Kriegstagebuch von Jakob Graf, Tsingtau 2.08.1914 - 7.11.1914, item 4
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beschäftigt. Ich bog von der Straße indas Flußbett ab um möglichst unbemerkt
an ihn heranzukommen. Als er mich
in der Höhe von 100m daherstürmen
sah, riß er schleunigst in der Richtung
nach Talan aus. Ich mit meinem
Ludwig im Galopp ihm nach u. hatte
ihn auch gleich beim Kragen.
Der Kerl hatte ungefähr 100m Draht
schon rausgeschnitten u. wollte ihn
wieder verkaufen. Ich band dem Kerl
mit dem Draht die Hände zusammen,
stieg wieder auf mein Pferd u. ritt nach
Pitschiatsum. Dort telefonierte ich nach
der Wache nach Terlanknan u. bekam
von dort den Befehl meinen Arrestanten
nach Litsun ins Bezirksamt einzuliefern.
Die Leitung wurde sofort wieder gerichtet
u. ich ritt im Trab mit dem Arrestanten
nach Litsun. Dort bekam er 25 Stockhiebe
u. wurde dann wieder freigelassen.
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Die Tage vergingen dahin in Postenstehen,
vom Gegner sah u. hörte man nur immer
sehr wenig.
Am 8. September wurden wir dem
Detachment von Major Anders zugeteilt.
Am 8.9. wurde 1 Feldwebel, 1 Unteroffizier
u. 16 Mann vom 1. K.O.M.D. unserem Posten
zugeteilt.
Am 10. September wurde Gefreiter der Seewehr
Schneider u. ich zum Posten Pagode
als Patrouillenreiter kommandiert.
Der Posten Pagode war besetzt von einem
Feldwebel u. 10 Mann von K.1.O.M.D.
Der Feldwebel genannt "Vater Rausling"
war ein Vorgesetzter, wie es wohl keinen
zweiten Besseren in der ganzen deutschen
Marine gibt. Leider starb er später bei
der Erstürmung v. Tsingtau den Heldentod.-
Morgens u. nachmittags mußten wir alle
Tage in der Richtung nach Thimo aufklären.
Das war nach dem strengen Wachdienst, -
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beschäftigt. Ich bog von der Straße indas Flußbett ab um möglichst unbemerkt
an ihn heranzukommen. Als er mich
in der Höhe von 100m daherstürmen
sah, riß er schleunigst in der Richtung
nach Talan aus. Ich mit meinem
Ludwig im Galopp ihm nach u. hatte
ihn auch gleich beim Kragen.
Der Kerl hatte ungefähr 100m Draht
schon rausgeschnitten u. wollte ihn
wieder verkaufen. Ich band dem Kerl
mit dem Draht die Hände zusammen,
stieg wieder auf mein Pferd u. ritt nach
Pitschiatsum. Dort telefonierte ich nach
der Wache nach Terlanknan u. bekam
von dort den Befehl meinen Arrestanten
nach Litsun ins Bezirksamt einzuliefern.
Die Leitung wurde sofort wieder gerichtet
u. ich ritt im Trab mit dem Arrestanten
nach Litsun. Dort bekam er 25 Stockhiebe
u. wurde dann wieder freigelassen.
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Die Tage vergingen dahin in Postenstehen,
vom Gegner sah u. hörte man nur immer
sehr wenig.
Am 8. September wurden wir dem
Detachment von Major Anders zugeteilt.
Am 8.9. wurde 1 Feldwebel, 1 Unteroffizier
u. 16 Mann vom 1. K.O.M.D. unserem Posten
zugeteilt.
Am 10 September wurde Gefreiter der Seewehr
Schneider u. ich zum Posten Pagode
als Patrouillenreiter kommandiert.
Der Posten Pagode war besetzt von einem
Feldwebel u. 10 Mann von K.1.O.M.D.
Der Feldwebel genannt "Vater Rausling"
war ein Vorgesetzter, wie es wohl keinen
zweiten Besseren in der ganzen deutschen
Marine gibt. Leider starb er später bei
der Erstürmung v. Tsingtau den Heldentod.-
Morgens u. nachmittags mußten wir alle
Tage in der Richtung nach Thimo aufklären.
Das war nach dem strengen Wachdienst,
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beschäftigt. Ich bog von der Straße indas Flußbett ab um möglichst unbemerkt
an ihn heranzukommen. Als er mich
in der Höhe von 100m daherstürmen
sah, riß er schleunigst in der Richtung
nach Talan aus. Ich mit meinem Ludwig im Galopp ihm nach u. hatte
ihn auch gleich beim Kragen.
Der Kerl hatte ungefähr 100m Draht
schon rausgeschnitten u. wollte ihn
wieder verkaufen. Ich band dem Kerl
mit dem Draht die Hände zusammen,
stieg wieder auf mein Pferd u. ritt nach
Pitschiatsum. Dort telefonierte ich nach
der Wache nach Terlanknan u. bekam
von dort den Befehl meinen Arrestanten
nach Litsun ins Bezirksamt einzuliefern.
Die Leitung wurde sofort wieder gerichtet
u. ich ritt im Trab mit dem Arrestanten
nach Litsun. Dort bekam er 25 Stockhiebe
u. wurde dann wieder freigelassen.
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Die Tage vergingen dahin in Postenstehen,
vom Gegner sah u. hörte man nur immer
sehr wenig.
Am 8. September wurden wir dem
Detachment von Major Anders zugeteilt.
Am 8.9. wurde 1 Feldwebel, 1 Unteroffizier
u. 16 Mann vom 1. K.O.M.D. unserem Posten
zugeteilt.
