Tagebuchaufzeichnungen Reinhold Sieglerschmidt (3), item 53

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 Linke Seite. 

4. X 15.

Marsch zunächst durch leicht=

gewelltes Land mit viel Kiefern

und Sand. Kommen durch Swen=

jany, wo ich Seife, einige Äpfel

und schlechte russische Cigaretten

kaufen kann. Am Nachmittag

gelangen wir in das extrem hü=

gelige Gebiet, das wir seiner Zeit

in umgekehrter Richtung durch=

querten. Malerisch verstreut klei=

ne Waldungen, Baumgruppen

und einzelne Bäume, Laubbäume

und Tannen häufig gemischt,

die braunen Hütten meist auf

der Höhe der Hügel. Ich vermute

weil nur hier und auf der Sohle

der Wellentäler ebener Boden,

letzterer aber meist feucht oder


 Rechte Seite. 

sumpfig. Mehrere Seen blinken

herauf. Dazu der Schmuck des Herb=

stes. Der Genuss dieser grossen

Schönheit wird allerdings etwas

durch die Arbeit an den Zugtauen

getrübt wenn es hügelauf geht

oder wenn die Kanonen im

moorigen Boden versinken. A=

bends und in der Nacht Bau

eines Dammes durch sumpfige

Talsohle. Ich schaue von oben zu.

Die Lichter der Arbeitenden wandern

im Bruch. x Mehrere Geschütze

sitzen vorübergehend fest. Schlaf

erst kurz vor Mitternacht in

Haus in Tratschuny (?).

Das Wetter hat sich geändert. Ein

kühler, starker Wind treibt von

Norden Nebeldunst übers Land.

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 Linke Seite. 

4. X 15.

Marsch zunächst durch leicht=

gewelltes Land mit viel Kiefern

und Sand. Kommen durch Swen=

jany, wo ich Seife, einige Äpfel

und schlechte russische Cigaretten

kaufen kann. Am Nachmittag

gelangen wir in das extrem hü=

gelige Gebiet, das wir seiner Zeit

in umgekehrter Richtung durch=

querten. Malerisch verstreut klei=

ne Waldungen, Baumgruppen

und einzelne Bäume, Laubbäume

und Tannen häufig gemischt,

die braunen Hütten meist auf

der Höhe der Hügel. Ich vermute

weil nur hier und auf der Sohle

der Wellentäler ebener Boden,

letzterer aber meist feucht oder


 Rechte Seite. 

sumpfig. Mehrere Seen blinken

herauf. Dazu der Schmuck des Herb=

stes. Der Genuss dieser grossen

Schönheit wird allerdings etwas

durch die Arbeit an den Zugtauen

getrübt wenn es hügelauf geht

oder wenn die Kanonen im

moorigen Boden versinken. A=

bends und in der Nacht Bau

eines Dammes durch sumpfige

Talsohle. Ich schaue von oben zu.

Die Lichter der Arbeitenden wandern

im Bruch. x Mehrere Geschütze

sitzen vorübergehend fest. Schlaf

erst kurz vor Mitternacht in

Haus in Tratschuny (?).

Das Wetter hat sich geändert. Ein

kühler, starker Wind treibt von

Norden Nebeldunst übers Land.


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  • June 30, 2018 10:12:46 Eva Anna Welles (AUT)

     Linke Seite. 

    4. X 15.

    Marsch zunächst durch leicht=

    gewelltes Land mit viel Kiefern

    und Sand. Kommen durch Swen=

    jany, wo ich Seife, einige Äpfel

    und schlechte russische Cigaretten

    kaufen kann. Am Nachmittag

    gelangen wir in das extrem hü=

    gelige Gebiet, das wir seiner Zeit

    in umgekehrter Richtung durch=

    querten. Malerisch verstreut klei=

    ne Waldungen, Baumgruppen

    und einzelne Bäume, Laubbäume

    und Tannen häufig gemischt,

    die braunen Hütten meist auf

    der Höhe der Hügel. Ich vermute

    weil nur hier und auf der Sohle

    der Wellentäler ebener Boden,

    letzterer aber meist feucht oder


     Rechte Seite. 

    sumpfig. Mehrere Seen blinken

    herauf. Dazu der Schmuck des Herb=

    stes. Der Genuss dieser grossen

    Schönheit wird allerdings etwas

    durch die Arbeit an den Zugtauen

    getrübt wenn es hügelauf geht

    oder wenn die Kanonen im

    moorigen Boden versinken. A=

    bends und in der Nacht Bau

    eines Dammes durch sumpfige

    Talsohle. Ich schaue von oben zu.

    Die Lichter der Arbeitenden wandern

    im Bruch. x Mehrere Geschütze

    sitzen vorübergehend fest. Schlaf

    erst kurz vor Mitternacht in

    Haus in Tratschuny (?).

    Das Wetter hat sich geändert. Ein

    kühler, starker Wind treibt von

    Norden Nebeldunst übers Land.

  • June 1, 2017 10:21:31 Eva Bammer

     Linke Seite. 

    4. X 15.

    Marsch zunächst durch leicht=

    gewelltes Land mit viel Kiefern

    und Sand. Kommen durch Swen=

    jany, wo ich Seife, einige Äpfel

    und schlechte russische Cigaretten

    kaufen kann. Am Nachmittag

    gelangen wir in das extrem hü=

    gelige Gebiet, das wir seiner Zeit

    in umgekehrter Richtung durch=

    querten. Malerisch verstreut klei=

    ne Waldungen, Baumgruppen

    und einzelne Bäume, Laubbäume

    und Tannen häufig gemischt,

    die braunen Hütten meist auf

    der Höhe der Hügel. Ich vermute

    weil nur hier und auf der Sohle

    der Wellentäler ebener Boden,

    letzterer aber meist feucht oder


     Rechte Seite. 

    sumpfig. Mehrere Seen blinken

    herauf. Dazu der Schmuck des Herb=

    stes. Der Genuss dieser grossen

    Schönheit wird allerdings etwas

    durch die Arbeit an den Zugtaum

    getrübt wenn die Kavernen im

    moorigen Boden versinken. A=

    bends und in der Nacht Bau

    eines Dammes durch sumpfige

    Talsohle. Ich schaue von oben zu.

    Die Lichter der Arbeitenden wandern

    im Bruch. x Mehrere Geschütze

    sitzen vorübergehend fest. Schlaf

    erst kurz vor Mitternacht im

    Haus in Tratschung (?).

    Das Wetter hat sich geändert. Ein

    kühler, starker Wind treibt von

    Norden Nebeldunst übers Land.


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  • 52.768429|| 21.436333||

    Lubiel am Narew

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  • Story location Lubiel am Narew
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ID
839 / 3761
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Jörn Sieglerschmiedt
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


October 4, 1915
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