Kriegstagebuch von Jakob Graf, Tsingtau 2.08.1914 - 7.11.1914, item 5
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.Linke Seite des Tagebuchs:
-6-
den wir in Talankuan hatten, die reinste
Erholung. Leider hatten wir immer noch
nicht das Glück einen Japaner zu sehen.
Am 17. IX. hörten wir sehr starkes Geschützfeuer.
Um 9 Uhr kam Gefreiter Zanzinger geritten
mit der Meldung "Holungpaß u. Mecklenburghaus
Tarlanknanpaß nach dem Marschpaß
zurückgezogen".
Gefreiter Zanziger beim Zurückreiten
3 Schüsse: Einen ins Gesäß, einen in die
Schulter u. 1 in die linke Hand.
Zur Übergabe aufgefordert, rief er den
Japanern zu: "Leckt mich am Arsch!"
u. sauste im Galopp davon.
Er wurde befördert zum Unteroffizier.
Von Pagode mußten wir sofort zurückgehen
in der Richtung nach dem Kletterpaß
auf die Höhe 97 nördlich von Pula.
In der stockfinstern Nacht wurde nun das
Lager abgebrochen u. über Stock u. Stein
ging der erste Rückzug an.
-7-
.Rechte Seite des Tagebuchs:
Abends um 12 Uhr kamen wir auf der
Höhe 97 an u. gingen dort in Stellung.
18.9. Morgens gingen Schneider u. ich in die
nächste Fangse u. stellten unsere Pferde
ab, fütterten u. tränkten sie.
Nachmittags um 3 Uhr hörten wir ganz
in der Nähe heftiges Gewehrfeuer. Ich schickte
sofort Schneider nach der Stellung, sattelte
selbst meine 2 Pferde u. band dieselben an
einen Baum. Dann nahm ich mein Gewehr
unter den Arm u. im Laufschritt gings der
Stellung zu, wo unsere Leute heftig schossen.
Auf der Straße von Pitschitsun nach Pula
marschierten 3 Gruppen Japaner als Spitze,
200 m hinter der Spitze eine Kompagnie.
Der Posten meldete natürlich sofort dem
Feldwebel, worauf die Stellung sofort besetzt
wurde. In Entfernung von 400 m
wurde dann die 1. Salve abgegeben, sofort
geladen u. die 3. Salve, dann heftiges Schützenfeuer.
Nach der 2. Salve warfen sie sich sofort
in den Straßengraben u. krochen dann alle
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.Linke Seite des Tagebuchs:
den wir in Talankuan hatten, die reinste
Erholung. Leider hatten wir immer noch
nicht das Glück einen Japaner zu sehen.
Am 17. IX. hörten wir sehr starkes Geschützfeuer.
Um 9 Uhr kam Gefreiter Zanzinger geritten
mit der Meldung "Holungpaß u. Mecklenburghaus
Tarlanknanpaß nach dem Marschpaß
zurückgezogen".
Gefreiter Zanziger beim Zurückreiten
3 Schüsse: Einen ins Gesäß, einen in die
Schulter u. 1 in die linke Hand.
Zur Übergabe aufgefordert, rief er den
Japanern zu: "Leckt mich am Arsch!"
u. sauste im Galopp davon.
Er wurde befördert zum Unteroffizier.
Von Pagode mußten wir sofort zurückgehen
in der Richtung nach dem Kletterpaß
auf die Höhe 97 nördlich von Pula.
In der stockfinstern Nacht wurde nun das
Lager abgebrochen u. über Stock u. Stein
ging der erste Rückzug an.
.Rechte Seite des Tagebuchs:
Abends um 12 Uhr kamen wir auf der
Höhe 97 an u. gingen dort in Stellung.
18.9. Morgens gingen Schneider u. ich in die
nächste Fangse u. stellten unsere Pferde
ab, fütterten u. tränkten sie.
Nachmittags um 3 Uhr hörten wir ganz
in der Nähe heftiges Gewehrfeuer. Ich schickte
sofort Schneider nach der Stellung, sattelte
selbst meine 2 Pferde u. band dieselben an
einen Baum. Dann nahm ich mein Gewehr
unter den Arm u. im Laufschritt gings der
Stellung zu, wo unsere Leute heftig schossen.
Auf der Straße von Pitschitsun nach Pula
marschierten 3 Gruppen Japaner als Spitze,
200m hinter der Spitze eine Kompagnie.
Der Posten meldete natürlich sofort dem
Feldwebel, worauf die Stellung sofort be-
setzt wurde. In Entfernung von 400m
wurde dann die 1. Salve abgegeben, sofort
geladen u. die 3. Salve, dann heftiges Schützen-
feuer. Nach der 2. Salve warfen sie sich sofort
in den Straßengraben u. krochen dann alle
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.Linke Seite des Tagebuchs:
den wir in Talankuan hatten, die reinste
Erholung. Leider hatten wir immer noch
nicht das Glück einen Japaner zu sehen.
Am 17. IX. hörten wir sehr starkes Geschütz-
feuer.
Um 9 Uhr kam Gefreiter Zanzinger geritten
mit der Meldung "Holungpaß u. Mecklen-
burghaus Tarlanknanpaß nach dem Marsch-
paß zurückgezogen".
