Kriegstagebuch von Jakob Graf, Tsingtau 2.08.1914 - 7.11.1914, item 17
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linke Seite
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zum Wäscheholen aus der Kompagniekammer.
Es waren uns 5 Mann u. Feldwebel Appel u.
Sergeant Blaaser. Auf dem gedeckten Weg gingen
wir über Teitungschau nach unserer Kaserne, begleitet
von den Segenswünschen der Japaner, welche
uns freigebig, wie immer, mit Granaten u. Schrauppnells
begleiteten. In Schweiß gebadet, aber ohne
Verletzung kamen wir glücklich in unserer schönen
Moltkekaserne an. Aber wie sah es da aus!
Das Wirtschaftsgebäude u. die Kaserne sah einem
Sieb gleich! Ganze Mauern waren eingestürzt!
Im Kasernenhof war ein Loch nach dem andern,
Granatsplitter u. Blindgänger lagen
haufenweise herum! Ein Alteisenhändler
hätte da ein sehr gutes Geschäft machen
können! Wir holten aus der Kammer Hemden,
Unterhosen, Strümpfe u. Handschuhe u. kleideten
uns selbst ganz neu ein.
Dann ging es schwerbeladen wieder der
Stellung zu. Ohne Unfall kamen wir auch
glücklich an.
Die feindlichen Schützengräben waren schon
rechte Seite
-31-
bis an die weiße Mauer aufgeworfen u. von
da aus korrigierte der Feind auch mittels
Signalflaggen das Artilleriefeuer.
Wir waren kaum ½ Std. wieder in Stellung,
als wir auf unserer ganzen Front heftig
mit Maschinengewehrfeuer u. Gewehrfeuer vom
feindlichen Schützengraben zunächst der
weißen Mauer beschossen wurden.
Wir glaubten, der Feind wollte einen Durchbruch
machen u. alarmierten den 1. u. 2. Zug.
Der Schützengraben wurde zunächst die ganze
Zeit mit Scheinwerfern u. Leuchtpistolen erhellt
u. die zwei Schnelladekanonen
Kaliber 8,8 befunkten ihn auch ordentlich.
Während der ganzen Nacht krepierten unaufhörlich
die Schrauppnells u. Granaten über
unsern Köpfen. Es war geradezu ein Wunder,
daß keiner von uns verwundet wurde!
Nach u. nach wurde das feindliche Feuer
immer schwächer, bis es endlich ganz aufhörte.
Nur die feindliche Artillerie spielte unaufhörlich
zum Todestanz auf.
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linke Seite
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zum Wäscheholen aus der Kompagniekammer.
Es waren uns 5 Mann u. Feldwebel Appel u.
Sergeant Blaaser. Auf dem gedeckten Weg gingen
wir über Teitungschau nach unserer Kaserne, begleitet
von den Segenswünschen der Japaner, welche
uns freigebig, wie immer, mit Granaten u. Schrauppnells
begleiteten. In Schweiß gebadet, aber ohne
Verletzung kamen wir glücklich in unserer schönen
Moltkekaserne an. Aber wie sah es da aus!
Das Wirtschaftsgebäude u. die Kaserne sah einem
Sieb gleich! Ganze Mauern waren eingestürzt!
Im Kasernenhof war ein Loch nach dem andern,
Granatsplitter u. Blindgänger lagen
haufenweise herum! Ein Alteisenhändler
hätte da ein sehr gutes Geschäft machen
können! Wir holten aus der Kammer Hemden,
Unterhosen, Strümpfe u. Handschuhe u. kleideten
uns selbst ganz neu ein.
Dann ging es schwerbeladen wieder der
Stellung zu. Ohne Unfall kamen wir auch
glücklich an.
Die feindlichen Schützengräben waren schon
rechte Seite
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bis an die weiße Mauer aufgeworfen u. von
da aus korrigierte der Feind auch mittels
Signalflaggen das Artilleriefeuer.
Wir waren kaum 1/2 Std. wieder in Stellung,
als wir auf unserer ganzen Front heftig
mit Maschinengewehrfeuer u. Gewehrfeuer vom
feindlichen Schützengraben zunächst der
weißen Mauer beschossen wurden.
Wir glaubten, der Feind wollte einen Durchbruch
machen u. alarmierten den 1. u. 2. Zug.
Der Schützengraben wurde zunächst die ganze
Zeit mit Scheinwerfern u. Leuchtpistolen erhellt
u. die zwei Schnelladekanonen
Kaliber 8,8 befunkten ihn auch ordentlich.
Während der ganzen Nacht krepierten unaufhörlich
die Schrauppnells u. Granaten über
unsern Köpfen. Es war geradezu ein Wunder,
daß keiner von uns verwundet wurde!
Nach u. nach wurde das feindliche Feuer
immer schwächer, bis es endlich ganz aufhörte.
Nur die feindliche Artillerie spielte unaufhörlich
zum Todestanz auf.
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linke Seite
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zum Wäscheholen aus der Kompagniekammer.
Es waren uns 5 Mann u. Feldwebel Appel u.
Sergeant Blaaser. Auf dem gedeckten Weg gingen
wir über Teitungschau nach unserer Kaserne, begleitet
von den Segenswünschen der Japaner, welche
uns freigebig, wir immer, mit Granaten u. Schrauppnells
begleiteten. In Schweiß gebadet, aber ohne
Verletzung kamen wir glücklich in unserer schönen
Moltkekaserne an. Aber wie sah es da aus!
Das Wirtschaftsgebäude u. die Kaserne sah einem
Sieb gleich! Ganze Mauern waren eingestürzt!
Im Kasernenhof war ein Loch nach dem andern,
Granatsplitter u. Blindgänger lagen
haufenweise herum! Ein Alteisenhändler
hätte da ein sehr gutes Geschäft machen
können! Wir holten aus der Kammer Hemden,
Unterhosen, Strümpfe u. Handschuhe u. kleideten
uns selbst ganz neu ein.
Dann ging es schwerbeladen wieder der
Stellung zu. Ohne Unfall kamen wir auch
glücklich an.
Die feindlichen Schützengräben waren schon
rechte Seite
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bis an die weiße Mauer aufgeworfen u. von
da aus korrigierte der Feind auch mittels
Signalflaggen das Artilleriefeuer.
Wir waren kaum 1/2 Std. wieder in Stellung,
als wir auf unserer ganzen Front heftig
mit Maschinengewehrfeuer u. Gewehrfeuer vom
feindlichen Schützengraben zunächst der
weißen Mauer beschossen wurden.
Wir glaubten, der Feind wollte einen Durchbruch
machen u. alarmierten den 1. u. 2. Zug.
Der Schützengraben wurde zunächst die ganze
Zeit mit Scheinwerfern u. Leuchtpistolen erhellt
u. die zwei Schnelladekanonen
Kaliber 8,8 befunkten ihn auch ordentlich.
Während der ganzen Nacht krepierten unaufhörlich
die Schrauppnells u. Granaten über
unsern Köpfen. Es war geradezu ein Wunder,
daß keiner von uns verwundet wurde!
Nach u. nach wurde das feindliche Feuer
immer schwächer, bis es endlich ganz aufhörte.
Nur die feindliche Artillerie spielte unaufhörlich
zum Todestanz auf.
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Tsingtau/China
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Story location Tsingtau/China
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- 18861 / 226565
- Contributor
- Dr. Eva Schubert
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- Naval Warfare
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- Prisoners of War




































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