Kriegstagebuch von Jakob Graf, Tsingtau 2.08.1914 - 7.11.1914, item 19
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... linke Seite
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zusammenzieht, sich wahrscheinlich
zum Sturmangriff vorbereitet.
Wir rückten sofort in Stellung u. bereiteten
uns darauf vor. Das feindliche Artilleriefeuer
ließ auch etwas nach, so daß man
die Stille vor dem Sturm heraushörte. Wir
ahnten alle, daß heute Nacht die Entscheidung
fallen sollte. Unsere Geschütze, welche noch
Munition hatten, schossen, was nur aus den
Geschützen herauskonnte, um den Anmarsch
des Feindes zu verhindern.
Beim Dunkelwerden setzte auch das feindliche
Artilleriefeuer so kräftig ein wie noch
nie zuvor. In dem zunächst der weißen Massen [ Mauer?]
aufgeworfenem feindlichen Schützengraben
stimmten die Maschinengewehre in den Laerm
mit ein, ebenso unsere Schnelladekanonen
u. unsere Gewehre.
Unser 1. Zug, welcher den rechten Flügel unserer
Stellung besetzen sollte, war noch
in I.W. 3. An seine Stelle kam Oberleutnant
von Schlik mit 30 Österreichern der Kaiserin
... rechte Seite
- 35 -
Elisabeth. Wir unterhielten lebhaftes Feuer
gegen den feindlichen Schützengraben.
Allmählich verstummte das Maschinengewehrfeuer
aus dem Schützengraben u. wir rückten
unter Zurücklassen eines Zuges in die
Alarmdeckung.
Nach 1 Stunde, als die Ablösung nach der
Stellung rückte, wurden sie von Handgranaten
begrüßt. Unbemerkt waren 10 Japaner,
mit Handgranaten bewaffnet, durch das
Hindernis in unsere Stellung gekommen.
Durch den Knall der Handgranaten wurden
wir jetzt alarmiert u. mit gefälltem Bayonett
wurden die Japsen nach tapferer
Gegenwehr schnell erledigt.
Nun bekam ich von Oberleutnant Riedinger
den Auftrag nach der Stellung der Pioniere
zu gehen u. dort nachzusehen, ob die Pioniere
noch in der Stellung sind. Unter starkem
Schrauppnell- u. Gewehrfeuer pirschte ich u.
Nimrich nach der Pionierstellung u. habe dort
erfahren, daß die Pioniere vor 1 Stunde schon
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... linke Seite
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zusammenzieht, sich wahrscheinlich
zum Sturmangriff vorbereitet.
Wir rückten sofort in Stellung u. bereiteten
uns darauf vor. Das feindliche Artilleriefeuer
ließ auch etwas nach, so daß man
die Stille vor dem Sturm heraushörte. Wir
ahnten alle, daß heute Nacht die Entscheidung
fallen sollte. Unsere Geschütze, welche noch
Munition hatten, schossen, was nur aus den
Geschützen herauskonnte, um den Anmarsch
des Feindes zu verhindern.
Beim Dunkelwerden setzte auch das feindliche
Artilleriefeuer so kräftig ein wie noch
nie zuvor. In dem zunächst der weißen Massen [ Mauer?]
aufgeworfenem feindlichen Schützengraben
stimmten die Maschinengewehre in den Laerm
mit ein, ebenso unsere Schnelladekanonen
u. unsere Gewehre.
Unser 1. Zug, welcher den rechten Flügel unserer
Stellung besetzen sollte, war noch
in I.W. 3. An seine Stelle kam Oberleutnant
von Schlik mit 30 Österreichern der Kaiserin
... rechte Seite
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Elisabeth. Wir unterhielten lebhaftes Feuer
gegen den feindlichen Schützengraben.
Allmählich verstummte das Maschinengewehrfeuer
aus dem Schützengraben u. wir rueckten
unter Zurücklassen eines Zuges in die
Alarmdeckung.
Nach 1 Stunde, als die Ablösung nach der
Stellung rückte, wurden sie von Handgranaten
begrüßt. Unbemerkt waren 10 Japaner,
mit Handgranaten bewaffnet, durch das
Hindernis in unsere Stellung gekommen.
Durch den Knall der Handgranaten wurden
wir jetzt alarmiert u. mit gefälltem Bayonett
wurden Japsen nach tapferer
Gegenwehr schnell erledigt.
Nun bekam ich von Oberleutnant Riedinger
den Auftrag nach der Stellung der Pioniere
zu gehen u. dort nachzusehen, ob die Pioniere
noch in der Stellung sind. Unter starkem
Schrauppnell- u. Gewehrfeuer pirschte ich u.
Nimrich nach der Pionierstellung u. habe dort
erfahren, daß die Pioniere vor 1 Stunde schon
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massen zusammenzieht, sich wahrscheinlich
zum Sturmangriff vorbereitet.
