Tagebuchaufzeichnungen Reinhold Sieglerschmidt (3), item 88
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.linke Seite.
auf Kosten der andern. Dabei
hat die Naivität, mit der er
das selbstverständlich findet,
etwas Versöhnliches. Natür-
lich ist er ein Meister beim
"Requirieren". Auch in den
schlimmsten Zeiten verliert sein
Gesicht niemals die wohltuende
Rundung des Guternährten.
Er schmust überall herum,
erbittet hier Dies und dort Jenes
ohne dabei dem persönlichen
Stolze irgendwie Rechnung zu
tragen Von Arbeit, die nicht
seinem persönlichsten Vorteil
dient - ist er kein Freund.
Reich ist seine Phantasie ent-
wickelt, besonders auch in
den Dingen, die er andern erzählt.
.rechte Seite.
Doch beherrscht ihn diese Phantasie
auch ganz ehrlich. So augenblick-
lich in seinen Beziehungen zu
einer Kölnerin, die er zu einem
richtigen Roman gestaltet. Über
nichts kann er dicht halten, auch
über seine persönlichen Verhält-
nisse nicht. Dabei wird ihm
dieses Gesprächigkeit vielfach
schädlich. Er besitzt den echten
unverfälschten Humor des
Rheinländers, der auch gern
über sich selbst lacht und eine
Schlagfertigkeit durch die er
seine Leute aufs Glatteis führt,
oder Angreifern eine Abfuhr
verschafft. Bei dummen Unter-
offizieren bereitet das natür-
lich jeden Spass. Es ist fast
-
.linke Seite.
auf Kosten der anderen. Dabei
hat die Naivität, mit der er
das selbstverständlich findet,
etwas Versöhnliches. Natür-
lich ist er ein Meister beim
"Requirieren". Auch in den
schlimmsten Zeiten verliert sein
Gesicht niemals die wohltuend
Rundung des Guternährtem
Er schmust überall herum,
erbettet hier Dies und das

ohne dabei dem persönlichen
Stolze irgendwie
zutragen Von Arbeit, die nicht
seinen persönlichen Vorteil
dient - ist er kein Freund.
Reich ist seine Phantasie ent-
wickelt, besonders auch in
den Dingen, die er andern erzählt.
.rechte Seite.
Doch beherrscht ihn die Phantasie
auch ganz ehrlich. So augenblick-
lich in seinen Beziehungen zu
einer Kölnerin, die er zu einem
richtigen Roman gestaltet.

nichts kann er dicht halten. auch
über seine persönlichen Verhätn
nisse nicht. Dabei wird ihm
dieses Gesprächigkeit vielfach
schädlich. Er besitzt den echten
unverfälschten Humor des
Rheinländers, der auch gern
über sich selbst lacht und eine
Schlagfertigkeit druch die er
seine Leute aufs Glatteis führt,
oder
fern eine Abfuhr verschafft. Bei dummen Unter-
offizieren bereitet das natür-
lich jeden Spass. Es ist fast
-
.linke Seite.
auf Kosten der anderen. Dabei
hat die Naivität, mit der er
das selbstverständlich findet,
etwas Versöhnliches. Natür-
lich ist er ein Meister beim
"Requirieren". Auch in den
schlimmsten Zeiten verliert sein
Gesicht niemals die wohltuend
Rundung des Guternährtem
Er schmust überall herum,
erbettet hier Dies und das

ohne dabei dem persönlichen
Stolze irgendwie
zutragen Von Arbeit, die nicht
seinen persönlichen Vorteil
dient - ist er kein Freund.
Reich ist seine Phantasie ent-
wickelt, besonders auch in
den Dingen, die er andern erzählt.
.rechte Seite.
Doch beherrscht ihn die Phantasie
auch ganz ehrlich. So augenblick-
lich in seinen Beziehungen zu
einer Kölnerin, die er zu einem
richtigen Roman gestaltet.
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Lubiel am Narew
Location(s)
Story location Lubiel am Narew
- ID
- 839 / 3796
- Contributor
- Jörn Sieglerschmiedt
January 16, 1916
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- Deutsch
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- Eastern Front
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