Kriegszeitungen aus dem Besitz von Carl Popp, item 1
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Feldnummer 23. Berlin, den 1. November 1914
Parole
Deutsche Krieger-Zeitung
Amtliche Zeitung des Deutschen Kriegerbundes.
Ausgabe für die Armee im FeldeDie Feldnummer erscheint zwei-
mal wöchentlich. Sie ist nur durch
die Postanstalten und Feldpost-
anstalten zu beziehen. Bezugspr.
viertelj. 60 Pf. ohne Bestellgeld.Bei Bestellungen durch die Feld-
postanstalten werden mit dem
Bezugspreise vierteljährlich noch
60 Pf. für Verpackung erhoben.Schwere Kämpfe in West und Ost.
Weitere Fortschritte bei Lille. - Die französische Hauptstellung bei Verdun er-
obert. - 13500 Russen von den Deutschen, 10000 Russen von den Österreichern
gefangen. - Zwei Kriegsschiffe von der Emden in den Grund gebohrt.
Mitteilungen der obersten Heeresleitung.
Großes Hauptquartier, 28. Oktober, vormittags. (W. T. B.) Die Kämpfe bei Nieuport-
Dixmude dauern noch an. Die Belgier erhielten dort erhebliche Verstärkungen, unsre Angriffe wurden
fortgesetzt. Sechzehn englische Kriegsschiffe beteiligten sich am Kampf gegen unsern Flügel; ihr
Feuer war erfolglos. - Bei Ypres ist die Lage am 27. Oktober unverändert geblieben; westlich Lille
wurde unser Angriff mit Erfolg fortgesetzt. - Im Argonner Walde sind wieder einige feindliche
Schützengräben genommen worden, deren Besatzung zu Gefangenen gemacht wurde. - Auf der Westfront hat sich weiter nichts wesentliches ereignet.In Polen mußten die deutsch-österreichischen Truppen vor neuen russischen Kräften, die
von Iwangorod-Warschau und Nowogeorgiewsk vorgingen, ausweichen, nachdem sie bis dahin in mehr-
tägigen Kämpfen alle russischen Angriffe erfolgreich abgewiesen hatten. Die Russen folgten zunächst nicht.
Die Loslösung vom Feinde geschah ohne Schwierigkeit. Unsre Truppen werden sich der Lage entsprechend
neu gruppieren. — Auf dem nordöstlichen Kriegsschauplatze sind keine wesentlichen Änderungen.
Großes Hauptquartier, 29. Oktober, vormittags. (W.T.B.) Unser Angriff südlich Nieuport
gewinnt langsam Boden. Bei Ypres steht der Kampf unverändert. Westlich Lille machten
unsre Truppen gute Fortschritte. Mehrere befestigte Stellungen des Feindes wurden genommen,
16 englische Offiziere und über 300 Mann zu Gefangenen gemacht und 4 Geschütze erobert.
Englische und französische Gegenstöße wurden überall abgewiesen. - Eine vor der Kathedrale von Reims
aufgefahrene französische Batterie mit Artilleriebeobachter auf dem Turme der Kathedrale mußte unter
Feuer genommen werden.
Im Argonner Walde wurden die Feinde aus mehreren Schützengräben geworfen und einige
Maschinengewehre erbeutet. - Südöstlich Verdun wurde ein heftiger französischer Angriff zurückgeschlagen.
Im Gegenangriff stießen unsre Truppen bis in die feindliche Hauptstellung durch, die sie in
Besitz nahmen. Die Franzosen erlitten starke Verluste. Auch östlich der Mosel wurden alle Unternehmungen
des Feindes, die an sich ziemlich bedeutungslos waren, zurückgewiesen.
Auf dem nordöstlichen Kriegsschauplatze befinden sich unsre Truppen im fortschreitenden
Angriff. Während der letzten drei Wochen wurden hier 13500 Russen zu Gefangenen gemacht, 30 Geschütze und 39 Maschinengewehre erbeutet. - Auf dem südöstlichen Kriegsschauplatze haben
sich die Verhältnisse seit gestern nicht geändert.
