Familientagebuch (1917-1922) von Gustav Braune (1870-1954), item 22
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linke Seite
hinter dem Friedhof, wo die Bahnlinien
nach Ansbach u. Schweinfurt
auseinandergehen. Dort ist in
der letzten Woche ein Benzollager abgebrannt,
was einen Schaden von
über 250000 M. verursachte. Die
ausgebrannten Benzinbehälter liegen
auf den durch das Feuer verbogenen
Eisenschienen. Die Telegrafenstangen
der Bahnlinie sind schwarz
verkohlt. - Am Gründonnerstag Nachm. 5 Uhr gehen wir zum hl.
Abendmahl, das von Pf. Dr. Sodeur
u. Vikar Linn ausgeteilt wird.
Die ganze Kriche fast ist von Kommunikanten
gefüllt. Am Charfreitag
kommt nach wochenlangem herrlichem
Frühlingswetter Regen.
Die Volkschulen haben am Donnerstag
geschlossen. Ernsts Lehrer
hatte vor einigen Wochen einen Schlaganfall
u. kann keine Schule mehr
halten. Das ihn vertretende Fräulein
kommt Ernst sehr "streng" vor.
XIV. (31. März - 6. April). Die kleinen
Osterspaziergänge strengen mich so an,
rechte Seite
daß ich ernstlich daran denke, die Berufstätigkeit
zu unterbrechen und meinem
Herzen Ruhe zu verschaffen. Ernst hat
wiedereinmal eine kleine Ohrenentzündung
u. muß zu Dr. Reichner.
Es vergeht aber bald. Mein Onkel Ferdinand
Herbst in München schreibt,
daß meine Base Marie, deren Mann,
Pastor Smid in Salzuflen kürzlich
im 49. Jahre an pernizioser Anämie
gestorben ist, 4 Kinder hat, wovon 3
schon höhere Lehranstalten besuchen,
sie will in ein kleines Lippe'sches
Städtchen in der Nähe ziehen. Onkel
Christian in Rothenburg war sehr krank
an Influenza, hat sich aber wieder
erholt. Unsere Offensive im Westen
schreitet langsam vorwärts.
XV. (7. - 13. April) Am Dienstag gehen
die Schulen wieder an. Ernst hat jetzt
täglich nur 2 Stunden Schule; sein
Lehrer soll blind und gelähmt
sein. Unsere Offensive im Westen
geht tüchtig vorwärts. Die englischen
Stellungen sind nun auch
bei Armentières durchbrochen.
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linke Seite
hinter dem Friedhof, wo die Bahnlinien
nach Ansbach u. Schweinfurt
auseinandergehen. Dort ist in
der letzten Woche ein Benzollager abgebrannt,
was einen Schaden von
über 250000 M. verursachte. Die
ausgebrannten Benzinbehälter liegen
auf den durch das Feuer verbogenen
Eisenschienen. Die Telegrafenstangen
der Bahnlinie sind schwarz
verkohlt. - Am Gründonnerstag Nachm. 5 Uhr gehen wir zum hl.
Abendmahl, das von Pf. Dr. Sodeur
u. Vikar Linn ausgeteilt wird.
Die ganze Kriche fast ist von Kommunikanten
gefüllt. Am Charfreitag
kommt nach wochenlangem herrlichem
Frühlingswetter Regen.
Die Volkschulen haben am Donnerstag
geschlossen. Ernsts Lehrer
hatte vor einigen Wochen einen Schlaganfall
u. kann keine Schule mehr
halten. Das ihn vertretende Fräulein
kommt Ernst sehr "streng" vor.
XIV. (31. März - 6. April). Die kleinen
Osterspaziergänge strengen mich so an,
rechte Seite
daß ich ernstlich daran denke, die Berufstätigkeit
zu unterbrechen und meinem
Herzen Ruhe zu verschaffen. Ernst hat
wiedereinmal eine kleine Ohrenentzündung
u. muß zu Dr. Reichner.
Es vergeht aber bald. Mein Onkel Ferdinand
Herbst in München schreibt,
daß meine Base Marie, deren Mann,
Pastor Smid in Salzuflen kürzlich
im 49. Jahre an pernizioser Anämie
gestorben ist, 4 Kinder hat, wovon 3
schon höhere Lehranstalten besuchen,
sie will in ein kleines Lippe'sches
Städtchen in der Nähe ziehen. Onkel
Christian in Rothenburg war sehr krank
an Influenza, hat sich aber wieder
erholt. Unsere Offensive im Westen
schreitet langsam vorwärts.
