Deutsche Kriegszeitung - Illustrierte Wochenausgabe, herausgegeben vom Berliner Lokal-Anzeiger, item 24

Edit transcription:
...
Transcription saved
Enhance your transcribing experience by using full-screen mode

Transcription

You have to be logged in to transcribe. Please login or register and click the pencil-button again

gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt. Wir laden uns also, um den Vereinigten Staaten entgegenzukommen, große Schwierigkeiten auf; mögen sie sich nicht als zu groß erweisen, denn unter keinen Umständen dürfen wir die Waffe des Unterseebootskrieges abstumpfen, seine wirtschaftliche Wirkung muß uns langsam, aber sicher helfen, England niederzuzwingen. Die kürzlich aufgeworfene Frage, ober der Unterseebootskrieg das kann, war ganz überflüssig, denn wenn das an maßgebender Stelle nicht geglaubt würde, dann setzten wir nicht so viel Kraft an diesen Krieg, und daß maßgebende Männer solchen Glauben nicht ohne ausreichenden Grund haben, kann bei uns in Deutschland glücklicherweise angenommen werden. So war das Ganze nur das Bedürfnis des Besserwissens oder Bangemachens. Beides in jetziger Zeit gleich unzweckmäßig.

I n  d e r  O s t s e e  hat sich nach dem Gotland=Gefecht nichts ereignet. Rußland hat sich für die Verletzung der schwedischen Neutralität in dürftigster Form entschuldigt. Schweden wird also wohl selbst die Achtung seiner Hoheitsrechte tatkräftig in die Hand nehmen müssen, wenn es sich nicht ähnlicher Nichtachtung erneut aussetzen will.

I n  d e n  o st a f r i k a n is ch e n  G e w ä s s e r n  scheint unser kleiner Kreuzer "Königsberg", der ja schon seit langem in der Flußmündung des Rufidji eingeschlossen war, einem von langer Hand vorbereiteten Angriff englischer Streikräfte erlegen zu sein. Kreuzer, Kanonboote und Flieger waren dazu aufgeboten. Die englische Admiralität berichtet über die Dauer dieses Kampfes vom 4. bis 11. Juli und schließt damit, daß das Schiff am 11. Juli ganz wrack geschossen wurde, aber auch am 11. noch erwiderte die "Königsberg" das Feuer. Ob das Schicksal des Schiffes damit also jetzt schon besiegelt ist, kann man danach ruhig bezweifeln, wenn es auch für das Schiff wohl keine Möglichkeit mehr gibt, zu entkommen, oder sich dem Feind auf die Dauer zu entziehen.

I m  M i t t e l m e e r  ist ein neuer großer Erfolg der österreichisch=ungarischen Unterseebotte zu verzeichnen, deren eines am 7. Juli in der Frühe den italienischen Panzerkreuzer "Amalfi" versenkte. Ein großer Teil der Besatzung konnte gerettet werden, weil noch andere Schiffe in der Nähe waren. Um so anerkennenswerter ist die Leistung des Boots. "Amalfi" ist ein neuer, schwer bewaffneter Panzerkreuzer aus dem Jahre 1908 von 10,000 Tonnen, sein Untergang ist für die italienische Flotte ein empfindlicher Verlust. Einen eigentümlichen Trost zieht Italien aus diesem Verlust. Es will ihn zum Sporn machen, daß die Adria ganz italienisches Meer werde. Bis dahin hat's noch gute Wege. Aktive Schritte dazu in Gestalt irgendeines Erfolges hat Italien bisher in der Adria ebensowenig getan wie im Landkrieg.

V o r  d e n  D a r d a n e l l e n  ist alles unverändert.

I m  S c h w a r z e n  M e e r  hat Rußland jüngst den Kriegsgebräuchen der Verbündeten die Krone aufgesetzt, indem seine Kriegsschiffe ein Dutzend türkischer Segelfahrzeuge, denen sie begegneten, ohne weiteres in Grund und Boden schossen und die in Booten flüchtende Bemannung auch zusammenschossen. Weder Anruf, noch Anhalten hatte stattgefunden, kein Feind war in der Nähe, und es waren nicht etwa Unterseeboote, die die Leute nicht hätten retten können. Die feindllichen Fahrzeuge waren ihnen von Rechts wegen verfallen, aber die beabsichtigte Tötung friedlicher Besatzung, die weder Militärpersonen waren, noch sich widersetzt hatten, war barbarischer Mord ohne jede Kriegsnotwendigkeit.

 v. K. 


 Werbeanzeige: 

Man bestellt

die "Deutsche Kriegszeitung",

Ilustrierte Wochenausgabe, bei

sämtlichen Geschäftsstellen von

August Scherl G. m. b. H. sowie

in allen Buchhandlungen zum

Preise von 10 Pf. wöchentlich

frei ins Haus. Sonst bei der Post

für 44 Pf. monatlich, 1.30 M.

vierteljährlich (ohne Bestellgeld).

                       _____

Wer Angehörigen im Felde eine

Freude bereiten will, pber=

weiße ihnen durch sein Postamt

unsere Zeitung zum Preise von

54 Pf. monatllich frei Standort.


__________________________________________________________________________________________________________________

 Werbeanzeigen: 


Rein deutsches Erzeugnis!

Steckenpferd=Seife

gehört in den Tornister eines jeden

Soldaten, da dieselbe nach großen

Strapazen äußerst anregend

und erfrischend wirkt.


Preis 50 Pfg.

______________________________________________________________________________________________________________

Erinnerungs-Ring

an die Tapferkeit unserer Söhne u. Brüder im Felde

Altsilber, fein ziselisert, mit Emaillebild

"Eisernes Kreuz",

Katalog unserer Waren umsonst.

Stahlwarenfabrik u. Versandhaus

E. von den Steinen&Cie.

Wald bei Solingen 4.

Gegen Ein-sendung v. Mk. 1.10 fr. Zusendung.

Nachn, 30 Pf.

mehr.- Weite angeben mit Papier-

streifen um den Finger gemessen.

___________________________________________________________________________________________________________________


Sammelmappe

zum Aufbewahren der "Deutschen Kriegszeitung"

Künstlerisch ausgestattet: Leinen-Einband

mit 2 farbigem Aufdruck, Größe 33 x 48 cm,

Preis 1.25 M. Z u  b e z i e h e n  durch

die Buchhandlungen und die sämtlichen

Geschäftstellen Von August Scherl G. m. b. H. Berlin.

__________________________________________________________________________________________________________________


Das bewährte Heilverfahren gegen Arterien-Verkalkung

(S ch l a g a n f a l l)

von dem Hunderte von vorzüglichen Anerkennungsschreibn u. Referenzen vor=

liegen, bewzeckt die auflösung des Kalkes u. die Regenerieung der geschädigte

Organe. Kriegsgerichtsrat Dr. R. (Arterien=Verkalkung) schreibt uns: "Die Wir=

kung ist eine ganz ausgezeichnete, die mich zu aufrichtigem Danke vernalaßt."

Frau Oberstleut. S. (Arterien=VErkalkung) schreibt: "Es ist nur wünschens=

wert, daß das herrliche Mittel Oxallo bekannt wird, dess es ist ein Segen für

die Menschheit." Generalleutn. v. E. (Arterien=Verkalkung) schreibt: "...hat

mir die Kur gute dienste geleistet." Prsp. gratis durch Allgemeine Chemische

Gesellschaft m. b. H. Cöln 8 f, Herwarthstr. 17. Vers. d. unsere Versandapotheken.

______________________________________________________________________________________________________________

Kriegs-Seidenwäsche-Fabrik

Emil von Elten, Krefeld.

Rohseidenes Unterzeug

Hemden zu 8 u. 12 Mark

Hosen zu 6.50 und 9.50

Jacken zu 5.25 u. 8 Mark

Rohseide f. Selbstanfertigung

78 cm breit

zu M.1.75 u. 2.75 p.Mtr.

Schutz gegen Ungeziefer.

Versand direkt an Krieger

oder Angehörige.

Verl. Sie Preisliste u. Stoffproben.

_________________________________________________________________________________________________________________

Erfrischend

und bei Hitze besonders

wohltuend wirkt unsere

Respira-Stirn-Kühlbinde.

Unentbehrlich f. unsere Feldgrauen!

Preis M. 1.75 das Stück, 3 Stück M.4.50.

"Respira" Sanitäts-Compagnie m.b.H., Cassel 10.

___________________________________________________________________________________________________________________


Marke "Flußperle"

viel begehrte Feldkonserven.

___________________________________________________________________________________________________________________

Bruch ist gefährlich!

Wohltat und Hilfe. Auf Hielung hin-

wirkend,. Viele Dank-

scheib. Aufkl. Bro-

schüre G. geg. 30 Pf.in

Mark. durch: Schieve-

kamp's Bandagen-Ver-

sandhaus Duisburg(158)

----Königstraße 38.----

__________________________________________________________________________________________________________________

Eine Wohltat im Felde


Dr. Dralle's Birken=

Haarwasser.


Preis Mk. 1.85 und 3.70.

Auch in Feldpostpackung für Mk. 1.85

in allen Drogerien, Parfümerien und Friseurgeschäften,

sowie in Apotheken zu haben.

__________________________________________________________________________________________________________________


Druck und Verlag von August Scherl G. m. b. H., Berlin SW, Zimmerstr. 36-41. - Verantwortlich für die Redaktion: Ludwig rhein, Berlin. für den Anzeigenteil: A. Pieniak, Berlin.







Transcription saved

gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt. Wir laden uns also, um den Vereinigten Staaten entgegenzukommen, große Schwierigkeiten auf; mögen sie sich nicht als zu groß erweisen, denn unter keinen Umständen dürfen wir die Waffe des Unterseebootskrieges abstumpfen, seine wirtschaftliche Wirkung muß uns langsam, aber sicher helfen, England niederzuzwingen. Die kürzlich aufgeworfene Frage, ober der Unterseebootskrieg das kann, war ganz überflüssig, denn wenn das an maßgebender Stelle nicht geglaubt würde, dann setzten wir nicht so viel Kraft an diesen Krieg, und daß maßgebende Männer solchen Glauben nicht ohne ausreichenden Grund haben, kann bei uns in Deutschland glücklicherweise angenommen werden. So war das Ganze nur das Bedürfnis des Besserwissens oder Bangemachens. Beides in jetziger Zeit gleich unzweckmäßig.

I n  d e r  O s t s e e  hat sich nach dem Gotland=Gefecht nichts ereignet. Rußland hat sich für die Verletzung der schwedischen Neutralität in dürftigster Form entschuldigt. Schweden wird also wohl selbst die Achtung seiner Hoheitsrechte tatkräftig in die Hand nehmen müssen, wenn es sich nicht ähnlicher Nichtachtung erneut aussetzen will.

I n  d e n  o st a f r i k a n is ch e n  G e w ä s s e r n  scheint unser kleiner Kreuzer "Königsberg", der ja schon seit langem in der Flußmündung des Rufidji eingeschlossen war, einem von langer Hand vorbereiteten Angriff englischer Streikräfte erlegen zu sein. Kreuzer, Kanonboote und Flieger waren dazu aufgeboten. Die englische Admiralität berichtet über die Dauer dieses Kampfes vom 4. bis 11. Juli und schließt damit, daß das Schiff am 11. Juli ganz wrack geschossen wurde, aber auch am 11. noch erwiderte die "Königsberg" das Feuer. Ob das Schicksal des Schiffes damit also jetzt schon besiegelt ist, kann man danach ruhig bezweifeln, wenn es auch für das Schiff wohl keine Möglichkeit mehr gibt, zu entkommen, oder sich dem Feind auf die Dauer zu entziehen.

