Deutsche Kriegszeitung - Illustrierte Wochenausgabe, herausgegeben vom Berliner Lokal-Anzeiger, item 2

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 Im oberen Abschnitt ein Bild der Landungsbrücke in Lüttich. 

Der erste große Erfolg der deutschen Waffen.

Landungsbrücke in Lüttich. Im Hintergrund die Brücke "de la Boverie".

 

Die Festung Lüttich

genommen.

 

 In der Mitte der Seite ein Bild: Ansicht des Quai de la Batte in Lüttich.

 

 Ein Bild am rechten Rand, in ovaler Form:  Die große Treppe in Lüttich.

 

 

 2. Seite, 1. Spalte 

rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne im letzten Augenblick zu vereiteln.


Wohl dem, dem beschieden war, den Jubel des Volkes bei der Bekanntmachung der Mobilmachungsorder am 1. August 1914 mitzuerleben. Wo war jetzt Seiner Majestät oppositionelles Berlin? Wo war die Dienstverweigerung der Sozialdemokraten, von der man seit Jahren in England gefaselt hatte? Wo waren die Bedenken des sonst so scharf kritisierenden Berliners? Wie für den Kaiser, so gab es auch fürs Volk keine Parteien mehr. Glück strahlte aus allen Gesichtern der sich langsam nach dem Schlosse vorschiebenden Menschenmenge. Mit welcher Geduld und mit welcher Kraft sang dort das Volksmeer immer und immer wieder die alten patriotischen Weisen, die uns als alte Bekannte aus einer anderen großen Zeit packten und mit seligem Stolz erfüllten! Wer hätte in diesen Tagen, die der Liebe zum  Vaterlande gehörten, in diesen Tagen der markigen Reden des Kaisers an seine Berliner, nicht im Geiste das Rauschen der Flügel des deutschen Adlers gehört, des preußischen Adlers, des Adlers der kriegsstarken Hohenzollern?! Kinder werden diese merkwürdigen Tage der Kriegsbegeisterung, diese Tage der uneingeschränkten Hingabe an Kaiser und Vaterland niemals vergessen; den Alten wird sie eine kostbare Wegzehrung sein für den Rest unserer Weltpilgerfahrt. - Die Mobilmachung klappte. Natürlich klappte sie, denn wir sind


 2. Seite, 2. Spalte 

gründliche Leute und in aller Welt bekannt für unsere Gründlichkeit. Man spöttelt im Auslande über diese Gründlichkeit, aber sie gab uns alles, was wir wollten, während die elegante Nachlässigkeit der Franzosen und die nicht niederzuzwingende Unehrlichkeit der russischen maßgebenden Personen den betreffenden Armeen nicht gaben, was diese brauchten. Also laßt sie über unsere pedantische Gründlichkeit spötteln. Was sollten sie auch anders tun? Nachmachen können sie uns diese Gründlichkeit nicht, ebensowenig wie unseren Patriotismus. Oder haben sich etwas die Freiwilligen in Rußland und Frankreich, wie in Deutschland, in


 2. Seite, 3. Spalte 

solchen Mengen gestellt, daß sich die Behörden ihrer kaum zu erwehren vermochten? Ganz gewiß nicht. Rußland lieferte bereits Deserteure in Menge, und die Franzosen lassen sich offenbar heute ebenso gern fangen wie im Jahre 1870. - Und so zogen denn unsere "grauen Jungen", wie wir sie von jetzt an nennen müssen, jubelnd und singend in den Krieg und zeigten bald, daß sie ihrer Väter würdig waren. Betrachten wir, was sie bereits leisteten:

Preußen und Russen.

Im Osten erstreckt sich die Provinz Ostpreußen wie ein Zipfel in russisches


 2. Seite, 4. Spalte 

Gebiet hinein. Im Süden und Osten standen dort russische Kavalleriedivisionen, einen Einfall drohend; aber man brauchte sich trotzdem keinen allzu großen Befürchtungen hinzugeben, daß das Land von der feindlichen Kavallerie überschwemmt werden würde, denn man wußte aus dem Russisch=Japanischen Kriege, daß die Tage vorüber sind, in denen russische Kavallerie

 

 2. Seite unten links eine Karte von Belgien:  Zum Durchmarsch der deutschen Truppen durch Belgien.


 2. Seite unten rechts eine Karte vom Grenzgebiet Deutsches Reich, Frankreich und Schweiz:  Karte zu den Kämpfen bei Mühlhausen im Elsaß.

 

 





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 Im oberen Abschnitt ein Bild der Landungsbrücke in Lüttich. 

Der erste große Erfolg der deutschen Waffen.

Landungsbrücke in Lüttich. Im Hintergrund die Brücke "de la Boverie".

 

Die Festung Lüttich

genommen.

 

 In der Mitte der Seite ein Bild: Ansicht des Quai de la Batte in Lüttich.

 

 Ein Bild am rechten Rand, in ovaler Form:  Die große Treppe in Lüttich.

 

 

 2. Seite, 1. Spalte 

rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne im letzten Augenblick zu vereiteln.


Wohl dem, dem beschieden war, den Jubel des Volkes bei der Bekanntmachung der Mobilmachungsorder am 1. August 1914 mitzuerleben. Wo war jetzt Seiner Majestät oppositionelles Berlin? Wo war die Dienstverweigerung der Sozialdemokraten, von der man seit Jahren in England gefaselt hatte? Wo waren die Bedenken des sonst so scharf kritisierenden Berliners? Wie für den Kaiser, so gab es auch fürs Volk keine Parteien mehr. Glück strahlte aus allen Gesichtern der sich langsam nach dem Schlosse vorschiebenden Menschenmenge. Mit welcher Geduld und mit welcher Kraft sang dort das Volksmeer immer und immer wieder die alten patriotischen Weisen, die uns als alte Bekannte aus einer anderen großen Zeit packten und mit seligem Stolz erfüllten! Wer hätte in diesen Tagen, die der Liebe zum  Vaterlande gehörten, in diesen Tagen der markigen Reden des Kaisers an seine Berliner, nicht im Geiste das Rauschen der Flügel des deutschen Adlers gehört, des preußischen Adlers, des Adlers der kriegsstarken Hohenzollern?! Kinder werden diese merkwürdigen Tage der Kriegsbegeisterung, diese Tage der uneingeschränkten Hingabe an Kaiser und Vaterland niemals vergessen; den Alten wird sie eine kostbare Wegzehrung sein für den Rest unserer Weltpilgerfahrt. - Die Mobilmachung klappte. Natürlich klappte sie, denn wir sind


 2. Seite, 2. Spalte 

gründliche Leute und in aller Welt bekannt für unsere Gründlichkeit. Man spöttelt im Auslande über diese Gründlichkeit, aber sie gab uns alles, was wir wollten, während die elegante Nachlässigkeit der Franzosen und die nicht niederzuzwingende Unehrlichkeit der russischen maßgebenden Personen den betreffenden Armeen nicht gaben, was diese brauchten. Also laßt sie über unsere pedantische Gründlichkeit spötteln. Was sollten sie auch anders tun? Nachmachen können sie uns diese Gründlichkeit nicht, ebensowenig wie unseren Patriotismus. Oder haben sich etwas die Freiwilligen in Rußland und Frankreich, wie in Deutschland, in


 2. Seite, 3. Spalte 

solchen Mengen gestellt, daß sich die Behörden ihrer kaum zu erwehren vermochten? Ganz gewiß nicht. Rußland lieferte bereits Deserteure in Menge, und die Franzosen lassen sich offenbar heute ebenso gern fangen wie im Jahre 1870. - Und so zogen denn unsere "grauen Jungen", wie wir sie von jetzt an nennen müssen, jubelnd und singend in den Krieg und zeigten bald, daß sie ihrer Väter würdig waren. Betrachten wir, was sie bereits leisteten:

Preußen und Russen.

