Tagebuch Reinhold Sieglerschmidt (2), item 114

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 Beginn der linken Seite 

Auf den Knieen danke ich Dir

für alles ungeheure Glück,

das Du mir warst und bist. 

In reinstem Glück sehe ich 

mein edles, trautes Gesicht 

vor mir, bedecke es mit tau-

send Küssen, höre unsere 

2 kleinen Lebensgesellen plaudern. 

Ich bin euer Eigentum, wie ihr 

das meine. Küsse ihre kleinen

Häupter. In grenzenloser Nähe 

ist bei euch

Dein Reinholdich.

 Ende der linken Seite 


 Beginn der rechten Seite  

18/I 1917

Mein Herzenstrautli, eben habe

ich Deinen Brief vom 7. u.[nd] 8/I [1917]

gelesen. Wie froh ist ein Abend,

der mir Nachricht von meinen

Dreien bringt. Meine Drei! Mein

ganzes Glück auf der Welt. Ich 

wusste, dass Dir das Gedicht un-

endlich tief sein würde, da, 

wie Du auch schreibst, ein un-

mittelbarer Herzschlag unserer

Sehnsucht ist. Ist es auch ab-

solut genommen tief? Mir

fehlt vorläufig die nötige Dis-

tanz.

Geht es Dir auch gut, mein 

Trautli. Manchmal empfin-

de aus dem, was Du schreibst, 

ein unbewusstes Eingeständnis, 

 Ende der rechten Seite  

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Auf den Knieen danke ich Dir

für alles ungeheure Glück,

das Du mir warst und bist. 

In reinstem Glück sehe ich 

mein edles, trautes Gesicht 

vor mir, bedecke es mit tau-

send Küssen, höre unsere 

2 kleinen Lebensgesellen plaudern. 

Ich bin euer Eigentum, wie ihr 

das meine. Küsse ihre kleinen

Häupter. In grenzenloser Nähe 

ist bei euch

Dein Reinholdich.

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18/I 1917

Mein Herzenstrautli, eben habe

ich Deinen Brief vom 7. u.[nd] 8/I [1917]

gelesen. Wie froh ist ein Abend,

der mir Nachricht von meinen

Dreien bringt. Meine Drei! Mein

ganzes Glück auf der Welt. Ich 

wusste, dass Dir das Gedicht un-

endlich tief sein würde, da, 

wie Du auch schreibst, ein un-

mittelbarer Herzschlag unserer

Sehnsucht ist. Ist es auch ab-

solut genommen tief? Mir

fehlt vorläufig die nötige Dis-

tanz.

Geht es Dir auch gut, mein 

Trautli. Manchmal empfin-

de aus dem, was Du schreibst, 

ein unbewusstes Eingeständnis, 

 Ende der rechten Seite  


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  • March 31, 2018 10:40:42 Enrico Seelig

     Beginn der linken Seite 

    Auf den Knieen danke ich Dir

    für alles ungeheure Glück,

    das Du mir warst und bist. 

    In reinstem Glück sehe ich 

    mein edles, trautes Gesicht 

    vor mir, bedecke es mit tau-

    send Küssen, höre unsere 

    2 kleinen Lebensgesellen plaudern. 

    Ich bin euer Eigentum, wie ihr 

    das meine. Küsse ihre kleinen

    Häupter. In grenzenloser Nähe 

    ist bei euch

    Dein Reinholdich.

     Ende der linken Seite 


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    18/I 1917

    Mein Herzenstrautli, eben habe

    ich Deinen Brief vom 7. u.[nd] 8/I [1917]

    gelesen. Wie froh ist ein Abend,

    der mir Nachricht von meinen

    Dreien bringt. Meine Drei! Mein

    ganzes Glück auf der Welt. Ich 

    wusste, dass Dir das Gedicht un-

    endlich tief sein würde, da, 

    wie Du auch schreibst, ein un-

    mittelbarer Herzschlag unserer

    Sehnsucht ist. Ist es auch ab-

    solut genommen tief? Mir

    fehlt vorläufig die nötige Dis-

    tanz.

    Geht es Dir auch gut, mein 

    Trautli. Manchmal empfin-

    de aus dem, was Du schreibst, 

    ein unbewusstes Eingeständnis, 

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    ID
    837 / 3668
    Source
    http://europeana1914-1918.eu/...
    Contributor
    Jörn Sieglerschmidt
    License
    http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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