I m  M i t t e l m e e r  ist ein neuer großer Erfolg der österreichisch=ungarischen Unterseebotte zu verzeichnen, deren eines am 7. Juli in der Frühe den italienischen Panzerkreuzer "Amalfi" versenkte. Ein großer Teil der Besatzung konnte gerettet werden, weil noch andere Schiffe in der Nähe waren. Um so anerkennenswerter ist die Leistung des Boots. "Amalfi" ist ein neuer, schwer bewaffneter Panzerkreuzer aus dem Jahre 1908 von 10,000 Tonnen, sein Untergang ist für die italienische Flotte ein empfindlicher Verlust. Einen eigentümlichen Trost zieht Italien aus diesem Verlust. Es will ihn zum Sporn machen, daß die Adria ganz italienisches Meer werde. Bis dahin hat's noch gute Wege. Aktive Schritte dazu in Gestalt irgendeines Erfolges hat Italien bisher in der Adria ebensowenig getan wie im Landkrieg.

V o r  d e n  D a r d a n e l l e n  ist alles unverändert.

I m  S c h w a r z e n  M e e r  hat Rußland jüngst den Kriegsgebräuchen der Verbündeten die Krone aufgesetzt, indem seine Kriegsschiffe ein Dutzend türkischer Segelfahrzeuge, denen sie begegneten, ohne weiteres in Grund und Boden schossen und die in Booten flüchtende Bemannung auch zusammenschossen. Weder Anruf, noch Anhalten hatte stattgefunden, kein Feind war in der Nähe, und es waren nicht etwa Unterseeboote, die die Leute nicht hätten retten können. Die feindllichen Fahrzeuge waren ihnen von Rechts wegen verfallen, aber die beabsichtigte Tötung friedlicher Besatzung, die weder Militärpersonen waren, noch sich widersetzt hatten, war barbarischer Mord ohne jede Kriegsnotwendigkeit.

 v. K. 


 Werbeanzeige: 

Man bestellt

die "Deutsche Kriegszeitung",

Ilustrierte Wochenausgabe, bei

sämtlichen Geschäftsstellen von

August Scherl G. m. b. H. sowie

in allen Buchhandlungen zum

Preise von 10 Pf. wöchentlich

frei ins Haus. Sonst bei der Post

für 44 Pf. monatlich, 1.30 M.

vierteljährlich (ohne Bestellgeld).

                       _____

Wer Angehörigen im Felde eine

Freude bereiten will, pber=

weiße ihnen durch sein Postamt

unsere Zeitung zum Preise von

54 Pf. monatllich frei Standort.


__________________________________________________________________________________________________________________

 Werbeanzeigen: 


Rein deutsches Erzeugnis!

Steckenpferd=Seife

gehört in den Tornister eines jeden

Soldaten, da dieselbe nach großen

Strapazen äußerst anregend

und erfrischend wirkt.


Preis 50 Pfg.

______________________________________________________________________________________________________________

Erinnerungs-Ring

an die Tapferkeit unserer Söhne u. Brüder im Felde

Altsilber, fein ziselisert, mit Emaillebild

"Eisernes Kreuz",

Katalog unserer Waren umsonst.

Stahlwarenfabrik u. Versandhaus

E. von den Steinen&Cie.

Wald bei Solingen 4.

Gegen Ein-sendung v. Mk. 1.10 fr. Zusendung.

Nachn, 30 Pf.

mehr.- Weite angeben mit Papier-

streifen um den Finger gemessen.

___________________________________________________________________________________________________________________


Sammelmappe

zum Aufbewahren der "Deutschen Kriegszeitung"

Künstlerisch ausgestattet: Leinen-Einband

mit 2 farbigem Aufdruck, Größe 33 x 48 cm,

Preis 1.25 M. Z u  b e z i e h e n  durch

die Buchhandlungen und die sämtlichen

Geschäftstellen Von August Scherl G. m. b. H. Berlin.

__________________________________________________________________________________________________________________


Das bewährte Heilverfahren gegen Arterien-Verkalkung

(S ch l a g a n f a l l)

von dem Hunderte von vorzüglichen Anerkennungsschreibn u. Referenzen vor=

liegen, bewzeckt die auflösung des Kalkes u. die Regenerieung der geschädigte

Organe. Kriegsgerichtsrat Dr. R. (Arterien=Verkalkung) schreibt uns: "Die Wir=

kung ist eine ganz ausgezeichnete, die mich zu aufrichtigem Danke vernalaßt."

Frau Oberstleut. S. (Arterien=VErkalkung) schreibt: "Es ist nur wünschens=

wert, daß das herrliche Mittel Oxallo bekannt wird, dess es ist ein Segen für

die Menschheit." Generalleutn. v. E. (Arterien=Verkalkung) schreibt: "...hat

mir die Kur gute dienste geleistet." Prsp. gratis durch Allgemeine Chemische

Gesellschaft m. b. H. Cöln 8 f, Herwarthstr. 17. Vers. d. unsere Versandapotheken.

______________________________________________________________________________________________________________

Kriegs-Seidenwäsche-Fabrik

Emil von Elten, Krefeld.

Rohseidenes Unterzeug

Hemden zu 8 u. 12 Mark

Hosen zu 6.50 und 9.50

Jacken zu 5.25 u. 8 Mark

Rohseide f. Selbstanfertigung

78 cm breit

zu M.1.75 u. 2.75 p.Mtr.

Schutz gegen Ungeziefer.

Versand direkt an Krieger

oder Angehörige.

Verl. Sie Preisliste u. Stoffproben.

_________________________________________________________________________________________________________________

Erfrischend

und bei Hitze besonders

wohltuend wirkt unsere

Respira-Stirn-Kühlbinde.

Unentbehrlich f. unsere Feldgrauen!

Preis M. 1.75 das Stück, 3 Stück M.4.50.

"Respira" Sanitäts-Compagnie m.b.H., Cassel 10.

___________________________________________________________________________________________________________________


Marke "Flußperle"

viel begehrte Feldkonserven.

___________________________________________________________________________________________________________________

Bruch ist gefährlich!

Wohltat und Hilfe. Auf Hielung hin-

wirkend,. Viele Dank-

scheib. Aufkl. Bro-

schüre G. geg. 30 Pf.in

Mark. durch: Schieve-

kamp's Bandagen-Ver-

sandhaus Duisburg(158)

----Königstraße 38.----

__________________________________________________________________________________________________________________

Eine Wohltat im Felde


Dr. Dralle's Birken=

Haarwasser.


Preis Mk. 1.85 und 3.70.

Auch in Feldpostpackung für Mk. 1.85

in allen Drogerien, Parfümerien und Friseurgeschäften,

sowie in Apotheken zu haben.

__________________________________________________________________________________________________________________


Druck und Verlag von August Scherl G. m. b. H., Berlin SW, Zimmerstr. 36-41. - Verantwortlich für die Redaktion: Ludwig rhein, Berlin. für den Anzeigenteil: A. Pieniak, Berlin.








Transcription history
  • November 1, 2017 10:58:21 Dagmar Veigel

    gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt. Wir laden uns also, um den Vereinigten Staaten entgegenzukommen, große Schwierigkeiten auf; mögen sie sich nicht als zu groß erweisen, denn unter keinen Umständen dürfen wir die Waffe des Unterseebootskrieges abstumpfen, seine wirtschaftliche Wirkung muß uns langsam, aber sicher helfen, England niederzuzwingen. Die kürzlich aufgeworfene Frage, ober der Unterseebootskrieg das kann, war ganz überflüssig, denn wenn das an maßgebender Stelle nicht geglaubt würde, dann setzten wir nicht so viel Kraft an diesen Krieg, und daß maßgebende Männer solchen Glauben nicht ohne ausreichenden Grund haben, kann bei uns in Deutschland glücklicherweise angenommen werden. So war das Ganze nur das Bedürfnis des Besserwissens oder Bangemachens. Beides in jetziger Zeit gleich unzweckmäßig.

    I n  d e r  O s t s e e  hat sich nach dem Gotland=Gefecht nichts ereignet. Rußland hat sich für die Verletzung der schwedischen Neutralität in dürftigster Form entschuldigt. Schweden wird also wohl selbst die Achtung seiner Hoheitsrechte tatkräftig in die Hand nehmen müssen, wenn es sich nicht ähnlicher Nichtachtung erneut aussetzen will.

    I n  d e n  o st a f r i k a n is ch e n  G e w ä s s e r n  scheint unser kleiner Kreuzer "Königsberg", der ja schon seit langem in der Flußmündung des Rufidji eingeschlossen war, einem von langer Hand vorbereiteten Angriff englischer Streikräfte erlegen zu sein. Kreuzer, Kanonboote und Flieger waren dazu aufgeboten. Die englische Admiralität berichtet über die Dauer dieses Kampfes vom 4. bis 11. Juli und schließt damit, daß das Schiff am 11. Juli ganz wrack geschossen wurde, aber auch am 11. noch erwiderte die "Königsberg" das Feuer. Ob das Schicksal des Schiffes damit also jetzt schon besiegelt ist, kann man danach ruhig bezweifeln, wenn es auch für das Schiff wohl keine Möglichkeit mehr gibt, zu entkommen, oder sich dem Feind auf die Dauer zu entziehen.

    I m  M i t t e l m e e r  ist ein neuer großer Erfolg der österreichisch=ungarischen Unterseebotte zu verzeichnen, deren eines am 7. Juli in der Frühe den italienischen Panzerkreuzer "Amalfi" versenkte. Ein großer Teil der Besatzung konnte gerettet werden, weil noch andere Schiffe in der Nähe waren. Um so anerkennenswerter ist die Leistung des Boots. "Amalfi" ist ein neuer, schwer bewaffneter Panzerkreuzer aus dem Jahre 1908 von 10,000 Tonnen, sein Untergang ist für die italienische Flotte ein empfindlicher Verlust. Einen eigentümlichen Trost zieht Italien aus diesem Verlust. Es will ihn zum Sporn machen, daß die Adria ganz italienisches Meer werde. Bis dahin hat's noch gute Wege. Aktive Schritte dazu in Gestalt irgendeines Erfolges hat Italien bisher in der Adria ebensowenig getan wie im Landkrieg.

    V o r  d e n  D a r d a n e l l e n  ist alles unverändert.

    I m  S c h w a r z e n  M e e r  hat Rußland jüngst den Kriegsgebräuchen der Verbündeten die Krone aufgesetzt, indem seine Kriegsschiffe ein Dutzend türkischer Segelfahrzeuge, denen sie begegneten, ohne weiteres in Grund und Boden schossen und die in Booten flüchtende Bemannung auch zusammenschossen. Weder Anruf, noch Anhalten hatte stattgefunden, kein Feind war in der Nähe, und es waren nicht etwa Unterseeboote, die die Leute nicht hätten retten können. Die feindllichen Fahrzeuge waren ihnen von Rechts wegen verfallen, aber die beabsichtigte Tötung friedlicher Besatzung, die weder Militärpersonen waren, noch sich widersetzt hatten, war barbarischer Mord ohne jede Kriegsnotwendigkeit.

     v. K. 