Im Osten erstreckt sich die Provinz Ostpreußen wie ein Zipfel in russisches


 2. Seite, 4. Spalte 

Gebiet hinein. Im Süden und Osten standen dort russische Kavalleriedivisionen, einen Einfall drohend; aber man brauchte sich trotzdem keinen allzu großen Befürchtungen hinzugeben, daß das Land von der feindlichen Kavallerie überschwemmt werden würde, denn man wußte aus dem Russisch=Japanischen Kriege, daß die Tage vorüber sind, in denen russische Kavallerie

 

 2. Seite unten links eine Karte von Belgien:  Zum Durchmarsch der deutschen Truppen durch Belgien.


 2. Seite unten rechts eine Karte vom Grenzgebiet Deutsches Reich, Frankreich und Schweiz:  Karte zu den Kämpfen bei Mühlhausen im Elsaß.

 

 






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  • November 1, 2017 12:54:12 Dagmar Veigel

     Im oberen Abschnitt ein Bild der Landungsbrücke in Lüttich. 

    Der erste große Erfolg der deutschen Waffen.

    Landungsbrücke in Lüttich. Im Hintergrund die Brücke "de la Boverie".

     

    Die Festung Lüttich

    genommen.

     

     In der Mitte der Seite ein Bild: Ansicht des Quai de la Batte in Lüttich.

     

     Ein Bild am rechten Rand, in ovaler Form:  Die große Treppe in Lüttich.

     

     

     2. Seite, 1. Spalte 

    rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne im letzten Augenblick zu vereiteln.


    Wohl dem, dem beschieden war, den Jubel des Volkes bei der Bekanntmachung der Mobilmachungsorder am 1. August 1914 mitzuerleben. Wo war jetzt Seiner Majestät oppositionelles Berlin? Wo war die Dienstverweigerung der Sozialdemokraten, von der man seit Jahren in England gefaselt hatte? Wo waren die Bedenken des sonst so scharf kritisierenden Berliners? Wie für den Kaiser, so gab es auch fürs Volk keine Parteien mehr. Glück strahlte aus allen Gesichtern der sich langsam nach dem Schlosse vorschiebenden Menschenmenge. Mit welcher Geduld und mit welcher Kraft sang dort das Volksmeer immer und immer wieder die alten patriotischen Weisen, die uns als alte Bekannte aus einer anderen großen Zeit packten und mit seligem Stolz erfüllten! Wer hätte in diesen Tagen, die der Liebe zum  Vaterlande gehörten, in diesen Tagen der markigen Reden des Kaisers an seine Berliner, nicht im Geiste das Rauschen der Flügel des deutschen Adlers gehört, des preußischen Adlers, des Adlers der kriegsstarken Hohenzollern?! Kinder werden diese merkwürdigen Tage der Kriegsbegeisterung, diese Tage der uneingeschränkten Hingabe an Kaiser und Vaterland niemals vergessen; den Alten wird sie eine kostbare Wegzehrung sein für den Rest unserer Weltpilgerfahrt. - Die Mobilmachung klappte. Natürlich klappte sie, denn wir sind


     2. Seite, 2. Spalte 

    gründliche Leute und in aller Welt bekannt für unsere Gründlichkeit. Man spöttelt im Auslande über diese Gründlichkeit, aber sie gab uns alles, was wir wollten, während die elegante Nachlässigkeit der Franzosen und die nicht niederzuzwingende Unehrlichkeit der russischen maßgebenden Personen den betreffenden Armeen nicht gaben, was diese brauchten. Also laßt sie über unsere pedantische Gründlichkeit spötteln. Was sollten sie auch anders tun? Nachmachen können sie uns diese Gründlichkeit nicht, ebensowenig wie unseren Patriotismus. Oder haben sich etwas die Freiwilligen in Rußland und Frankreich, wie in Deutschland, in


     2. Seite, 3. Spalte 

    solchen Mengen gestellt, daß sich die Behörden ihrer kaum zu erwehren vermochten? Ganz gewiß nicht. Rußland lieferte bereits Deserteure in Menge, und die Franzosen lassen sich offenbar heute ebenso gern fangen wie im Jahre 1870. - Und so zogen denn unsere "grauen Jungen", wie wir sie von jetzt an nennen müssen, jubelnd und singend in den Krieg und zeigten bald, daß sie ihrer Väter würdig waren. Betrachten wir, was sie bereits leisteten:

    Preußen und Russen.

    Im Osten erstreckt sich die Provinz Ostpreußen wie ein Zipfel in russisches


     2. Seite, 4. Spalte 

    Gebiet hinein. Im Süden und Osten standen dort russische Kavalleriedivisionen, einen Einfall drohend; aber man brauchte sich trotzdem keinen allzu großen Befürchtungen hinzugeben, daß das Land von der feindlichen Kavallerie überschwemmt werden würde, denn man wußte aus dem Russisch=Japanischen Kriege, daß die Tage vorüber sind, in denen russische Kavallerie

     

     2. Seite unten links eine Karte von Belgien:  Zum Durchmarsch der deutschen Truppen durch Belgien.


     2. Seite unten rechts eine Karte vom Grenzgebiet Deutsches Reich, Frankreich und Schweiz:  Karte zu den Kämpfen bei Mühlhausen im Elsaß.

     

     





  • October 22, 2017 17:48:12 Dagmar Veigel

     Im oberen Abschnitt ein Bild der Landungsbrücke in Lüttich.  Der erste große Erfolg der deutschen Waffen.

    Landungsbrücke in Lüttich. Im Hintergrund die Brücke "de la Boverie".

     

    Die Festung Lüttich

    genommen.

     

     In der Mitte der Seite ein Bild: Ansicht des Quai de la Batte in Lüttich.

     

     Ein Bild am rechten Rand, in ovaler Form:  Die große Treppe in Lüttich.

     

     

     2. Seite, 1. Spalte 

    rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne im letzten Augenblick zu vereiteln.


