Tagebuch des Schülers Wilhelm Schenkel während des Krieges, item 28
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Linke Seite
Handschriftlich
39
Boot zeigen. -- Seht mal, da drüben liegt "U 53" Das
kennt ihr doch durch seine Amerikafahrt:" Im Moment
stürmten die Jungen die nächsten U=Boote, und bald
tribbelte und trabbelte es auf allen Decks von Buntmützen.
Mit sichtlicher Freude sahen die Offiziere und Werftarbeiter
dem Treiben zu. Handschriftlich Ich war auf U63.
Wir Führer stiegen nun vom Kommandoturm herunter
und sahen durch eine Luke in das Innere des Bootes, erstaunt
über die Tiefe. "Wenn die Herren mal hineinklettern
wollen ....?" Wohl selten haben wir eine Aufforderung
so schnell ausgeführt als diese. Das klang ja
wie ein Märchen. Das mußte ausgekostet werden.
Nun denke man sich das hineinklettern nicht so einfach.
Bequeme Treppen gibt es nicht. Senkrecht geht es an
Stahlstangen hinunter. Das schadet aber nicht, je
schwieriger desto reizvoller. Wir sind sofort mitten in der
Zentrale. Da könnte man uns unbesorgt vierzehn Tage
hineinstecken, ohne Gefahr zu laufen, Mitwisser von
marinetechnischen Geheimnissen zu bekommen. Das war
ja ein Universum deutschen Erfindergeistes: Uhren, Kabel
über Kabel, Räder und Räderchen, Hebel über Hebel. An
der Seite zeigte man und die Tiefensteuer, den Tiefenmesser.
Ein Blick durch das Sehrohr ließ uns die Torpedowerft
sehen, wir sehen genau unsere Jungen umherlaufen.
Aber nun vorsichtig umgeschaut.
Vor uns lag ein Matrose mitten im Gang in einer Decke
eingehüllt.
"Wir sind über drei Wochen draußen gewesen, da sind
die Leute müde...." Vorsichtig wollten wir uns entfernen,
aber er schon aufgewacht und schaute uns mit
großen Augen ganz erstaunt an. Auf Zivilisten war er
sicher nicht gefaßt gewesen. Wie auf Kommando zogen
wir alle vom Leder, das heißt unsere Zigarrentaschen
heraus und reichten ihm unsere Zigarren. Er griff sofort
danach und war sichtlich erfreut. Unsere Jungen wetteiferten
mit ihren Führern und packten aus, was sie gerade
bieten konnten.
Plötzlich heulten die Dampfsirenen der uns zur Hafenrundfahrt
gestellten beiden Werftdampfer los, sechs bis
siebenmal kurz hintereinander. Die Zeit war abgelaufen,
wir mußten zurück. Schnell noch ein Blick in die übrigen
Räume, ein kurzer Abschied und dann hinauf durch die
Turmluke. Aus allen anderen U=Booten tauchten hochgerötete
Westfalenköpfe auf. Im Galopp ging es dann
zum Dampfer. Wieder heulten die Sirenen mit
ohrenbetäubenden Geräusch, und immer neue Gestalten schoben
sich aus den turmlucken.----
"Fertig! Ablegen!"--- Langsam schoben sich die
Dampfer von der Mauer ins freie Wasser hinaus, und
nun ging es an Torpedobooten und U=Booten vorbei durch
den Hafen.Links lag das Riesenschwimmbad der Kaiserlichen
Werft, etwas abseits ankerten die beiden schmucken
Kreuzer "Stralsund" und "Stettin". Kurz darauf begrüßten
wir an Steuerbord den gewaltigen Panzerkreuzer
rechte Seite
Handschriftlich
40
"Seydlitz" mit seinem bekannten hohen Bug und den drei
Fischen im Wappen. Voraus lag das große Lazarettschiff
"Sierra Ventana", ein wahrer Ozeanriese. Wir passierten
große Scheiben, die zu Scharfschießübungen in See ver-
wendet werden und nun auf kleinen Booten im Hafen
lagen. Das große Linienschiff "König Albert" wurde mit
Hurrarufen begrüßt, das freundlich von Bord aus erwidert
wurde. Nach einigen Minuten passierten wir die große
Hohenzollernbrücke. An den Kaimauern lagen Fischdampfer,
auf denen die Fische an langen Leinen über Deck gespannt
waren. Rechts lag der gekaperte englische Dampfer
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Boot zeigen. -- Seht mal, da drüben liegt "U 53" Das
kennt ihr doch durch seine Amerikafahrt:" Im Moment
stürmten die Jungen die nächsten U=Boote, und bald
tribbelte und trabbelte es auf allen Decks von Buntmützen.