     Werbeanzeige: 

    Man bestellt

    die "Deutsche Kriegszeitung",

    Ilustrierte Wochenausgabe, bei

    sämtlichen Geschäftsstellen von

    August Scherl G. m. b. H. sowie

    in allen Buchhandlungen zum

    Preise von 10 Pf. wöchentlich

    frei ins Haus. Sonst bei der Post

    für 44 Pf. monatlich, 1.30 M.

    vierteljährlich (ohne Bestellgeld).

                           _____

    Wer Angehörigen im Felde eine

    Freude bereiten will, pber=

    weiße ihnen durch sein Postamt

    unsere Zeitung zum Preise von

    54 Pf. monatllich frei Standort.


    __________________________________________________________________________________________________________________

     Werbeanzeigen: 


    Rein deutsches Erzeugnis!

    Steckenpferd=Seife

    gehört in den Tornister eines jeden

    Soldaten, da dieselbe nach großen

    Strapazen äußerst anregend

    und erfrischend wirkt.


    Preis 50 Pfg.

    ______________________________________________________________________________________________________________

    Erinnerungs-Ring

    an die Tapferkeit unserer Söhne u. Brüder im Felde

    Altsilber, fein ziselisert, mit Emaillebild

    "Eisernes Kreuz",

    Katalog unserer Waren umsonst.

    Stahlwarenfabrik u. Versandhaus

    E. von den Steinen&Cie.

    Wald bei Solingen 4.

    Gegen Ein-sendung v. Mk. 1.10 fr. Zusendung.

    Nachn, 30 Pf.

    mehr.- Weite angeben mit Papier-

    streifen um den Finger gemessen.

    ___________________________________________________________________________________________________________________


    Sammelmappe

    zum Aufbewahren der "Deutschen Kriegszeitung"

    Künstlerisch ausgestattet: Leinen-Einband

    mit 2 farbigem Aufdruck, Größe 33 x 48 cm,

    Preis 1.25 M. Z u  b e z i e h e n  durch

    die Buchhandlungen und die sämtlichen

    Geschäftstellen Von August Scherl G. m. b. H. Berlin.

    __________________________________________________________________________________________________________________


    Das bewährte Heilverfahren gegen Arterien-Verkalkung

    (S ch l a g a n f a l l)

    von dem Hunderte von vorzüglichen Anerkennungsschreibn u. Referenzen vor=

    liegen, bewzeckt die auflösung des Kalkes u. die Regenerieung der geschädigte

    Organe. Kriegsgerichtsrat Dr. R. (Arterien=Verkalkung) schreibt uns: "Die Wir=

    kung ist eine ganz ausgezeichnete, die mich zu aufrichtigem Danke vernalaßt."

    Frau Oberstleut. S. (Arterien=VErkalkung) schreibt: "Es ist nur wünschens=

    wert, daß das herrliche Mittel Oxallo bekannt wird, dess es ist ein Segen für

    die Menschheit." Generalleutn. v. E. (Arterien=Verkalkung) schreibt: "...hat

    mir die Kur gute dienste geleistet." Prsp. gratis durch Allgemeine Chemische

    Gesellschaft m. b. H. Cöln 8 f, Herwarthstr. 17. Vers. d. unsere Versandapotheken.

    ______________________________________________________________________________________________________________

    Kriegs-Seidenwäsche-Fabrik

    Emil von Elten, Krefeld.

    Rohseidenes Unterzeug

    Hemden zu 8 u. 12 Mark

    Hosen zu 6.50 und 9.50

    Jacken zu 5.25 u. 8 Mark

    Rohseide f. Selbstanfertigung

    78 cm breit

    zu M.1.75 u. 2.75 p.Mtr.

    Schutz gegen Ungeziefer.

    Versand direkt an Krieger

    oder Angehörige.

    Verl. Sie Preisliste u. Stoffproben.

    _________________________________________________________________________________________________________________

    Erfrischend

    und bei Hitze besonders

    wohltuend wirkt unsere

    Respira-Stirn-Kühlbinde.

    Unentbehrlich f. unsere Feldgrauen!

    Preis M. 1.75 das Stück, 3 Stück M.4.50.

    "Respira" Sanitäts-Compagnie m.b.H., Cassel 10.

    ___________________________________________________________________________________________________________________


    Marke "Flußperle"

    viel begehrte Feldkonserven.

    ___________________________________________________________________________________________________________________

    Bruch ist gefährlich!

    Wohltat und Hilfe. Auf Hielung hin-

    wirkend,. Viele Dank-

    scheib. Aufkl. Bro-

    schüre G. geg. 30 Pf.in

    Mark. durch: Schieve-

    kamp's Bandagen-Ver-

    sandhaus Duisburg(158)

    ----Königstraße 38.----

    __________________________________________________________________________________________________________________

    Eine Wohltat im Felde


    Dr. Dralle's Birken=

    Haarwasser.


    Preis Mk. 1.85 und 3.70.

    Auch in Feldpostpackung für Mk. 1.85

    in allen Drogerien, Parfümerien und Friseurgeschäften,

    sowie in Apotheken zu haben.

    __________________________________________________________________________________________________________________


    Druck und Verlag von August Scherl G. m. b. H., Berlin SW, Zimmerstr. 36-41. - Verantwortlich für die Redaktion: Ludwig rhein, Berlin. für den Anzeigenteil: A. Pieniak, Berlin.








  • November 1, 2017 10:54:32 Dagmar Veigel

    gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt. Wir laden uns also, um den Vereinigten Staaten entgegenzukommen, große Schwierigkeiten auf; mögen sie sich nicht als zu groß erweisen, denn unter keinen Umständen dürfen wir die Waffe des Unterseebootskrieges abstumpfen, seine wirtschaftliche Wirkung muß uns langsam, aber sicher helfen, England niederzuzwingen. Die kürzlich aufgeworfene Frage, ober der Unterseebootskrieg das kann, war ganz überflüssig, denn wenn das an maßgebender Stelle nicht geglaubt würde, dann setzten wir nicht so viel Kraft an diesen Krieg, und daß maßgebende Männer solchen Glauben nicht ohne ausreichenden Grund haben, kann bei uns in Deutschland glücklicherweise angenommen werden. So war das Ganze nur das Bedürfnis des Besserwissens oder Bangemachens. Beides in jetziger Zeit gleich unzweckmäßig.

    I n  d e r  O s t s e e  hat sich nach dem Gotland=Gefecht nichts ereignet. Rußland hat sich für die Verletzung der schwedischen Neutralität in dürftigster Form entschuldigt. Schweden wird also wohl selbst die Achtung seiner Hoheitsrechte tatkräftig in die Hand nehmen müssen, wenn es sich nicht ähnlicher Nichtachtung erneut aussetzen will.

    I n  d e n  o st a f r i k a n is ch e n  G e w ä s s e r n  scheint unser kleiner Kreuzer "Königsberg", der ja schon seit langem in der Flußmündung des Rufidji eingeschlossen war, einem von langer Hand vorbereiteten Angriff englischer Streikräfte erlegen zu sein. Kreuzer, Kanonboote und Flieger waren dazu aufgeboten. Die englische Admiralität berichtet über die Dauer dieses Kampfes vom 4. bis 11. Juli und schließt damit, daß das Schiff am 11. Juli ganz wrack geschossen wurde, aber auch am 11. noch erwiderte die "Königsberg" das Feuer. Ob das Schicksal des Schiffes damit also jetzt schon besiegelt ist, kann man danach ruhig bezweifeln, wenn es auch für das Schiff wohl keine Möglichkeit mehr gibt, zu entkommen, oder sich dem Feind auf die Dauer zu entziehen.

    I m  M i t t e l m e e r  ist ein neuer großer Erfolg der österreichisch=ungarischen Unterseebotte zu verzeichnen, deren eines am 7. Juli in der Frühe den italienischen Panzerkreuzer "Amalfi" versenkte. Ein großer Teil der Besatzung konnte gerettet werden, weil noch andere Schiffe in der Nähe waren. Um so anerkennenswerter ist die Leistung des Boots. "Amalfi" ist ein neuer, schwer bewaffneter Panzerkreuzer aus dem Jahre 1908 von 10,000 Tonnen, sein Untergang ist für die italienische Flotte ein empfindlicher Verlust. Einen eigentümlichen Trost zieht Italien aus diesem Verlust. Es will ihn zum Sporn machen, daß die Adria ganz italienisches Meer werde. Bis dahin hat's noch gute Wege. Aktive Schritte dazu in Gestalt irgendeines Erfolges hat Italien bisher in der Adria ebensowenig getan wie im Landkrieg.

    V o r  d e n  D a r d a n e l l e n  ist alles unverändert.

    I m  S c h w a r z e n  M e e r  hat Rußland jüngst den Kriegsgebräuchen der Verbündeten die Krone aufgesetzt, indem seine Kriegsschiffe ein Dutzend türkischer Segelfahrzeuge, denen sie begegneten, ohne weiteres in Grund und Boden schossen und die in Booten flüchtende Bemannung auch zusammenschossen. Weder Anruf, noch Anhalten hatte stattgefunden, kein Feind war in der Nähe, und es waren nicht etwa Unterseeboote, die die Leute nicht hätten retten können. Die feindllichen Fahrzeuge waren ihnen von Rechts wegen verfallen, aber die beabsichtigte Tötung friedlicher Besatzung, die weder Militärpersonen waren, noch sich widersetzt hatten, war barbarischer Mord ohne jede Kriegsnotwendigkeit.

     v. K. 


     Werbeanzeige: 

    Man bestellt

    die "Deutsche Kriegszeitung",

    Ilustrierte Wochenausgabe, bei

    sämtlichen Geschäftsstellen von

    August Scherl G. m. b. H. sowie

    in allen Buchhandlungen zum

    Preise von 10 Pf. wöchentlich

    frei ins Haus. Sonst bei der Post

    für 44 Pf. monatlich, 1.30 M.

    vierteljährlich (ohne Bestellgeld).

                           _____

    Wer Angehörigen im Felde eine

    Freude bereiten will, pber=

    weiße ihnen durch sein Postamt

    unsere Zeitung zum Preise von

    54 Pf. monatllich frei Standort.


    __________________________________________________________________________________________________________________

     Werbeanzeigen: 


    Rein deutsches Erzeugnis!

    Steckenpferd=Seife

    gehört in den Tornister eines jeden

    Soldaten, da dieselbe nach großen

    Strapazen äußerst anregend

    und erfrischend wirkt.


    Preis 50 Pfg.

    ______________________________________________________________________________________________________________

    Erinnerungs-Ring

    an die Tapferkeit unserer Söhne u. Brüder im Felde

    Altsilber, fein ziselisert, mit Emaillebild

    "Eisernes Kreuz",

    Katalog unserer Waren umsonst.

    Stahlwarenfabrik u. Versandhaus

    E. von den Steinen&Cie.

    Wald bei Solingen 4.

    Gegen Ein-sendung v. Mk. 1.10 fr. Zusendung.