    Wohl dem, dem beschieden war, den Jubel des Volkes bei der Bekanntmachung der Mobilmachungsorder am

    1. August 1914 mitzuerleben. Wo war jetzt Seiner Majestät oppositionelles Berlin? Wo war die Dienstverweigerung der Sozialdemokraten, von der man seit Jahren in England gefaselt hatte? Wo waren die Bedenken des sonst so scharf kritisierenden Berliners? Wie für denKaiser, so gab es auch fürs Volk keine Parteien mehr. Glück strahlte aus allen Gesichtern der sich langsam nach dem Schlosse vorschiebenden Menschenmenge. Mit welcher Geduld und mit welcher Kraft sang dort das Volksmeer immer und immer wieder die alten patriotischen Weisen, die uns als alte Bekannte aus einer anderen großen Zeit packten und mit seligem Stolz erfüllten! Wer hätte in diesen Tagen, die der Liebe zum  Vaterlande gehörten, in diesen Tagen der markigen Reden des Kaisers an seine Berliner, nicht im Geiste das Rauschen der Flügel des deutschen Adlers gehört, des preußischen Adlers, des Adlers der kriegsstarken Hohenzollern?! Kinder werden diese merkwürdigen Tage der Kriegsbegeisterung, diese Tage der uneingeschränkten Hingabe an Kaiser und Vaterland niemals vergessen; den Alten wird sie eine kostbare Wegzehrung sein für den Rest unserer Weltpilgerfahrt. - Die Mobilmachung klappte. Natürlich klappte sie, denn wir sind

     2. Seite, 2. Spalte 

    gründliche Leute und in aller Welt bekannt für unsere Gründlichkeit. Man spöttelt im Auslande über diese Gründlichkeit, aber sie gab uns alles, was wir wollten, während die elegante Nachlässigkeit der Franzosen und die nicht niederzuzwingende Unehrlichkeit der russischen maßgebenden Personen den betreffenden Armeen nicht gaben, was diese brauchten. Also laßt sie über unsere pedantische Gründlichkeit spötteln. Was sollten sie auch anders tun? Nachmachen können sie uns diese Gründlichkeit nicht, ebensowenig wie unseren Patriotismus. Oder haben sich etwas die Freiwilligen in Rußland und Frankreich, wie in Deutschland, in

     2. Seite, 3. Spalte 

    solchen Mengen gestellt, daß sich die Behörden ihrer kaum zu erwehren vermochten? Ganz gewiß nicht. Rußland lieferte bereits Deserteure in Menge, und die Franzosen lassen sich offenbar heute ebenso gern fangen wie im Jahre 1870. - Und so zogen denn unsere "grauen Jungen", wie wir sie von jetzt an nennen müssen, jubelnd und singend in den Krieg und zeigten bald, daß sie ihrer Väter würdig waren. Betrachten wir, was sie bereits leisteten:

    Preußen und Russen.

    Im Osten erstreckt sich die Provinz Ostpreußen wie ein Zipfel in russisches


     2. Seite, 4. Spalte 

    Gebiet hinein. Im Süden und Osten standen dort russische Kavalleriedivisionen, einen Einfall drohend; aber man brauchte sich trotzdem keinen allzu großen Befürchtungen hinzugeben, daß das Land von der feindlichen Kavallerie überschwemmt werden würde, denn man wußte aus dem Russisch=Japanischen Kriege, daß die Tage vorüber sind, in denen russische Kavallerie

     

     2. Seite unten links eine Karte von Belgien:  Zum Durchmarsch der deutschen Truppen durch Belgien.

     2. Seite unten rechts eine Karte vom Grenzgebiet Deutsches Reich, Frankreich und Schweiz:  Karte zu den Kämpfen bei Mühlhausen im Elsaß.

     

     






  • October 22, 2017 17:41:17 Dagmar Veigel

     Im oberen Abschnitt ein Bild der Landungsbrücke in Lüttich.  Der erste große Erfolg der deutschen Waffen.

    Landungsbrücke in Lüttich. Im Hintergrund die Brücke "de la Boverie".

     

    Die Festung Lüttich

    genommen.

     

     In der Mitte der Seite ein Bild: Ansicht des Quai de la Batte in Lüttich.

     

     Ein Bild am rechten Rand, in ovaler Form:  Die große Treppe in Lüttich.

     

     

     2. Seite, 1. Spalte 

    rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne im letzten Augenblick zu vereiteln. Wohl dem, dem beschieden war, den Jubel des Volkes bei der Bekannt=machung der Mobilmachungsorder am

    1. August 1914 mitzuerleben. Wo war jetzt Seiner Majestät oppositionelles Berlin? Wo war die Dienstverweigerung der Sozialdemokraten, von der man seit Jahren in England gefaselt hatte? Wo waren die Bedenken des sonst so scharf kritisierenden Berliners? Wie für denKaiser, so gab es auch fürs Volk keine Parteien mehr. Glück strahlte aus allen Gesichtern der sich langsam nach dem Schlosse vorschiebenden Menschenmenge. Mit welcher Geduld und mit welcher Kraft sang dort das Volksmeer immer und immer wieder die alten patriotischen Weisen, die uns als alte Bekannte aus einer anderen großen Zeit packten und mit seligem Stolz erfüllten! Wer hätte in diesen Tagen, die der Liebe zum

    Vaterlande gehörten, in diesen Tagen der markigen Reden des Kaisers an seine Berliner, nicht im Geiste das Rauschen der Flügel des deutschen Adlers gehört, des preußischen Adlers, des Adlers der kriegsstarken Hohenzollern?! Kinder werden diese merkwürdigen Tage der Kriegsbegeisterung, diese

    Tage der uneingeschränkten Hingabe an Kaiser und Vaterland niemals vergessen; den Alten wird sie eine kostbare Wegzehrung sein für den Rest unserer Weltpilgerfahrt. - Die Mobilmachung klappte.

    Natürlich klappte sie, denn wir sind

     2. Seite, 2. Spalte 

    gründliche Leute und in aller Welt bekannt für unsere Gründlichkeit. Man spöttelt im Auslande über diese Gründlichkeit, aber sie gab uns alles, was wir wollten, während die elegante Nachlässigkeit der Franzosen und die nicht niederzuzwingende Unehrlichkeit der russischen maßgebenden Personen den betreffenden Armeen nicht gaben, was diese brauchten. Also laßt sie über unsere pedantische

    Gründlichkeit spötteln. Was sollten sie auch anders tun? Nachmachen können sie uns diese Gründlichkeit nicht, ebensowenig wie unseren Patriotismus. Oder haben sich etwas die Freiwilligen in Rußland und Frankreich, wie in Deutschland, in

     2. Seite, 3. Spalte 

    solchen Mengen gestellt, daß sich die Behörden ihrer kaum zu erwehren vermochten? Ganz gewiß

    nicht. Rußland lieferte bereits Deserteure in Menge, und die Franzosen lassen sich offenbar heute ebenso gern fangen wie im Jahre 1870. - Und so zogen denn unsere "grauen Jungen", wie wir sie von jetzt an nennen müssen, jubelnd und singend in den Krieg und zeigten bald, daß sie ihrer Väter würdig waren. Betrachten wir, was sie bereits leisteten:


    Preußen und Russen.

    Im Osten erstreckt sich die Provinz Ostpreußen wie ein Zipfel in russisches


     2. Seite, 4. Spalte 

    Gebiet hinein. Im Süden und Osten standen dort russische Kavalleriedivisionen, einen Einfall drohend; aber man brauchte sich trotzdem keinen allzu großen Befürchtungen hinzugeben, daß das Land von der feindlichen Kavallerie überschwemmt werden würde, denn man wußte aus dem Russisch=Japanischen Kriege, daß die Tage vorüber sind, in denen russische Kavallerie

     

     2. Seite unten links eine Karte von Belgien:  Zum Durchmarsch der deutschen Truppen durch Belgien.

     2. Seite unten rechts eine Karte vom Grenzgebiet Deutsches Reich, Frankreich und Schweiz:  Karte zu den Kämpfen bei Mühlhausen im Elsaß.

     

     






  • October 20, 2017 22:58:09 Dagmar Veigel

     Im oberen Abschnitt ein Bild der Landungsbrücke in Lüttich.  Der erste große Erfolg der deutschen Waffen.

    Landungsbrücke in Lüttich. Im Hintergrund die Brücke "de la Boverie".