Wir rückten sofort in Stellung u. bereiteten
uns darauf vor. Das feindliche Artilleriefeuer
ließ auch etwas nach, so daß man
die Stille vor dem Sturm heraushörte. Wir
ahnten alle, daß heute Nacht die Entscheidung
fallen sollte. Unsere Geschütze, welche noch
Munition hatten, schossen, was nur aus den
Geschützen herauskonnte, um den Anmarsch
des Feindes zu verhindern.
Beim Dunkelwerden setzte auch das feindliche
Artilleriefeuer so kräftig ein wie noch
nie zuvor. In dem zunächst der weißen Massen
aufgeworfenem feindlichen Schützengraben
stimmten die Maschinengewehre in den Laerm
mit ein, ebenso unsere Schnelladekanonen
u. unsere Gewehre.
Unser 1. Zug, welcher den rechten Flügel unserer
Stellung besetzen sollte, war noch
in J.W. 3. An seine Stelle kam Oberleutnant
von Schlik mit 30 Österreichern der Kaiserin
... rechte Seite
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Elisabeth. Wir unterhielten lebhaftes Feuer
gegen den feindlichen Schützengraben.
Allmählich verstummte das Maschinengewehrfeuer
aus dem Schützengraben u. wir rueckten
unter Zurücklassen eines Zuges in die
Alarmdeckung.
Nach 1 Stunde, als die Ablösung nach der
Stellung rückte, wurden sie von Handgranaten
begrüßt. Unbemerkt waren 10 Japaner,
mit Handgranaten bewaffnet, durch das
Hindernis in unsere Stellung gekommen.
Durch den Knall der Handgranaten wurden
wir jetzt alarmiert u. mit gefälltem Bayonett
wurden Japsen nach tapferer
Gegenwehr schnell erledigt.
Nun bekam ich von Oberleutnant Riedinger
den Auftrag nach der Stellung der Pioniere
zu gehen u. dort nachzusehen, ob die Pioniere
noch in der Stellung sind. Unter starkem
Schrauppnell- u. Gewehrfeuer pirschte ich u.
Nimrich nach der Pionierstellung u. habe dort
erfahren, daß die Pioniere vor 1 Stunde schon
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massen zusammenzieht, sich wahrscheinlich
zum Sturmangriff vorbereitet.
Wir rückten sofort in Stellung u. bereiteten
uns darauf vor. Das feindliche Artilleriefeuer
ließ auch etwas nach, so daß man
die Stille vor dem Sturm heraushörte. Wir
ahnten alle, daß heute Nacht die Entscheidung
fallen sollte. Unsere Geschütze, welche noch
Munition hatten, schossen, was nur aus den
Geschützen herauskonnte, um den Anmarsch
des Feindes zu verhindern.
Beim Dunkelwerden setzte auch das feindliche
Artilleriefeuer so kräftig ein wie noch
nie zuvor. In dem zunächst der weißen Massen
aufgeworfenem feindlichen Schützengraben
stimmten die Maschinengewehre in den Laerm
mit ein, ebenso unsere Schnelladekanonen
u. unsere Gewehre.
Unser 1. Zug, welcher den rechten Flügel unserer
Stellung besetzen sollte, war noch
in J.W. 3. An seine Stelle kam Oberleutnant
von Schlik mit 30 Österreichern der Kaiserin
... rechte Seite
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Elisabeth.
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massen zusammenzieht, sich wahrscheinlich
zum Sturmangriff vorbereitet.
Wir rückten sofort in Stellung u. bereiteten
uns darauf vor. Das feindliche Artilleriefeuer
ließ auch etwas nach, so daß man
die Stille vor dem Sturm heraushörte. Wir
ahnten alle, daß heute Nacht die Entscheidung
fallen sollte. Unsere Geschütze, welche noch
Munition hatten, schossen, was nur aus den
Geschützen herauskonnte, um den Anmarsch
des Feindes zu verhindern.
Beim Dunkelwerden setzte auch das feindliche
Artilleriefeuer so kräftig ein wie noch
nie zuvor. In dem zunächst der weißen Massen
aufgeworfenem feindlichen Schützengraben
stimmten die Maschinengewehre in den Laerm
mit ein, ebenso unsere Schnelladekanonen
u. unsere Gewehre.
Unser 1. Zug, welcher den rechten Flügel unserer
Stellung besetzen sollte, war noch
in J.W. 3. An seine Stelle kam Oberleutnant
von Schlik mit 30 Österreichern der Kaiserin
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Tsingtau/China
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- Contributor
- Dr. Eva Schubert
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- Naval Warfare
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- Prisoners of War




































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