    Nachn, 30 Pf.

    mehr.- Weite angeben mit Papier-

    streifen um den Finger gemessen.

    ___________________________________________________________________________________________________________________


    Sammelmappe

    zum Aufbewahren der "Deutschen Kriegszeitung"

    Künstlerisch ausgestattet: Leinen-Einband

    mit 2 farbigem Aufdruck, Größe 33 x 48 cm,

    Preis 1.25 M. Z u  b e z i e h e n  durch

    die Buchhandlungen und die sämtlichen

    Geschäftstellen Von August Scherl G. m. b. H. Berlin.

    __________________________________________________________________________________________________________________


    Das bewährte Heilverfahren gegen Arterien-Verkalkung

    (S ch l a g a n f a l l)

    von dem Hunderte von vorzüglichen Anerkennungsschreibn u. Referenzen vor=

    liegen, bewzeckt die auflösung des Kalkes u. die Regenerieung der geschädigte

    Organe. Kriegsgerichtsrat Dr. R. (Arterien=Verkalkung) schreibt uns: "Die Wir=

    kung ist eine ganz ausgezeichnete, die mich zu aufrichtigem Danke vernalaßt."

    Frau Oberstleut. S. (Arterien=VErkalkung) schreibt: "Es ist nur wünschens=

    wert, daß das herrliche Mittel Oxallo bekannt wird, dess es ist ein Segen für

    die Menschheit." Generalleutn. v. E. (Arterien=Verkalkung) schreibt: "...hat

    mir die Kur gute dienste geleistet." Prsp. gratis durch Allgemeine Chemische

    Gesellschaft m. b. H. Cöln 8 f, Herwarthstr. 17. Vers. d. unsere Versandapotheken.

    ______________________________________________________________________________________________________________

    Kriegs-Seidenwäsche-Fabrik

    Emil von Elten, Krefeld.

    Rohseidenes Unterzeug

    Hemden zu 8 u. 12 Mark

    Hosen zu 6.50 und 9.50

    Jacken zu 5.25 u. 8 Mark

    Rohseide f. Selbstanfertigung

    78 cm breit

    zu M.1.75 u. 2.75 p.Mtr.

    Schutz gegen Ungeziefer.

    Versand direkt an Krieger

    oder Angehörige.

    Verl. Sie Preisliste u. Stoffproben.

    _________________________________________________________________________________________________________________

    Erfrischend

    und bei Hitze besonders

    wohltuend wirkt unsere

    Respira-Stirn-Kühlbinde.

    Unentbehrlich f. unsere Feldgrauen!

    Preis M. 1.75 das Stück, 3 Stück M.4.50.

    "Respira" Sanitäts-Compagnie m.b.H., Cassel 10.

    ___________________________________________________________________________________________________________________


    Marke "Flußperle"

    viel begehrte Feldkonserven.

    ___________________________________________________________________________________________________________________

    Bruch ist gefährlich!

    Wohltat und Hilfe. Auf Hielung hin-

    wirkend,. Viele Dank-

    scheib. Aufkl. Bro-

    schüre G. geg. 30 Pf.in

    Mark. durch: Schieve-

    kamp's Bandagen-Ver-

    sandhaus Duisburg(158)

    ----Königstraße 38.----

    __________________________________________________________________________________________________________________











  • November 1, 2017 10:52:19 Dagmar Veigel

    gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt. Wir laden uns also, um den Vereinigten Staaten entgegenzukommen, große Schwierigkeiten auf; mögen sie sich nicht als zu groß erweisen, denn unter keinen Umständen dürfen wir die Waffe des Unterseebootskrieges abstumpfen, seine wirtschaftliche Wirkung muß uns langsam, aber sicher helfen, England niederzuzwingen. Die kürzlich aufgeworfene Frage, ober der Unterseebootskrieg das kann, war ganz überflüssig, denn wenn das an maßgebender Stelle nicht geglaubt würde, dann setzten wir nicht so viel Kraft an diesen Krieg, und daß maßgebende Männer solchen Glauben nicht ohne ausreichenden Grund haben, kann bei uns in Deutschland glücklicherweise angenommen werden. So war das Ganze nur das Bedürfnis des Besserwissens oder Bangemachens. Beides in jetziger Zeit gleich unzweckmäßig.

    I n  d e r  O s t s e e  hat sich nach dem Gotland=Gefecht nichts ereignet. Rußland hat sich für die Verletzung der schwedischen Neutralität in dürftigster Form entschuldigt. Schweden wird also wohl selbst die Achtung seiner Hoheitsrechte tatkräftig in die Hand nehmen müssen, wenn es sich nicht ähnlicher Nichtachtung erneut aussetzen will.

    I n  d e n  o st a f r i k a n is ch e n  G e w ä s s e r n  scheint unser kleiner Kreuzer "Königsberg", der ja schon seit langem in der Flußmündung des Rufidji eingeschlossen war, einem von langer Hand vorbereiteten Angriff englischer Streikräfte erlegen zu sein. Kreuzer, Kanonboote und Flieger waren dazu aufgeboten. Die englische Admiralität berichtet über die Dauer dieses Kampfes vom 4. bis 11. Juli und schließt damit, daß das Schiff am 11. Juli ganz wrack geschossen wurde, aber auch am 11. noch erwiderte die "Königsberg" das Feuer. Ob das Schicksal des Schiffes damit also jetzt schon besiegelt ist, kann man danach ruhig bezweifeln, wenn es auch für das Schiff wohl keine Möglichkeit mehr gibt, zu entkommen, oder sich dem Feind auf die Dauer zu entziehen.

    I m  M i t t e l m e e r  ist ein neuer großer Erfolg der österreichisch=ungarischen Unterseebotte zu verzeichnen, deren eines am 7. Juli in der Frühe den italienischen Panzerkreuzer "Amalfi" versenkte. Ein großer Teil der Besatzung konnte gerettet werden, weil noch andere Schiffe in der Nähe waren. Um so anerkennenswerter ist die Leistung des Boots. "Amalfi" ist ein neuer, schwer bewaffneter Panzerkreuzer aus dem Jahre 1908 von 10,000 Tonnen, sein Untergang ist für die italienische Flotte ein empfindlicher Verlust. Einen eigentümlichen Trost zieht Italien aus diesem Verlust. Es will ihn zum Sporn machen, daß die Adria ganz italienisches Meer werde. Bis dahin hat's noch gute Wege. Aktive Schritte dazu in Gestalt irgendeines Erfolges hat Italien bisher in der Adria ebensowenig getan wie im Landkrieg.

    V o r  d e n  D a r d a n e l l e n  ist alles unverändert.

    I m  S c h w a r z e n  M e e r  hat Rußland jüngst den Kriegsgebräuchen der Verbündeten die Krone aufgesetzt, indem seine Kriegsschiffe ein Dutzend türkischer Segelfahrzeuge, denen sie begegneten, ohne weiteres in Grund und Boden schossen und die in Booten flüchtende Bemannung auch zusammenschossen. Weder Anruf, noch Anhalten hatte stattgefunden, kein Feind war in der Nähe, und es waren nicht etwa Unterseeboote, die die Leute nicht hätten retten können. Die feindllichen Fahrzeuge waren ihnen von Rechts wegen verfallen, aber die beabsichtigte Tötung friedlicher Besatzung, die weder Militärpersonen waren, noch sich widersetzt hatten, war barbarischer Mord ohne jede Kriegsnotwendigkeit.

     v. K. 


     Werbeanzeige: 

    Man bestellt

    die "Deutsche Kriegszeitung",

    Ilustrierte Wochenausgabe, bei

    sämtlichen Geschäftsstellen von

    August Scherl G. m. b. H. sowie

    in allen Buchhandlungen zum

    Preise von 10 Pf. wöchentlich

    frei ins Haus. Sonst bei der Post

    für 44 Pf. monatlich, 1.30 M.

    vierteljährlich (ohne Bestellgeld).

                           _____

    Wer Angehörigen im Felde eine

    Freude bereiten will, pber=

    weiße ihnen durch sein Postamt

    unsere Zeitung zum Preise von

    54 Pf. monatllich frei Standort.


    __________________________________________________________________________________________________________________

     Werbeanzeigen: 


    Rein deutsches Erzeugnis!

    Steckenpferd=Seife

    gehört in den Tornister eines jeden

    Soldaten, da dieselbe nach großen

    Strapazen äußerst anregend

    und erfrischend wirkt.


    Preis 50 Pfg.

    ______________________________________________________________________________________________________________

    Erinnerungs-Ring

    an die Tapferkeit unserer Söhne u. Brüder im Felde

    Altsilber, fein ziselisert, mit Emaillebild

    "Eisernes Kreuz",

    Katalog unserer Waren umsonst.

    Stahlwarenfabrik u. Versandhaus

    E. von den Steinen&Cie.

    Wald bei Solingen 4.

    Gegen Ein-sendung v. Mk. 1.10 fr. Zusendung.

    Nachn, 30 Pf.

    mehr.- Weite angeben mit Papier-

    streifen um den Finger gemessen.

    ___________________________________________________________________________________________________________________


    Sammelmappe

    zum Aufbewahren der "Deutschen Kriegszeitung"

    Künstlerisch ausgestattet: Leinen-Einband

    mit 2 farbigem Aufdruck, Größe 33 x 48 cm,

    Preis 1.25 M. Z u  b e z i e h e n  durch

    die Buchhandlungen und die sämtlichen

    Geschäftstellen Von August Scherl G. m. b. H. Berlin.

    __________________________________________________________________________________________________________________


    Das bewährte Heilverfahren gegen Arterien-Verkalkung

    (S ch l a g a n f a l l)

    von dem Hunderte von vorzüglichen Anerkennungsschreibn u. Referenzen vor=

    liegen, bewzeckt die auflösung des Kalkes u. die Regenerieung der geschädigte

    Organe. Kriegsgerichtsrat Dr. R. (Arterien=Verkalkung) schreibt uns: "Die Wir=

    kung ist eine ganz ausgezeichnete, die mich zu aufrichtigem Danke vernalaßt."

    Frau Oberstleut. S. (Arterien=VErkalkung) schreibt: "Es ist nur wünschens=

    wert, daß das herrliche Mittel Oxallo bekannt wird, dess es ist ein Segen für

    die Menschheit." Generalleutn. v. E. (Arterien=Verkalkung) schreibt: "...hat

    mir die Kur gute dienste geleistet." Prsp. gratis durch Allgemeine Chemische

    Gesellschaft m. b. H. Cöln 8 f, Herwarthstr. 17. Vers. d. unsere Versandapotheken.

    ______________________________________________________________________________________________________________

    Kriegs-Seidenwäsche-Fabrik

    Emil von Elten, Krefeld.

    Rohseidenes Unterzeug

    Hemden zu 8 u. 12 Mark

    Hosen zu 6.50 und 9.50

    Jacken zu 5.25 u. 8 Mark

    Rohseide f. Selbstanfertigung

    78 cm breit

    zu M.1.75 u. 2.75 p.Mtr.

    Schutz gegen Ungeziefer.

    Versand direkt an Krieger

    oder Angehörige.

    Verl. Sie Preisliste u. Stoffproben.