     

    Die Festung Lüttich

    genommen.

     

     In der Mitte der Seite ein Bild: Ansicht des Quai de la Batte in Lüttich.

     

     Ein Bild am rechten Rand, in ovaler Form:  Die große Treppe in Lüttich.

     

     

     2. Seite, 1. Spalte 

    rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne im letzten Augenblick zu vereiteln. Wohl dem, dem beschieden war, den Jubel des Volkes bei der Bekannt=machung der Mobilmachungsorder am

    1. August 1914 mitzuerleben. Wo war jetzt Seiner Majestät oppositionelles

    Berlin? Wo war die Dienstverweigerung

    der Sozialdemokraten, von der man seit

    Jahren in England gefaselt hatte? Wo

    waren die Bedenken des sonst so scharf

    kritisierenden Berliners? Wie für den

    Kaiser, so gab es auch fürs Volk keine

    Parteien mehr. Glück strahlte aus allen

    Gesichtern der sich langsam nach dem

    Schlosse vorschiebenden Menschenmenge.

    Mit welcher Geduld und mit welcher

    Kraft sang dort das Volksmeer immer

    und immer wieder die alten patriotischen

    Weisen, die uns als alte Bekannte aus

    einer anderen großen Zeit packten und mit

    seigem Stolz erfüllten! Wer hätte in

    diesen Tagen, die der Liebe zum

    Vaterlande gehörten, in diesen Tagen

    der markigen Reden des Kaisers an

    seine Berliner, nicht im Geiste das

    Rauschen der Flügel des deutschen

    Adlers gehört, des preußischen Adlers,

    des Adlers der kriegsstarken Hohenzol=

    lern?! Kinder werden diese merkwürdigen

    Tage der Kriegsbegeisterung, diese

    Tage der uneingeschränkten Hingabe an

    Kaiser und Vaterland niemals vergessen;

    den Alten wird sie eine kostbare Wegzehrung

    sein für den Rest unserer Weltpilgerfahrt.

    - Die Mobilmachung klappte.

    Natürlich klappte sie, denn wir sind

     2. Seite, 2. Spalte 

    gründliche Leute und in aller Welt bekannt

    für unsere Gründlichkeit. Man

    spöttelt im Auslande über diese Gründlichkeit,

    aber sie gab uns alles, was wir

    wollten, während die elegante Nachlässigkeit

    der Franzosen und die nicht niederzuzwingende

    Unehrlichkeit der russischen

    maßgebenden Personen den betreffenden

    Armeen nicht gaben, was diese brauchten.

    also laßt sie über unsere pedantische

    Gründlichkeit spötteln. Was sollten sie

    auch anders tun? Nachmachen können sie

    uns diese Gründlichkeit nicht, ebensowenig

    wie unseren Patriotismus. Oder haben

    sich etwas die Freiwilligen in Rußland

    und Frankreich, wie in Deutschland, in

     2. Seite, 3. Spalte 

    solchen Mengen gestellt, daß sich

    die Behörden ihrer kaum zu erwehren vermochten?

    Ganz gewiß

    nicht. Rußland lieferte bereits Deserteure

    in Menge, und die Franzosen

    lassen sich offenbar heute ebenso gern

    fangen wie im Jahre 1870. - Und

    so zogen denn unsere "grauen Jungen",

    wie wir sie von jetzt an nennen

    müssen, jubelnd und singend in den Krieg

    und zeigten bald, daß sie ihrer väter

    würdig waren. Betrachten wir, was sie

    bereits leisteten:

    Preußen und Russen.

    Im Osten erstreckt sich die Provinz Ostpreußen

    wie ein Zipfel in russisches


     2. Seite, 4. Spalte 

    Gebiet hinein. Im Süden und Osten

    standen dort russische Kavalleriedivisionen,

    einen Einfall drohend; aber man brauchte

    sich trotzdem keinen allzu großen Befürchtungen

    hinzugeben, daß das Land von der

    feindlichen Kavallerie überschwemmt werden

    würde, denn man wußte aus dem

    Russisch=Japanischen Kriege, daß die Tage

    vorüber sind, in denen russische Kavallerie

     

     2. Seite unten links eine Karte von Belgien:  Zum Durchmarsch der deutschen Truppen durch Belgien.

     2. Seite unten rechts eine Karte vom Grenzgebiet Deutsches Reich, Frankreich und Schweiz:  Karte zu den Kämpfen bei Mühlhausen im Elsaß.

     

     






  • October 16, 2017 21:03:54 Dagmar Veigel

     Im oberen Abschnitt ein Bild der Landungsbrücke in Lüttich.  Der erste große Erfolg der deutschen Waffen.

    Landungsbrücke in Lüttich. Im Hintergrund die Brücke "de la Boverie".

     

    Die Festung Lüttich

    genommen.

     

     In der Mitte der Seite ein Bild: Ansicht des Quai de la Batte in Lüttich.

     

     Ein Bild am rechten Rand, in ovaler Form:  Die große Treppe in Lüttich.

     

     

     2. Seite, 1. Spalte 

    rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne

    im letzten Augenblick zu vereiteln.

    Wohl dem, dem beschieden war, den

    Jubel des Volkes bei der Bekannt=

    machung der Mobilmachungsorder am

    1. August 1914 mitzuerleben. Wo war

    jetzt Seiner Majestät oppositionelles

    Berlin? Wo war die Dienstverweigerung

    der Sozialdemokraten, von der man seit

    Jahren in England gefaselt hatte? Wo

    waren die Bedenken des sonst so scharf

    kritisierenden Berliners? Wie für den

    Kaiser, so gab es auch fürs Volk keine

    Parteien mehr. Glück strahlte aus allen

    Gesichtern der sich langsam nach dem

    Schlosse vorschiebenden Menschenmenge.

    Mit welcher Geduld und mit welcher

    Kraft sang dort das Volksmeer immer

    und immer wieder die alten patriotischen

    Weisen, die uns als alte Bekannte aus

    einer anderen großen Zeit packten und mit

    seigem Stolz erfüllten! Wer hätte in

    diesen Tagen, die der Liebe zum

    Vaterlande gehörten, in diesen Tagen

    der markigen Reden des Kaisers an

    seine Berliner, nicht im Geiste das

    Rauschen der Flügel des deutschen

    Adlers gehört, des preußischen Adlers,

    des Adlers der kriegsstarken Hohenzol=

    lern?! Kinder werden diese merkwürdigen

    Tage der Kriegsbegeisterung, diese

    Tage der uneingeschränkten Hingabe an

    Kaiser und Vaterland niemals vergessen;

    den Alten wird sie eine kostbare Wegzehrung

    sein für den Rest unserer Weltpilgerfahrt.

    - Die Mobilmachung klappte.

    Natürlich klappte sie, denn wir sind

     2. Seite, 2. Spalte 

    gründliche Leute und in aller Welt bekannt

    für unsere Gründlichkeit. Man

    spöttelt im Auslande über diese Gründlichkeit,

    aber sie gab uns alles, was wir

    wollten, während die elegante Nachlässigkeit

    der Franzosen und die nicht niederzuzwingende

    Unehrlichkeit der russischen

    maßgebenden Personen den betreffenden

    Armeen nicht gaben, was diese brauchten.

    also laßt sie über unsere pedantische

    Gründlichkeit spötteln. Was sollten sie

    auch anders tun? Nachmachen können sie

    uns diese Gründlichkeit nicht, ebensowenig

    wie unseren Patriotismus. Oder haben

    sich etwas die Freiwilligen in Rußland

    und Frankreich, wie in Deutschland, in

     2. Seite, 3. Spalte 

    solchen Mengen gestellt, daß sich

    die Behörden ihrer kaum zu erwehren vermochten?

