Familientagebuch (1917-1922) von Gustav Braune (1870-1954), item 21

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 linke Seite 

nur am 15. für ein paar Stunden

durch Schneefall unterbrochen. Die

Kinder tummeln sich mittags gewöhnlich

auf dem Sanderrasen mit Reifspielen

und Kreiseln, auch die Pferdevormusterung,

die kürzlich dort

stattfand, hatte viel Anziehungskraft.

Um 1/2 3 muß dann Hanna, die nachmittags

frei hat, ihre Aufgaben

machen. Manches Kopfzerbrechen

macht die Lösung der "Aggregate",

bei uns hießen sie früher wohl

Klammerrechnungen. Wenn ich

abends aus dem Büro komme und

nach dem Abendessen gehe ich mit ihr

noch die Hausaufgaben durch u. habe

noch manchen Fehler zu beseitigen,

den die Mama stehen gelassen hat.

Schwägerin Emmy schreibt aus Querfurt,

sie wird wahrscheinlich nicht

nach Naumburg ziehen, wo das

Leben teuer sein soll, sondern

vielleicht in Querfurt bleiben. In

der Vereinszeitung lese ich die

Vermählung meines alten Schul-

 rechte Seite 

freundes Dr. Georg Leidinger,

Oberbibliothekar in der Münchner

Staatsbibliothek.

XII (17. - 23. März) Andauernd herrl.

Frühlingswetter. Am Freitag ist

Schulschluß. Hanna hat sich in der

Religion auf 1 und im Französischen

auf 2 verbessert. Fritz und Margaret

von Einersheim besuchen uns

um die Mittagszeit auf 1 Stunde,

bringen wieder allerhand Eßbares

mit. Die Verpflegung ist halt bei uns

doch recht schlecht. Ich merke es an

mir, was es heißt: viel arbeiten

u. wenig essen. Gute Nachrichten

vom westlichen Kriegsschauplatz;

Die feindliche Front ist an einer breiten

Stelle bei Arras u. St. Quentin durchbrochen.

Möchte doch der Friede

auch hier noch im Laufe dieses

Jahres kommen. Emmi hatte den

Brüllhusten u. mußte wieder

einige Tage im Bett bleiben.

XIII. (24. - 30. März) Osterwoche.

Am Sonntag früh nach der Kriche

mit den Kindern zur Heidingsfelder 

Brücke, Nachmittag zum Brandplatz

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 linke Seite 

nur am 15. für ein paar Stunden

durch Schneefall unterbrochen. Die

Kinder tummeln sich mittags gewöhnlich

auf dem Sanderrasen mit Reifspielen

und Kreiseln, auch die Pferdevormusterung,

die kürzlich dort

stattfand, hatte viel Anziehungskraft.

Um 1/2 3 muß dann Hanna, die nachmittags

frei hat, ihre Aufgaben

machen. Manches Kopfzerbrechen

macht die Lösung der "Aggregate",

bei uns hießen sie früher wohl

Klammerrechnungen. Wenn ich

abends aus dem Büro komme und

nach dem Abendessen gehe ich mit ihr

noch die Hausaufgaben durch u. habe

noch manchen Fehler zu beseitigen,

den die Mama stehen gelassen hat.

Schwägerin Emmy schreibt aus Querfurt,

sie wird wahrscheinlich nicht

nach Naumburg ziehen, wo das

Leben teuer sein soll, sondern

vielleicht in Querfurt bleiben. In

der Vereinszeitung lese ich die

Vermählung meines alten Schul-

 rechte Seite 

freundes Dr. Georg Leidinger,

Oberbibliothekar in der Münchner

Staatsbibliothek.

XII (17. - 23. März) Andauernd herrl.

Frühlingswetter. Am Freitag ist

Schulschluß. Hanna hat sich in der

Religion auf 1 und im Französischen

auf 2 verbessert. Fritz und Margaret

von Einersheim besuchen uns

um die Mittagszeit auf 1 Stunde,

bringen wieder allerhand Eßbares

mit. Die Verpflegung ist halt bei uns

doch recht schlecht. Ich merke es an

mir, was es heißt: viel arbeiten

u. wenig essen. Gute Nachrichten

vom westlichen Kriegsschauplatz;

Die feindliche Front ist an einer breiten

Stelle bei Arras u. St. Quentin durchbrochen.

Möchte doch der Friede

auch hier noch im Laufe dieses

Jahres kommen. Emmi hatte den

Brüllhusten u. mußte wieder

einige Tage im Bett bleiben.

