Kriegstagebuch von Jakob Graf, Tsingtau 2.08.1914 - 7.11.1914, item 18
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linke Seite
-32-
Von I.W. 5 hörten wir die ganze Nacht
starkes Gewehr- u. Maschinengewehrfeuer,
auch die Schnelladekanonen gaben ihren
Takt dazu. In unsere Stellung markierten
die Japsen nur einen Scheinangriff, während
sie bei I.W. 5 tatsächlich einen Durchbruch
versuchten, welcher aber von der
tapferen Werkbesatzung nach heißem
Ringen abgeschlagen wurde.
5.XI. Als es Morgen wurde, sahen wir erst, was
die feindlichen Granaten in unserer Stellung
angerichtet hatten: Über die Hälfte der
Gruppenstände waren total zusammengeschossen,
sämtliche Postenbeobachtungsstände
eingestürzt, die weiße Mauer an
vielen Stellen ganz flach abgeschossen
u. das Drahthindernis an vielen Stellen
zerstört.
Morgens um 7 Uhr übernahm der 3. Zug
die Wache u. wir rückten nach der Südwache
I.W. 4, um da, sitzend, wenigstens
etwas ausruhen zu können. Von Schlaf
rechte Seite
-33-
war natürlich keine Rede. Hinlegen konnte
man sich auch nicht, dazu war kein Platz
vorhanden. Unaufhörlich sausten die Granaten
auf das Dach unserer Wache. Es war ein
Höllenspektakel! Abends um 8 Uhr wurden
wir wieder alarmiert u. waren dann bis
12 Uhr im ärgsten Schrauppnellfeuer in
Stellung. Als die Gefahr eines Angriffs beseitigt
war, rückten wir wieder ein. Die Kasematten
der I.W. waren noch unversehrt, aber
sämtliche Postenstände, Maschinengewehrstände,
Brustwehren u. Stellungen waren zu
einem Trümmerhaufen zusammengeschossen.
An Ausbessern konnte bei dem nie aufhörenden
Schrauppnellfeuer nicht gedacht werden.
6.XI. Mehrere Geschütze von uns mußten
heute schon schweigen: Die Munition war
ausgegangen!
Nur vom Iltisberg u. Moltkeberg u. Bismarckfront
wurden hin u. wieder einige Schüsse erwidert.
Nachmittags 3 Uhr wurde gemeldet, daß
der Feind auf der ganzen Linie große Truppenmassen
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linke Seite
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Von I.W. 5 hörten wir die ganze Nacht
starkes Gewehr- u. Maschinengewehrfeuer,
auch die Schnelladekanonen gaben ihren
Takt dazu. In unsere Stellung markierten
die Japsen nur einen Scheinangriff, während
sie bei I.W. 5 tatsächlich einen Durchbruch
versuchten, welcher aber von der
tapferen Werkbesatzung nach heißem
Ringen abgeschlagen wurde.
5.XI. Als es Morgen wurde, sahen wir erst, was
die feindlichen Granaten in unserer Stellung
angerichtet hatten: Über die Hälfte der
Gruppenstände waren total zusammengeschossen,
sämtliche Postenbeobachtungsstände
eingestürzt, die weiße Mauer an
vielen Stellen ganz flach abgeschossen
u. das Drahthindernis an vielen Stellen
zerstört.
Morgens um 7 Uhr übernahm der 3. Zug
die Wache u. wir rückten nach der Südwache
I.W. 4, um da, sitzend, wenigstens
etwas ausruhen zu können. Von Schlaf
rechte Seite
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war natürlich keine Rede. Hinlegen konnte
man sich auch nicht, dazu war kein Platz
vorhanden. Unaufhörlich sausten die Granaten
auf das Dach unserer Wache. Es war ein
Höllenspektakel! Abends um 8 Uhr wurden
wir wieder alarmiert u. waren dann bis
12 Uhr im ärgsten Schrauppnellfeuer in
Stellung. Als die Gefahr eines Angriffs beseitigt
war, rückten wir wieder ein. Die Kasematten
der I.W. waren noch unversehrt, aber
sämtliche Postenstände, Maschinengewehrstände,
Brustwehren u. Stellungen waren zu
einem Trümmerhaufen zusammengeschossen.
An Ausbessern konnte bei dem nie aufhörenden
Schrauppnellfeuer nicht gedacht werden.
6.XI. Mehrere Geschütze von uns mußten
heute schon schweigen: Die Munition war
ausgegangen!
Nur vom Iltisberg u. Moltkeberg u. Bismarckfront
wurden hin u. wieder einige Schüsse erwidert.
Nachmittags 3 Uhr wurde gemeldet, daß
der Feind auf der ganzen Linie große Truppen-
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linke Seite
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Von I.W. 5 hörten wir die ganze Nacht
starkes Gewehr- u. Maschinengewehrfeuer,
auch die Schnelladekanonen gaben ihren
Takt dazu. In unsere Stellung markierten
die Japsen nur einen Scheinangriff, während
sie bei I.W. 5 tatsächlich einen Durchbruch
versuchten, welcher aber von der
tapferen Werkbesatzung nach heißem
Ringen abgeschlagen wurde.
5.XI. Als es Morgen wurde, sahen wir erst, was
die feindlichen Granaten in unserer Stellung
angerichtet hatten: Über die Hälfte der
Gruppenstände waren total zusammengeschossen,
sämtliche Postenbeobachtungsstände
eingestürzt, die weiße Mauer an
vielen Stellen ganz flach abgeschossen
u. das Drahthindernis an vielen Stellen
zerstört.
Morgens um 7 Uhr übernahm der 3. Zug
die Wache u. wir rückten nach der Südwache
I.W. 4, um da, sitzend, wenigstens
etwas ausruhen zu können. Von Schlaf
rechte Seite
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war natürlich keine Rede. Hinlegen konnte
man sich auch nicht, dazu war kein Platz
vorhanden. Unaufhörlich sausten die Granaten
auf das Dach unserer Wache. Es war ein
Höllenspektakel! Abends um 8 Uhr wurden
wir wieder alarmiert u. waren dann bis
12 Uhr im ärgsten Schrauppnellfeuer in
Stellung. Als die Gefahr eines Angriffs beseitigt
war, rückten wir wieder ein. Die Kasematten
der J.W. waren noch unversehrt, aber
sämtliche Postenstände, Maschinengewehrstände,
Brustwehren u. Stellungen waren zu
einem Trümmerhaufen zusammengeschossen.
An Ausbessern konnte bei dem nie aufhörenden
Schrauppnellfeuer nicht gedacht werden.
6.XI. Mehrere Geschütze von uns mußten
heute schon schweigen: Die Munition war
ausgegangen!
Nur vom Iltisberg u. Moltkeberg u. Bismarckfront
wurden hin u. wieder einige Schüsse erwidert.
Nachmittags 3 Uhr wurde gemeldet, daß
der Feind auf der ganzen Linie große Truppen-
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Tsingtau/China
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- 18861 / 226566
- Contributor
- Dr. Eva Schubert
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- Naval Warfare
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- Prisoners of War




































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