Tagebuchaufzeichnungen von Reinhold Sieglerschmidt (1), item 71
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Tage gehen dahin wie der Schnee
draussen fällt, gleichmässig
unaufhörlich. Was wird
der Frühling bringen? Mehr
Sehnsucht, aber auch mehr
Tiefe. Wenn die Offensive
im Westen erfolgreich verläuft,
so will ich den Frühling
begrüssen, weil die
Erfüllung unserer Sehnsucht
dann so nah ist.
Meine Lenehelene, ich
küsse dein trautes Gesicht,
jeden innig lieben Zug,
mein volles Glück, küsse
den Heili den goldigen,
der Hans Huckebein so
gut kann, küsse unser germanisches
Waweli.
Dein Reinholdich.
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14. III 16
Mein ganzes Heleneglück,
wie danke ich dir für deine
Briefe vom 8. und 9., die ich
schon gestern erhielt. Da gleich
eine besondere Postgelegenheit
nach Jelowka abfährt, schreibe
ich schnell noch ein paar
Worte. In dieser Nacht habe
ich wieder besonders viel
an Euch denken können.
Ich hatte Wache. Das sind immer
die ruhigsten, einsamsten
Stunden. Wunderbar blickten
der Mond und die verschleierten
Sterne auf das weisse
Land. Die Uhus riefen aus den
schwarzen Wäldern. Der Wind
wehte in Stössen und hatte
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Tage gehen dahin wie der Schnee
draussen fällt, gleichmässig
unaufhörlich. Was wird
der Frühling bringen? Mehr
Sehnsucht, aber auch mehr
Tiefe. Wenn die Offensive
im Westen erfolgreich verläuft,
so will ich den Frühling
begrüssen, weil die
Erfüllung unserer Sehnsucht
dann so nah ist.
Meine Lenehelene, ich
küsse dein trautes Gesicht,
jeden innig lieben Zug,
mein volles Glück, küsse
den Heili den goldigen,
der Hans Huckebein so
gut kann, küsse unser germanisches
Waweli.
Dein Reinholdich.
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Description
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- ID
- 836 / 3462
- Contributor
- Jörn Sieglerschmidt
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- Western Front
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