf Erden den Menschen, 

die eines guten Willens sind."


 Dumpf droehnender Kanonendonner, sausende Gra-

naten und knatterndes Gewehrfeuer bereiten gleich

einem Eisregen in unheilvoller Schreckensstunde Tod 

und Schmerz.

 Und doch auch heute schwebt "Friede" ueber der

Erde. wenn auch nicht verkuendet von metallenem

Munde der Weihnachtsfeierglocken. Mitten im tollsten

Kugelregen findest du den Frieden bei den Helden

draussen im Schuetzengraben, oder auf kampfgerueste-

tem Schlachtschiff, einen Frieden, den nur treueste

Pflichterfuellung bis zum aeussersten aus Liebe zu

Kaiser und Reich, zu Weib und Kind gewaehren und

begreifen kann. Der gleiche Friede verklaert die

letzten Zuege des dahinsinkenden Helden; der Tod war

ihm nicht Schmerz, ein seliges Empfinden. Der Friede

des ewigen Lebens verklaert den Schlachtentod: "Sei

getreu bis in den Tod!" Und im Lazarett begegnen

sich heute der schmerzduestere Todesengel und der

freudestrahlende Friedensengel, der den Sieg gewinnt.

 Friede auch ueber unserem deutschen Vaterland.

Unser Volk ist auf dem Ambos des gemeinsamen

Schmerzens und Leidens in heiligernster Stunde aufs

neue zusammengeschmiedet worden zu innerer Einheit

aller Staemme und Staende im Dienste der vielbe-

draengten heiligen Heimatscholle. Ob arm, ob reich,

hoch oder nieder, jung oder alt: gleiche hingebungs-

volle Opferliebe, gleiche Disziplin und Einigkeit fuers

teure Vaterland beseelt alle Deutschen als Kinder 

einer Mutter.

 So schwebt auch in diesen Tagen des Sturmge-

droehnes der heilige goettliche Friede ueber uns allen,

weil wir guten Willens sind in hoechster Opferliebe

und groesster Entsagung bis zum letzten Hauche: im

Dienste unserer heiligen und gerechten Sache, fuer

Treue und Recht.             J. B. Aufhauser.


Feldpostbriefe des Eusebius

Schmiedramsl von Klachl-

harting.

I.

Liper Bruder Josehp!

Heud bin i im Schtande un schreib dir an Feld-

bostbrief aus'm Shizngraben wei grad Zeid is in-

dem das inserne Freunde die geoehrten Haern Eng-

lender nichd feiern wei eahne s'Bulver ausganga

is. J schreib grad af meina Drummi af der da

Goasbauan Simerl, da Pratzntoni un i alwei an

Darog klobfen. Zwoamal ham mas Drummifehl

scho durchigschlogn wei man so schene Solo in de

Pratzn ghab ham. Jezd hod heud da Feldwewi

gsag Schmiedramsel hod a gsag, wenst ma no a

oanziges mal as Drummifehl durchihaust na las i

dir d'Haud vo dein Hindern abaziagn un af

Drummi auffispana. Jezd hob i gsag entschuidi-

gens Haer Feldwewi aba does hod a scho a Loch.

A woasd do hod er a lacha mueassn. A so wos

waosd, a so wos woasd.

 Liper Josehp! Jezd muasd an den Babir riachn

wia does nach Bulfer schmekd, den bei ins 's

gfahrli. Wensd blos an Kobf a bissei ueban

Schizngrabn aussihebsd glei sausn a Stukera a paar

Websen, aba koane Deitschen, am Orwaschl vo-

bei. Sinst wars gans scheen im Schizngrabn aba

wen mir die Gedangen an da Huababauan Vroni

ihran Bed kohmen dun, koend i glei weunen un

wen i mir denge wos eppa jezd fier a Vadalands-

kriebel drin luegt so wer i da a so fuxdeifiswuid,

das i so an zaudirn Englender in a Gweroelflaschl

einiblasn kand. Weri woell.

 also liper Bruder i mag nimma dro dengen un

bin mid den herslichden Grisen


dein liper Bruada

Eusebius Schmiedramsl

keniglich beierischer Dambur beim ...