Großes Hauptquartier, 30. Oktober, vormittags. (W.T.B.) Unsre Angriffe südlich Nieuport
und östlich Ypres wurden erfolgreich fortgesetzt. 8 Maschinengewehre wurden erbeutet und
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Feldnummer 23. Berlin, den 1. November 1914
Parole
Deutsche Krieger-Zeitung
Amtliche Zeitung des Deutschen Kriegerbundes.
Ausgabe für die Armee im FeldeDie Feldnummer erscheint zwei-
mal wöchentlich. Sie ist nur durch
die Postanstalten und Feldpost-
anstalten zu beziehen. Bezugspr.
viertelj. 60 Pf. ohne Bestellgeld.Bei Bestellungen durch die Feld-
postanstalten werden mit dem
Bezugspreise vierteljährlich noch
60 Pf. für Verpackung erhoben.Schwere Kämpfe in West und Ost.
Weitere Fortschritte bei Lille. - Die französische Hauptstellung bei Verdun er-
obert. - 13500 Russen von den Deutschen, 10000 Russen von den Österreichern
gefangen. - Zwei Kriegsschiffe von der Emden in den Grund gebohrt.
Mitteilungen der obersten Heeresleitung.
Großes Hauptquartier, 28. Oktober, vormittags. (W. T. B.) Die Kämpfe bei Rienport-
Dixmude dauern noch an. Die Belgier erhielten dort erhebliche Verstärkungen, unsre Angriffe wurden
fortgesetzt. Sechzehn englische Kriegsschiffe beteiligten sich am Kampf gegen unsern Flügel; ihr
Feuer war erfolglos. - Bei Ypres ist die Lage am 27. Oktober unverändert geblieben; westlich Lille
wurde unser Angriff mit Erfolg fortgesetzt. - Im Argonner Walde sind wieder einige feindliche
Schützengräben genommen worden, deren Besatzung zu Gefangenen gemacht wurde. - Auf der Westfront hat sich weiter nichts wesentliches ereignet.In Polen mußten die deutsch-österreichischen Truppen vor neuen russischen Kräften, die
von Iwangorod-Warschau und Nowogeorgiewsk vorgingen, ausweichen, nachdem sie bis dahin in mehr-
tägigen Kämpfen alle russischen Angriffe erfolgreich abgewiesen hatten. Die Russen folgten zunächst nicht.
Die Loslösung vom Feinde geschah ohne Schwierigkeit. Unsre Truppen werden sich der Lage entsprechend
neu gruppieren. — Auf dem nordöstlichen Kriegsschauplatze sind keine wesentlichen Änderungen.
Großes Hauptquartier, 29. Oktober, vormittags. (W.T.B.) Unser Angriff südlich Rieuport
gewinnt langsam Boden. Bei Ypres steht der Kampf unverändert. Westlich Lille machten
unsre Truppen gute Fortschritte. Mehrere befestigte Stellungen des Feindes wurden genommen,
16 englische Offiziere und über 300 Mann zu Gefangenen gemacht und 4 Geschütze erobert.
Englische und französische Gegenstöße wurden überall abgewiesen. - Eine vor der Kathedrale von Reims
aufgefahrene französische Batterie mit Artilleriebeobachter auf dem Turme der Kathedrale mußte unter
Feuer genommen werden.
Im Argonner Walde wurden die Feinde aus mehreren Schützengräben geworfen und einige
Maschinengewehre erbeutet. - Südöstlich Verdun wurde ein heftiger französischer Angriff zurückgeschlagen.
Im Gegenangriff stießen unsre Truppen bis in die feindliche Hauptstellung durch, die sie in
Besitz nahmen. Die Franzosen erlitten starke Verluste. Auch östlich der Mosel wurden alle Unternehmungen
des Feindes, die an sich ziemlich bedeutungslos waren, zurückgewiesen.
Auf dem nordöstlichen Kriegsschauplatze befinden sich unsre Truppen im fortschreitenden
Angriff. Während der letzten drei Wochen wurden hier 13500 Russen zu Gefangenen gemacht, 30 Geschütze und 39 Maschinengewehre erbeutet. - Auf dem südöstlichen Kriegsschauplatze haben
sich die Verhältnisse seit gestern nicht geändert.
Großes Hauptquartier, 30. Oktober, vormittags. (W.T.B.) Unsre Angriffe südlich Rieuport
und östlich Ypres wurden erfolgreich fortgesetzt. 8 Maschinengewehre wurden erbeutet und
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Feldnummer 23. Berlin, den 1. November 1914
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Deutsche Krieger-Zeitung
Amtliche Zeitung des Deutschen Kriegerbundes.