Mit sichtlicher Freude sahen die Offiziere und Werftarbeiter
dem Treiben zu. Handschriftlich Ich war auf U63.
Wir Führer stiegen nun vom Kommandoturm herunter
und sahen durch eine Luke in das Innere des Bootes, erstaunt
über die Tiefe. "Wenn die Herren mal hineinklettern
wollen ....?" Wohl selten haben wir eine Aufforderung
so schnell ausgeführt als diese. Das klang ja
wie ein Märchen. Das mußte ausgekostet werden.
Nun denke man sich das hineinklettern nicht so einfach.
Bequeme Treppen gibt es nicht. Senkrecht geht es an
Stahlstangen hinunter. Das schadet aber nicht, je
schwieriger desto reizvoller. Wir sind sofort mitten in der
Zentrale. Da könnte man uns unbesorgt vierzehn Tage
hineinstecken, ohne Gefahr zu laufen, Mitwisser von
marinetechnischen Geheimnissen zu bekommen. Das war
ja ein Universum deutschen Erfindergeistes: Uhren, Kabel
über Kabel, Räder und Räderchen, Hebel über Hebel. An
der Seite zeigte man und die Tiefensteuer, den Tiefenmesser.
Ein Blick durch das Sehrohr ließ uns die Torpedowerft
sehen, wir sehen genau unsere Jungen umherlaufen.
Aber nun vorsichtig umgeschaut.
Vor uns lag ein Matrose mitten im Gang in einer Decke
eingehüllt.
"Wir sind über drei Wochen draußen gewesen, da sind
die Leute müde...." Vorsichtig wollten wir uns entfernen,
aber er schon aufgewacht und schaute uns mit
großen Augen ganz erstaunt an. Auf Zivilisten war er
sicher nicht gefaßt gewesen. Wie auf Kommando zogen
wir alle vom Leder, das heißt unsere Zigarrentaschen
heraus und reichten ihm unsere Zigarren. Er griff sofort
danach und war sichtlich erfreut. Unsere Jungen wetteiferten
mit ihren Führern und packten aus, was sie gerade
bieten konnten.
Plötzlich heulten die Dampfsirenen der uns zur Hafenrundfahrt
gestellten beiden Werftdampfer los, sechs bis
siebenmal kurz hintereinander. Die Zeit war abgelaufen,
wir mußten zurück. Schnell noch ein Blick in die übrigen
Räume, ein kurzer Abschied und dann hinauf durch die
Turmluke. Aus allen anderen U=Booten tauchten hochgerötete
Westfalenköpfe auf. Im Galopp ging es dann
zum Dampfer. Wieder heulten die Sirenen mit
ohrenbetäubenden Geräusch, und immer neue Gestalten schoben
sich aus den turmlucken.----
"Fertig! Ablegen!"--- Langsam schoben sich die
Dampfer von der Mauer ins freie Wasser hinaus, und
nun ging es an Torpedobooten und U=Booten vorbei durch
den Hafen.Links lag das Riesenschwimmbad der Kaiserlichen
Werft, etwas abseits ankerten die beiden schmucken
Kreuzer "Stralsund" und "Stettin". Kurz darauf begrüßten
wir an Steuerbord den gewaltigen Panzerkreuzer
rechte Seite
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"Seydlitz" mit seinem bekannten hohen Bug und den drei
Fischen im Wappen. Voraus lag das große Lazarettschiff
"Sierra Ventana", ein wahrer Ozeanriese. Wir passierten
große Scheiben, die zu Scharfschießübungen in See ver-
wendet werden und nun auf kleinen Booten im Hafen
lagen. Das große Linienschiff "König Albert" wurde mit
Hurrarufen begrüßt, das freundlich von Bord aus erwidert
wurde. Nach einigen Minuten passierten wir die große
Hohenzollernbrücke. An den Kaimauern lagen Fischdampfer,
auf denen die Fische an langen
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kennt ihr doch durch seine Amerikafahrt:" Im Moment
stürmten die Jungen die nächsten U=Boote, und bald
tribbelte und trabbelte es auf allen Decks von Buntmützen.
