Tagebuch Reinhold Sieglerschmidt (2), item 96
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Beginn der linken Seite
tragen kann. Du wirst schmerz-
lich die regelmässigen Nach-
richten von mir vermissen,
wenn ich auch hoffe, dass
wenigstens häufiger Lebens-
zeichen von mir eingetroffen
sind. Denke auch daran, wie
tapfer ich sein muss, der
ich seit dem 12/XI [1916] ohne
Nachrichten von allem bin,
das mir teuer ist. Wie bin
ich Euch nah in unendlicher
Sehnsucht, wie war ich es am 16.
und werde es am 24. [Dezember 1916] sein.
Dein, dein, nur dein Reinhold
Möchte am hiesigen Orte der Friede
wirklich "gebacken" werden, dem Kriege
der "Rest" gegeben werden.
Am linken Rand: Ich bin gesund und wohl.
Ende der linken Seite
Beginn der rechten Seite
22/XII-23/XII [1916]
Beide Nachmittage und Abende in
der Stadt. Bukarest ist für mich
in mehrfacher Beziehung eine Über-
raschung, zunächst das Verhalten.
Der Bevölkerung, die uns mit all-
zugrosser Freundlichkeit entgegen-
kommt und zwar gilt das nicht
etwa nur von den zahlreichen
Angehörigen der Centralmächte
und den Inden die durchweg
deutsch gesinnt sind. Im Gespräch
stellt man sich vielfach auf un-
seren Standpunkt und zeigt Hass
gegen die Kriegsanstifter. Trotz-
dem würde ein männlicheres Volk
eine grössere Zurückhaltung üben.
Die Gefälligkeit der Frauen ist gross,
was den bekannten Sittenschilde-
Ende der rechten Seite
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Beginn der linken Seite
tragen kann. Du wirst schmerz-
lich die regelmässigen Nach-
richten von mir vermissen,
wenn ich auch hoffe, dass
wenigstens häufiger Lebens-
zeichen von mir eingetroffen
sind. Denke auch daran, wie
tapfer ich sein muss, der
ich seit dem 12/XI [1916] ohne
Nachrichten von allem bin,
das mir teuer ist. Wie bin
ich Euch nah in unendlicher
Sehnsucht, wie war ich es am 16.
und werde es am 24. [Dezember 1916] sein.
Dein, dein, nur dein Reinhold
Möchte am hiesigen Orte der Friede
wirklich "gebacken" werden, dem Kriege
der "Rest" gegeben werden.
Am linken Rand: Ich bin gesund und wohl.
Ende der linken Seite
Beginn der rechten Seite
22/XII-23/XII [1916]
Beide Nachmittage und Abende in
der Stadt. Bukarest ist für mich
in mehrfacher Beziehung eine Über-
raschung, zunächst das Verhalten.
Der Bevölkerung, die uns mit all-
zugrosser Freundlichkeit entgegen-
kommt und zwar gilt das nicht
etwa nur von den zahlreichen
Angehörigen der Centralmächte
und den Inden die durchweg
deutsch gesinnt sind. Im Gespräch
stellt man sich vielfach auf un-
seren Standpunkt und zeigt Hass
gegen die Kriegsanstifter. Trotz-
dem würde ein männlicheres Volk
eine grössere Zurückhaltung üben.
Die Gefälligkeit der Frauen ist gross,
was den bekannten Sittenschild-
Ende der rechten Seite
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- ID
- 837 / 3650
- Contributor
- Jörn Sieglerschmidt
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