Infanderie-Regimend in Frangreich

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Kriegsflugblätter

Beiblatt zur Liller Kriegszeitung

-

Nummer 4. Lille, den 21. Dezember 1914

-

"Friede auf Erden den Menschen, 

die eines guten Willens sind."


 Dumpf droehnender Kanonendonner, sausende Gra-

naten und knatterndes Gewehrfeuer bereiten gleich

einem Eisregen in unheilvoller Schreckensstunde Tod 

und Schmerz.

 Und doch auch heute schwebt "Friede" ueber der

Erde. wenn auch nicht verkuendet von metallenem

Munde der Weihnachtsfeierglocken. Mitten im tollsten

Kugelregen findest du den Frieden bei den Helden

draussen im Schuetzengraben, oder auf kampfgerueste-

tem Schlachtschiff, einen Frieden, den nur treueste

Pflichterfuellung bis zum aeussersten aus Liebe zu

Kaiser und Reich, zu Weib und Kind gewaehren und

begreifen kann. Der gleiche Friede verklaert die

letzten Zuege des dahinsinkenden Helden; der Tod war

ihm nicht Schmerz, ein seliges Empfinden. Der Friede

des ewigen Lebens verklaert den Schlachtentod: "Sei

getreu bis in den Tod!" Und im Lazarett begegnen

sich heute der schmerzduestere Todesengel und der

freudestrahlende Friedensengel, der den Sieg gewinnt.

 Friede auch ueber unserem deutschen Vaterland.

Unser Volk ist auf dem Ambos des gemeinsamen

Schmerzens und Leidens in heiligernster Stunde aufs

neue zusammengeschmiedet worden zu innerer Einheit

aller Staemme und Staende im Dienste der vielbe-

draengten heiligen Heimatscholle. Ob arm, ob reich,

hoch oder nieder, jung oder alt: gleiche hingebungs-

volle Opferliebe, gleiche Disziplin und Einigkeit fuers

teure Vaterland beseelt alle Deutschen als Kinder 

einer Mutter.

 So schwebt auch in diesen Tagen des Sturmge-

droehnes der heilige goettliche Friede ueber uns allen,

weil wir guten Willens sind in hoechster Opferliebe

und groesster Entsagung bis zum letzten Hauche: im

Dienste unserer heiligen und gerechten Sache, fuer

Treue und Recht.             J. B. Aufhauser.


Feldpostbriefe des Eusebius

Schmiedramsl von Klachl-

harting.

I.

Liper Bruder Josehp!

Heud bin i im Schtande un schreib dir an Feld-

bostbrief aus'm Shizngraben wei grad Zeid is in-

dem das inserne Freunde die geoehrten Haern Eng-

lender nichd feiern wei eahne s'Bulver ausganga

is. J schreib grad af meina Drummi af der da

Goasbauan Simerl, da Pratzntoni un i alwei an

Darog klobfen. Zwoamal ham mas Drummifehl

scho durchigschlogn wei man so schene Solo in de

Pratzn ghab ham. Jezd hod heud da Feldwewi

gsag Schmiedramsel hod a gsag, wenst ma no a

oanziges mal as Drummifehl durchihaust na las i

dir d'Haud vo dein Hindern abaziagn un af

Drummi auffispana. Jezd hob i gsag entschuidi-

gens Haer Feldwewi aba does hod a scho a Loch.

A woasd do hod er a lacha mueassn. A so wos

waosd, a so wos woasd.

 Liper Josehp! Jezd muasd an den Babir riachn

wia does nach Bulfer schmekd, den bei ins 's

gfahrli. Wensd blos an Kobf a bissei ueban

Schizngrabn aussihebsd glei sausn a Stukera a paar

Websen, aba koane Deitschen, am Orwaschl vo-

bei. Sinst wars gans scheen im Schizngrabn aba

wen mir die Gedangen an da Huababauan Vroni

ihran Bed kohmen dun, koend i glei weunen un

wen i mir denge wos eppa jezd fier a Vadalands-

kriebel drin luegt so wer i da a so fuxdeifiswuid,

das i so an zaudirn Englender in a Gweroelflaschl

einiblasn kand. Weri woell.

 also liper Bruder i mag nimma dro dengen un

bin mid den herslichden Grisen


dein liper Bruada

Eusebius Schmiedramsl

keniglich beierischer Dambur beim ...