Am 10 September wurde Gefreiter der Seewehr
Schneider u. ich zum Posten Pagode
als Patrouillenreiter kommandiert.
Der Posten Pagode war besetzt von einem
Feldwebel u. 10 Mann von K.1.O.M.D.
Der Feldwebel genannt "Vater Rausling"
war ein Vorgesetzter, wie es wohl keinen
zweiten Besseren in der ganzen deutschen
Marine gibt. Leider starb er später bei
der Erstürmung v. Tsingtau den Heldentod.-
Morgens u. nachmittags mußten wir alle
Tage in der Richtung nach Thimo aufklären.
Das war nach dem strengen Wachdienst,
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beschäftigt. Ich bog von der Straße indas Flußbett ab um möglichst unbemerkt
an ihn heranzukommen. Als er mich
in der Höhe von 100m daherstürmen
sah, riß er schleunigst in der Richtung
nach Talan aus. Ich mit meinem Ludwig im Galopp ihm nach u. hatte
ihn auch gleich beim Kragen.
Der Kerl hatte ungefähr 100m Draht
schon rausgeschnitten u. wollte ihn
wieder verkaufen. Ich band dem Kerl
mit dem Draht die Hände zusammen,
stieg wieder auf mein Pferd u. ritt nach
Pitschiatsum. Dort telefonierte ich nach
der Wache nach Terlanknan u. bekam
von dort den Befehl meinen Arrestanten
nach Litsun ins Bezirksamt einzuliefern.
Die Leitung wurde sofort wieder gerichtet
u. ich ritt im Trab mit dem Arrestanten
nach Litsun. Dort bekam er 25 Stockhiebe
u. wurde dann wieder freigelassen.
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Die Tage vergingen dahin in Postenstehen,
vom Gegner sah u. hörte man nur immer
sehr wenig.
Am 8. September wurden wir dem
Detachment von Major Anders zugeteilt.
Am 8.9. wurde 1 Feldwebel, 1 Unteroffizier
u. 16 Mann vom 1. K.O.M.D. unserem Posten
zugeteilt.
Am 10 September wurde Gefreiter der Seewehr
Schneider u. ich zum Posten Pagade
als Patrouilleureiter kommandiert.
Der Posten Pagade war besetzt von einem
Feldwebel u. 10 Mann von K1.O.M.D.
Der Feldwebel genannt "Vater Rausling"
war ein Vorgesetzter, wie es wohl keinen
zweiten Besseren in der ganzen deutschen
Marine gibt. Leider starb er später bei
der Erstürmung v. Tsingtau den Heldentod.-
Morgens u. nachmittags mußten wir alle
Tage in der Richtung nach Thimo aufklären.
Das war nach dem strengen Wachdienst,
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beschäftigt. Ich bog von der Straße indas Flußbett ab um möglichst unbemerkt
an ihn heranzukommen. Als er mich
in der Höhe von 100m daherstürmen
sah, riß er schleunigst in der Richtung
nach Talan aus. Ich mit meinem Ludwig im Galopp ihm nach u. hatte
ihn auch gleich beim Kragen.
Der Kerl hatte ungefähr 100m Draht
schon rausgeschnitten u. wollte ihn
wieder verkaufen. Ich band dem Kerl
mit dem Draht die Hände zusammen,
stieg wieder auf mein Pferd u. ritt nach
Pitschiatsum. Dort telefonierte ich nach
der Wache nach Terlanknan u. bekam
von dort den Befehl meinen Arrestanten
nach Litsun ins Bezirksamt einzuliefern.
Die Leitung wurde sofort wieder gerichtet
u. ich ritt im Trab mit dem Arrestanten
nach Litsun. Dort bekam er 25 Stockhiebe
u. wurde dann wieder freigelassen.
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beschäftigt. Ich bog von der Straße in
das Flußbett ab um möglichst unbemerkt
an ihn heranzukommen. Als er mich
in der Höhe von 100m daherstürmen
sah, riß er schleunigst in der Richtung
nach Talan aus. Ich mit meinem Ludwig im Galopp ihm nach u. hatte
ihn auch gleich beim Kragen.
Der Kerl hatte ungefähr 100m Draht
schon rausgeschnitten u. wollte ihn
wieder verkaufen. Ich band dem Kerl
mit dem Draht die Hände zusammen,
stieg wieder auf mein Pferd u. ritt nach
Pitschiatsum. Dort telefonierte ich nach
der Wache nach Terlanknan u. bekam von dort den Befehl meinen Arrestanten
nach Litsun ins Bezirksamt einzuliefern.
Die Leitung wurde sofort wieder gerichtet
u. ich
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beschäftigt. Ich bog von der Straße in
das Flußbett ab um möglichst unbemerkt
an ihn heranzukommen. Als er mich
in der Höhe von 100m daherstürmen
sah, riß er schleunigst in der Richtung
nach Talan aus. Ich mit meinem Ludwig im Galopp ihm nach u. hatte
ihn auch gleich beim Kragen.
Der Kerl hatte ungefähr 100m Draht
schon rausgeschnitten u. wollte ihn
wieder verkaufen. Ich band dem Kerl
mit dem Draht die Hände zusammen,
stieg wieder auf mein Pferd u. ritt nach Pitschiatsum. Dort tele
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Tsingtau/China
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- 18861 / 226552
- Contributor
- Dr. Eva Schubert
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- Naval Warfare
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- Prisoners of War




































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