Ausgabe für die Armee im FeldeDie Feldnummer erscheint zwei-
mal wöchentlich. Sie ist nur durch
die Postanstalten und Feldpost-
anstalten zu beziehen. Bezugspr.
viertelj. 60 Pf. ohen Bestellgeld.Bei Bestellungen durch die Feld-
postanstalten werden mit dem
Bezugspreise vierteljährlich noch
60 Pf. für Verpackung erhoben.Schwere Kämpfe in West und Ost.
Weitere Fortschritte bei Lille. - Die französische Haupstellung bei Verdun er-
obert. - 13500 Russen von den Deutschen, 10000 Russen von den Österreichern
gefangen. - Zwei Kriegsschiffe von der Emden in den Grund gebohrt.
Mitteilungen der obersten Heeresleitung.
Großes Hauptquartier, 28. Oktober, vormittags. (W. T. B.) Die Käpfe bei Rienport-
Dirmude dauern noch an. Die Belgier erhielten dort erheblichen Verstärkungen, unsre Angriffe wurden
forgesetzt. Sechzehn englische Kriegsschiffe beteiligten sich am Kampf gegen unsern Flügel; ihr
Feuer war erfolglos.-Bei Ypres ist die Lage am 27. Oktober unverändert geblieben; westlich Lille
wurde unser Angriff mit Erfolg fortgesetzt. - Im Argonner Walde sind wieder einige feindliche
Schützengräben genommen worden, deren Besatzung zu Gefangenen gemacht wurde. - Auf der Westfront hat sich weiter nichts wesentliches ereignet.In Polen mußten die deutsch-österreichischen Truppen vor neuen russischen Kräften, die
von Jwangorod-Warschau und Nowogeorgiewsk vorgingen ausweichen, nachdem sie bis dahin in mehr-
tägigen Kämpfen alle russischen Angriffe erfolgreich abgewiesen hatten. Die Russen folgten zunächst nicht.
Die Loslösung vom Feinde geschah ohne Schwierigkeit. Unsre Truppen werden sich der Lage entsprechend
neu gruppieren. — Auf den nordöstlichen Kriegsschauplatze sind keine wesentlichen Änderungen.
Großes Hauptquartier, 29. Oktober, vormittags. (W.T.B.) Unser Angriff südlich Rieuport
gewinnt langsam Boden. Bei Ypres steht der Kampf unverändert. Westlich Lille machten
unsre Truppen gute Fortschritte. Mehrere befestigte Stellungen des Feindes wurden genommen,
16 englische Offiziere und über 300 Mann zu Gefangenen gemacht und 4 Geschütze erobert.
Englische und französische Gegenstöße wurden überall abgewiesen. - Eine vor der Kathedrale von Reims
aufgefahrene französische Batterie mit Artilleriebeobachter auf dem Turme der Kathedrale mußte unter
Feuer genommen werden.
Im Argonner Walde wurden die Feinde aus mehreren Schützengräben geworfen und einige
Maschinengewehre erbeutet. - Südöstlich Verdun wurde ein heftiger französischer Angriff zurückgeschlagen.
Im Gegenangriff stießen unsre Truppen bis in die feindliche Hauptstellung durch, die sie in
Besitz nahmen. Die Franzosen erlitten starke Verluste. Auch östlich der Mosel wurden alle Unternehmungen
des Feindes, die an sich ziemlich bedeutungslos waren, zurückgewiesen.
Auf dem nordöstlichen Kriegsschauplatze befinden sich unsre Truppen im fortschreitenden
Angriff. Während der letzten drei Wochen wurden hier 13500 Russen zu Gefangenen gemacht, 30 Geschütze und 39 Maschinengewehre erbeutet. - Auf dem südöstlichen Kriegsschauplatze haben
sich die Verhältnisse seit gestern nicht geändert.
Großes Hauptquartier, 30. Oktober, vormittags. (W.T.B.) Unsre Angriffe südlich Rieuport
und östlich Ypres wurden erfolgreich fortgesetzt. 8 Maschinengewehre wurdne erbeutet und
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Amtliche Zeitung des Deutschen Kriegerbundes.
