Kriegstagebuch von Jakob Graf, Tsingtau 2.08.1914 - 7.11.1914, item 16
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linke Seite
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Die Mannschaften wurden sofort wieder
von Elisabeth ergänzt. Das Geschoß hat
furchtbares Unheil angerichtet. Wie sah
es da aus! Köpfe, Arme u. Füße lagen
da herrenlos herum! Auch in unserer
Kaserne sah es bös aus! Die Granaten
schlugen nur so durch die Dächer.
Die Verbindungsstraßen u. Wege wurden
von Schrauppnells überschüttetet. Wir durften
den ganzen Tag keinen Fuß aus den bombensicheren
Kellern tun. Bei Dunkelheit
wurde Generalalarm geschlagen u. mit
Sturmgepäck, Mantel gerollt, gings auf,
über den gedeckten Weg nach unserer Stellung.
Der erste Zug kam in IW 3 u. der 2. u. 3. Zug
nach IW 4 in Alarmquartier.
Ich war beim 2. Zug u. kam in die
Südwache von I.W. 4
Abwechslungsweise war immer ein Zug in
der Stellung als Wache.
Mein Gruppenführer war Sergeant Fürl.
... rechte Seite
- 29 -
Ich war stellvertretender Gruppenführer.
Des Nachts wurden wir gewöhnlich 3 - 4 x
alarmiert, immer aber umsonst.
Jede 2. Nacht hatten wir auch Stellungswache
u. wenn wir keine Nachtstellungswache hatten,
dann gabs Patrouillen.
Die Nächte benützten die Japaner um ihre
Pioniere mit Drahtscheren ans Hindernis
zu schicken, um diese immer teilweise zu zerstören.
Am 3. Oktober nachts ist es 200 Japanern
gelungen das Hindernis zu durchschneiden
u. in I.W. 4 einzudringen. Rasch wurden
sie aber wieder mit Handgranaten verjagt
u. das Hindernis wieder ausgebessert.
Während der ganzen Zeit wurden sämtliche I.W.,
sowie die Verbindungsstraßen mit Tsingtau
aufs Heftigste mit Granaten u. Schrauppnell
beschossen.
4.XI. Heute Abend hatte unser Zug wieder
Stellungswache. Als wir in der Stellung waren,
suchte Vizefeldwebel Appel freiwillige Leute
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linke Seite
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Die Mannschaften wurden sofort wieder
von Elisabeth ergänzt. Das Geschoß hat
furchtbares Unheil angerichtet. Wie sah
es da aus! Köpfe, Arme u. Füße lagen
da herrenlos herum! Auch in unserer
Kaserne sah es bös aus! Die Granaten
schlugen nur so durch die Dächer.
Die Verbindungsstraßen u. Wege wurden
von Schrauppnells überschüttetet. Wir durften
den ganzen Tag keinen Fuß aus den bombensicheren
Kellern tun. Bei Dunkelheit
wurde Generalalarm geschlagen u. mit
Sturmgepäck, Mantel gerollte, gings auf,
über den gedeckten Weg nach unserer Stellung.
Der erste Zug kam in IW 3 u. der 2. u. 3. Zug
nach IW 4 in Alarmquartier.
Ich war beim 2. Zug u. kam in die
Südwache von I.W. 4
Abwechslungsweise war immer ein Zug in
der Stellung als Wache.
Mein Gruppenführer war Sergeant Fürl.
... rechte Seite
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Ich war stellvertretender Gruppenführer.
Des Nachts wurden wir gewöhnlich 3 - 4 x
alarmiert, immer aber umsonst.
Jede 2. Nacht hatten wir auch Stellungswache
u. wenn wir keine Nachtstellungswache hatten,
dann gabs Patrouillen.
Die Nächte benützten die Japaner um ihre
Pioniere mit Drahtscheren ans Hindernis
zu schicken, um diese immer teilweise zu zerstören.
