Kriegstagebuch von Jakob Graf, Tsingtau 2.08.1914 - 7.11.1914, item 13
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.linke Seite
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treffen kann. Unsere Verwundeten wurden
gleich per Auto ins Lazarett gebracht. Es
waren aber, Gott sei Dank, bloß
85 Tote u.18 Verwundete. Der Feind hat, wie gewöhnlich,
schlecht getroffen.
Die Gesichter waren ganz schwarz von lauter
Pulverdampf.
Nun ging auch nach dem anderen bis jetzt
noch feuerndem Geschütz die Munition aus.
Es war gar keine Möglichkeit das Geschütz
zurückzubringen. Die vorderste Linie vom
Feind stürmte durch die Rawinen .= Ravine/englisch = Schlucht, Graben schon
zum Berge rauf. Rasch wurde das Geschütz
mittels einer Sprengpatrone in die Luft ge-
sprengt. Die Mannschaft von M.A. zog sich
zurück. Sie hat ihre Schuldigkeit getan.
Da, jetzt waren auch die ersten Japsen schon
bei den unbrauchbaren Geschützen angekommen.
Der linke Flügel zog sich bereits über Zeynstin
zurück. Gerade kommandierte auch Leutnant
Fries auf unserem Flügel: "Kehrt Marsch!"
als er, von einer Kugel im Hirn getroffen,
rechte Seite .
- 23 -
tot niedersank!
Wir schossen noch einige Japsen, welche übermütig
auf die Überreste unserer beiden Geschütze
stiegen u. von dort aus ihr "Banzei" brüllten,
runter u. machten dann kehrt.
Als wir zum Kloster Jüknan kamen, waren
unsere Pferde bereits weg.
Wir sprengten nun auch das Kloster noch
weg, in die Luft. Die Bewohner desselben
waren schon längst über alle Berge.
Dann gings zurück zu Fuß nach
Tungwutschiertsun, während uns der Feind noch
kleine eiserne Portionen nachsandte.
In Tungwutschiertsun warteten unsere Pferde.
Wir blieben noch solange in Tungwutschiertsun,
bis die Infanterie im Festungsbereiche war,
dann erst gings in kurzem Trab zurück nach
der Kaserne. Das war auch unser letzter Ritt!
Ein heißer Tag war das heute! Trotzdem wir
eigentlich die Besiegten waren, herrschte bei
uns eine gute Stimmung.
Nachmittags beim Appell fehlten manche!
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treffen kann. Unsere Verwundeten wurden
gleich per Auto ins Lazarett gebracht. Es
waren aber, Gott sei Dank, bloß
85 Tote u.18 Verwundete. Der Feind hat, wie gewöhnlich,
schlecht getroffen.
Die Gesichter waren ganz schwarz von lauter
Pulverdampf.
Nun ging auch nach dem anderen bis jetzt
noch feuerndem Geschütz die Munition aus.
Es war gar keine Möglichkeit das Geschütz
zurückzubringen. Die vorderste Linie vom
Feind stürmte durch die Rawinen .= Ravine/englisch = Schlucht, Graben schon
zum Berge rauf. Rasch wurde das Geschütz
mittels einer Sprengpatrone in die Luft gesprengt.
Die Mannschaft von M.A. zog sich
zurück. Sie hat ihre Schuldigkeit getan.
Da, jetzt waren auch die ersten Japsen schon
bei den unbrauchbaren Geschützen angekommen.
Der linke Flügel zog sich bereits über Zeynstin
zurück. Gerade kommandierte auch Leutnant
Fries auf unserem Flügel: "Kehrt Marsch!"
als er, von einer Kugel im Hirn getroffen,
rechte Seite .
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tot niedersank!
Wir schossen noch einige Japsen, welche über-
mütig auf die Überreste unserer beiden Geschütze
stiegen u. von dort aus ihr "Banzei" brüllten,
runter u. machten dann kehrt.
Als wir zum Kloster Jüknan kamen, waren
unsere Pferde bereits weg.
Wir sprengten nun auch das Kloster noch
weg, in die Luft. Die Bewohner desselben
waren schon längst über alle Berge.
Dann gings zurück zu Fuß nach Tung-
wutschiertsun, während uns der Feind noch
kleine eiserne Portionen nachsandte.
In Tungwutschiertsun warteten unsere Pferde.
Wir blieben noch solange in Tungwutschiertsun,
bis die Infanterie im Festungsbereiche war,
dann erst gings in kurzem Trab zurueck nach
der Kaserne. Das war auch unser letzter Ritt!