    _________________________________________________________________________________________________________________

    Erfrischend

    und bei Hitze besonders

    wohltuend wirkt unsere

    Respira-Stirn-Kühlbinde.

    Unentbehrlich f. unsere Feldgrauen!

    Preis M. 1.75 das Stück, 3 Stück M.4.50.

    "Respira" Sanitäts-Compagnie m.b.H., Cassel 10.

    ___________________________________________________________________________________________________________________


    Marke "Flußperle"

    viel begehrte Feldkonserven.

    ___________________________________________________________________________________________________________________












  • November 1, 2017 10:46:03 Dagmar Veigel

    gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt. Wir laden uns also, um den Vereinigten Staaten entgegenzukommen, große Schwierigkeiten auf; mögen sie sich nicht als zu groß erweisen, denn unter keinen Umständen dürfen wir die Waffe des Unterseebootskrieges abstumpfen, seine wirtschaftliche Wirkung muß uns langsam, aber sicher helfen, England niederzuzwingen. Die kürzlich aufgeworfene Frage, ober der Unterseebootskrieg das kann, war ganz überflüssig, denn wenn das an maßgebender Stelle nicht geglaubt würde, dann setzten wir nicht so viel Kraft an diesen Krieg, und daß maßgebende Männer solchen Glauben nicht ohne ausreichenden Grund haben, kann bei uns in Deutschland glücklicherweise angenommen werden. So war das Ganze nur das Bedürfnis des Besserwissens oder Bangemachens. Beides in jetziger Zeit gleich unzweckmäßig.

    I n  d e r  O s t s e e  hat sich nach dem Gotland=Gefecht nichts ereignet. Rußland hat sich für die Verletzung der schwedischen Neutralität in dürftigster Form entschuldigt. Schweden wird also wohl selbst die Achtung seiner Hoheitsrechte tatkräftig in die Hand nehmen müssen, wenn es sich nicht ähnlicher Nichtachtung erneut aussetzen will.

    I n  d e n  o st a f r i k a n is ch e n  G e w ä s s e r n  scheint unser kleiner Kreuzer "Königsberg", der ja schon seit langem in der Flußmündung des Rufidji eingeschlossen war, einem von langer Hand vorbereiteten Angriff englischer Streikräfte erlegen zu sein. Kreuzer, Kanonboote und Flieger waren dazu aufgeboten. Die englische Admiralität berichtet über die Dauer dieses Kampfes vom 4. bis 11. Juli und schließt damit, daß das Schiff am 11. Juli ganz wrack geschossen wurde, aber auch am 11. noch erwiderte die "Königsberg" das Feuer. Ob das Schicksal des Schiffes damit also jetzt schon besiegelt ist, kann man danach ruhig bezweifeln, wenn es auch für das Schiff wohl keine Möglichkeit mehr gibt, zu entkommen, oder sich dem Feind auf die Dauer zu entziehen.

    I m  M i t t e l m e e r  ist ein neuer großer Erfolg der österreichisch=ungarischen Unterseebotte zu verzeichnen, deren eines am 7. Juli in der Frühe den italienischen Panzerkreuzer "Amalfi" versenkte. Ein großer Teil der Besatzung konnte gerettet werden, weil noch andere Schiffe in der Nähe waren. Um so anerkennenswerter ist die Leistung des Boots. "Amalfi" ist ein neuer, schwer bewaffneter Panzerkreuzer aus dem Jahre 1908 von 10,000 Tonnen, sein Untergang ist für die italienische Flotte ein empfindlicher Verlust. Einen eigentümlichen Trost zieht Italien aus diesem Verlust. Es will ihn zum Sporn machen, daß die Adria ganz italienisches Meer werde. Bis dahin hat's noch gute Wege. Aktive Schritte dazu in Gestalt irgendeines Erfolges hat Italien bisher in der Adria ebensowenig getan wie im Landkrieg.

    V o r  d e n  D a r d a n e l l e n  ist alles unverändert.

    I m  S c h w a r z e n  M e e r  hat Rußland jüngst den Kriegsgebräuchen der Verbündeten die Krone aufgesetzt, indem seine Kriegsschiffe ein Dutzend türkischer Segelfahrzeuge, denen sie begegneten, ohne weiteres in Grund und Boden schossen und die in Booten flüchtende Bemannung auch zusammenschossen. Weder Anruf, noch Anhalten hatte stattgefunden, kein Feind war in der Nähe, und es waren nicht etwa Unterseeboote, die die Leute nicht hätten retten können. Die feindllichen Fahrzeuge waren ihnen von Rechts wegen verfallen, aber die beabsichtigte Tötung friedlicher Besatzung, die weder Militärpersonen waren, noch sich widersetzt hatten, war barbarischer Mord ohne jede Kriegsnotwendigkeit.

     v. K. 


     Werbeanzeige: 

    Man bestellt

    die "Deutsche Kriegszeitung",

    Ilustrierte Wochenausgabe, bei

    sämtlichen Geschäftsstellen von

    August Scherl G. m. b. H. sowie

    in allen Buchhandlungen zum

    Preise von 10 Pf. wöchentlich

    frei ins Haus. Sonst bei der Post

    für 44 Pf. monatlich, 1.30 M.

    vierteljährlich (ohne Bestellgeld).

                           _____

    Wer Angehörigen im Felde eine

    Freude bereiten will, pber=

    weiße ihnen durch sein Postamt

    unsere Zeitung zum Preise von

    54 Pf. monatllich frei Standort.


    __________________________________________________________________________________________________________________

     Werbeanzeigen: 


    Rein deutsches Erzeugnis!

    Steckenpferd=Seife

    gehört in den Tornister eines jeden

    Soldaten, da dieselbe nach großen

    Strapazen äußerst anregend

    und erfrischend wirkt.


    Preis 50 Pfg.

    ______________________________________________________________________________________________________________

    Erinnerungs-Ring

    an die Tapferkeit unserer Söhne u. Brüder im Felde

    Altsilber, fein ziselisert, mit Emaillebild

    "Eisernes Kreuz",

    Katalog unserer Waren umsonst.

    Stahlwarenfabrik u. Versandhaus

    E. von den Steinen&Cie.

    Wald bei Solingen 4.

    Gegen Ein-sendung v. Mk. 1.10 fr. Zusendung.

    Nachn, 30 Pf.

    mehr.- Weite angeben mit Papier-

    streifen um den Finger gemessen.

    ___________________________________________________________________________________________________________________


    Sammelmappe

    zum Aufbewahren der "Deutschen Kriegszeitung"

    Künstlerisch ausgestattet: Leinen-Einband

    mit 2 farbigem Aufdruck, Größe 33 x 48 cm,

    Preis 1.25 M. Z u  b e z i e h e n  durch

    die Buchhandlungen und die sämtlichen

    Geschäftstellen Von August Scherl G. m. b. H. Berlin.

    __________________________________________________________________________________________________________________


    Das bewährte Heilverfahren gegen Arterien-Verkalkung

    (S ch l a g a n f a l l)

    von dem Hunderte von vorzüglichen Anerkennungsschreibn u. Referenzen vor=

    liegen, bewzeckt die auflösung des Kalkes u. die Regenerieung der geschädigte

    Organe. Kriegsgerichtsrat Dr. R. (Arterien=Verkalkung) schreibt uns: "Die Wir=

    kung ist eine ganz ausgezeichnete, die mich zu aufrichtigem Danke vernalaßt."

    Frau Oberstleut. S. (Arterien=VErkalkung) schreibt: "Es ist nur wünschens=

    wert, daß das herrliche Mittel Oxallo bekannt wird, dess es ist ein Segen für

    die Menschheit." Generalleutn. v. E. (Arterien=Verkalkung) schreibt: "...hat

    mir die Kur gute dienste geleistet." Prsp. gratis durch Allgemeine Chemische

    Gesellschaft m. b. H. Cöln 8 f, Herwarthstr. 17. Vers. d. unsere Versandapotheken.

    ______________________________________________________________________________________________________________










  • November 1, 2017 10:38:58 Dagmar Veigel

    gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt. Wir laden uns also, um den Vereinigten Staaten entgegenzukommen, große Schwierigkeiten auf; mögen sie sich nicht als zu groß erweisen, denn unter keinen Umständen dürfen wir die Waffe des Unterseebootskrieges abstumpfen, seine wirtschaftliche Wirkung muß uns langsam, aber sicher helfen, England niederzuzwingen. Die kürzlich aufgeworfene Frage, ober der Unterseebootskrieg das kann, war ganz überflüssig, denn wenn das an maßgebender Stelle nicht geglaubt würde, dann setzten wir nicht so viel Kraft an diesen Krieg, und daß maßgebende Männer solchen Glauben nicht ohne ausreichenden Grund haben, kann bei uns in Deutschland glücklicherweise angenommen werden. So war das Ganze nur das Bedürfnis des Besserwissens oder Bangemachens. Beides in jetziger Zeit gleich unzweckmäßig.

    I n  d e r  O s t s e e  hat sich nach dem Gotland=Gefecht nichts ereignet. Rußland hat sich für die Verletzung der schwedischen Neutralität in dürftigster Form entschuldigt. Schweden wird also wohl selbst die Achtung seiner Hoheitsrechte tatkräftig in die Hand nehmen müssen, wenn es sich nicht ähnlicher Nichtachtung erneut aussetzen will.

    I n  d e n  o st a f r i k a n is ch e n  G e w ä s s e r n  scheint unser kleiner Kreuzer "Königsberg", der ja schon seit langem in der Flußmündung des Rufidji eingeschlossen war, einem von langer Hand vorbereiteten Angriff englischer Streikräfte erlegen zu sein. Kreuzer, Kanonboote und Flieger waren dazu aufgeboten. Die englische Admiralität berichtet über die Dauer dieses Kampfes vom 4. bis 11. Juli und schließt damit, daß das Schiff am 11. Juli ganz wrack geschossen wurde, aber auch am 11. noch erwiderte die "Königsberg" das Feuer. Ob das Schicksal des Schiffes damit also jetzt schon besiegelt ist, kann man danach ruhig bezweifeln, wenn es auch für das Schiff wohl keine Möglichkeit mehr gibt, zu entkommen, oder sich dem Feind auf die Dauer zu entziehen.

    I m  M i t t e l m e e r  ist ein neuer großer Erfolg der österreichisch=ungarischen Unterseebotte zu verzeichnen, deren eines am 7. Juli in der Frühe den italienischen Panzerkreuzer "Amalfi" versenkte. Ein großer Teil der Besatzung konnte gerettet werden, weil noch andere Schiffe in der Nähe waren. Um so anerkennenswerter ist die Leistung des Boots. "Amalfi" ist ein neuer, schwer bewaffneter Panzerkreuzer aus dem Jahre 1908 von 10,000 Tonnen, sein Untergang ist für die italienische Flotte ein empfindlicher Verlust. Einen eigentümlichen Trost zieht Italien aus diesem Verlust. Es will ihn zum Sporn machen, daß die Adria ganz italienisches Meer werde. Bis dahin hat's noch gute Wege. Aktive Schritte dazu in Gestalt irgendeines Erfolges hat Italien bisher in der Adria ebensowenig getan wie im Landkrieg.

    V o r  d e n  D a r d a n e l l e n  ist alles unverändert.