Am 3. Oktober nachts ist es 200 Japanern
gelungen das Hindernis zu durchschneiden
u. in I.W. 4 einzudringen. Rasch wurden
sie aber wieder mit Handgranaten verjagt
u. das Hindernis wieder ausgebessert.
Während der ganzen Zeit wurden sämtliche I.W.,
sowie die Verbindungsstraßen mit Tsingtau
aufs Heftigste mit Granaten u. Schrauppnell
beschossen.
4.XI. Heute Abend hatte unser Zug wieder
Stellungswache. Als wir in der Stellung waren,
suchte Vizefeldwebel Appel freiwillige Leute
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linke Seite
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Die Mannschaften wurden sofort wieder
von Elisabeth ergänzt. Das Geschoß hat
furchtbares Unheil angerichtet. Wie sah
es da aus! Köpfe, Arme u. Füße lagen
da herrenlos herum! Auch in unserer
Kaserne sah es bös aus! Die Granaten
schlugen nur so durch die Dächer.
Die Verbindungsstraßen u. Wege wurden
von Schrauppnells überschüttetet. Wir durften
den ganzen Tag keinen Fuß aus den bombensicheren
Kellern tun. Bei Dunkelheit
wurde Generalalarm geschlagen u. mit
Sturmgepäck, Mantel gerollte, gings auf,
über den gedeckten Weg nach unserer Stellung.
Der erste Zug kam in IW 3 u. der 2. u. 3. Zug
nach IW 4 in Alarmquartier.
Ich war beim 2. Zug u. kam in die
Südwache von I.W. 4
Abwechslungsweise war immer ein Zug in
der Stellung als Wache.
Mein Gruppenführer war Sergeant Fürl.
... rechte Seite
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Ich war stellvertretender Gruppenfuehrer.
Des Nachts wurden wir gewoehnlich 3 - 4 x
alarmiert, immer aber umsonst.
Jede 2. Nacht hatten wir auch Stellungswache
u. wenn wir keine Nachtstellungswache hatten,
dann gabs Patrouillen.
Die Naechte benuetzten die Japaner um ihre
Pioniere mit Drahtscheren ans Hindernis
zu schicken, um diese immer teilweise zu zerstoeren.
Am 3. Oktober nachts ist es 200 Japanern
gelungen das Hindernis zu durchschneiden
u. in I.W. 4 einzudringen. Rasch wurden
sie aber wieder mit Handgranaten verjagt
u. das Hindernis wieder ausgebessert.
Waehrend der ganzen Zeit wurden saemtliche I.W.,
sowie die Verbindungsstrassen mit Tsingtau
aufs Heftigste mit Granaten u. Schrauppnell
beschossen.
4.XI. Heute Abend hatte unser Zug wieder
Stellungswache. Als wir in der Stellung waren,
suchte Vizefeld
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Die Mannschaften wurden sofort wieder
von Elisabeth ergänzt. Das Geschoß hat
furchtbares Unheil angerichtet. Wie sah
es da aus! Köpfe, Arme u. Füße lagen
da herrenlos herum! Auch in unserer
Kaserne sah es bös aus! Die Granaten
schlugen nur so durch die Dächer.
Die Verbindungsstraßen u. Wege wurden
von Schrauppnells überschüttetet. Wir durften
den ganzen Tag keinen Fuß aus den bombensicheren
Kellern tun. Bei Dunkelheit
wurde Generalalarm geschlagen u. mit
Sturmgepäck, Mantel gerollte, gings auf,
über den gedeckten Weg nach unserer Stellung.
Der erste Zug kam in IW 3 u. der 2. u. 3. Zug
nach IW 4 in Alarmquartier.
Ich war beim 2. Zug u. kam in die
Südwache von I.W. 4
Abwechslungsweise war immer ein Zug in
der Stellung als Wache.
Mein Gruppenführer war Sergeant Fürl.
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Tsingtau/China
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- Contributor
- Dr. Eva Schubert
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