XIII. (24. - 30. März) Osterwoche.

Am Sonntag früh nach der Kriche

mit den Kindern zur Heidingsfelder 

Brücke, Nachmittag zum Brandplatz


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  • September 27, 2017 13:47:20 Daniela Z

     linke Seite 

    nur am 15. für ein paar Stunden

    durch Schneefall unterbrochen. Die

    Kinder tummeln sich mittags gewöhnlich

    auf dem Sanderrasen mit Reifspielen

    und Kreiseln, auch die Pferdevormusterung,

    die kürzlich dort

    stattfand, hatte viel Anziehungskraft.

    Um 1/2 3 muß dann Hanna, die nachmittags

    frei hat, ihre Aufgaben

    machen. Manches Kopfzerbrechen

    macht die Lösung der "Aggregate",

    bei uns hießen sie früher wohl

    Klammerrechnungen. Wenn ich

    abends aus dem Büro komme und

    nach dem Abendessen gehe ich mit ihr

    noch die Hausaufgaben durch u. habe

    noch manchen Fehler zu beseitigen,

    den die Mama stehen gelassen hat.

    Schwägerin Emmy schreibt aus Querfurt,

    sie wird wahrscheinlich nicht

    nach Naumburg ziehen, wo das

    Leben teuer sein soll, sondern

    vielleicht in Querfurt bleiben. In

    der Vereinszeitung lese ich die

    Vermählung meines alten Schul-

     rechte Seite 

    freundes Dr. Georg Leidinger,

    Oberbibliothekar in der Münchner

    Staatsbibliothek.

    XII (17. - 23. März) Andauernd herrl.

    Frühlingswetter. Am Freitag ist

    Schulschluß. Hanna hat sich in der

    Religion auf 1 und im Französischen

    auf 2 verbessert. Fritz und Margaret

    von Einersheim besuchen uns

    um die Mittagszeit auf 1 Stunde,

    bringen wieder allerhand Eßbares

    mit. Die Verpflegung ist halt bei uns

    doch recht schlecht. Ich merke es an

    mir, was es heißt: viel arbeiten

    u. wenig essen. Gute Nachrichten

    vom westlichen Kriegsschauplatz;

    Die feindliche Front ist an einer breiten

    Stelle bei Arras u. St. Quentin durchbrochen.

    Möchte doch der Friede

    auch hier noch im Laufe dieses

    Jahres kommen. Emmi hatte den

    Brüllhusten u. mußte wieder

    einige Tage im Bett bleiben.

    XIII. (24. - 30. März) Osterwoche.

    Am Sonntag früh nach der Kriche

    mit den Kindern zur Heidingsfelder 

    Brücke, Nachmittag zum Brandplatz

  • September 27, 2017 13:28:26 Daniela Z

     linke Seite 

    nur am 15. für ein paar Stunden

    durch Schneefall unterbrochen. Die

    Kinder tummeln sich mittags gewöhnlich

    auf dem Sanderrasen mit Reifspielen

    und Kreiseln, auch die Pferdevormusterung,

    die kürzlich dort

    stattfand, hatte viel Anziehungskraft.

    Um 1/2 3 muß dann Hanna, die nachmittags

    frei hat, ihre Aufgaben

    machen. Manches Kopfzerbrechen

    macht die Lösung der "Aggregate",

    bei uns hießen sie früher wohl

    Klammerrechnungen. Wenn ich

    abends aus dem Büro komme und

    nach dem Abendessen gehe ich mit ihr

    noch die Hausaufgaben durch u. habe

    noch manchen Fehler zu beseitigen,

    den die Mama stehen gelassen hat.

    Schwägerin Emmy schreibt aus Querfurt,

    sie wird wahrscheinlich nicht

    nach Naumburg ziehen, wo das

    Leben teuer sein soll, sondern

    vielleicht in Querfurt bleiben. In

    der Vereinszeitung lese ich die

    Vermählung meines alten Schul-

     rechte Seite 

    freundes Dr. Georg Leidinger,

    Oberbibliothekar in der Münchner

    Staatsbibliothek.

    XII (17. - 23. März) Andauernd herrl.

    Frühlingswetter. Am Freitag ist

    Schulschluß. Hanna hat sich in der

    Religion auf 1 und im Französischen

    auf 2 verbessert. Fritz und Margaret

    von Einersheim besuchen uns

    um die Mittagszeit auf 1 Stunde,

    bringen wieder allerhand Eßbares

    mit. Die Verpflegung ist halt bei uns

    doch recht schlecht. Ich merke es an

    mir, was es heißt: viel arbeiten

    u. wenig essen. Gute Nachrichten

    vom westlichen Kriegsschauplatz;

    Die feindliche Front ist an einer breiten

    Stelle bei Arras u. St. Quentin durchbrochen.