XV. (7. - 13. April) Am Dienstag gehen
die Schulen wieder an. Ernst hat jetzt
täglich nur 2 Stunden Schule; sein
Lehrer soll blind und gelähmt
sein. Unsere Offensive im Westen
geht tüchtig vorwärts. Die englischen
Stellungen sind nun auch
bei Armentières durchbrochen.
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linke Seite
hinter dem Friedhof, wo die Bahnlinien
nach Ansbach u. Schweinfurt
auseinandergehen. Dort ist in
der letzten Woche ein Benzollager abgebrannt,
was einen Schaden von
über 250000 M. verursachte. Die
ausgebrannten Benzinbehälter liegen
auf den durch das Feuer verbogenen
Eisenschienen. Die Telegrafenstangen
der Bahnlinie sind schwarz
verkohlt. - Am Gründonnerstag Nachm. 5 Uhr gehen wir zum hl.
Abendmahl, das von Pf. Dr. Sodeur
u. Vikar Linn ausgeteilt wird.
Die ganze Kriche fast ist von Kommunikanten
gefüllt. Am Charfreitag
kommt nach wochenlangem herrlichem
Frühlingswetter Regen.
Die Volkschulen haben am Donnerstag
geschlossen. Ernsts Lehrer
hatte vor einigen Wochen einen Schlaganfall
u. kann keine Schule mehr
halten. Das ihn vertretende Fräulein
kommt Ernst sehr "streng" vor.
XIV. (31. März - 6. April). Die kleinen
Osterspaziergänge strengen mich so an,
rechte Seite
daß ich ernstlich daran denke, die Berufstätigkeit
zu unterbrechen und meinem
Herzen Ruhe zu verschaffen. Ernst hat
wiedereinmal eine kleine Ohrenentzündung
u. muß zu Dr. Reichner.
Es vergeht aber bald. Mein Onkel Ferdinand
Herbst in München schreibt,
daß meine Base Marie, deren Mann,
Pastor Smid in Salzuflen kürzlich
im 49. Jahre an pernizioser Anämie
gestorben ist, 4 Kinder hat, wovon 3
schon höhere Lehranstalten besuchen,
sie will in ein kleines Lippe'sches
Städtchen in der Nähe ziehen. Onkel
Christian in Rothenburt war sehr krank
an Influenza, hat sich aber wieder
erholt. Unsere Offensive im Westen
schreitet langsam vorwärts.
XV. (7. - 13. April) Am Dienstag gehen
die Schulen wieder an. Ernst hat jetzt
täglich nur 2 Stunden Schule; sein
Lehrer soll blind und gelähmt
sein. Unsere Offensive im Westen
geht tüchtig vorwärts. Die englischen
Stellungen sind nun auch
bei Armentières durchbrochen.
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linke Seite
hinter dem Friedhof, wo die Bahnlinien
nach Ansbach u. Schweinfurt
auseinandergehen. Dort ist in
der letzten Woche ein Benzollager abgebrannt,
was einen Schaden von
über 250000 M. verursachte. Die
ausgebrannten Benzinbehälter liegen
auf den durch das Feuer verbogenen
Eisenschienen. Die Telegrafenstangen
der Bahnlinie sind schwarz
verkohlt. - Am Gründonnerstag Nachm. 5 Uhr gehen wir zum hl.
Abendmahl, das von Pf. Dr. Sodeur
u. Vikar Linn ausgeteilt wird.
Die ganze Kriche fast ist von Kommunikanten
gefüllt. Am Charfreitag
kommt nach wochenlangem herrlichem
Frühlingswetter Regen.
Die Volkschulen haben am Donnerstag
geschlossen. Ernsts Lehrer
hatte vor einigen Wochen einen Schlaganfall
u. kann keine Schule mehr
halten. Das ihn vertretende Fräulein
kommt Ernst sehr "streng" vor.
XIV. (31. März - 6. April). Die kleinen
Osterspaziergänge strengen mich so an,
rechte Seite
daß ich ernstlich daran denke, die Berufstätigkeit
zu unterbrechen und meinem
Herzen Ruhe zu verschaffen. Ernst hat
wiedereinmal eine kleine Ohrenentzündung
u. muß zu Dr. Reichner.
Es vergeht aber bald. Mein Onkel Ferdinand
Herbst in München schreibt,
daß meine Base Marie, deren Mann,
Pastor Smid in Salzuflen kürzlich
im 49. Jahre an pernizioser Anämie
gestorben ist, 4 Kinder hat, wovon 3
schon höhere Lehranstalten besuchen,
sie will in ein kleines Lippe'sches
Städtchen in der Nähe ziehen. Onkel
Christian in Rothenburt war sehr krank
an Influenza, hat sich aber wieder
erholt. Unsere Offensive im Westen
schreitet langsam vorwärts.
