Tagebuchaufzeichnungen von Reinhold Sieglerschmidt (1), item 156
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2/7 1916
Mein Helenetrautli, mein tapferer
Soldat, mein einziger Mensch, ich
schreibe dir am Abend und herzlich
müde von der körperlichen Arbeit.
Aber diese Arbeit ist ja gesund! Wie
bin ich dir nah, ganz nah! Nur et-
was Sorge habe ich, dass du doch schwach
bist, wenn dich schon ein Weg
durch heisse Sonne so anstrengt. Wenn
ich doch diese Schwäche von Dir nehmen
könnte, wie gern e würde ich dafür
Tag und Nacht arbeiten!
Eine Wiederaufnahme meiner
Beobachtertätigkeit ist bis zu mei-
ner Beförderung geänzlich ausge-
schlossen, da jetzt die Beobachtung
nur mit 1 Unteroffizier und 1 Fern-
sprecher besetzt wird. Die Beschies-
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sung der Flieger fordert viele neue Mann-
schaften, 2-3 mehr an jedes Geschütz,
ausserdem muss ein "Messtrupp"
von mindestens 15 mann für die
etwas komplizierte Messmethode gebildet
werden, nach der wir schiessen werden.
Meine ernennung zum Offizier-
aspiranten ist jetzt heraus, nur
2 andere sind noch ernannt wor-
den, so dass meine Beförderungs-
aussichten bei der 7. Battr. we-
sentlich gestiegen sind. Nun müsste
ich ja eigentlich heute Papa wegen des
Off.Asp.Kursus in Jüterbogk schrei-
ben. Trotzdem kann ich mich noch
nicht entschliessen. Ein neues Be-
denken ist in mir aufgestiegen.
Ich hörte gestern von dem Unter Offizier
der von uns nach Jüterbogk komman-
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2/7 1916
Mein Helenetrautli, mein tapferer
Soldat, mein einziger Mensch, ich
schreibe dir am Abend und herzlich
müde von der körperlichen Arbeit.
Aber diese Arbeit ist ja gesund! Wie
bin ich dir nah, ganz nah! Nur et-
was Sorge habe ich, dass du doch schwach
bist, wenn dich schon ein Weg
durch heisse Sonne so anstrengt. Wenn
ich doch diese Schwäche von Dir nehmen
könnte, wie gern e würde ich dafür
Tag und Nacht arbeiten!
Eine Wiederaufnahme meiner
Beobachtertätigkeit ist bis zu mei-
ner Beförderung geänzlich ausge-
schlossen, da jetzt die Beobachtung
nur mit 1 Unteroffizier und 1 Fern-
sprecher besetzt wird. Die Beschies-
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sung der Flieger fordert viele neue Mann-
schaften, 2-3 mehr an jedes Geschütz,
ausserdem muss ein "Messtrupp"
von mindestens 15 mann für die
etwas komplizierte Messmethode gebildet
werden, nach der wir schiessen werden.
Meine ernennung zum Offizier-
aspiranten ist jetzt heraus, nur
2 andere sind noch ernannt wor-
den, so dass meine Beförderungs-
aussichten bei der 7. Battr. we-
sentlich gestiegen sind. Nun müsste
ich ja eigentlich heute Papa wegen des
Off.Asp.Kursus in Jüterbogk schrei-
ben. Trotzdem kann ich mich noch
nicht entschliessen. Ein neues Be-
denken ist in mir aufgestiegen.
Ich hörte gestern von dem Unter Offizier
der von uns nach Jüterbogk komman-
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2/7 1916
Mein Helenetrautli, mein tapferer
Soldat, mein einziger Mensch, ich
schreibe dir am Abend und herzlich
müde von der körperlichen Arbeit.
Aber diese Arbeit ist ja gesund! Wie
bin ich dir nah, ganz nah! Nur et-
was Sorge habe ich, dass du doch schwach
bist, wenn dich schon ein Weg
durch heisse Sonne so anstrengt. Wenn
ich doch diese Schwäche von Dir nehmen
könnte, wie gern e würde ich dafür
Tag und Nacht arbeiten!
Eine Wiederaufnahme meiner
Beobachtertätigkeit ist bis zu mei-
ner Beförderung geänzlich ausge-
schlossen, da jetzt die Beobachtung
nur mit 1 Unteroffizier und 1 Fern-
sprecher besetzt wird. Die Beschies-
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Mein Helenetrautli, mein tapferer
Soldat, mein einziger Mensch, ich
schreibe dir am Abend und herzlich
müde von der körperlichen Arbeit.
Aber diese Arbeit ist ja gesund! Wie
bin ich dir nah, ganz nah! Nur et-
was Sorge habe ich, dass du doch schwach
bist, wenn dich schon ein Weg
durch heisse Sonne so anstrengt. Wenn
ich doch diese Schwäche von Dir nehmen
könnte, wie gern e würde ich dafür
Tag und Nacht arbeiten!
Eine Wiederaufnahme meiner
Beobachtertätigkeit ist bis zu mei-
ner Beförderung geänzlich ausge-
schlossen, da jetzt die Beobachtung
nur mit 1 Unteroffizier und 1 Fern-
sprecher besetzt wird. Die Beschies-
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Mein Helenetrautli, mein tapferer
Soldat, mein einziger Mensch, ich
schreibe dir am Abend und herzlich
müde von der körperlichen Arbeit.
Aber diese Arbeit ist ja gesund! Wie
bin ich dir nah, ganz nah! Nur et-
was Sorge habe ich, dass du doch schwach
bist, wenn dich schon ein Weg
durch heisse Sonne so anstrengt. Wenn
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- ID
- 836 / 3547
- Contributor
- Jörn Sieglerschmidt
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