    Ganz gewiß

    nicht. Rußland lieferte bereits Deserteure

    in Menge, und die Franzosen

    lassen sich offenbar heute ebenso gern

    fangen wie im Jahre 1870. - Und

    so zogen denn unsere "grauen Jungen",

    wie wir sie von jetzt an nennen

    müssen, jubelnd und singend in den Krieg

    und zeigten bald, daß sie ihrer väter

    würdig waren. Betrachten wir, was sie

    bereits leisteten:

    Preußen und Russen.

    Im Osten erstreckt sich die Provinz Ostpreußen

    wie ein Zipfel in russisches


     2. Seite, 4. Spalte 

    Gebiet hinein. Im Süden und Osten

    standen dort russische Kavalleriedivisionen,

    einen Einfall drohend; aber man brauchte

    sich trotzdem keinen allzu großen Befürchtungen

    hinzugeben, daß das Land von der

    feindlichen Kavallerie überschwemmt werden

    würde, denn man wußte aus dem

    Russisch=Japanischen Kriege, daß die Tage

    vorüber sind, in denen russische Kavallerie

     

     2. Seite unten links eine Karte von Belgien:  Zum Durchmarsch der deutschen Truppen durch Belgien.

     2. Seite unten rechts eine Karte vom Grenzgebiet Deutsches Reich, Frankreich und Schweiz:  Karte zu den Kämpfen bei Mühlhausen im Elsaß.

     

     






  • October 16, 2017 21:02:18 Dagmar Veigel

     Im oberen Abschnitt ein Bild der Landungsbrücke in Lüttich.  Der erste große Erfolg der deutschen Waffen.

    Landungsbrücke in Lüttich. Im Hintergrund die Brücke "de la Boverie".

     

    Die Festung Lüttich

    genommen.

     

     In der Mitte der Seite ein Bild: Ansicht des Quai de la Batte in Lüttich.

     

     Ein Bild am rechten Rand, in ovaler Form:  Die große Treppe in Lüttich.

     

     

     2. Seite, 1. Spalte 

    rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne

    im letzten Augenblick zu vereiteln.

    Wohl dem, dem beschieden war, den

    Jubel des Volkes bei der Bekannt=

    machung der Mobilmachungsorder am

    1. August 1914 mitzuerleben. Wo war

    jetzt Seiner Majestät oppositionelles

    Berlin? Wo war die Dienstverweigerung

    der Sozialdemokraten, von der man seit

    Jahren in England gefaselt hatte? Wo

    waren die Bedenken des sonst so scharf

    kritisierenden Berliners? Wie für den

    Kaiser, so gab es auch fürs Volk keine

    Parteien mehr. Glück strahlte aus allen

    Gesichtern der sich langsam nach dem

    Schlosse vorschiebenden Menschenmenge.

    Mit welcher Geduld und mit welcher

    Kraft sang dort das Volksmeer immer

    und immer wieder die alten patriotischen

    Weisen, die uns als alte Bekannte aus

    einer anderen großen Zeit packten und mit

    seigem Stolz erfüllten! Wer hätte in

    diesen Tagen, die der Liebe zum

    Vaterlande gehörten, in diesen Tagen

    der markigen Reden des Kaisers an

    seine Berliner, nicht im Geiste das

    Rauschen der Flügel des deutschen

    Adlers gehört, des preußischen Adlers,

    des Adlers der kriegsstarken Hohenzol=

    lern?! Kinder werden diese merkwürdigen

    Tage der Kriegsbegeisterung, diese

    Tage der uneingeschränkten Hingabe an

    Kaiser und Vaterland niemals vergessen;

    den Alten wird sie eine kostbare Wegzehrung

    sein für den Rest unserer Weltpilgerfahrt.

    - Die Mobilmachung klappte.

    Natürlich klappte sie, denn wir sind

     2. Seite, 2. Spalte 

    gründliche Leute und in aller Welt bekannt

    für unsere Gründlichkeit. Man

    spöttelt im Auslande über diese Gründlichkeit,

    aber sie gab uns alles, was wir

    wollten, während die elegante Nachlässigkeit

    der Franzosen und die nicht niederzuzwingende

    Unehrlichkeit der russischen

    maßgebenden Personen den betreffenden

    Armeen nicht gaben, was diese brauchten.

    also laßt sie über unsere pedantische

    Gründlichkeit spötteln. Was sollten sie

    auch anders tun? Nachmachen können sie

    uns diese Gründlichkeit nicht, ebensowenig

    wie unseren Patriotismus. Oder haben

    sich etwas die Freiwilligen in Rußland

    und Frankreich, wie in Deutschland, in

     2. Seite, 3. Spalte 

    solchen Mengen gestellt, daß sich

    die Behörden ihrer kaum zu erwehren vermochten?

    Ganz gewiß

    nicht. Rußland lieferte bereits Deserteure

    in Menge, und die Franzosen

    lassen sich offenbar heute ebenso gern

    fangen wie im Jahre 1870. - Und

    so zogen denn unsere "grauen Jungen",

    wie wir sie von jetzt an nennen

    müssen, jubelnd und singend in den Krieg

    und zeigten bald, daß sie ihrer väter

    würdig waren. Betrachten wir, was sie

    bereits leisteten:

    Preußen und Russen.

    Im Osten erstreckt sich die Provinz Ostpreußen

    wie ein Zipfel in russisches


     2. Seite, 4. Spalte 

    Gebiet hinein. Im süden und Osten

    standen dort russische Kavalleriedivisionen,

    einen Einfall drohend; aber man brauchte

    sich trotzdem keinen allzu großen Befürchtungen

    hinzugeben, daß das Land von der

    feindlichen Kavallerie überschwemmt werden

    würde, denn man wußte aus dem

    Russisch=Japanischen Kriege, daß die Tage

    vorüber sind, in denen russische Kavallerie

     

     2. Seite unten links eine Karte von Belgien:  Zum Durchmarsch der deutschen Truppen durch Belgien.

     2. Seite unten rechts eine Karte vom Grenzgebiet Deutsches Reich, Frankreich und Schweiz:  Karte zu den Kämpfen bei Mühlhausen im Elsaß.


     






  • October 16, 2017 20:58:43 Dagmar Veigel

     Im oberen Abschnitt ein Bild der Landungsbrücke in Lüttich.  Der erste große Erfolg der deutschen Waffen.

    Landungsbrücke in Lüttich. Im Hintergrund die Brücke "de la Boverie".


    Die Festung Lüttich

    genommen.


     In der Mitte der Seite ein Bild: Ansicht des Quai de la Batte in Lüttich.


     Ein Bild am rechten Rand, in ovaler Form:  Die große Treppe in Lüttich.



     2. Seite, 1. Spalte 

    rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne

    im letzten Augenblick zu vereiteln.