    I m  S c h w a r z e n  M e e r  hat Rußland jüngst den Kriegsgebräuchen der Verbündeten die Krone aufgesetzt, indem seine Kriegsschiffe ein Dutzend türkischer Segelfahrzeuge, denen sie begegneten, ohne weiteres in Grund und Boden schossen und die in Booten flüchtende Bemannung auch zusammenschossen. Weder Anruf, noch Anhalten hatte stattgefunden, kein Feind war in der Nähe, und es waren nicht etwa Unterseeboote, die die Leute nicht hätten retten können. Die feindllichen Fahrzeuge waren ihnen von Rechts wegen verfallen, aber die beabsichtigte Tötung friedlicher Besatzung, die weder Militärpersonen waren, noch sich widersetzt hatten, war barbarischer Mord ohne jede Kriegsnotwendigkeit.

     v. K. 


     Werbeanzeige: 

    Man bestellt

    die "Deutsche Kriegszeitung",

    Ilustrierte Wochenausgabe, bei

    sämtlichen Geschäftsstellen von

    August Scherl G. m. b. H. sowie

    in allen Buchhandlungen zum

    Preise von 10 Pf. wöchentlich

    frei ins Haus. Sonst bei der Post

    für 44 Pf. monatlich, 1.30 M.

    vierteljährlich (ohne Bestellgeld).

                           _____

    Wer Angehörigen im Felde eine

    Freude bereiten will, pber=

    weiße ihnen durch sein Postamt

    unsere Zeitung zum Preise von

    54 Pf. monatllich frei Standort.


    __________________________________________________________________________________________________________________

     Werbeanzeigen: 


    Rein deutsches Erzeugnis!

    Steckenpferd=Seife

    gehört in den Tornister eines jeden

    Soldaten, da dieselbe nach großen

    Strapazen äußerst anregend

    und erfrischend wirkt.


    Preis 50 Pfg.

    ______________________________________________________________________________________________________________

    Erinnerungs-Ring

    an die Tapferkeit unserer Söhne u. Brüder im Felde

    Altsilber, fein ziselisert, mit Emaillebild

    "Eisernes Kreuz",

    Katalog unserer Waren umsonst.

    Stahlwarenfabrik u. Versandhaus

    E. von den Steinen&Cie.

    Wald bei Solingen 4.

    Gegen Ein-sendung v. Mk. 1.10 fr. Zusendung.

    Nachn, 30 Pf.

    mehr.- Weite angeben mit Papier-

    streifen um den Finger gemessen.

    ___________________________________________________________________________________________________________________


    Sammelmappe

    zum Aufbewahren der "Deutschen Kriegszeitung"

    Künstlerisch ausgestattet: Leinen-Einband

    mit 2 farbigem Aufdruck, Größe 33 x 48 cm,

    Preis 1.25 M. Z u  b e z i e h e n  durch

    die Buchhandlungen und die sämtlichen

    Geschäftstellen Von August Scherl G. m. b. H. Berlin.











  • November 1, 2017 10:38:49 Dagmar Veigel

    gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt. Wir laden uns also, um den Vereinigten Staaten entgegenzukommen, große Schwierigkeiten auf; mögen sie sich nicht als zu groß erweisen, denn unter keinen Umständen dürfen wir die Waffe des Unterseebootskrieges abstumpfen, seine wirtschaftliche Wirkung muß uns langsam, aber sicher helfen, England niederzuzwingen. Die kürzlich aufgeworfene Frage, ober der Unterseebootskrieg das kann, war ganz überflüssig, denn wenn das an maßgebender Stelle nicht geglaubt würde, dann setzten wir nicht so viel Kraft an diesen Krieg, und daß maßgebende Männer solchen Glauben nicht ohne ausreichenden Grund haben, kann bei uns in Deutschland glücklicherweise angenommen werden. So war das Ganze nur das Bedürfnis des Besserwissens oder Bangemachens. Beides in jetziger Zeit gleich unzweckmäßig.

    I n  d e r  O s t s e e  hat sich nach dem Gotland=Gefecht nichts ereignet. Rußland hat sich für die Verletzung der schwedischen Neutralität in dürftigster Form entschuldigt. Schweden wird also wohl selbst die Achtung seiner Hoheitsrechte tatkräftig in die Hand nehmen müssen, wenn es sich nicht ähnlicher Nichtachtung erneut aussetzen will.

    I n  d e n  o st a f r i k a n is ch e n  G e w ä s s e r n  scheint unser kleiner Kreuzer "Königsberg", der ja schon seit langem in der Flußmündung des Rufidji eingeschlossen war, einem von langer Hand vorbereiteten Angriff englischer Streikräfte erlegen zu sein. Kreuzer, Kanonboote und Flieger waren dazu aufgeboten. Die englische Admiralität berichtet über die Dauer dieses Kampfes vom 4. bis 11. Juli und schließt damit, daß das Schiff am 11. Juli ganz wrack geschossen wurde, aber auch am 11. noch erwiderte die "Königsberg" das Feuer. Ob das Schicksal des Schiffes damit also jetzt schon besiegelt ist, kann man danach ruhig bezweifeln, wenn es auch für das Schiff wohl keine Möglichkeit mehr gibt, zu entkommen, oder sich dem Feind auf die Dauer zu entziehen.

    I m  M i t t e l m e e r  ist ein neuer großer Erfolg der österreichisch=ungarischen Unterseebotte zu verzeichnen, deren eines am 7. Juli in der Frühe den italienischen Panzerkreuzer "Amalfi" versenkte. Ein großer Teil der Besatzung konnte gerettet werden, weil noch andere Schiffe in der Nähe waren. Um so anerkennenswerter ist die Leistung des Boots. "Amalfi" ist ein neuer, schwer bewaffneter Panzerkreuzer aus dem Jahre 1908 von 10,000 Tonnen, sein Untergang ist für die italienische Flotte ein empfindlicher Verlust. Einen eigentümlichen Trost zieht Italien aus diesem Verlust. Es will ihn zum Sporn machen, daß die Adria ganz italienisches Meer werde. Bis dahin hat's noch gute Wege. Aktive Schritte dazu in Gestalt irgendeines Erfolges hat Italien bisher in der Adria ebensowenig getan wie im Landkrieg.

    V o r  d e n  D a r d a n e l l e n  ist alles unverändert.

    I m  S c h w a r z e n  M e e r  hat Rußland jüngst den Kriegsgebräuchen der Verbündeten die Krone aufgesetzt, indem seine Kriegsschiffe ein Dutzend türkischer Segelfahrzeuge, denen sie begegneten, ohne weiteres in Grund und Boden schossen und die in Booten flüchtende Bemannung auch zusammenschossen. Weder Anruf, noch Anhalten hatte stattgefunden, kein Feind war in der Nähe, und es waren nicht etwa Unterseeboote, die die Leute nicht hätten retten können. Die feindllichen Fahrzeuge waren ihnen von Rechts wegen verfallen, aber die beabsichtigte Tötung friedlicher Besatzung, die weder Militärpersonen waren, noch sich widersetzt hatten, war barbarischer Mord ohne jede Kriegsnotwendigkeit.

     v. K. 


     Werbeanzeige: 

    Man bestellt

    die "Deutsche Kriegszeitung",

    Ilustrierte Wochenausgabe, bei

    sämtlichen Geschäftsstellen von

    August Scherl G. m. b. H. sowie

    in allen Buchhandlungen zum

    Preise von 10 Pf. wöchentlich

    frei ins Haus. Sonst bei der Post

    für 44 Pf. monatlich, 1.30 M.

    vierteljährlich (ohne Bestellgeld).

                           _____

    Wer Angehörigen im Felde eine

    Freude bereiten will, pber=

    weiße ihnen durch sein Postamt

    unsere Zeitung zum Preise von

    54 Pf. monatllich frei Standort.


    __________________________________________________________________________________________________________________

     Werbeanzeigen: 


    Rein deutsches Erzeugnis!

    Steckenpferd=Seife

    gehört in den Tornister eines jeden

    Soldaten, da dieselbe nach großen

    Strapazen äußerst anregend

    und erfrischend wirkt.


    Preis 50 Pfg.

    ______________________________________________________________________________________________________________

    Erinnerungs-Ring

    an die Tapferkeit unserer Söhne u. Brüder im Felde

    Altsilber, fein ziselisert, mit Emaillebild

    "Eisernes Kreuz",

    Katalog unserer Waren umsonst.

    Stahlwarenfabrik u. Versandhaus

    E. von den Steinen&Cie.

    Wald bei Solingen 4.

    Gegen Ein-sendung v. Mk. 1.10 fr. Zusendung.

    Nachn, 30 Pf.

    mehr.- Weite angeben mit Papier-

    streifen um den Finger gemessen.

    ___________________________________________________________________________________________________________________


    Sammelmappe

    zum Aufbewahren der "Deutschen Kriegszeitung"

    Künstlerisch ausgestattet: Leinen-Einband

    mit 2 farbigem Aufdruck, Größe 33 x 48 cm,

    Preis 1.25 M. Z  u b e z i e h e n  durch

    die Buchhandlungen und die sämtlichen

    Geschäftstellen Von August Scherl G. m. b. H. Berlin.











  • November 1, 2017 10:37:55 Dagmar Veigel

    gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt. Wir laden uns also, um den Vereinigten Staaten entgegenzukommen, große Schwierigkeiten auf; mögen sie sich nicht als zu groß erweisen, denn unter keinen Umständen dürfen wir die Waffe des Unterseebootskrieges abstumpfen, seine wirtschaftliche Wirkung muß uns langsam, aber sicher helfen, England niederzuzwingen. Die kürzlich aufgeworfene Frage, ober der Unterseebootskrieg das kann, war ganz überflüssig, denn wenn das an maßgebender Stelle nicht geglaubt würde, dann setzten wir nicht so viel Kraft an diesen Krieg, und daß maßgebende Männer solchen Glauben nicht ohne ausreichenden Grund haben, kann bei uns in Deutschland glücklicherweise angenommen werden. So war das Ganze nur das Bedürfnis des Besserwissens oder Bangemachens. Beides in jetziger Zeit gleich unzweckmäßig.

    I n  d e r  O s t s e e  hat sich nach dem Gotland=Gefecht nichts ereignet. Rußland hat sich für die Verletzung der schwedischen Neutralität in dürftigster Form entschuldigt. Schweden wird also wohl selbst die Achtung seiner Hoheitsrechte tatkräftig in die Hand nehmen müssen, wenn es sich nicht ähnlicher Nichtachtung erneut aussetzen will.

    I n  d e n  o st a f r i k a n is ch e n  G e w ä s s e r n  scheint unser kleiner Kreuzer "Königsberg", der ja schon seit langem in der Flußmündung des Rufidji eingeschlossen war, einem von langer Hand vorbereiteten Angriff englischer Streikräfte erlegen zu sein. Kreuzer, Kanonboote und Flieger waren dazu aufgeboten. Die englische Admiralität berichtet über die Dauer dieses Kampfes vom 4. bis 11. Juli und schließt damit, daß das Schiff am 11. Juli ganz wrack geschossen wurde, aber auch am 11. noch erwiderte die "Königsberg" das Feuer. Ob das Schicksal des Schiffes damit also jetzt schon besiegelt ist, kann man danach ruhig bezweifeln, wenn es auch für das Schiff wohl keine Möglichkeit mehr gibt, zu entkommen, oder sich dem Feind auf die Dauer zu entziehen.