    Möchte doch der Friede

    auch hier noch im Laufe dieses

    Jahres kommen. Emmi hatte den

    Brüllhusten u. mußte wieder

    einige Tage im Bett bleiben.

    XIII. (24. - 30. März) Osterwoche.

    Am Sonntag früh nach der Kriche

    mit den Kindern zur Heidingsfelder 

    Brücke, Nachmittag zum  Brandplatz 


  • September 27, 2017 13:22:00 Daniela Z

     linke Seite 

    nur am 15. für ein paar Stunden

    durch Schneefall unterbrochen. Die

    Kinder tummeln sich mittags gewähnlich

    auf den  Sanderrahen mit Reifspielen

    und Kreiseln, auch die Pferdevormusterung,

    die kürzlich dort

    stattfand, hatte viel Anziehungskraft.

    Um 1/2 3 muß dann Hanna, die nachmittags

    frei hat, ihre Aufgaben

    machen. Manches Kopfzerbrechen

    macht die Lösung der "Aggregate",

    bei uns hießen sie früher wohl

    Klammerrechnungen. Wenn ich

    abends aus dem Büro komme und

    nach dem Abendessen gehe ich mit ihr

    noch die Hausaufgaben durch u. habe

    noch manchen Fehler zu beseitigen,

    den die Mama stehen gelassen hat.

    Schwägerin  Emmy  schreibt aus Querfurt,

    sie wird wahrscheinlich nicht

    nach Naumburg ziehen, wo das

    Leben teuer sein soll, sondern

    vielleicht in Querfurt bleiben. In

    der Vereinszeitung lese ich die

    Vermählung meines alten Schul-

     rechte Seite 

    freundes Dr. Georg Leidinger,

    Oberbibliothekar in der Münchner

    Staatsbibliothek.

    XII (17. - 23. März) Andauernd herrl.

    Frühlingswetter. Am Freitag ist

    Schulschluß. Hanna hat sich in der

    Religion auf 1 und im Französischen

    auf 2 verbessert. Fritz und Margaret

    von Einersheim besuchen uns

    um die Mittagszeit auf 1 Stunde,

    bringen wieder allerhand Eßbares

    mit. Die Verpflegung ist halt bei uns

    doch recht schlecht. Ich merke es an

    mir, was es heißt: viel arbeiten

    u. wenig essen. Gute Nachrichten

    vom westlichen Kriegsschauplatz;

    Die feindliche Front ist an einer breiten

    Stelle bei Arras u. St. Quentin durchbrochen.

    Möchte doch der Friede

    auch hier noch im Laufe dieses

    Jahres kommen. Emmi hatte den

    Brüllhusten u. mußte wieder

    einige Tage im Bett bleiben.

    XIII. (24. - 30. März) Osterwoche.

    Am Sonntag früh nach der Kriche

    mit den Kindern zur  Heilingsfelder 

    Brücke, Nachmittag zum  Brandplatz 


  • September 27, 2017 13:15:07 Daniela Z

     linke Seite 

    nur am 15. für ein paar Stunden

    durch Schneefall unterbrochen. Die

    Kinder tummeln sich mittags gewähnlich

    auf den  Sanderrahen mit Reifspielen

    und Kreiseln, auch die Pferdevormusterung,

    die kürzlich dort

    stattfand, hatte viel Anziehungskraft.

    Um 1/2 3 muß dann Hanna, die nachmittags

    frei hat, ihre Aufgaben

    machen. Manches Kopfzerbrechen

    macht die Lösung der "Aggregate",

    bei uns hießen sie früher wohl

    Klammerrechnungen. Wenn ich

    abends aus dem Büro komme und

    nach dem Abendessen gehe ich mit ihr

    noch die Hausaufgaben durch u. habe

    noch manchen Fehler zu beseitigen,

    den die Mama stehen gelassen hat.

    Schwägerin  Emmy  schreibt aus Querfurt,

    sie wird wahrscheinlich nicht

    nach Naumburg ziehen, wo das

    Leben teuer sein soll, sondern

    vielleicht in Querfurt bleiben. In

    der Vereinszeitung lese ich die

    Vermählung meines alten Schul-

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Source
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Contributor
Vera Braune
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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