    Wohl dem, dem beschieden war, den

    Jubel des Volkes bei der Bekannt=

    machung der Mobilmachungsorder am

    1. August 1914 mitzuerleben. Wo war

    jetzt Seiner Majestät oppositionelles

    Berlin? Wo war die Dienstverweigerung

    der Sozialdemokraten, von der man seit

    Jahren in England gefaselt hatte? Wo

    waren die Bedenken des sonst so scharf

    kritisierenden Berliners? Wie für den

    Kaiser, so gab es auch fürs Volk keine

    Parteien mehr. Glück strahlte aus allen

    Gesichtern der sich langsam nach dem

    Schlosse vorschiebenden Menschenmenge.

    Mit welcher Geduld und mit welcher

    Kraft sang dort das Volksmeer immer

    und immer wieder die alten patriotischen

    Weisen, die uns als alte Bekannte aus

    einer anderen großen Zeit packten und mit

    seigem Stolz erfüllten! Wer hätte in

    diesen Tagen, die der Liebe zum

    Vaterlande gehörten, in diesen Tagen

    der markigen Reden des Kaisers an

    seine Berliner, nicht im Geiste das

    Rauschen der Flügel des deutschen

    Adlers gehört, des preußischen Adlers,

    des Adlers der kriegsstarken Hohenzol=

    lern?! Kinder werden diese merkwürdigen

    Tage der Kriegsbegeisterung, diese

    Tage der uneingeschränkten Hingabe an

    Kaiser und Vaterland niemals vergessen;

    den Alten wird sie eine kostbare Wegzehrung

    sein für den Rest unserer Weltpilgerfahrt.

    - Die Mobilmachung klappte.

    Natürlich klappte sie, denn wir sind

     2. Seite, 2. Spalte 

    gründliche Leute und in aller Welt bekannt

    für unsere Gründlichkeit. Man

    spöttelt im Auslande über diese Gründlichkeit,

    aber sie gab uns alles, was wir

    wollten, während die elegante Nachlässigkeit

    der Franzosen und die nicht niederzuzwingende

    Unehrlichkeit der russischen

    maßgebenden Personen den betreffenden

    Armeen nicht gaben, was diese brauchten.

    also laßt sie über unsere pedantische

    Gründlichkeit spötteln. Was sollten sie

    auch anders tun? Nachmachen können sie

    uns diese Gründlichkeit nicht, ebensowenig

    wie unseren Patriotismus. Oder haben

    sich etwas die Freiwilligen in Rußland

    und Frankreich, wie in Deutschland, in

     2. Seite, 3. Spalte 

    solchen Mengen gestellt, daß sich

    die Behörden ihrer kaum zu erwehren vermochten?

    Ganz gewiß

    nicht. Rußland lieferte bereits Deserteure

    in Menge, und die Franzosen

    lassen sich offenbar heute ebenso gern

    fangen wie im Jahre 1870. - Und

    so zogen denn unsere "grauen Jungen",

    wie wir sie von jetzt an nennen

    müssen, jubelnd und singend in den Krieg

    und zeigten bald, daß sie ihrer väter

    würdig waren. Betrachten wir, was sie

    bereits leisteten:

    Preußen und Russen.

    Im Osten erstreckt sich die Provinz Ostpreußen

    wie ein Zipfel in russisches


     2. Seite, 4. Spalte 

    Gebiet hinein. Im süden und Osten

    standen dort russische Kavalleriedivisionen,

    einen Einfall drohend; aber man brauchte

    sich trotzdem keinen allzu großen Befürchtungen

    hinzugeben, daß das Land von der

    feindlichen Kavallerie überschwemmt werden

    würde, denn man wußte aus dem

    Russisch=Japanischen Kriege, daß die Tage

    vorüber sind, in denen russische Kavallerie






  • October 16, 2017 20:52:29 Dagmar Veigel

     2. Seite, 1. Spalte 

    rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne

    im letzten Augenblick zu vereiteln.

    Wohl dem, dem beschieden war, den

    Jubel des Volkes bei der Bekannt=

    machung der Mobilmachungsorder am

    1. August 1914 mitzuerleben. Wo war

    jetzt Seiner Majestät oppositionelles

    Berlin? Wo war die Dienstverweigerung

    der Sozialdemokraten, von der man seit

    Jahren in England gefaselt hatte? Wo

    waren die Bedenken des sonst so scharf

    kritisierenden Berliners? Wie für den

    Kaiser, so gab es auch fürs Volk keine

    Parteien mehr. Glück strahlte aus allen

    Gesichtern der sich langsam nach dem

    Schlosse vorschiebenden Menschenmenge.

    Mit welcher Geduld und mit welcher

    Kraft sang dort das Volksmeer immer

    und immer wieder die alten patriotischen

    Weisen, die uns als alte Bekannte aus

    einer anderen großen Zeit packten und mit

    seigem Stolz erfüllten! Wer hätte in

    diesen Tagen, die der Liebe zum

    Vaterlande gehörten, in diesen Tagen

    der markigen Reden des Kaisers an

    seine Berliner, nicht im Geiste das

    Rauschen der Flügel des deutschen

    Adlers gehört, des preußischen Adlers,

    des Adlers der kriegsstarken Hohenzol=

    lern?! Kinder werden diese merkwürdigen

    Tage der Kriegsbegeisterung, diese

    Tage der uneingeschränkten Hingabe an

    Kaiser und Vaterland niemals vergessen;

    den Alten wird sie eine kostbare Wegzehrung

    sein für den Rest unserer Weltpilgerfahrt.

    - Die Mobilmachung klappte.

    Natürlich klappte sie, denn wir sind

     2. Seite, 2. Spalte 

    gründliche Leute und in aller Welt bekannt

    für unsere Gründlichkeit. Man

    spöttelt im Auslande über diese Gründlichkeit,

    aber sie gab uns alles, was wir

    wollten, während die elegante Nachlässigkeit

    der Franzosen und die nicht niederzuzwingende

    Unehrlichkeit der russischen

    maßgebenden Personen den betreffenden

    Armeen nicht gaben, was diese brauchten.

    also laßt sie über unsere pedantische

    Gründlichkeit spötteln. Was sollten sie

    auch anders tun? Nachmachen können sie

    uns diese Gründlichkeit nicht, ebensowenig

    wie unseren Patriotismus. Oder haben

    sich etwas die Freiwilligen in Rußland

    und Frankreich, wie in Deutschland, in

     2. Seite, 3. Spalte 

    solchen Mengen gestellt, daß sich

    die Behörden ihrer kaum zu erwehren vermochten?

    Ganz gewiß

    nicht. Rußland lieferte bereits Deserteure

    in Menge, und die Franzosen

    lassen sich offenbar heute ebenso gern

    fangen wie im Jahre 1870. - Und

    so zogen denn unsere "grauen Jungen",

    wie wir sie von jetzt an nennen

    müssen, jubelnd und singend in den Krieg

    und zeigten bald, daß sie ihrer väter

    würdig waren. Betrachten wir, was sie

    bereits leisteten:

    Preußen und Russen.

    Im Osten erstreckt sich die Provinz Ostpreußen

    wie ein Zipfel in russisches


     2. Seite, 4. Spalte 

    Gebiet hinein. Im süden und Osten

    standen dort russische Kavalleriedivisionen,

    einen Einfall drohend; aber man brauchte

    sich trotzdem keinen allzu großen Befürchtungen

    hinzugeben, daß das Land von der

    feindlichen Kavallerie überschwemmt werden

    würde, denn man wußte aus dem

    Russisch=Japanischen Kriege, daß die Tage

    vorüber sind, in denen russische Kavallerie






  • October 14, 2017 21:49:52 Dagmar Veigel

     2. Seite, 1. Spalte 

    rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne

    im letzten Augenblick zu vereiteln.

