Kriegstagebuch von Jakob Graf, Tsingtau 2.08.1914 - 7.11.1914, item 9
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linke Seite
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Europäischen Gebäude in Brand gesteckt.
In Litsum brachte besonders die M.G.K.
den Japsen große Verluste bei. Während
so alle Posten zurückgezogen, standen wir
allein noch draußen. Wir hatten kein Telefon,
konnten deswegen auch nicht benachrichtigt
werden.
27.9. Morgens um 5 Uhr wurde ein
Vedete .= Vedette = vorgeschobene Alarmstellung einer Feldwache
nach der Höhe 68 gesandt:
Einjährig Freiwilliger Freiherr v. Tuchen
u. Seesoldat Schulz.
Um 1/2 6 Uhr ritt Sergeant Blasen u.
3 Mann ab in der Richtung Hanko-
senke, wir wußten nichts von den Vor-
gängen der vergangenen Nacht. Es war
dunkel u. die Patrouille ritt durch japa-
nische Schützenlinien ohne dieselben zu
sehen. Auf einmal bekam sie von allen
Seiten Feuer, als es Tag wurde. Vorwärts
konnte sie nicht mehr, mußte also zurück
wieder durch die feindliche Linie. Trotzdem
die 4 Mann von wenigstens 4 Kompagnien
rechte Seite
-15-
beschossen wurden, ist nur 1 Pferd erschossen
worden. Alle 4 Mann kamen wieder zurück.
Während der Zeit wurde die Vedete v. Tuchen
mit leichter Mühe von den Japsen niedergemacht.
Tuchen wurde schwer verwundet u.
fiel den Japsen in die Hände.
Seesoldat Schulz tot!
Im Lager waren uns noch 10 Mann, als wir
die ersten Schüsse hörten. Sofort wurden
alle Pferde gesattelt u. das Zelt abgebrochen,
die übrigen Posten noch eingezogen u. im
selben Augenblick waren die Japaner auch
schon am Südeingang des Dorfes.
Schweißtriefend erschien auch der Reiter
Max Kubernat, von Major Anders mit dem
Befehl zum sofortigen Rückzug in der
Richtung nach den Litsuner Höhen. Es war
auch höchste Zeit; kaum waren wir aufgesessen,
stürmten die Japaner in großer Übermacht
unseren Lagerplatz. Wir aber gaben
unseren braven Ponys die Sporen u. lachten
die Japsen höhnisch aus, welche uns noch ein
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linke Seite
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Europäischen Gebäude in Brand gesteckt.
In Litsum brachte besonders die M.G.K.
den Japsen große Verluste bei. Während
so alle Posten zurückgezogen, standen wir
allein noch draußen. Wir hatten kein Telefon,
konnten deswegen auch nicht benachrichtigt
werden.
27.9. Morgens um 5 Uhr wurde ein
Vedete nach der Höhe 68 gesandt:
Einjährig Freiwilliger Freiherr v. Tuchen
u. Seesoldat Schulz.
Um 1/2 6 Uhr ritt Sergeant Blasen u.
3 Mann ab in der Richtung Hanko-
senke, wir wußten nichts von den Vor-
gängen der vergangenen Nacht. Es war
dunkel u. die Patrouille ritt durch japa-
nische Schützenlinien ohne dieselben zu
sehen. Auf einmal bekam sie von allen
Seiten Feuer, als es Tag wurde. Vorwärts
konnte sie nicht mehr, mußte also zurück
wieder durch die feindliche Linie. Trotzdem
die 4 Mann von wenigstens 4 Kompagnien
rechte Seite
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beschossen wurden, ist nur 1 Pferd erschossen
worden. Alle 4 Mann kamen wieder zurück.
Während der Zeit wurde die Vedete v. Tuchen
mit leichter Mühe von den Japsen niedergemacht.
Tuchen wurde schwer verwundet u.
fiel den Japsen in die Hände.
Seesoldat Schulz tot!
Im Lager waren uns noch 10 Mann, als wir
die ersten Schüsse hörten. Sofort wurden
alle Pferde gesattelt u. das Zelt abgebrochen,
die übrigen Posten noch eingezogen u. im
selben Augenblick waren die Japaner auch
schon am Südeingang des Dorfes.
Schweißtriefend erschien auch der Reiter
Max Kubernat, von Major Anders mit dem
Befehl zum sofortigen Rückzug in der
Richtung nach den Litsuner Höhen. Es war
auch höchste Zeit; kaum waren wir aufgesessen,
stürmten die Japaner in großer Übermacht
unseren Lagerplatz. Wir aber gaben
unseren braven Ponys die Sporen u. lachten
die Japsen höhnisch aus, welche uns noch ein
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Save description- 36.0670807||120.38265209999997||||1
Tsingtau/China
Location(s)
Story location Tsingtau/China
- ID
- 18861 / 226557
- Contributor
- Dr. Eva Schubert
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- Naval Warfare
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- Prisoners of War




































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