Ausgabe für die Armee im FeldeDie Feldnummer erscheint zwei-
mal wöchentlich. Sie ist nur durch
die Postanstalten und Feldpost-
anstalten zu beziehen. Bezugspr.
viertelj. 60 Pf. ohen Bestellgeld.Bei Bestellungen durch die Feld-
postanstalten werden mit dem
Bezugspreise vierteljährlich noch
60 Pf. für Verpackung erhoben.Schwere Kämpfe in West und Ost.
Weitere Fortschritte bei Lille. - Die französische Haupstellung bei Verdun er-
obert. - 13500 Russen von den Deutschen, 10000 Russen von den Österreichern
gefangen. - Zwei Kriegsschiffe von der Emden in den Grund gebohrt.
Mitteilungen der obersten Heeresleitung.
Großes Hauptquartier, 28. Oktober, vormittags. (W. T. B.) Die Käpfe bei Rienport-
Dirmude dauern noch an. Die Belgier erhielten dort erheblichen Verstärkungen, unsre Angriffe wurden
forgesetzt. Sechzehn englische Kriegsschiffe beteiligten sich am Kampf gegen unsern Flügel; ihr
Feuer war erfolglos.-Bei Ypres ist die Lage am 27. Oktober unverändert geblieben; westlich Lille
wurde unser Angriff mit Erfolg fortgesetzt. - Im Argonner Walde sind wieder einige feindliche
Schützengräben genommen worden, deren Besatzung zu Gefangenen gemacht wurde. - Auf der Westfront hat sich weiter nichts wesentliches ereignet.In Polen mußten die deutsch-österreichischen Truppen vor neuen russischen Kräften, die
von Jwangorod-Warschau und Nowogeorgiewsk vorgingen ausweichen, nachdem sie bis dahin in mehr-
tägigen Kämpfen alle russischen Angriffe erfolgreich abgewiesen hatten. Die Russen folgten zunächst nicht.
Die Loslösung vom Feinde geschah ohne Schwierigkeit. Unsre Truppen werden sich der Lage entsprechend
neu gruppieren. — Auf den nordöstlichen Kriegsschauplatze sind keine wesentlichen Änderungen.
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Amtliche Zeitung des Deutschen Kriegerbundes.
Ausgabe für die Armee im FeldeDie Feldnummer erscheint zwei-
mal wöchentlich. Sie ist nur durch
die Postanstalten und Feldpost-
anstalten zu beziehen. Bezugspr.
viertelj. 60 Pf. ohen Bestellgeld.Bei Bestellungen durch die Feld-
postanstalten werden mit dem
Bezugspreise vierteljährlich noch
60 Pf. für Verpackung erhoben.Schwere Kämpfe in West und Ost.
Weitere Fortschritte bei Lille. - Die französische Haupstellung bei Verdun er-
obert. - 13500 Russen von den Deutschen, 10000 Russen von den Österreichern
gefangen. - Zwei Kriegsschiffe von der Emden in den Grund gebohrt.
Mitteilungen der obersten Heeresleitung.
Großes Hauptquartier, 28. Oktober, vormittags. (W. T. B.) Die Käpfe bei Rienport-
Dirmude dauern noch an. Die Belgier erhielten dort erheblichen Verstärkungen, unsre Angriffe wurden
forgesetzt. Sechzehn englische Kriegsschiffe beteiligten sich am Kampf gegen unsern Flügel; ihr
Feuer war erfolglos.-Bei Ypres ist die Lage am 27. Oktober unverändert geblieben; westlich Lille
wurde unser Angriff mit Erfolg fortgesetzt. - Im Argonner Walde sind wieder einige feindliche
Schützengräben genommen worden, deren Besatzung zu Gefangenen gemacht wurde. - Auf der Westfront hat sich weiter nichts wesentliches ereignet.
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60 Pf. für Verpackung erhoben.
Description
Save description- 50.6293465||3.05707689999997||||1
Lille, Frankreich
Location(s)
Story location Lille, Frankreich
- ID
- 12998 / 199707
- Contributor
- Uta Hentschel
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- Western Front
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- Propaganda






































































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