Infanderie-Regimend in Frangreich


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  • June 28, 2017 22:37:21 Beate Jochem

    Kriegsflugblätter

    Beiblatt zur Liller Kriegszeitung

    -

    Nummer 4. Lille, den 21. Dezember 1914

    -

    "Friede auf Erden den Menschen, 

    die eines guten Willens sind."


     Dumpf droehnender Kanonendonner, sausende Gra-

    naten und knatterndes Gewehrfeuer bereiten gleich

    einem Eisregen in unheilvoller Schreckensstunde Tod 

    und Schmerz.

     Und doch auch heute schwebt "Friede" ueber der

    Erde. wenn auch nicht verkuendet von metallenem

    Munde der Weihnachtsfeierglocken. Mitten im tollsten

    Kugelregen findest du den Frieden bei den Helden

    draussen im Schuetzengraben, oder auf kampfgerueste-

    tem Schlachtschiff, einen Frieden, den nur treueste

    Pflichterfuellung bis zum aeussersten aus Liebe zu

    Kaiser und Reich, zu Weib und Kind gewaehren und

    begreifen kann. Der gleiche Friede verklaert die

    letzten Zuege des dahinsinkenden Helden; der Tod war

    ihm nicht Schmerz, ein seliges Empfinden. Der Friede

    des ewigen Lebens verklaert den Schlachtentod: "Sei

    getreu bis in den Tod!" Und im Lazarett begegnen

    sich heute der schmerzduestere Todesengel und der

    freudestrahlende Friedensengel, der den Sieg gewinnt.

     Friede auch ueber unserem deutschen Vaterland.

    Unser Volk ist auf dem Ambos des gemeinsamen

    Schmerzens und Leidens in heiligernster Stunde aufs

    neue zusammengeschmiedet worden zu innerer Einheit

    aller Staemme und Staende im Dienste der vielbe-

    draengten heiligen Heimatscholle. Ob arm, ob reich,

    hoch oder nieder, jung oder alt: gleiche hingebungs-

    volle Opferliebe, gleiche Disziplin und Einigkeit fuers

    teure Vaterland beseelt alle Deutschen als Kinder 

    einer Mutter.

     So schwebt auch in diesen Tagen des Sturmge-

    droehnes der heilige goettliche Friede ueber uns allen,

    weil wir guten Willens sind in hoechster Opferliebe

    und groesster Entsagung bis zum letzten Hauche: im

    Dienste unserer heiligen und gerechten Sache, fuer

    Treue und Recht.             J. B. Aufhauser.


    Feldpostbriefe des Eusebius

    Schmiedramsl von Klachl-

    harting.

    I.

    Liper Bruder Josehp!

    Heud bin i im Schtande un schreib dir an Feld-

    bostbrief aus'm Shizngraben wei grad Zeid is in-

    dem das inserne Freunde die geoehrten Haern Eng-

    lender nichd feiern wei eahne s'Bulver ausganga

    is. J schreib grad af meina Drummi af der da

    Goasbauan Simerl, da Pratzntoni un i alwei an

    Darog klobfen. Zwoamal ham mas Drummifehl

    scho durchigschlogn wei man so schene Solo in de

    Pratzn ghab ham. Jezd hod heud da Feldwewi

    gsag Schmiedramsel hod a gsag, wenst ma no a

    oanziges mal as Drummifehl durchihaust na las i

    dir d'Haud vo dein Hindern abaziagn un af

    Drummi auffispana. Jezd hob i gsag entschuidi-

    gens Haer Feldwewi aba does hod a scho a Loch.