Ein heißer Tag war das heute! Trotzdem wir
eigentlich die Besiegten waren, herrschte bei
uns eine gute Stimmung.
Nachmittags beim Appell fehlten manche!
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treffen kann. Unsere Verwundeten wurden
gleich per Auto ins Lazarett gebracht. Es
waren aber, Gott sei Dank, bloß
85 Tote u.18 Verwundete. Der Feind hat, wie gewöhnlich,
schlecht getroffen.
Die Gesichter waren ganz schwarz von lauter
Pulverdampf.
Nun ging auch nach dem anderen bis jetzt
noch feuerndem Geschütz die Munition aus.
Es war gar keine Möglichkeit das Geschütz
zurückzubringen. Die vorderste Linie vom
Feind stürmte durch die Rawinen .= Ravine/englisch = Schlucht, Graben schon
zum Berge rauf. Rasch wurde das Geschütz
mittels einer Sprengpatrone in die Luft ge-
sprengt. Die Mannschaft von M.A. zog sich
zurück. Sie hat ihre Schuldigkeit getan.
Da, jetzt waren auch die ersten Japsen schon
bei den unbrauchbaren Geschützen angekommen.
Der linke Flügel zog sich bereits über Zeynstin
zurück. Gerade kommandierte auch Leutnant
Fries auf unserem Flügel: "Kehrt Marsch!"
als er, von einer Kugel im Hirn getroffen,
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tot niedersank!
Wir schossen noch einige Japsen, welche über-
mütig auf die Überreste unserer beiden Geschütze
stiegen u. von dort aus ihr "Banzei" brüllten,
runter u. machten dann kehrt.
Als wir zum Kloster Jüknan kamen, waren
unsere Pferde bereits weg.
Wir sprengten nun auch das Kloster noch
weg, in die Luft. Die Bewohner desselben
waren schon längst über alle Berge.
Dann gings zurück zu Fuß nach Tung-
wutschiertsun, während uns der Feind noch
kleine eiserne Portionen nachsandte.
In Tungwutschiertsun warteten unsere Pferde.
Wir blieben noch solange in Tungwutschiertsun,
bis die Infanterie im Festungsbereiche war,
dann erst gings in kurzem Trab zurueck nach
der Kaserne. Das war auch unser letzter Ritt!
Ein heißer Tag war das heute! Trotzdem wir
eigentlich die Besiegten waren, herrschte bei
uns eine gute Stimmung.
Nachmittags beim Appell fehlten manche!
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treffen kann. Unsere Verwundeten wurden
gleich per Auto ins Lazarett gebracht. Es
waren aber, Gott sei Dank, bloß
85 Tote u.18 Verwundete. Der Feind hat, wie gewöhnlich,
schlecht getroffen.
Die Gesichter waren ganz schwarz von lauter
Pulverdampf.
Nun ging auch nach dem anderen bis jetzt
noch feuerndem Geschütz die Munition aus.
Es war gar keine Möglichkeit das Geschütz
zurückzubringen. Die vorderste Linie vom
Feind stürmte durch die Rawinen schon
zum Berge rauf. Rasch wurde das Geschütz
mittels einer Sprengpatrone in die Luft ge-
sprengt. Die Mannschaft von M.A. zog sich
zurück. Sie hat ihre Schuldigkeit getan.
Da, jetzt waren auch die ersten Japsen schon
bei den unbrauchbaren Geschützen angekommen.
Der linke Flügel zog sich bereits über Zeynstin
zurück. Gerade kommandierte auch Leutnant
Fries auf unserem Flügel: "Kehrt Marsch!"
als er, von einer Kugel im Hirn getroffen,
rechte Seite .
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tot niedersank!
Wir schossen noch einige Japsen, welche über-
mütig auf die Überreste unserer beiden Geschütze
stiegen u. von dort aus ihr "Banzei" brüllten,
runter u. machten dann kehrt.
Als wir zum Kloster Jüknan kamen, waren
unsere Pferde bereits weg.
Wir sprengten nun auch das Kloster noch
weg, in die Luft. Die Bewohner desselben
waren schon längst über alle Berge.
Dann gings zurück zu Fuß nach Tung-
wutschiertsun, während uns der Feind noch
kleine eiserne Portionen nachsandte.
In Tungwutschiertsun warteten unsere Pferde.
Wir blieben noch solange in Tungwutschiertsun,
bis die Infanterie im Festungsbereiche war,
dann erst gings in kurzem Trab zurueck nach
der Kaserne. Das war auch unser letzter Ritt!
