Kriegstagebuch von Jakob Graf, Tsingtau 2.08.1914 - 7.11.1914, item 10
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.Linke Seite des Tagesbuchs:
rasendes Schnellfeuer nachsandten, aber,
Gott sei Dank, ohne Erfolg.
Der Meldereiter Kubernat ritt wieder zu
seiner Kompagnie zurück, wurde aber auf
dem Hinweg in der Hüfte leicht verletzt,
war aber noch in der Lage, nach Tsingtau
bis zum Lazarett zurückzureiten.
Bei Liungtschiawo-angatschwang waren
10 Reiter von K 10. M.D, welche den Auftrag
hatten, sich uns anzuschließen.
Auf der Höhe 61 gingen wir in Stellung.
Unsere Pferde hatten wir hinter der Höhe.
Mit Abzug der Pferdehalter u. Seitenpatrouillen
waren wir 15 Gewehr stark. Wir lagen
so ungefähr 1 Std. in Stellung, als wir die
Spitze von den Japsen sahen. Nach 5 Min.
kam das Chaos: Wir ließen sie herankomen
auf 700 m u. eröffneten dann, liegend auf-
gelegt ein wohlgezieltes Schnellfeuer.
Die Japaner waren vorher in Gruppen-
kolonnen marschiert. Wie der Blitz
schwärmten aber die Kolonnen auseinander.
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.Rechte Seite des Tagebuchs:
Wir unterhielten 1/2 Stunde das Feuer u. zogen
uns dann zurück bis Taputung, nachdem
die Seitenpatrouillen meldeten, daß starke
feindliche Abteilungen unsere rechten Flügel
zu umgehen versuchten. Nun jedenfalls
hatten die Japaner dabei schwere Verluste.
In Taputung rief unser Führer Leutnant
der Reserve Fries: "Freiwillige vor zur
Sicherung des Dorfrandes!" Es meldeten
sich 6 Mann, darunter auch ich.
Unter Führung unseres Leutnants besetzten
wir nun den Dorfrand mit der Front
nach Höhe 61.
Nach kurzer Zeit waren auch schon die
Japsen auf der Höhe u. befunkten Taputung
heftig in Entfernung von 400 m.
Selbstverständlich erwiderten wir auch das
Feuer u. hielten solange aus, bis die Japsen
zum Sturm vorgingen. Es waren 3 Kompagnien,
welche auf uns 6 Mann losgestürmt kamen.
Wir gaben noch 3 Salven ab u. zogen uns
dann schleunigst zurück, wo uns der Rest
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rasendes Schnellfeuer nachsandten, aber,
Gott sei Dank, ohne Erfolg.
Der Meldereiter Kubernat ritt wieder zu
seiner Kompagnie zurück, wurde aber auf
dem Hinweg in der Hüfte leicht verletzt,
war aber noch in der Lage, nach Tsingtau
bis zum Lazarett zurückzureiten.
Bei Liungtschiawo-angatschwang waren
10 Reiter von K 10. M.D, welche den Auftrag
hatten, sich uns anzuschließen.
Auf der Höhe 61 gingen wir in Stellung.
Unsere Pferde hatten wir hinter der Höhe.
Mit Abzug der Pferdehalter u. Seitenpatrouillen
waren wir 15 Gewehr stark. Wir lagen
so ungefähr 1 Std. in Stellung, als wir die
Spitze von den Japsen sahen. Nach 5 Min.
kam das Chaos: Wir ließen sie herankomen
auf 700 m u. eröffneten dann, liegend aufgelegt
ein wohlgezieltes Schnellfeuer.
Die Japaner waren vorher in Gruppenkolonnen
marschiert. Wie der Blitz
schwärmten aber die Kolonnen auseinander.
...linke Seite
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Wir unterhielten 1/2 Stunde das Feuer u. zogen
uns dann zurück bis Taputung, nachdem
die Seitenpatrouillen meldeten, daß starke
feindliche Abteilungen unsere rechten Flügel
zu umgehen versuchten. Nun jedenfalls
hatten die Japaner dabei schwere Verluste.
In Taputung rief unser Führer Leutnant
der Reserve Fries: "Freiwillige vor zur
Sicherung des Dorfrandes!" Es meldeten
sich 6 Mann, darunter auch ich.
Unter Führung unseres Leutnants besetzten
wir nun den Dorfrand mit der Front
nach Höhe 61.
Nach kurzer Zeit waren auch schon die
Japsen auf der Höhe u. befunkten Taputung
heftig in Entfernung von 400 m.
Selbstverständlich erwiderten wir auch das
Feuer u. hielten solange aus, bis die Japsen
zum Sturm vorgingen. Es waren 3 Kompagnien,
welche auf uns 6 Mann losgestürmt kamen.
Wir gaben noch 3 Salven ab u. zogen uns
dann schleunigst zurück, wo uns der Rest
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rasendes Schnellfeuer nachsandten, aber,
Gott sei Dank, ohne Erfolg.
Der Meldereiter Kubernat ritt wieder zu
seiner Kompagnie zurück, wurde aber auf
dem Hinweg in der Hüfte leicht verletzt,
war aber noch in der Lage, nach Tsingtau
bis zum Lazarett zurückzureiten.
Bei Liungtschiawo-angatschwang waren
10 Reiter von K 10. M.D, welche den Auftrag
hatten, sich uns anzuschließen.
Auf der Höhe 61 gingen wir in Stellung.