    A woasd do hod er a lacha mueassn. A so wos

    waosd, a so wos woasd.

     Liper Josehp! Jezd muasd an den Babir riachn

    wia does nach Bulfer schmekd, den bei ins 's

    gfahrli. Wensd blos an Kobf a bissei ueban

    Schizngrabn aussihebsd glei sausn a Stukera a paar

    Websen, aba koane Deitschen, am Orwaschl vo-

    bei. Sinst wars gans scheen im Schizngrabn aba

    wen mir die Gedangen an da Huababauan Vroni

    ihran Bed kohmen dun, koend i glei weunen un

    wen i mir denge wos eppa jezd fier a Vadalands-

    kriebel drin luegt so wer i da a so fuxdeifiswuid,

    das i so an zaudirn Englender in a Gweroelflaschl

    einiblasn kand. Weri woell.

     also liper Bruder i mag nimma dro dengen un

    bin mid den herslichden Grisen


    dein liper Bruada

    Eusebius Schmiedramsl

    keniglich beierischer Dambur beim ...

    Infanderie-Regimend in Frangreich

  • Kriegsflugblätter

    Beiblatt zur Liller Kriegszeitung

    -

    Nummer 4. Lille, den 21. Dezember 1914

    -

    "Friede auf Erden den Menschen, 

    die eines guten Willens sind."


     Dumpf droehnender Kanonendonner, susende Gra-

    naten und knatterndes Geweherfeuer bereiten gleich

    einem Eisregen in unheilvoller Schreckensstunde Tod 

    und Schmerz.

     Und doch auch heute schebt "Friede" ueber der

    Erde. wenn auch nicht verkuendet von metallenem

    Munde der Weihnachtsfeierglocken. Mitten im tollsten

    Kugelregen findest du den Frieden bei den Helden

    draussen im Schuetzengraben, oder auf kampfgerueste-

    tem Schlachtschiff, einen Frieden, den nur treueste

    Pflichterfuellung bis zum aeussersten aus Liebe zu

    Kaiser und Reich, zu Weib und Kind gewaehren und

    begreifen kann. Der gleiche Friede verklaert die

    letzten Zuege des dahinsinkenden Helden; der Tod war

    ihm nicht Schmerz, ein seliges Empfinden. Der Friede

    des ewigen Lebens verklaert den Schlachtentod: "Sei

    getreu bis in den Tod!" Und im Lazarett begegnen

    sich heute der schmerzduestere Todesengel und der

    freudestrahlende Friedensengel, der den Sieg gewinnt.

     Friede auch ueber unserem deutschen Vaterland.

    Unser Volk ist auf dem Ambos des gemeinsamen

    Schmerzens und Leidens in heiligernster Stunde aufs

    neue zusammengeschmiedet worden zu innerer Einheit

    aller Staemme und Staende im Dienste der vielbe-

    draengten heiligen Heimatscholle. Ob arm, ob reich,

    hoch oder nieder, jung oder alt: gleiche hingebungs-

    volle Opferliebe, gleiche Disziplin und Einigkeit fuers

    teure Vaterland beseelt alle Deutschen als Kinder 

    einer Mutter.

     So schwebt auch in diesen Tagen des Sturmge-

    droehnes der heilige goettliche Friede ueber uns allen,

    weil wir guten Willens sind in hoechster Opferliebe

    und groesster Entsagung bis zum letzten Hauche: im

    Dienste unserer heiligen und gerechten Sache, fuer

    Treue und Recht. J. B. Aufhauser.


    Feldpostbriefe des Eusebius

    Schmiedramsl von Klachl-

    harting.

    I.

    Liper Bruder Josehp!

