Tagebuch Reinhold Sieglerschmidt (2), item 123

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 Beginn der linken Seite 

28/I 1917

Mein unendlich lieber Heleneliebling, heute 

eine Nachricht, die Dich freudig erregen wir.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass ich in 

nächster Zeit die Batterie verlasse und 

nach Jüterborg zum Ersatzbataillon 

zurückkomme. Meine Bemühungen um

schnelle Beförderung haben diesen Erfolg 

gehabt; jedenfalls komme ich als Vize-

feldwebel dorthin und würde schnell 

mit einer Neuformation und damit guten 

Beförderungsaussichten herauskommen, wenn 

nicht allen aus dem Feld kommenden 2 Wochen 

Urlaub zuständen. 2 Wochen bei Euch,

meine Lieben, meinem Lebensglück --

ich kann es kaum fassen.

Innerhalb dieser zwei Wochen kann

ich mich auch mit Walter in Verbin-

dung setzen, wenn ich lieber zu ihm will

als zu einer Neuformation.

 Ende der linken Seite 


 Beginn der rechten Seite 

Die Veränderung, die doch nicht ganz 

sicher ist, hat nur gute Seiten, da

ja auch die Batterie einem unge-

wissen Schicksal entgegensieht und 

nach dem langen Herumliegen 

jedenfalls bei einer Offensive eingesetzt 

wird. Dasselbe würde aber wohl auch

mit den Neuformationen geschehen,

wenn sie nicht teilweise zur Ab-

lösung altbewährter Batterien 

benützt werden.

Für heute kann ich nicht mehr 

schreiben. Hoffentlich geht dieser 

Brief ohne Verzögerung nach Berlin.

Da Du nach denen [sic!] heutigen Briefen 

vom 16.-19/I [1917] 6 Tage lang ohne Nach-

richt von mir warst, scheinen die 

hiesigen starken Truppenverschie-

bungen eine Stockung in der Post-

 Ende der rechten Seite  

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28/I 1917

Mein unendlich lieber Heleneliebling, heute 

eine Nachricht, die Dich freudig erregen wir.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass ich in 

nächster Zeit die Batterie verlasse und 

nach Jüterborg zum Ersatzbataillon 

zurückkomme. Meine Bemühungen um

schnelle Beförderung haben diesen Erfolg 

gehabt; jedenfalls komme ich als Vize-

feldwebel dorthin und würde schnell 

mit einer Neuformation und damit guten 

Beförderungsaussichten herauskommen, wenn 

nicht allen aus dem Feld kommenden 2 Wochen 

Urlaub zuständen. 2 Wochen bei Euch,

meine Lieben, meinem Lebensglück --

ich kann es kaum fassen.

Innerhalb dieser zwei Wochen kann

ich mich auch mit Walter in Verbin-

dung setzen, wenn ich lieber zu ihm will

als zu einer Neuformation.

 Ende der linken Seite 


 Beginn der rechten Seite 

Die Veränderung, die doch nicht ganz 

sicher ist, hat nur gute Seiten, da

ja auch die Batterie einem unge-

wissen Schicksal entgegensieht und 

nach dem langen Herumliegen 

jedenfalls bei einer Offensive eingesetzt 

wird. Dasselbe würde aber wohl auch

mit den Neuformationen geschehen,

wenn sie nicht teilweise zur Ab-

lösung altbewährter Batterien 

benützt werden.

Für heute kann ich nicht mehr 

schreiben. Hoffentlich geht dieser 

Brief ohne Verzögerung nach Berlin.

Da Du nach denen [sic!] heutigen Briefen 

vom 16.-19/I [1917] 6 Tage lang ohne Nach-

richt von mir warst, scheinen die 

hiesigen starken Truppenverschie-

bungen eine Stockung in der Post-

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  • April 1, 2018 08:56:30 Enrico Seelig

     Beginn der linken Seite 

    28/I 1917

    Mein unendlich lieber Heleneliebling, heute 

    eine Nachricht, die Dich freudig erregen wir.

    Es ist nicht ausgeschlossen, dass ich in 

    nächster Zeit die Batterie verlasse und 

    nach Jüterborg zum Ersatzbataillon 

    zurückkomme. Meine Bemühungen um

    schnelle Beförderung haben diesen Erfolg 

    gehabt; jedenfalls komme ich als Vize-

    feldwebel dorthin und würde schnell 

    mit einer Neuformation und damit guten 

    Beförderungsaussichten herauskommen, wenn 

    nicht allen aus dem Feld kommenden 2 Wochen 

    Urlaub zuständen. 2 Wochen bei Euch,

    meine Lieben, meinem Lebensglück --

    ich kann es kaum fassen.

    Innerhalb dieser zwei Wochen kann

    ich mich auch mit Walter in Verbin-

    dung setzen, wenn ich lieber zu ihm will

    als zu einer Neuformation.

     Ende der linken Seite 


     Beginn der rechten Seite 

    Die Veränderung, die doch nicht ganz 

    sicher ist, hat nur gute Seiten, da

    ja auch die Batterie einem unge-

    wissen Schicksal entgegensieht und 

    nach dem langen Herumliegen 

    jedenfalls bei einer Offensive eingesetzt 

    wird. Dasselbe würde aber wohl auch

    mit den Neuformationen geschehen,

    wenn sie nicht teilweise zur Ab-

    lösung altbewährter Batterien 

    benützt werden.

    Für heute kann ich nicht mehr 

    schreiben. Hoffentlich geht dieser 

    Brief ohne Verzögerung nach Berlin.

    Da Du nach denen [sic!] heutigen Briefen 

    vom 16.-19/I [1917] 6 Tage lang ohne Nach-

    richt von mir warst, scheinen die 

    hiesigen starken Truppenverschie-

    bungen eine Stockung in der Post-

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    ID
    837 / 3677
    Source
    http://europeana1914-1918.eu/...
    Contributor
    Jörn Sieglerschmidt
    License
    http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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