Tagebuch Reinhold Sieglerschmidt (2), item 63

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                     II/XI-12/XI [1916]

2 Tage des Wartens und Aus-

ruhens in Smilina bei scheuss-

lichem Wetter.  

                       13/XI [1916]

Abmarsch nach Jelowka um

11 Uhr. Bleiben bei strömen-

dem Regen kurz vorm Bahn-

hof stehen. Unsere Bestimmung 

ändert sich. Während es vorher 

hiess, wir sollten zur III. Armee 

nach der Champagne kommen,

spricht jetzt viel für Rumänien.

Auch am Bahnhof wieder 

stundenlanges Warten im 

Freien, dann Verladen von 

etwa 10-12 Uhr. Alles bei 

andauerndem Regen- und 

Schneefall. Früher würde ich 

 Ende der linken Seite  


 Beginn der rechten Seite 

so etwas nicht ausgehalten ha-

ben. Ich erobere eine Flasche

Danziger Goldwasser als beste 

Medizin.

                               14/XI [1916] 

Im Viehwagen bei geschlossener 

Tür - es ist recht kalt - kümmere 

ich mich wenig um die ja

schon bekannte Gegend. Schlaf 

und Skat. 

                         15/XI [1916] 

Armseliges Land zwischen Wil-

na und Grodno - Land und 

Kiefern. Grodno erreichen wir 

um Mittag. Schöne Lage der 

Stadt an der tiefeingeschnitte-

nen Memel. Die Häuser klein 

- wie Dorfhütten - von einigen 

Kirchen überragt. Die alten Brü-

 Ende der rechten Seite 

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                     II/XI-12/XI [1916]

2 Tage des Wartens und Aus-

ruhens in Smilina bei scheuss-

lichem Wetter.  

                       13/XI [1916]

Abmarsch nach Jelowka um

11 Uhr. Bleiben bei strömen-

dem Regen kurz vorm Bahn-

hof stehen. Unsere Bestimmung 

ändert sich. Während es vorher 

hiess, wir sollten zur III. Armee 

nach der Champagne kommen,

spricht jetzt viel für Rumänien.

Auch am Bahnhof wieder 

stundenlanges Warten im 

Freien, dann Verladen von 

etwa 10-12 Uhr. Alles bei 

andauerndem Regen- und 

Schneefall. Früher würde ich 

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so etwas nicht ausgehalten ha-

ben. Ich erobere eine Flasche

Danziger Goldwasser als beste 

Medizin.

                               14/XI [1916] 

Im Viehwagen bei geschlossener 

Tür - es ist recht kalt - kümmere 

ich mich wenig um die ja

schon bekannte Gegend. Schlaf 

und Skat. 

                         15/XI [1916] 

Armseliges Land zwischen Wil-

na und Grodno - Land und 

Kiefern. Grodno erreichen wir 

um Mittag. Schöne Lage der 

Stadt an der tiefeingeschnitte-

nen Memel. Die Häuser klein 

- wie Dorfhütten - von einigen 

Kirchen überragt. Die alten Brü-

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  • October 8, 2018 16:55:48 Johanna Rustler

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    2 Tage des Wartens und Aus-

    ruhens in Smilina bei scheuss-

    lichem Wetter.  

                           13/XI [1916]

    Abmarsch nach Jelowka um

    11 Uhr. Bleiben bei strömen-

    dem Regen kurz vorm Bahn-

    hof stehen. Unsere Bestimmung 

    ändert sich. Während es vorher 

    hiess, wir sollten zur III. Armee 

    nach der Champagne kommen,

    spricht jetzt viel für Rumänien.

    Auch am Bahnhof wieder 

    stundenlanges Warten im 

    Freien, dann Verladen von 

    etwa 10-12 Uhr. Alles bei 

    andauerndem Regen- und 

    Schneefall. Früher würde ich 

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    so etwas nicht ausgehalten ha-

    ben. Ich erobere eine Flasche

    Danziger Goldwasser als beste 

    Medizin.

                                   14/XI [1916] 

    Im Viehwagen bei geschlossener 

    Tür - es ist recht kalt - kümmere 

    ich mich wenig um die ja

    schon bekannte Gegend. Schlaf 

    und Skat. 

                             15/XI [1916] 

    Armseliges Land zwischen Wil-

    na und Grodno - Land und 

    Kiefern. Grodno erreichen wir 

    um Mittag. Schöne Lage der 

    Stadt an der tiefeingeschnitte-

    nen Memel. Die Häuser klein 

    - wie Dorfhütten - von einigen 

    Kirchen überragt. Die alten Brü-

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  • March 24, 2018 14:11:18 Enrico Seelig

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    II/XI-12/XI [1916]

    2 Tage des Wartens und Aus-

    ruhens in Smilina bei scheuss-

    lichem Wetter.  


    13/XI [1916]

    Abmarsch nach Jelowka um

    11 Uhr. Bleiben bei strömen-

    dem Regen kurz vorm Bahn-

    hof stehen. Unsere Bestimmung 

    ändert sich. Während es vorher 

    hiess, wir sollten zur II. Armee 

    nach der Champagne kommen,

    spricht jetzt viel für Rumänien.

    Auch am Bahnhof wieder 

    stundenlanges Warten im 

    Freien, dann Verladen von 

    etwa 10-12 Uhr. Alles bei 

    andauerndem Regen- und 

    Schneefall. Früher würde ich 

     Ende der linken Seite  


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    so etwas nicht ausgehalten ha-

    ben. Ich erobere eine Flasche

    Danziger Goldwasser als beste 

    Medizin.


    14/XI [1916] 

    Im Viehwagen bei geschlossener 

    Tür - es ist recht kalt - kümmere 

    ich mich wenig um die ja

    schon bekannte Gegend. Schlaf 

    und Skat. 


    15/XI [1916] 

    Armseliges Land zwischen Wil-

    na und Grodno - Land und 

    Kiefern. Grodno erreichen wir 

    um Mittag. Schöne Lage der 

    Stadt an der tiefeingeschnitte-

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    ID
    837 / 3617
    Source
    http://europeana1914-1918.eu/...
    Contributor
    Jörn Sieglerschmidt
    License
    http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


    November 2, 1916 – November 12, 1916
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