Tagebuchaufzeichnungen von Reinhold Sieglerschmidt (1), item 93

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93

 linke Seite 

zweiten Tag - von heute ab nun

jeden Dritten - auf Beobachtung

und zwar nicht als Fernsprecher,

sondern als zweiter Hilfsbeobachter.

Ich habe die Veränderung immer

als sicher betrachtet, wenn

meine Beförderung zum Unteroffizier

in die Nähe rückte

oder eintrat. Die Einjährig-Kriegsfreiwilligen

bei uns werden

als Unteroffiziere naturgemäss

zu solchen Aufgaben verwandt.

Während der russischen Offensive

ist nun eine verstärkte Besetzung

der Beobachtungen angeordnet

worden. Meine Verwendung als

Hilfsbeobachter ist natürlich

eine ehrenvolle. Es ist der Posten,

den Walter mir im Westen

  rechte Seite 

zu verschaffen gesucht hätte.

Nur, dass dort die Sache mit

grossen Gefahren verknüpft wäre,

während sie hier ziemlich unbedenklich

ist, wie Du aus dem beigefügten

"Kriegsbericht" ersehen

wirst. Bis auf das erste Mal sind

wir überhaupt nicht hier beschossen

worden - und auch

dann war die Sache recht harmlos,

wie aus der Situationsschilderung

hervorgeht. Jedenfalls

sind die Gefahren hier

nicht mit denen, während der

grossen Offensive im vorigen Sommer

zu vergleichen. Noch dazu

gehe ich des Nachts zur Batterie,

komme also bei einem

eventuellen nächtlichen Durchbruchsversuch

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 linke Seite 

zweiten Tag - von heute ab nun

jeden Dritten - auf Beobachtung

und zwar nicht als Fernsprecher,

sondern als zweiter Hilfsbeobachter.

Ich habe die Veränderung immer

als sicher betrachtet, wenn

meine Beförderung zum Unteroffizier

in die Nähe rückte

oder eintrat. Die Einjährig-Kriegsfreiwilligen

bei uns werden

als Unteroffiziere naturgemäss

zu solchen Aufgaben verwandt.

Während der russischen Offensive

ist nun eine verstärkte Besetzung

der Beobachtungen angeordnet

worden. Meine Verwendung als

Hilfsbeobachter ist natürlich

eine ehrenvolle. Es ist der Posten,

den Walter mir im Westen

  rechte Seite 

zu verschaffen gesucht hätte.

Nur, dass dort die Sache mit

grossen Gefahren verknüpft wäre,

während sie hier ziemlich unbedenklich

ist, wie Du aus dem beigefügten

"Kriegsbericht" ersehen

wirst. Bis auf das erste Mal sind

wir überhaupt nicht hier beschossen

worden - und auch

dann war die Sache recht harmlos,

wie aus der Situationsschilderung

hervorgeht. Jedenfalls

sind die Gefahren hier

nicht mit denen, während der

grossen Offensive im vorigen Sommer

zu vergleichen. Noch dazu

gehe ich des Nachts zur Batterie,

komme also bei einem

eventuellen nächtlichen Durchbruchsversuch


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  • March 2, 2017 11:25:18 Barbara Kneidinger

    zweiten Tag - von heute ab nun

    jeden Dritten - auf Beobachtung

    und zwar nicht als Fernsprecher,

    sondern als zweiter Hilfsbeobachter.

    Ich habe die Veränderung immer

    als sicher betrachtet, wenn

    meine Beförderung zum Unteroffizier

    in die Nähe rückte

    oder eintrat. Die Einjährig-Kriegsfreiwilligen

    bei uns werden

    als Unteroffiziere naturgemäss

    zu solchen Aufgaben verwandt.

    Während der russischen Offensive

    ist nun eine verstärkte Besetzung

    der Beobachtungen angeordnet

    worden. Meine Verwendung als

    Hilfsbeobachter ist natürlich

    eine ehrenvolle. Es ist der Posten,

    den Walter mir im Westen

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    zu verschaffen gesucht hätte.

    Nur, dass dort die Sache mit

    grossen Gefahren verknüpft wäre,

    während sie hier ziemlich unbedenklich

    ist, wie du aus dem beigefügten

    "Kriegsbericht" ersehen

    wirst. Bis auf das erste Mal sind

    wir überhaupt nicht hier beschossen

    wowrden - und auch

    dann war die Sache recht harmlos,

    wie aus der Situationsschilderung

    hervorgeht. Jedenfalls

    sind die Gefahren hier

    nicht mit denen, während der

    grossen Offensive im vorigen Sommer

    zu vergleichen. Noch dazu

    gehe ich des Nachts zur Batterie,

    komme also bei einem

    eventuellen nächtlichen Durchbruchsversuch

  • March 2, 2017 11:17:40 Barbara Kneidinger

    zweiten Tag - von heute ab nun

    jeden Dritten - auf Beobachtung

    und zwar nicht als Fernsprecher,

    sondern als zweiter Hilfsbeobachter.

    Ich habe die Veränderung immer

    als sicher betrachtet, wenn

    meine Beförderung zum Unteroffizier

    in die Nähe rückte

    oder eintrat. Die Einjährig-Kriegsfreiwilligen

    bei uns werden

    als Unteroffiziere naturgemäss

    zu solchen Aufgaben verwandt.

    Während der russischen Offensive

    ist nun eine verstärkte Besetzung

    der Beobachtungen angeordnet

    worden. Meine Verwendung als

    Hilfsbeobachter ist natürlich

    eine ehrenvolle. Es ist der Posten,

    den Walter mir im Westen

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    zu verschaffen gesucht hätte.

    Nur, dass dort die Sache mit

    grossen Gefahren verknüpft wäre,

    während sie hier ziemlich unbedenklich

    ist, wie du aus dem beigefügten

    "Kriegsbericht" ersehen

    wirst. Bis auf das erste Mal sind

    wir überhaupt nicht hier beschossen

    wowrden - und auch

    dann war die Sache recht harmlos,

    wie aus der Situationsschilderung

    hervorgeht. Jedenfalls

    sind die Gefahren hier

    nicht mit denen, während der

    grossen Offensive im vorigen Sommer

    zu vergleichen. Noch dazu

    gehe ich des Nachts zur Batterie,

    komme also bei einem

    eventuellen nächtlichen Durchbruch


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    836 / 3484
    Source
    http://europeana1914-1918.eu/...
    Contributor
    Jörn Sieglerschmidt
    License
    http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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