    I m  M i t t e l m e e r  ist ein neuer großer Erfolg der österreichisch=ungarischen Unterseebotte zu verzeichnen, deren eines am 7. Juli in der Frühe den italienischen Panzerkreuzer "Amalfi" versenkte. Ein großer Teil der Besatzung konnte gerettet werden, weil noch andere Schiffe in der Nähe waren. Um so anerkennenswerter ist die Leistung des Boots. "Amalfi" ist ein neuer, schwer bewaffneter Panzerkreuzer aus dem Jahre 1908 von 10,000 Tonnen, sein Untergang ist für die italienische Flotte ein empfindlicher Verlust. Einen eigentümlichen Trost zieht Italien aus diesem Verlust. Es will ihn zum Sporn machen, daß die Adria ganz italienisches Meer werde. Bis dahin hat's noch gute Wege. Aktive Schritte dazu in Gestalt irgendeines Erfolges hat Italien bisher in der Adria ebensowenig getan wie im Landkrieg.

    V o r  d e n  D a r d a n e l l e n  ist alles unverändert.

    I m  S c h w a r z e n  M e e r  hat Rußland jüngst den Kriegsgebräuchen der Verbündeten die Krone aufgesetzt, indem seine Kriegsschiffe ein Dutzend türkischer Segelfahrzeuge, denen sie begegneten, ohne weiteres in Grund und Boden schossen und die in Booten flüchtende Bemannung auch zusammenschossen. Weder Anruf, noch Anhalten hatte stattgefunden, kein Feind war in der Nähe, und es waren nicht etwa Unterseeboote, die die Leute nicht hätten retten können. Die feindllichen Fahrzeuge waren ihnen von Rechts wegen verfallen, aber die beabsichtigte Tötung friedlicher Besatzung, die weder Militärpersonen waren, noch sich widersetzt hatten, war barbarischer Mord ohne jede Kriegsnotwendigkeit.

     v. K. 


     Werbeanzeige: 

    Man bestellt

    die "Deutsche Kriegszeitung",

    Ilustrierte Wochenausgabe, bei

    sämtlichen Geschäftsstellen von

    August Scherl G. m. b. H. sowie

    in allen Buchhandlungen zum

    Preise von 10 Pf. wöchentlich

    frei ins Haus. Sonst bei der Post

    für 44 Pf. monatlich, 1.30 M.

    vierteljährlich (ohne Bestellgeld).

                           _____

    Wer Angehörigen im Felde eine

    Freude bereiten will, pber=

    weiße ihnen durch sein Postamt

    unsere Zeitung zum Preise von

    54 Pf. monatllich frei Standort.


    __________________________________________________________________________________________________________________

     Werbeanzeigen: 


    Rein deutsches Erzeugnis!

    Steckenpferd=Seife

    gehört in den Tornister eines jeden

    Soldaten, da dieselbe nach großen

    Strapazen äußerst anregend

    und erfrischend wirkt.


    Preis 50 Pfg.

    ______________________________________________________________________________________________________________

    Erinnerungs-Ring

    an die Tapferkeit unserer Söhne u. Brüder im Felde

    Altsilber, fein ziselisert, mit Emaillebild

    "Eisernes Kreuz",

    Katalog unserer Waren umsonst.

    Stahlwarenfabrik u. Versandhaus

    E. von den Steinen&Cie.

    Wald bei Solingen 4.

    Gegen Ein-sendung v. Mk. 1.10 fr. Zusendung.

    Nachn, 30 Pf.

    mehr.- Weite angeben mit Papier-

    streifen um den Finger gemessen.

    ___________________________________________________________________________________________________________________


    Sammelmappe

    zum Aufbewahren der "Deutschen Kriegszeitung"

    Künstlerisch ausgestattet: Leinen-Einband

    mit 2 farbigem Aufdruck, Größe 33 x 48 cm,

    Preis 1.25 M. Z  u b e z i e h e n  durch

    die Buchhandlungen und die sämtlichen

    Geschäftstellen Von August Scherl G. m. b. H. Berlin.









  • November 1, 2017 10:32:48 Dagmar Veigel

    gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt. Wir laden uns also, um den Vereinigten Staaten entgegenzukommen, große Schwierigkeiten auf; mögen sie sich nicht als zu groß erweisen, denn unter keinen Umständen dürfen wir die Waffe des Unterseebootskrieges abstumpfen, seine wirtschaftliche Wirkung muß uns langsam, aber sicher helfen, England niederzuzwingen. Die kürzlich aufgeworfene Frage, ober der Unterseebootskrieg das kann, war ganz überflüssig, denn wenn das an maßgebender Stelle nicht geglaubt würde, dann setzten wir nicht so viel Kraft an diesen Krieg, und daß maßgebende Männer solchen Glauben nicht ohne ausreichenden Grund haben, kann bei uns in Deutschland glücklicherweise angenommen werden. So war das Ganze nur das Bedürfnis des Besserwissens oder Bangemachens. Beides in jetziger Zeit gleich unzweckmäßig.

    I n  d e r  O s t s e e  hat sich nach dem Gotland=Gefecht nichts ereignet. Rußland hat sich für die Verletzung der schwedischen Neutralität in dürftigster Form entschuldigt. Schweden wird also wohl selbst die Achtung seiner Hoheitsrechte tatkräftig in die Hand nehmen müssen, wenn es sich nicht ähnlicher Nichtachtung erneut aussetzen will.

    I n  d e n  o st a f r i k a n is ch e n  G e w ä s s e r n  scheint unser kleiner Kreuzer "Königsberg", der ja schon seit langem in der Flußmündung des Rufidji eingeschlossen war, einem von langer Hand vorbereiteten Angriff englischer Streikräfte erlegen zu sein. Kreuzer, Kanonboote und Flieger waren dazu aufgeboten. Die englische Admiralität berichtet über die Dauer dieses Kampfes vom 4. bis 11. Juli und schließt damit, daß das Schiff am 11. Juli ganz wrack geschossen wurde, aber auch am 11. noch erwiderte die "Königsberg" das Feuer. Ob das Schicksal des Schiffes damit also jetzt schon besiegelt ist, kann man danach ruhig bezweifeln, wenn es auch für das Schiff wohl keine Möglichkeit mehr gibt, zu entkommen, oder sich dem Feind auf die Dauer zu entziehen.

    I m  M i t t e l m e e r  ist ein neuer großer Erfolg der österreichisch=ungarischen Unterseebotte zu verzeichnen, deren eines am 7. Juli in der Frühe den italienischen Panzerkreuzer "Amalfi" versenkte. Ein großer Teil der Besatzung konnte gerettet werden, weil noch andere Schiffe in der Nähe waren. Um so anerkennenswerter ist die Leistung des Boots. "Amalfi" ist ein neuer, schwer bewaffneter Panzerkreuzer aus dem Jahre 1908 von 10,000 Tonnen, sein Untergang ist für die italienische Flotte ein empfindlicher Verlust. Einen eigentümlichen Trost zieht Italien aus diesem Verlust. Es will ihn zum Sporn machen, daß die Adria ganz italienisches Meer werde. Bis dahin hat's noch gute Wege. Aktive Schritte dazu in Gestalt irgendeines Erfolges hat Italien bisher in der Adria ebensowenig getan wie im Landkrieg.

    V o r  d e n  D a r d a n e l l e n  ist alles unverändert.

    I m  S c h w a r z e n  M e e r  hat Rußland jüngst den Kriegsgebräuchen der Verbündeten die Krone aufgesetzt, indem seine Kriegsschiffe ein Dutzend türkischer Segelfahrzeuge, denen sie begegneten, ohne weiteres in Grund und Boden schossen und die in Booten flüchtende Bemannung auch zusammenschossen. Weder Anruf, noch Anhalten hatte stattgefunden, kein Feind war in der Nähe, und es waren nicht etwa Unterseeboote, die die Leute nicht hätten retten können. Die feindllichen Fahrzeuge waren ihnen von Rechts wegen verfallen, aber die beabsichtigte Tötung friedlicher Besatzung, die weder Militärpersonen waren, noch sich widersetzt hatten, war barbarischer Mord ohne jede Kriegsnotwendigkeit.

     v. K. 


     Werbeanzeige: 

    Man bestellt

    die "Deutsche Kriegszeitung",

    Ilustrierte Wochenausgabe, bei

    sämtlichen Geschäftsstellen von

    August Scherl G. m. b. H. sowie

    in allen Buchhandlungen zum

    Preise von 10 Pf. wöchentlich

    frei ins Haus. Sonst bei der Post

    für 44 Pf. monatlich, 1.30 M.

    vierteljährlich (ohne Bestellgeld).

                           _____

    Wer Angehörigen im Felde eine

    Freude bereiten will, pber=

    weiße ihnen durch sein Postamt

    unsere Zeitung zum Preise von

    54 Pf. monatllich frei Standort.


    __________________________________________________________________________________________________________________

     Werbeanzeigen: 


    Rein deutsches Erzeugnis!

    Steckenpferd=Seife

    gehört in den Tornister eines jeden

    Soldaten, da dieselbe nach großen

    Strapazen äußerst anregend

    und erfrischend wirkt.


    Preis 50 Pfg.

    ______________________________________________________________________________________________________________

    Erinnerungs-Ring

    an die Tapferkeit unserer Söhne u. Brüder im Felde

    Altsilber, fein ziselisert, mit Emaillebild

    "Eisernes Kreuz",

    Katalog unserer Waren umsonst.

    Stahlwarenfabrik u. Versandhaus

    E. von den Steinen&Cie.

    Wald bei Solingen 4.







  • November 1, 2017 10:22:23 Dagmar Veigel

    gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt. Wir laden uns also, um den Vereinigten Staaten entgegenzukommen, große Schwierigkeiten auf; mögen sie sich nicht als zu groß erweisen, denn unter keinen Umständen dürfen wir die Waffe des Unterseebootskrieges abstumpfen, seine wirtschaftliche Wirkung muß uns langsam, aber sicher helfen, England niederzuzwingen. Die kürzlich aufgeworfene Frage, ober der Unterseebootskrieg das kann, war ganz überflüssig, denn wenn das an maßgebender Stelle nicht geglaubt würde, dann setzten wir nicht so viel Kraft an diesen Krieg, und daß maßgebende Männer solchen Glauben nicht ohne ausreichenden Grund haben, kann bei uns in Deutschland glücklicherweise angenommen werden. So war das Ganze nur das Bedürfnis des Besserwissens oder Bangemachens. Beides in jetziger Zeit gleich unzweckmäßig.

    I n  d e r  O s t s e e  hat sich nach dem Gotland=Gefecht nichts ereignet. Rußland hat sich für die Verletzung der schwedischen Neutralität in dürftigster Form entschuldigt. Schweden wird also wohl selbst die Achtung seiner Hoheitsrechte tatkräftig in die Hand nehmen müssen, wenn es sich nicht ähnlicher Nichtachtung erneut aussetzen will.