Mit sichtlicher Freude sahen die Offiziere und Werftarbeiter
dem Treiben zu. Handschriftlich Ich war auf U63.
Wir Führer stiegen nun vom Kommandoturm herunter
und sahen durch eine Luke in das Innere des Bootes, erstaunt
über die Tiefe. "Wenn die Herren mal hineinklettern
wollen ....?" Wohl selten haben wir eine Aufforderung
so schnell ausgeführt als diese. Das klang ja
wie ein Märchen. Das mußte ausgekostet werden.
Nun denke man sich das hineinklettern nicht so einfach.
Bequeme Treppen gibt es nicht. Senkrecht geht es an
Stahlstangen hinunter. Das schadet aber nicht, je
schwieriger desto reizvoller. Wir sind sofort mitten in der
Zentrale. Da könnte man uns unbesorgt vierzehn Tage
hineinstecken, ohne Gefahr zu laufen, Mitwisser von
marinetechnischen Geheimnissen zu bekommen. Das war
ja ein Universum deutschen Erfindergeistes: Uhren, Kabel
über Kabel, Räder und Räderchen, Hebel über Hebel. An
der Seite zeigte man und die Tiefensteuer, den Tiefenmesser.
Ein Blick durch das Sehrohr ließ uns die Torpedowerft
sehen, wir sehen genau unsere Jungen umherlaufen.
Aber nun vorsichtig umgeschaut.
Vor uns lag ein Matrose mitten im Gang in einer Decke
eingehüllt.
"Wir sind über drei Wochen draußen gewesen, da sind
die Leute müde...." Vorsichtig wollten wir uns entfernen,
aber er schon aufgewacht und schaute uns mit
großen Augen ganz erstaunt an. Auf Zivilisten war er
sicher nicht gefaßt gewesen. Wie auf Kommando zogen
wir alle vom Leder, das heißt unsere Zigarrentaschen
heraus und reichten ihm unsere Zigarren. Er griff sofort
danach und war sichtlich erfreut. Unsere Jungen wetteiferten
mit ihren Führern und packten aus, was sie gerade
bieten konnten.
Plötzlich heulten die Dampfsirenen der uns zur Hafenrundfahrt
gestellten beiden Werftdampfer los, sechs bis
siebenmal kurz hintereinander. Die Zeit war abgelaufen,
wir mußten zurück. Schnell noch ein Blick in die übrigen
Räume, ein kurzer Abschied und dann hinauf durch die
Turmluke. Aus allen anderen U=Booten tauchten hochgerötete
Westfalenköpfe auf. Im Galopp ging es dann
zum Dampfer. Wieder heulten die Sirenen mit
ohrenbetäubenden Geräusch, und immer neue Gestalten schoben
sich aus den turmlucken.----
"Fertig! Ablegen!"--- Langsam schoben sich die
Dampfer von der Mauer ins freie Wasser hinaus, und
nun ging es an Torpedobooten und U=Booten vorbei durch
den Hafen.Links lag das Riesenschwimmbad der Kaiserlichen
Werft, etwas abseits ankerten die beiden schmucken
Kreuzer "Stralsund" und "Stettin". Kurz darauf begrüßten
wir an Steuerbord den gewaltigen Panzerkreuzer
rechte Seite
Handschriftlich
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"Seydlitz" mit seinem bekannten hohen Bug und den drei
Fischen im Wappen. Voraus lag das große Lazarettschiff
"Sierra Ventana", ein wahrer Ozeanriese. Wir passierten
große Scheiben, die zu Scharfschießübungen in See ver-
wendet werden und nun auf kleinen Booten im Hafen
lagen. Das große Linienschiff "König Albert" wurde mit
Hurrarufen begrüßt, das freundlich von Bord aus erwidert
wurde. Nach einigen Minuten passierten wir die große
Hohenzollernbrücke.