Ein heißer Tag war das heute! Trotzdem wir
eigentlich die Besiegten waren, herrschte bei
uns eine gute Stimmung.
Nachmittags beim Appell fehlten manche!
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gleich per Auto ins Lazarett gebracht. Es
waren aber, Gott sei Dank, bloß
85 Tote u.18 Verwundete. Der Feind hat, wie gewöhnlich,
schlecht getroffen.
Die Gesichter waren ganz schwarz von lauter
Pulverdampf.
Nun ging auch nach dem anderen bis jetzt
noch feuerndem Geschütz die Munition aus.
Es war gar keine Möglichkeit das Geschütz
zurückzubringen. Die vorderste Linie vom
Feind stürmte durch die Rawinen schon
zum Berge rauf. Rasch wurde das Geschuetz
mittels einer Sprengpatrone in die Luft gesprengt.
Die Mannschaft von M.A. zog sich
zurück. Sie hat ihre Schuldigkeit getan.
Da, jetzt waren auch die ersten Japsen schon
bei den unbrauchbaren Geschützen angekommen.
Der linke Flügel zog sich bereits über Zeynstin
zurück. Gerade kommandierte auch Leutnant
Fries auf unserem Flügel: "Kehrt Marsch!"
als er, von einer Kugel im Hirn getroffen,
...rechte Seite
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tot niedersank!
Wir schossen noch einige Japsen, welcher übermütig
auf die Überreste unserer beiden Geschütze
stiegen u. von dort aus ihr "Banzei" brüllten,
runter u. machten dann kehrt.
Als wir zum Kloster Jüknan kamen, waren
unsere Pferde bereits weg.
Wir sprengten nun auch das Kloster noch
weg, in die Luft. Die Bewohner desselben
waren schon längst über alle Berge.
Dann gings zurück zu Fuß nach Tungwutschiertsun,
während uns der Feind noch
kleine eiserne Portionen nachsandte.
In Tungwutschiertsun warteten unsere Pferde.
Wir blieben noch solange in Tungwutschiertsun,
bis die Infanterie im Festungsbereiche war,
dann erst gings in kurzem Trab zurueck nach
der Kaserne. Das war auch unser letzter Ritt!
Ein heißer Tag war das heute! Trotzdem wir
eigentlich die Besiegten waren, herrschte bei
uns eine gute Stimmung.
Nachmittags beim Appell fehlten manche!
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treffen kann. Unsere Verwundeten wurden
gleich per Auto ins Lazarett gebracht. Es
waren aber, Gott sei Dank, bloß
85 Tote u.18 Verwundete. Der Feind hat, wie gewöhnlich,
schlecht getroffen.
Die Gesichter waren ganz schwarz von lauter
Pulverdampf.
Nun ging auch nach dem anderen bis jetzt
noch feuerndem Geschütz die Munition aus.
Es war gar keine Möglichkeit das Geschütz
zurückzubringen. Die vorderste Linie vom
Feind stürmte durch die Rawinen schon
zum Berge rauf. Rasch wurde das Geschuetz
mittels einer Sprengpatrone in die Luft gesprengt.
Die Mannschaft von M.A. zog sich
zurück. Sie hat ihre Schuldigkeit getan.
Da, jetzt waren auch die ersten Japsen schon
bei den unbrauchbaren Geschützen angekommen.
Der linke Flügel zog sich bereits über Zeynstin
zurück. Gerade kommandierte auch Leutnant
Fries auf unserem Flügel: "Kehrt Marsch!"
als er, von einer Kugel im Hirn getroffen,
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treffen kann. Unsere Verwundeten wurden
gleich per Auto ins Lazarett gebracht. Es
waren aber, Gott sei Dank, bloß
85 Tote u.18 Verwundete. Der Feind hat, wie gewöhnlich,
schlecht getroffen.
Die Gesichter waren ganz schwarz von lauter
Pulverdampf.
Nun ging auch nach dem anderen bis jetzt
noch feuerndem Geschütz die Munition aus.
Es war gar keine Möglichkeit das Geschütz
zurückzubringen. Die vorderste Linie vom
Feind stürmte durch die Rawinen schon
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Tsingtau/China
Location(s)
Story location Tsingtau/China
- ID
- 18861 / 226561
- Contributor
- Dr. Eva Schubert
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- Naval Warfare
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- Prisoners of War




































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