Gefreiter Zanziger beim Zurückreiten
3 Schüsse: Einen ins Gesäß, einen in die
Schulter u. 1 in die linke Hand.
Zur Übergabe aufgefordert, rief er den
Japanern zu: "Leckt mich am Arsch!"
u. sauste im Galopp davon.
Er wurde befördert zum Unteroffizier.
Von Pagode mußten wir sofort zurück-
gehen in der Richtung nach dem Kletter-
paß auf die Höhe 97 nördlich von Pula.
In der stockfinstern Nacht wurde nun das
Lager abgebrochen u. über Stock u. Stein
ging der erste Rückzug an.
.Rechte Seite des Tagebuchs:
Abends um 12 Uhr kamen wir auf der
Höhe 97 an u. gingen dort in Stellung.
18.9. Morgens gingen Schneider u. ich in die
nächste Fangse u. stellten unsere Pferde
ab, fütterten u. tränkten sie.
Nachmittags um 3 Uhr hörten wir ganz
in der Nähe heftiges Gewehrfeuer. Ich schickte
sofort Schneider nach der Stellung, sattelte
selbst meine 2 Pferde u. band dieselben an
einen Baum. Dann nahm ich mein Gewehr
unter den Arm u. im Laufschritt gings der
Stellung zu, wo unsere Leute heftig schossen.
Auf der Straße von Pitschitsun nach Pula
marschierten 3 Gruppen Japaner als Spitze,
200m hinter der Spitze eine Kompagnie.
Der Posten meldete natürlich sofort dem
Feldwebel, worauf die Stellung sofort be-
setzt wurde. In Entfernung von 400m
wurde dann die 1. Salve abgegeben, sofort
geladen u. die 3. Salve, dann heftiges Schützen-
feuer. Nach der 2. Salve warfen sie sich sofort
in den Straßengraben u. krochen dann alle
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den wir in Talankuan hatten, die reinste
Erholung. Leider hatten wir immer noch
nicht das Glück einen Japaner zu sehen.
Am 17. IX. hörten wir sehr starkes Geschützfeuer.
Um 9 Uhr kam Gefreiter Zanzinger geritten
mit der Meldung "Holungpaß u. Mecklen-
burghaus Tarlankuanpaß nach dem Marsch-
paß zurückgezogen".
Gefreiter Zanziger beim Zurückreiten
3 Schüsse: Einen ins Gesäß, einen in die
Schulter u. 1 in die linke Hand.
Zur Übergabe aufgefordert, rief er den
Japanern zu: "Leckt mich am Arsch!"
u. sauste im Galopp davon.
Er wurde befördert zum Unteroffizier.
Von Pagade mußten wir sofort zurück-
gehen in der Richtung nach dem Kletter-
paß auf die Höhe 97 nördlich von Pula.
In der stockfinstern Nacht wurde nun das
Lager abgebrochen u. über Stock u. Stein
ging der erste Rückzug an.
Abends um 12 Uhr kamen wir auf der
Höhe 97 an u. gingen dort in Stellung.
18.9. Morgens gingen Schneider u. ich in die
nächste Fangse u. stellten unsere Pferde
ab, fütterten u. tränkten sie.
Nachmittags um 3 Uhr hörten wir ganz
in der Nähe heftiges Gewehrfeuer. Ich schickte
sofort Schneider nach der Stellung, sattelte
selbst meine 2 Pferde u. band dieselben an
einen Baum. Dann nahm ich mein Gewehr
unter den Arm u. im Laufschritt gings der
Stellung zu, wo unsere Leute heftig schossen.
Auf der Straße von Pitschitsun nach Pula
marschierten 3 Gruppen Japaner als Spitze,
200m hinter der Spitze eine Kompagnie.
Der Posten meldete natürlich sofort dem
Feldwebel, worauf die Stellung sofort be-
setzt wurde. In Entfernung von 400m
wurde dann die 1. Salve abgegeben, sofort
geladen u. die 3. Salve, dann heftiges Schützen
feuer. Nach der 2. Salve warfen sie sich sofort
in den Straßengraben u. krachen dann alle
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den wir in Talankuan hatten, die reinste
Erholung. Leider hatten wir immer noch
nicht das Glück einen Japaner zu sehen.
Am 17. IX. hörten wir sehr starkes Geschützfeuer.
Um 9 Uhr kam Gefreiter Zanzinger geritten
mit der Meldung "Holungpaß u. Mecklen-
burghaus Tarlankuanpaß nach dem Marsch-
paß zurückgezogen".
Gefreiter Zanziger beim Zurückreiten
3 Schüsse: Einen ins Gesäß, einen in die
Schulter u. 1 in die linke Hand.
Zur Übergabe aufgefordert, rief er den
Japanern zu: "Leckt mich am Arsch!"
u. sauste im Galopp davon.
Er wurde befördert zum Unteroffizier.
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Tsingtau/China
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- 18861 / 226553
- Contributor
- Dr. Eva Schubert
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- Prisoners of War




































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