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Boot zeigen. -- Seht mal, da drüben liegt "U 53" Das
kennt ihr doch durch seine Amerikafahrt:" Im Moment
stürmten die Jungen die nächsten U=Boote, und bald
tribbelte und trabbelte es auf allen Decks von Buntmützen.
Mit sichtlicher Freude sahen die Offiziere und Werftarbeiter
dem Treiben zu. Handschriftlich Ich war auf U63.
Wir Führer stiegen nun vom Kommandoturm herunter
und sahen durch eine Luke in das Innere des Bootes, erstaunt
über die Tiefe. "Wenn die Herren mal hineinklettern
wollen ....?" Wohl selten haben wir eine Aufforderung
so schnell ausgeführt als diese. Das klang ja
wie ein Märchen. Das mußte ausgekostet werden.
Nun denke man sich das hineinklettern nicht so einfach.
Bequeme Treppen gibt es nicht. Senkrecht geht es an
Stahlstangen hinunter. Das schadet aber nicht, je
schwieriger desto reizvoller. Wir sind sofort mitten in der
Zentrale. Da könnte man uns unbesorgt vierzehn Tage
hineinstecken, ohne Gefahr zu laufen, Mitwisser von
marinetechnischen Geheimnissen zu bekommen. Das war
ja ein Universum deutschen Erfindergeistes: Uhren, Kabel
über Kabel, Räder und Räderchen, Hebel über Hebel. An
der Seite zeigte man und die Tiefensteuer, den Tiefenmesser.
Ein Blick durch das Sehrohr ließ uns die Torpedowerft
sehen, wir sehen genau unsere Jungen umherlaufen.
Aber nun vorsichtig umgeschaut.
Vor uns lag ein Matrose mitten im Gang in einer Decke
eingehüllt.
"Wir sind über drei Wochen draußen gewesen, da sind
die Leute müde...." Vorsichtig wollten wir uns entfernen,
aber er schon aufgewacht und schaute uns mit
großen Augen ganz erstaunt an. Auf Zivilisten war er
sicher nicht gefaßt gewesen. Wie auf Kommando zogen
wir alle vom Leder, das heißt unsere Zigarrentaschen
heraus und reichten ihm unsere Zigarren. Er griff sofort
danach und war sichtlich erfreut. Unsere Jungen wetteiferten
mit ihren Führern und packten aus, was sie gerade
bieten konnten.
Plötzlich heulten die Dampfsirenen der uns zur Hafenrundfahrt
gestellten beiden Werftdampfer los, sechs bis
siebenmal kurz hintereinander. Die Zeit war abgelaufen,
wir mußten zurück. Schnell noch ein Blick in die übrigen
Räume, ein kurzer Abschied und dann hinauf durch die
Turmluke. Aus allen anderen U=Booten tauchten hochgerötete
Westfalenköpfe auf. Im Galopp ging es dann
zum Dampfer. Wieder heulten die Sirenen mit
ohrenbetäubenden Geräusch, und immer neue Gestalten schoben
sich aus den turmlucken.----
"Fertig! Ablegen!"--- Langsam schoben sich die
Dampfer von der Mauer ins freie Wasser hinaus, und
nun ging es an Torpedobooten und U=Booten vorbei durch
den Hafen.Links lag das Riesenschwimmbad der Kaiserlichen
Werft, etwas abseits ankerten die beiden schmucken
Kreuzer "Stralsund" und "Stettin". Kurz darauf begrüßten
wir an Steuerbord den gewaltigen Panzerkreuzer
rechte Seite
Handschriftlich
40
"Seydlitz" mit seinem bekannten hohen Bug und den drei
Fischen im Wappen. Voraus lag das große Lazarettschiff
"Sierra Ventana", ein wahrer Ozeanriese. Wir passierten
große Scheiben, die zu Scharfschießübungen in See ver-
wendet werden und nun auf kleinen Booten im Hafen
lagen. Das große Linienschiff "König Albert" wurde mit
Hurrarufen begrüßt, das freundlich von Bord aus erwidert
wurde.
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Boot zeigen. -- Seht mal, da drüben liegt "U 53" Das
kennt ihr doch durch seine Amerikafahrt:" Im Moment
stürmten die Jungen die nächsten U=Boote, und bald
tribbelte und trabbelte es auf allen Decks von Buntmützen.