Unsere Pferde hatten wir hinter der Höhe.
Mit Abzug der Pferdehalter u. Seitenpatrouillen
waren wir 15 Gewehr stark. Wir lagen
so ungefähr 1 Std. in Stellung, als wir die
Spitze von den Japsen sahen. Nach 5 Min.
kam das Chaos: Wir ließen sie herankomen
auf 700 m u. eröffneten dann, liegend aufgelegt
ein wohlgezieltes Schnellfeuer.
Die Japaner waren vorher in Gruppenkolonnen
marschiert. Wie der Blitz
schwärmten aber die Kolonnen auseinander.
...linke Seite
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Wir unterhielten 1/2 Stunde das Feuer u. zogen
uns dann zurück bis Taputung, nachdem
die Seitenpatrouillen meldeten, daß starke
feindliche Abteilungen unsere rechten Flügel
zu umgehen versuchten. Nun jedenfalls
hatten die Japaner dabei schwere Verluste.
In Taputung rief unser Führer Leutnant
der Reserve Fries: "Freiwillige vor zur
Sicherung des Dorfrandes!" Es meldeten
sich 6 Mann, darunter auch ich.
Unter Führung unseres Leutnants besetzten
wir nun den Dorfrand mit der Front
nach Höhe 61.
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rasendes Schnellfeuer nachsandten, aber,
Gott sei Dank, ohne Erfolg.
Der Meldereiter Kubernat ritt wieder zu
seiner Kompagnie zurück, wurde aber auf
dem Hinweg in der Hüfte leicht verletzt,
war aber noch in der Lage, nach Tsingtau
bis zum Lazarett zurückzureiten.
Bei Liungtschiawo-angatschwang waren
10 Reiter von K 10. M.D, welche den Auftrag
hatten, sich uns anzuschließen.
Auf der Höhe 61 gingen wir in Stellung.
Unsere Pferde hatten wir hinter der Höhe.
Mit Abzug der Pferdehalter u. Seitenpatrouillen
waren wir 15 Gewehr stark. Wir lagen
so ungefähr 1 Std. in Stellung, als wir die
Spitze von den Japsen sahen. Nach 5 Min.
kam das Chaos: Wir ließen sie herankomen
auf 700 m u. eröffneten dann, liegend aufgelegt
ein wohlgezieltes Schnellfeuer.
Die Japaner waren vorher in Gruppenkolonnen
marschiert. Wie der Blitz
schwärmten aber die Kolonnen auseinander.
...linke Seite
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Wir unterhielten 1/2 Stunde das Feuer u. zogen
uns dann zurück bis Taputung, nachdem
die Seitenpatrouillen meldeten, daß starke
feindliche Abteilungen unsere rechten Flügel
zu umgehen versuchten. Nun jedenfalls
hatten die Japaner dabei schwere Verluste.
In Taputung rief unser Führer Leutnant
der Reserve Fries:
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rasendes Schnellfeuer nachsandten, aber,
Gott sei Dank, ohne Erfolg.
Der Meldereiter Kubernat ritt wieder zu
seiner Kompagnie zurück, wurde aber auf
dem Hinweg in der Hüfte leicht verletzt,
war aber noch in der Lage, nach Tsingtau
bis zum Lazarett zurückzureiten.
Bei Liungtschiawo-angatschwang waren
10 Reiter von K 10. M.D, welche den Auftrag
hatten, sich uns anzuschließen.
Auf der Höhe 61 gingen wir in Stellung.
Unsere Pferde hatten wir hinter der Höhe.
Mit Abzug der Pferdehalter u. Seitenpatrouillen
waren wir 15 Gewehr stark. Wir lagen
so ungefähr 1 Std. in Stellung, als wir die
Spitze von den Japsen sahen. Nach 5 Min.
kam das Chaos: Wir ließen sie herankomen
auf 700 m u. eröffneten dann, liegend aufgelegt
ein wohlgezieltes Schnellfeuer.
Die Japaner waren vorher in Gruppenkolonnen
marschiert. Wie der Blitz
schwärmten aber die Kolonnen auseinander.
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rasendes Schnellfeuer nachsandten, aber,
Gott sei Dank, ohne Erfolg.
Der Meldereiter Kubernat ritt wieder zu
seiner Kompagnie zurück, wurde aber auf
dem Hinweg in der Hüfte leicht verletzt,
war aber noch in der Lage, nach Tsingtau
bis zum Lazarett zurückzureiten.
Bei Liungtschiawo-angatschwang waren
10 Reiter von K 10. M.D, welche den Auftrag
hatten, sich uns anzuschließen.
Auf der Höhe 61 gingen wir in Stellung.
Unsere Pferde hatten wir hinter der Höhe.
Mit Abzug der Pferdehalter u. Seitenpatrouillen
waren wir 15 Gewehr stark. Wir lagen
so ungefähr 1 Std. in Stellung, als wir die
Spitze von den Japsen sahen. Nach 5 Min.
kam das Chaos: Wir ließen sie herankomen
auf 700 m u. eröffneten dann, liegend aufgelegt
ein wohlgezieltes Schnellfeuer.
Die Japaner waren vorher in Gruppenkolonnen
marschiert. Wie der Blitz
schwaermten aber die Kolonnen auseinander.
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Tsingtau/China
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- 18861 / 226558
- Contributor
- Dr. Eva Schubert
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- Naval Warfare
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