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linke Seite
hinter dem Friedhof, wo die Bahnlinien
nach Ansbach u. Schweinfurt
auseinandergehen. Dort ist in
der letzten Woche ein Benzollager abgebrannt,
was einen Schaden von
über 250000 M. verursachte. Die
ausgebrannten Benzinbehälter liegen
auf den durch das Feuer verbogenen
Eisenschienen. Die Telegrafenstangen
der Bahnlinie sind schwarz
verkohlt. - Am Gründonnerstag Nachm. 5 Uhr gehen wir zum hl.
Abendmahl, das von Pf. Dr. Sodeur
u. Vikar Linn ausgeteilt wird.
Die ganze Kriche fast ist von Kommunikanten
gefüllt. Am Garfreitag
kommt nach wochenlangem herrlichem
Frühlingswetter Regen.
Die Volkschulen haben am Donnerstag
geschlossen. Ernsts Lehrer
hatte vor einigen Wochen einen Schlaganfall
u. kann keine Schule mehr
halten. Das ihn vertretende Fräulein
kommt Ernst sehr "streng" vor.
XIV. (31. März - 6. April). Die kleinen
Osterspaziergänge strengen mich so an,
rechte Seite
daß ich ernstlich daran denke, die Berufstätigkeit
zu unterbrechen und meinem
Herzen Ruhe zu verschaffen. Ernst hat
wiedereinmal eine kleine Ohrenentzündung
u. muß zu Dr. Reichner.
Es vergeht aber bald. Mein Onkel Ferdinand
Herbst in München schreibt,
daß meine Base Marie, deren Mann,
Pastor Smid in Salzuflen kürzlich
im 49. Jahre an gerinzioser Anämie
gestorben ist, 4 Kinder hat, wovon 3
schon höhere Lehranstalten besuchen,
sie will in ein kleines Lippisches
Städtchen in der Nähe ziehen. Onkel
Christian in Rothenburt war sehr krank
an Influenza, hat sich aber wieder
erholt. Unsere Offensive im Westen
schreitet langsam vorwärts.
XV. (
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hinter dem Friedhof, wo die Bahnlinien
nach Ansbach u. Schweinfurt
auseinandergehen. Dort ist in
der letzten Woche ein Benzollager abgebrannt,
was einen Schaden von
über 250000 M. verursachte. Die
ausgebrannten Benzinbehälter liegen
auf den durch das Feuer verbogenen
Eisenschienen. Die Telegrafenstangen
der Bahnlinie sind schwarz
verkohlt. - Am Gründonnerstag Nachm. 5 Uhr gehen wir zum hl.
Abendmahl, das von Pf. Dr. Sodeur
u. Vikar Linn ausgeteilt wird.
Die ganze Kriche fast ist von Kommunikanten
gefüllt. Am Garfreitag
kommt nach wochenlangem herrlichem
Frühlingswetter Regen.
Die Volkschulen haben am Donnerstag
geschlossen. Ernsts Lehrer
hatte vor einigen Wochen einen Schlaganfall
u. kann keine Schule mehr
halten. Das ihn vertretende Fräulein
kommt Ernst sehr "streng" vor.
XIV. (31. März - 6. April). Die kleinen
Osterspaziergänge strengen mich so an,
rechte Seite
-
linke Seite
hinter dem Friedhof, wo die Bahnlinien
nach Ansbach u. Schweinfurt
auseinandergehen. Dort ist in
der letzten Woche ein Benzollager abgebrannt,
was einen Schaden von
über 250000 M. verursachte. Die
ausgebrannten Benzinbehälter liegen
auf den durch das Feuer verbogenen
Eisenschienen. Die Telegrafenstangen
der Bahnlinie sind schwarz
verkohlt. - Am Gründonnerstag Nachm. 5 Uhr gehen wir zum hl.
Abendmahl, das von Pf. Dr. Sodeur
u. Vikar Linn ausgeteilt wird.
Die ganze Kriche fast ist von Kommunikanten
gefüllt. Am Garfreitag
kommt nach wochenlangem herrlichem
Frühlingswetter Regen.
Die Volkschulen haben am Donnerstag
geschlossen. Ernsts Lehrer
hatte vor einigen Wochen einen Schlaganfall
u. kann keine Schule mehr
halten. Das ihn vertretende Fräulein
kommt Ernst sehr "streng" vor.
XIV. (31. März - 6. April). Die kleinen
Osterspaziergänge strengen mich so an,
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Schweinfurt
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- 1948 / 23372
- Contributor
- Vera Braune
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