    Heud bin i im Schtande un schreib dir an Feld-

    bostbrief aus'm Shizngraben wei grad Zeid is in-

    dem das inserne Freunde die geoehrten Haern Eng-

    lender nicd feiern wei eahne s'Builver ausganga

    is.J schreib grad af meina Drummi af der da

    Goasbauan Simerl, da Pratzntoni un i alwei an

    Darog klobfen. Zwoamal ham mas Drummifehl

    scho druchigschlogn wei man so schene Solo in de

    Pratzn ghab ham. Jezd hod heud da Feldwewi

    gsag Schmiedramsel hod a gsag, wenst ma no a

    oanziges mal as Drummifehl durchihaust na las i

    dir d'Haud vo dein Hindern abaziagn un af

    Drummi auffispana. Jezd hob i gsag entschuidi-

    gens Haer Feldwewi aba does hod a scho a Loch.

    A woasd do hod er a lacha muessn. A so wos

    waosd, a so wos woasd.

     Liper Josehp! Jezd muasd an den Babir riachn

    wia does nach Bulfer schmekd, den bei ins 's

    gfahrli. Wensd blos an Kobf a bissei ueban

    Schizngrabn aussihebsd glei sausn a Stukera a paar

    Websen, aba koane Deitschen, am Orwaschl vo-

    bei. Sinst wars gans scheen im Schizngrabn aba

    wen mir die Gedangen an da Huababauan Vroni

    ihran Bed kohmen dun, koend i glei weunen un

    wen i mir denge wos eppa jezd fier a Vadalands-

    kriebel drin luegt so wer i da a so fuxdeifiswuid,

    das i so an zaudrirn Englender in a Gweroelflaschl

    einiblasn kand. Weri woell.

     also liper Bruder i mag nimma dro dengen un

    bin mid den herslichden Grisen


    dein liper Bruada

    Eusebius Schmiedramsl

    keniglich beirischer Dambur beim ...

    Infanderie-Regimend in Frangreich


  • Kriegsflugblätter

    Beiblatt zur Liller Kriegszeitung

    -

    Nummer 4. Lille, den 21. Dezember 1914

    -

    "Friede auf Erden den Menschen, 

    die eines guten Willens sind."


     Dumpf droehnender Kanonendonner, susende Gra-

    naten und knatterndes Geweherfeuer bereiten gleich

    einem Eisregen in unheilvoller Schreckensstunde Tod 

    und Schmerz.

     Und doch auch heute schebt "Friede" ueber der

    Erde. wenn auch nicht verkuendet von metallenem

    Munde der Weihnachtsfeierglocken. Mitten im tollsten

    Kugelregen findest du den Frieden bei den Helden

    draussen im Schuetzengraben, oder auf kampfgerueste-

    tem Schlachtschiff, einen Frieden, den nur treueste

    Pflichterfuellung bis zum aeussersten aus Liebe zu

    Kaiser und Reich, zu Weib und Kind gewaehren und

    begreifen kann. Der gleiche Friede verklaert die

    letzten Zuege des dahinsinkenden Helden; der Tod war

    ihm nicht Schmerz, ein seliges Empfinden. Der Friede

    des ewigen Lebens verklaert den Schlachtentod: "Sei

    getreu bis in den Tod!" Und im Lazarett begegnen

    sich heute der schmerzduestere Todesengel und der

    freudestrahlende Friedensengel, der den Sieg gewinnt.

     Friede auch ueber unserem deutschen Vaterland.

    Unser Volk ist auf dem Ambos des gemeinsamen

    Schmerzens und Leidens in heiligernster Stunde aufs

    neue zusammengeschmiedet worden zu innerer Einheit

    aller Staemme und Staende im Dienste der vielbe-

    draengten heiligen Heimatscholle. Ob arm, ob reich,

    hoch oder nieder, jung oder alt: gleiche hingebungs-

    volle Opferliebe, gleiche Disziplin und Einigkeit fuers

    teure Vaterland beseelt alle Deutschen als Kinder 

    einer Mutter.

     So schwebt auch in diesen Tagen des Sturmge-

    droehnes der heilige goettliche Friede ueber uns allen,

    weil wir guten Willens sind in hoechster Opferliebe

    und groesster Entsagung bis zum letzten Hauche: im

    Dienste unserer heiligen und gerechten Sache, fuer

    Treue und Recht. J. B. Aufhauser.


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    Lille, Frankreich

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12998 / 199720
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Uta Hentschel
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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