    Wohl dem, dem beschieden war, den

    Jubel des Volkes bei der Bekannt=

    machung der Mobilmachungsorder am

    1. August 1914 mitzuerleben. Wo war

    jetzt Seiner Majestät oppositionelles

    Berlin? Wo war die Dienstverweigerung

    der Sozialdemokraten, von der man seit

    Jahren in England gefaselt hatte? Wo

    waren die Bedenken des sonst so scharf

    kritisierenden Berliners? Wie für den

    Kaiser, so gab es auch fürs Volk keine

    Parteien mehr. Glück strahlte aus allen

    Gesichtern der sich langsam nach dem

    Schlosse vorschiebenden Menschenmenge.

    Mit welcher Geduld und mit welcher

    Kraft sang dort das Volksmeer immer

    und immer wieder die alten patriotischen

    Weisen, die uns als alte Bekannte aus

    einer anderen großen Zeit packten und mit

    seigem Stolz erfüllten! Wer hätte in

    diesen Tagen, die der Liebe zum

    Vaterlande gehörten, in diesen Tagen

    der markigen Reden des Kaisers an

    seine Berliner, nicht im Geiste das

    Rauschen der Flügel des deutschen

    Adlers gehört, des preußischen Adlers,

    des Adlers der kriegsstarken Hohenzol=

    lern?! Kinder werden diese merkwürdigen

    Tage der Kriegsbegeisterung, diese

    Tage der uneingeschränkten Hingabe an

    Kaiser und Vaterland niemals vergessen;

    den Alten wird sie eine kostbare Wegzehrung

    sein für den Rest unserer Weltpilgerfahrt.

    - Die Mobilmachung klappte.

    Natürlich klappte sie, denn wir sind

     2. Seite, 2. Spalte 

    gründliche Leute und in aller Welt bekannt

    für unsere Gründlichkeit. Man

    spöttelt im Auslande über diese Gründlichkeit,

    aber sie gab uns alles, was wir

    wollten, während die elegante Nachlässigkeit

    der Franzosen und die nicht niederzuzwingende

    Unehrlichkeit der russischen

    maßgebenden Personen den betreffenden

    Armeen nicht gaben, was diese brauchten.

    also laßt sie über unsere pedantische

    Gründlichkeit spötteln. Was sollten sie

    auch anders tun? Nachmachen können sie

    uns diese Gründlichkeit nicht, ebensowenig

    wie unseren Patriotismus. Oder haben

    sich etwas die Freiwilligen in Rußland

    und Frankreich, wie in Deutschland, in

     2. Seite, 3. Spalte 

    solchen Mengen gestellt, daß sich

    die Behörden ihrer kaum zu erwehren vermochten?

    Ganz gewiß

    nicht. Rußland lieferte bereits Deserteure

    in Menge, und die Franzosen

    lassen sich offenbar heute ebenso gern

    fangen wie im Jahre 1870. - Und

    so zogen denn unsere "grauen Jungen",

    wie wir sie von jetzt an nennen

    müssen, jubelnd und singend in den Krieg

    und zeigten bald, daß sie ihrer väter

    würdig waren. Betrachten wir, was sie

    bereits leisteten:

    Preußen und Russen.

    Im Osten erstreckt sich die Provinz Ostpreußen

    wie ein Zipfel in russisches


     2. Seite, 2. Spalte 

    Gebiet hinein.






  • October 14, 2017 21:49:20 Dagmar Veigel

     2. Seite, 1. Spalte 

    rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne

    im letzten Augenblick zu vereiteln.

    Wohl dem, dem beschieden war, den

    Jubel des Volkes bei der Bekannt=

    machung der Mobilmachungsorder am

    1. August 1914 mitzuerleben. Wo war

    jetzt Seiner Majestät oppositionelles

    Berlin? Wo war die Dienstverweigerung

    der Sozialdemokraten, von der man seit

    Jahren in England gefaselt hatte? Wo

    waren die Bedenken des sonst so scharf

    kritisierenden Berliners? Wie für den

    Kaiser, so gab es auch fürs Volk keine

    Parteien mehr. Glück strahlte aus allen

    Gesichtern der sich langsam nach dem

    Schlosse vorschiebenden Menschenmenge.

    Mit welcher Geduld und mit welcher

    Kraft sang dort das Volksmeer immer

    und immer wieder die alten patriotischen

    Weisen, die uns als alte Bekannte aus

    einer anderen großen Zeit packten und mit

    seigem Stolz erfüllten! Wer hätte in

    diesen Tagen, die der Liebe zum

    Vaterlande gehörten, in diesen Tagen

    der markigen Reden des Kaisers an

    seine Berliner, nicht im Geiste das

    Rauschen der Flügel des deutschen

    Adlers gehört, des preußischen Adlers,

    des Adlers der kriegsstarken Hohenzol=

    lern?! Kinder werden diese merkwürdigen

    Tage der Kriegsbegeisterung, diese

    Tage der uneingeschränkten Hingabe an

    Kaiser und Vaterland niemals vergessen;

    den Alten wird sie eine kostbare Wegzehrung

    sein für den Rest unserer Weltpilgerfahrt.

    - Die Mobilmachung klappte.

    Natürlich klappte sie, denn wir sind

     2. Seite, 2. Spalte 

    gründliche Leute und in aller Welt bekannt

    für unsere Gründlichkeit. Man

    spöttelt im Auslande über diese Gründlichkeit,

    aber sie gab uns alles, was wir

    wollten, während die elegante Nachlässigkeit

    der Franzosen und die nicht niederzuzwingende

    Unehrlichkeit der russischen

    maßgebenden Personen den betreffenden

    Armeen nicht gaben, was diese brauchten.

    also laßt sie über unsere pedantische

    Gründlichkeit spötteln. Was sollten sie

    auch anders tun? Nachmachen können sie

    uns diese Gründlichkeit nicht, ebensowenig

    wie unseren Patriotismus. Oder haben

    sich etwas die Freiwilligen in Rußland

    und Frankreich, wie in Deutschland, in

     2. Seite, 3. Spalte 

    solchen Mengen gestellt, daß sich

    die Behörden ihrer kaum zu erwehren vermochten?

    Ganz gewiß

    nicht. Rußland lieferte bereits Deserteure

    in Menge, und die Franzosen

    lassen sich offenbar heute ebenso gern

    fangen wie im Jahre 1870. - Und

    so zogen denn unsere "grauen Jungen",

    wie wir sie von jetzt an nennen

    müssen, jubelnd und singend in den Krieg

    und zeigten bald, daß sie ihrer väter

    würdig waren. Betrachten wir, was sie

    bereits leisteten:

    Preußen und Russen.

    Im Osten erstreckt sich die Provinz Ostpreußen

    wie ein Zipfel in russisches






  • October 14, 2017 21:44:58 Dagmar Veigel

     2. Seite, 1. Spalte 

    rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne

    im letzten Augenblick zu vereiteln.

