Tagebuch Reinhold Sieglerschmidt (2), item 76

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 Beginn der linken Seite 

                                 8/XII [19]16 

Meine unendliche Helenesehn-

sucht, geht es Dir auch gut? 

Fast einen Monat irren wir

jetzt durch die Welt, bin ich ganz

ohne Nachricht von Euch. Wie schwer 

ist das! Wie war ich verwöhnt,

fast jeden oder mindestens 

jeden zweiten Abend Nachricht 

von Euch zu haben. Hoffentlich 

kommt wenigstens ein Teil 

meiner - auf deutscher Feldpost 

aufgegebenen - Nachrichten an.

Noch immer sind wir weit 

ab vom Schuss. Der Rumäne 

ist auf voller Flucht, es ist 

fraglich, ob wir überhaupt zum 

Anschluss kommen. Ich mache 

mich darauf gefasst, zu Weih-

 Ende der linken Seite  


 Beginn der rechten Seite 

nachten, ja vielleicht bis in 

den Januar [1917] hinein ganz ohne

Nachricht zu sein. In grenzen-

loser Sehnsucht breite ich 

die Arme nach Dir; mein 

Tapferchen, sei tapfer und 

mutig, es kommt auch

bald wieder ein Urlaub!! 

Dein Ich. 

Ich fühle mich in jeder Weise 

wohl. Hatte den einen Fuss et-

was durchgelaufen. Ich küsse 

euch, meine lieben Füsse. 

 Ende der rechten Seite 

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                                 8/XII [19]16 

Meine unendliche Helenesehn-

sucht, geht es Dir auch gut? 

Fast einen Monat irren wir

jetzt durch die Welt, bin ich ganz

ohne Nachricht von Euch. Wie schwer 

ist das! Wie war ich verwöhnt,

fast jeden oder mindestens 

jeden zweiten Abend Nachricht 

von Euch zu haben. Hoffentlich 

kommt wenigstens ein Teil 

meiner - auf deutscher Feldpost 

aufgegebenen - Nachrichten an.

Noch immer sind wir weit 

ab vom Schuss. Der Rumäne 

ist auf voller Flucht, es ist 

fraglich, ob wir überhaupt zum 

Anschluss kommen. Ich mache 

mich darauf gefasst, zu Weih-

 Ende der linken Seite  


 Beginn der rechten Seite 

nachten, ja vielleicht bis in 

den Januar [1917] hinein ganz ohne

Nachricht zu sein. In grenzen-

loser Sehnsucht breite ich 

die Arme nach Dir; mein 

Tapferchen, sei tapfer und 

mutig, es kommt auch

bald wieder ein Urlaub!! 

Dein Ich. 

Ich fühle mich in jeder Weise 

wohl. Hatte den einen Fuss et-

was durchgelaufen. Ich küsse 

euch, meine lieben Füsse. 

 Ende der rechten Seite 


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  • October 8, 2018 17:53:59 Johanna Rustler

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                                     8/XII [19]16 

    Meine unendliche Helenesehn-

    sucht, geht es Dir auch gut? 

    Fast einen Monat irren wir

    jetzt durch die Welt, bin ich ganz

    ohne Nachricht von Euch. Wie schwer 

    ist das! Wie war ich verwöhnt,

    fast jeden oder mindestens 

    jeden zweiten Abend Nachricht 

    von Euch zu haben. Hoffentlich 

    kommt wenigstens ein Teil 

    meiner - auf deutscher Feldpost 

    aufgegebenen - Nachrichten an.

    Noch immer sind wir weit 

    ab vom Schuss. Der Rumäne 

    ist auf voller Flucht, es ist 

    fraglich, ob wir überhaupt zum 

    Anschluss kommen. Ich mache 

    mich darauf gefasst, zu Weih-

     Ende der linken Seite  


     Beginn der rechten Seite 

    nachten, ja vielleicht bis in 

    den Januar [1917] hinein ganz ohne

    Nachricht zu sein. In grenzen-

    loser Sehnsucht breite ich 

    die Arme nach Dir; mein 

    Tapferchen, sei tapfer und 

    mutig, es kommt auch

    bald wieder ein Urlaub!! 

    Dein Ich. 

    Ich fühle mich in jeder Weise 

    wohl. Hatte den einen Fuss et-

    was durchgelaufen. Ich küsse 

    euch, meine lieben Füsse. 

     Ende der rechten Seite 

  • March 27, 2018 14:43:09 Enrico Seelig

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    8/XII [19]16 

    Meine unendliche Helenesehn-

    sucht, geht es Dir auch gut? 

    Fast einen Monat irren wir

    jetzt durch die Welt, bin ich ganz

    ohne Nachricht von Euch. Wie schwer 

    ist das! Wie war ich verwöhnt,

    fast jeden oder mindestens 

    jeden zweiten Abend Nachricht 

    von Euch zu haben. Hoffentlich 

    kommt wenigstens ein Teil 

    meiner - auf deutscher Feldpost 

    aufgegebenen - Nachrichten an.

    Noch immer sind wir weit 

    ab vom Schuss. Der Rumäne 

    ist auf voller Flucht, es ist 

    fraglich, ob wir überhaupt zum 

    Anschluss kommen. Ich mache 

    mich darauf gefasst, zu Weih-

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     Beginn der rechten Seite 

    nachten, ja vielleicht bis in 

    den Januar [1917] hinein ganz ohne

    Nachricht zu sein. In grenzen-

    loser Sehnsucht breite ich 

    die Arme nach Dir; mein 

    Tapferchen, sei tapfer und 

    mutig, es kommt auch

    bald wieder ein Urlaub!! 

    Dein Ich. 

    Ich fühle mich in jeder Weise 

    wohl. Hatte den einen Fuss et-

    was durchgelaufen. Ich küsse 

    euch, meine lieben Füsse. 

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    ID
    837 / 3630
    Source
    http://europeana1914-1918.eu/...
    Contributor
    Jörn Sieglerschmidt
    License
    http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


    December 8, 1916
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