    I n  d e n  o st a f r i k a n is ch e n  G e w ä s s e r n  scheint unser kleiner Kreuzer "Königsberg", der ja schon seit langem in der Flußmündung des Rufidji eingeschlossen war, einem von langer Hand vorbereiteten Angriff englischer Streikräfte erlegen zu sein. Kreuzer, Kanonboote und Flieger waren dazu aufgeboten. Die englische Admiralität berichtet über die Dauer dieses Kampfes vom 4. bis 11. Juli und schließt damit, daß das Schiff am 11. Juli ganz wrack geschossen wurde, aber auch am 11. noch erwiderte die "Königsberg" das Feuer. Ob das Schicksal des Schiffes damit also jetzt schon besiegelt ist, kann man danach ruhig bezweifeln, wenn es auch für das Schiff wohl keine Möglichkeit mehr gibt, zu entkommen, oder sich dem Feind auf die Dauer zu entziehen.

    I m  M i t t e l m e e r  ist ein neuer großer Erfolg der österreichisch=ungarischen Unterseebotte zu verzeichnen, deren eines am 7. Juli in der Frühe den italienischen Panzerkreuzer "Amalfi" versenkte. Ein großer Teil der Besatzung konnte gerettet werden, weil noch andere Schiffe in der Nähe waren. Um so anerkennenswerter ist die Leistung des Boots. "Amalfi" ist ein neuer, schwer bewaffneter Panzerkreuzer aus dem Jahre 1908 von 10,000 Tonnen, sein Untergang ist für die italienische Flotte ein empfindlicher Verlust. Einen eigentümlichen Trost zieht Italien aus diesem Verlust. Es will ihn zum Sporn machen, daß die Adria ganz italienisches Meer werde. Bis dahin hat's noch gute Wege. Aktive Schritte dazu in Gestalt irgendeines Erfolges hat Italien bisher in der Adria ebensowenig getan wie im Landkrieg.

    V o r  d e n  D a r d a n e l l e n  ist alles unverändert.

    I m  S c h w a r z e n  M e e r  hat Rußland jüngst den Kriegsgebräuchen der Verbündeten die Krone aufgesetzt, indem seine Kriegsschiffe ein Dutzend türkischer Segelfahrzeuge, denen sie begegneten, ohne weiteres in Grund und Boden schossen und die in Booten flüchtende Bemannung auch zusammenschossen. Weder Anruf, noch Anhalten hatte stattgefunden, kein Feind war in der Nähe, und es waren nicht etwa Unterseeboote, die die Leute nicht hätten retten können. Die feindllichen Fahrzeuge waren ihnen von Rechts wegen verfallen, aber die beabsichtigte Tötung friedlicher Besatzung, die weder Militärpersonen waren, noch sich widersetzt hatten, war barbarischer Mord ohne jede Kriegsnotwendigkeit.






  • November 1, 2017 10:16:27 Dagmar Veigel

    gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt. Wir laden uns also, um den Vereinigten Staaten entgegenzukommen, große Schwierigkeiten auf; mögen sie sich nicht als zu groß erweisen, denn unter keinen Umständen dürfen wir die Waffe des Unterseebootskrieges abstumpfen, seine wirtschaftliche Wirkung muß uns langsam, aber sicher helfen, England niederzuzwingen. Die kürzlich aufgeworfene Frage, ober der Unterseebootskrieg das kann, war ganz überflüssig, denn wenn das an maßgebender Stelle nicht geglaubt würde, dann setzten wir nicht so viel Kraft an diesen Krieg, und daß maßgebende Männer solchen Glauben nicht ohne ausreichenden Grund haben, kann bei uns in Deutschland glücklicherweise angenommen werden. So war das Ganze nur das Bedürfnis des Besserwissens oder Bangemachens. Beides in jetziger Zeit gleich unzweckmäßig.

    I n  d e r  O s t s e e  hat sich nach dem Gotland=Gefecht nichts ereignet. Rußland hat sich für die Verletzung der schwedischen Neutralität in dürftigster Form entschuldigt. Schweden wird also wohl selbst die Achtung seiner Hoheitsrechte tatkräftig in die Hand nehmen müssen, wenn es sich nicht ähnlicher Nichtachtung erneut aussetzen will.

    I n  d e n  o st a f r i k a n is ch e n  G e w ä s s e r n  scheint unser kleiner Kreuzer "Königsberg", der ja schon seit langem in der Flußmündung des Rufidji eingeschlossen war, einem von langer Hand vorbereiteten Angriff englischer Streikräfte erlegen zu sein. Kreuzer, Kanonboote und Flieger waren dazu aufgeboten. Die englische Admiralität berichtet über die Dauer dieses Kampfes vom 4. bis 11. Juli und schließt damit, daß das Schiff am 11. Juli ganz wrack geschossen wurde, aber auch am 11. noch erwiderte die "Königsberg" das Feuer. Ob das Schicksal des Schiffes damit also jetzt schon besiegelt ist, kann man danach ruhig bezweifeln, wenn es auch für das Schiff wohl keine Möglichkeit mehr gibt, zu entkommen, oder sich dem Feind auf die Dauer zu entziehen.

    I m  M i t t e l m e e r  ist ein neuer großer Erfolg der österreichisch=ungarischen Unterseebotte zu verzeichnen, deren eines am 7. Juli in der Frühe den italienischen Panzerkreuzer "Amalfi" versenkte. Ein großer Teil der Besatzung konnte gerettet werden, weil noch andere Schiffe in der Nähe waren. Um so anerkennenswerter ist die Leistung des Boots. "Amalfi" ist ein neuer, schwer bewaffneter Panzerkreuzer aus dem Jahre 1908 von 10,000 Tonnen, sein Untergang ist für die italienische Flotte ein empfindlicher Verlust. Einen eigentümlichen Trost zieht Italien aus diesem Verlust. Es will ihn zum Sporn machen, daß die Adria ganz italienisches Meer werde. Bis dahin hat's noch gute Wege. Aktive Schritte dazu in Gestalt irgendeines Erfolges hat Italien bisher in der Adria ebensowenig getan wie im Landkrieg.






  • November 1, 2017 10:05:21 Dagmar Veigel

    gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt. Wir laden uns also, um den Vereinigten Staaten entgegenzukommen, große Schwierigkeiten auf; mögen sie sich nicht als zu groß erweisen, denn unter keinen Umständen dürfen wir die Waffe des Unterseebootskrieges abstumpfen, seine wirtschaftliche Wirkung muß uns langsam, aber sicher helfen, England niederzuzwingen. Die kürzlich aufgeworfene Frage, ober der Unterseebootskrieg das kann, war ganz überflüssig, denn wenn das an maßgebender Stelle nicht geglaubt würde, dann setzten wir nicht so viel Kraft an diesen Krieg, und daß maßgebende Männer solchen Glauben nicht ohne ausreichenden Grund haben, kann bei uns in Deutschland glücklicherweise angenommen werden. So war das Ganze nur das Bedürfnis des Besserwissens oder Bangemachens. Beides in jetziger Zeit gleich unzweckmäßig.

    I n  d e r  O s t s e e  hat sich nach dem Gotland=Gefecht nichts ereignet. Rußland hat sich für die Verletzung der schwedischen Neutralität in dürftigster Form entschuldigt. Schweden wird also wohl selbst die Achtung seiner Hoheitsrechte tatkräftig in die Hand nehmen müssen, wenn es sich nicht ähnlicher Nichtachtung erneut aussetzen will.




  • November 1, 2017 10:03:01 Dagmar Veigel

    gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt. Wir laden uns also, um den Vereinigten Staaten entgegenzukommen, große Schwierigkeiten auf; mögen sie sich nicht als zu groß erweisen, denn unter keinen Umständen dürfen wir die Waffe des Unterseebootskrieges abstumpfen, seine wirtschaftliche Wirkung muß uns langsam, aber sicher helfen, England niederzuzwingen. Die kürzlich aufgeworfene Frage, ober der Unterseebootskrieg das kann, war ganz überflüssig, denn wenn das an maßgebender Stelle nicht geglaubt würde, dann setzten wir nicht so viel Kraft an diesen Krieg, und daß maßgebende Männer solchen Glauben nicht ohne ausreichenden Grund haben, kann bei uns in Deutschland glücklicherweise angenommen werden. So war das Ganze nur das Bedürfnis des Besserwissens oder Bangemachens. Beides in jetziger Zeit gleich unzweckmäßig.



  • November 1, 2017 10:02:01 Dagmar Veigel

    gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt. Wir laden uns also, um den Vereinigten Staaten entgegenzukommen, große Schwierigkeiten auf; mögen sie sich nicht als zu groß erweisen, denn unter keinen Umständen dürfen wir die Waffe des Unterseebootskrieges abstumpfen, seine wirtschaftliche Wirkung muß uns langsam, aber sicher helfen, England niederzuzwingen. Die kürzlich aufgeworfene Frage, ober der Unterseebootskrieg das kann, war ganz überflüssig, denn wenn das an maßgebender Stelle nicht geglaubt würde, dann setzten wir nicht so viel Kraft an diesen Krieg, und daß maßgebende Männer solchen Glauben nicht ohne ausreichenden Grund haben, kann bei uns in Deutschland glücklicherweise angenommen werden.


  • November 1, 2017 10:01:07 Dagmar Veigel

    gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt. Wir laden uns also, um den Vereinigten Staaten entgegenzukommen, große Schwierigkeiten auf; mögen sie sich nicht als zu groß erweisen, denn unter keinen Umständen dürfen wir die Waffe des Unterseebootskrieges abstumpfen , seine wirtschaftliche Wirkung muß uns langsam, aber sicher helfen, England niederzuzwingen. Die kürzlich aufgeworfene Frage, ober der Unterseebootskrieg das kann, was ganz überflüssig, denn wenn das an maßgebender Stelle nicht geglaubt würde, dann setzten wir nicht so viel Kraft an diesen Krieg, und daß maßgebende Männer solchen Glauben nicht ohne ausreichnden 'Grund haben, kann bei un sin Deutschland glücklicherweise angenommen werden.


  • November 1, 2017 09:57:23 Dagmar Veigel

    gegen, daß amerikanische Dampfer ungehindert sein sollen, wenn sie angemeldet und mit besonderem Abzeichen versehen sind, und daß wir sogar noch den Erwerb feindlicher Dampfer für die Passagierfahrt zugestehen wollen und dabei nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keine Konterbande auf solchen Schiffen zulassen wird. Sehr weit deshalb, weil wir keine Bedingungen gestellt haben, weil ferne die Erfahrung des jetzigen Krieges gezeigt hat, wie skrupellos England sich jeglicher neutralen Abzeichen bedient, und weil die Mitteilung der Anmeldung an unsere U=Boote eine neue Schwierigkeit in diesen Krieg hineinbringt, der sowieso schon alle Kräfte auf äußerste anspannt.


Description

Save description
  • 52.5201126||13.404510699999946||

    Berlin

    ||1
Location(s)
  • Story location Berlin
Login and add location


ID
19266 / 217798
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Marie-Luise Polirock
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


Login to edit the languages

Login to edit the fronts
  • Aerial Warfare
  • African Wars
  • Balkans
  • Eastern Front
  • Gallipoli Front
  • Italian Front
  • Middle East
  • Naval Warfare
  • Western Front

Login to add keywords
  • Propaganda

Login and add links

Notes and questions

Login to leave a note