    Wohl dem, dem beschieden war, den

    Jubel des Volkes bei der Bekannt=

    machung der Mobilmachungsorder am

    1. August 1914 mitzuerleben. Wo war

    jetzt Seiner Majestät oppositionelles

    Berlin? Wo war die Dienstverweigerung

    der Sozialdemokraten, von der man seit

    Jahren in England gefaselt hatte? Wo

    waren die Bedenken des sonst so scharf

    kritisierenden Berliners? Wie für den

    Kaiser, so gab es auch fürs Volk keine

    Parteien mehr. Glück strahlte aus allen

    Gesichtern der sich langsam nach dem

    Schlosse vorschiebenden Menschenmenge.

    Mit welcher Geduld und mit welcher

    Kraft sang dort das Volksmeer immer

    und immer wieder die alten patriotischen

    Weisen, die uns als alte Bekannte aus

    einer anderen großen Zeit packten und mit

    seigem Stolz erfüllten! Wer hätte in

    diesen Tagen, die der Liebe zum

    Vaterlande gehörten, in diesen Tagen

    der markigen Reden des Kaisers an

    seine Berliner, nicht im Geiste das

    Rauschen der Flügel des deutschen

    Adlers gehört, des preußischen Adlers,

    des Adlers der kriegsstarken Hohenzol=

    lern?! Kinder werden diese merkwürdigen

    Tage der Kriegsbegeisterung, diese

    Tage der uneingeschränkten Hingabe an

    Kaiser und Vaterland niemals vergessen;

    den Alten wird sie eine kostbare Wegzehrung

    sein für den Rest unserer Weltpilgerfahrt.

    - Die Mobilmachung klappte.

    Natürlich klappte sie, denn wir sind

     2. Seite, 2. Spalte 

    gründliche Leute und in aller Welt bekannt

    für unsere Gründlichkeit. Man

    spöttelt im Auslande über diese Gründlichkeit,

    aber sie gab uns alles, was wir

    wollten, während die elegante Nachlässigkeit

    der Franzosen und die nicht niederzuzwingende

    Unehrlichkeit der russischen

    maßgebenden Personen den betreffenden

    Armeen nicht gaben, was diese brauchten.

    also laßt sie über unsere pedantische

    Gründlichkeit spötteln. Was sollten sie

    auch anders tun? Nachmachen können sie

    uns diese Gründlichkeit nicht, ebensowenig

    wie unseren Patriotismus. Oder haben

    sich etwas die Freiwilligen in Rußland

    und Frankreich, wie in Deutschland, in

     2. Seite, 3. Spalte 

    solchen Mengen gestellt, daß sich

    die Behörden ihrer kaum zu erwehren vermochten?

    Ganz gewiß

    nicht.






  • October 14, 2017 21:41:01 Dagmar Veigel

     2. Seite, 1. Spalte 

    rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne

    im letzten Augenblick zu vereiteln.

    Wohl dem, dem beschieden war, den

    Jubel des Volkes bei der Bekannt=

    machung der Mobilmachungsorder am

    1. August 1914 mitzuerleben. Wo war

    jetzt Seiner Majestät oppositionelles

    Berlin? Wo war die Dienstverweigerung

    der Sozialdemokraten, von der man seit

    Jahren in England gefaselt hatte? Wo

    waren die Bedenken des sonst so scharf

    kritisierenden Berliners? Wie für den

    Kaiser, so gab es auch fürs Volk keine

    Parteien mehr. Glück strahlte aus allen

    Gesichtern der sich langsam nach dem

    Schlosse vorschiebenden Menschenmenge.

    Mit welcher Geduld und mit welcher

    Kraft sang dort das Volksmeer immer

    und immer wieder die alten patriotischen

    Weisen, die uns als alte Bekannte aus

    einer anderen großen Zeit packten und mit

    seigem Stolz erfüllten! Wer hätte in

    diesen Tagen, die der Liebe zum

    Vaterlande gehörten, in diesen Tagen

    der markigen Reden des Kaisers an

    seine Berliner, nicht im Geiste das

    Rauschen der Flügel des deutschen

    Adlers gehört, des preußischen Adlers,

    des Adlers der kriegsstarken Hohenzol=

    lern?! Kinder werden diese merkwürdigen

    Tage der Kriegsbegeisterung, diese

    Tage der uneingeschränkten Hingabe an

    Kaiser und Vaterland niemals vergessen;

    den Alten wird sie eine kostbare Wegzehrung

    sein für den Rest unserer Weltpilgerfahrt.

    - Die Mobilmachung klappte.

    Natürlich klappte sie, denn wir sind

     2. Seite, 2. Spalte 

    gründliche Leute und in aller Welt bekannt

    für unsere Gründlichkeit. Man

    spöttelt im Auslande über diese Gründlichkeit,

    aber sie gab uns alles, was wir

    wollten, während die elegante Nachlässigkeit

    der Franzosen und die nicht niederzuzwingende

    Unehrlichkeit der russischen

    maßgebenden Personen den betreffenden

    Armeen nich tgaben, was diese brauchten.





  • October 14, 2017 18:21:03 Dagmar Veigel

     

    rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne

    im letzten Augenblick zu vereiteln.

    Wohl dem, dem beschieden war, den

    Jubel des Volkes bei der Bekannt=

    machung der Mobilmachungsorder am

    1. August 1914 mitzuerleben. Wo war

    jetzt Seiner Majestät oppositionelles

    Berlin? Wo war die Dienstverweigerung

    der Sozialdemokraten, von der man seit

    Jahren in England gefaselt hatte? Wo

    waren die Bedenken des sonst so scharf

    kritisierenden Berliners? Wie für den

    Kaiser, so gab es auch fürs Volk keine

    Parteien mehr. Glück strahlte aus allen

    Gesichtern der sich langsam nach dem

    Schlosse vorschiebenden Menschenmenge.

    Mit welcher Geduld und mit welcher

    Kraft sang dort das Volksmeer immer

    und immer wieder die alten patriotischen

    Weisen, die uns als alte Bekannte aus

    einer anderen großen Zeit packten und mit

    seigem Stolz erfüllten! Wer hätte in

    diesen Tagen, die der Liebe zum



  • October 14, 2017 16:32:00 Dagmar Veigel

    rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne

    im letzten Augenblick zu vereiteln.

    Wohl dem, dem beschieden war, den

    Jubel des Volkes bei der Bekannt=

    machung der Mobilmachungsorder am

    1. August 1914 mitzuerleben. Wo war

    jetzt Seiner Majestät oppositionelles

    Berlin? Wo war die Dienstverweigerung

    der Sozialdemokraten, von der man seit

    Jahren in England gefaselt hatte? Wo

    waren die Bedenken des sonst so scharf

    kritisierenden Berliners? Wie für den

    Kaiser, so gab es auch fürs Volk keine

    Parteien mehr.


  • October 14, 2017 16:31:31 Dagmar Veigel

    rechtzeitig, um die höllischen Ententepläne

    im letzten Augenblick zu vereiteln.

    Wohl dem, dem beschieden war, den

    Jubel des Volkes bei der Bekannt=

    machung der Mobilmachungsorder am

    1. august 1914 mitzuerleben. Wo war

    jetzt Seiner Majestät oppositionelles

    Berlin? Wo war die Dienstverweigerung

    der Sozialdemokraten, von der man seit

    Jahren in England gefaselt hatte? Wo

    waren die Bedenken des sonst so scharf

    kritisierenden Berliners? Wie für den

    Kaiser, so gab es auch fürs Volk keine

    Parteien mehr.


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    Berlin

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ID
19266 / 217776
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Marie-Luise Polirock
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


August 16, 1914
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