Mit sichtlicher Freude sahen die Offiziere und Werftarbeiter
dem Treiben zu. Handschriftlich Ich war auf U63.
Wir Führer stiegen nun vom Kommandoturm herunter
und sahen durch eine Luke in das Innere des Bootes, erstaunt
über die Tiefe. "Wenn die Herren mal hineinklettern
wollen ....?" Wohl selten haben wir eine Aufforderung
so schnell ausgeführt als diese. Das klang ja
wie ein Märchen. Das mußte ausgekostet werden.
Nun denke man sich das hineinklettern nicht so einfach.
Bequeme Treppen gibt es nicht. Senkrecht geht es an
Stahlstangen hinunter. Das schadet aber nicht, je
schwieriger desto reizvoller. Wir sind sofort mitten in der
Zentrale. Da könnte man uns unbesorgt vierzehn Tage
hineinstecken, ohne Gefahr zu laufen, Mitwisser von
marinetechnischen Geheimnissen zu bekommen. Das war
ja ein Universum deutschen Erfindergeistes: Uhren, Kabel
über Kabel, Räder und Räderchen, Hebel über Hebel. An
der Seite zeigte man und die Tiefensteuer, den Tiefenmesser.
Ein Blick durch das Sehrohr ließ uns die Torpedowerft
sehen, wir sehen genau unsere Jungen umherlaufen.
Aber nun vorsichtig umgeschaut.
Vor uns lag ein Matrose mitten im Gang in einer Decke
eingehüllt.
"Wir sind über drei Wochen draußen gewesen, da sind
die Leute müde...." Vorsichtig wollten wir uns entfernen,
aber er schon aufgewacht und schaute uns mit
großen Augen ganz erstaunt an. Auf Zivilisten war er
sicher nicht gefaßt gewesen. Wie auf Kommando zogen
wir alle vom Leder, das heißt unsere Zigarrentaschen
heraus und reichten ihm unsere Zigarren. Er griff sofort
danach und war sichtlich erfreut. Unsere Jungen wetteiferten
mit ihren Führern und packten aus, was sie gerade
bieten konnten.
Plötzlich heulten die Dampfsirenen der uns zur Hafenrundfahrt
gestellten beiden Werftdampfer los, sechs bis
siebenmal kurz hintereinander. Die Zeit war abgelaufen,
wir mußten zurück. Schnell noch ein Blick in die übrigen
Räume, ein kurzer Abschied und dann hinauf durch die
Turmluke. Aus allen anderen U=Booten tauchten hochgerötete
Westfalenköpfe auf. Im Galopp ging es dann
zum Dampfer. Wieder heulten die Sirenen mit
ohrenbetäubenden Geräusch, und immer neue Gestalten schoben
sich aus den turmlucken.----
"Fertig! Ablegen!"--- Langsam schoben sich die
Dampfer von der Mauer ins freie Wasser hinaus, und
nun ging es an Torpedobooten und U=Booten vorbei durch
den Hafen.Links lag das Riesenschwimmbad der Kaiserlichen
Werft, etwas abseits ankerten die beiden schmucken
Kreuzer "Stralsund" und "Stettin". Kurz darauf begrüßten
wir an Steuerbord den gewaltigen Panzerkreuzer
rechte Seite
Handschriftlich
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"Seydlitz"
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Handschriftlich
39
Boot zeigen. -- Seht mal, da drüben liegt "U 53" Das
kennt ihr doch durch seine Amerikafahrt:" Im Moment
stürmten die Jungen die nächsten U=Boote, und bald
tribbelte und trabbelte es auf allen Decks von Buntmützen.
Mit sichtlicher Freude sahen die Offiziere und Werftarbeiter
dem Treiben zu. Handschriftlich Ich war auf U63.
Wir Führer stiegen nun vom Kommandoturm herunter
und sahen durch eine Luke in das Innere des Bootes, erstaunt
über die Tiefe. "Wenn die Herren mal hineinklettern
wollen ....?" Wohl selten haben wir eine Aufforderung
so schnell ausgeführt als diese. Das klang ja
wie ein Märchen. Das mußte ausgekostet werden.
Nun denke man sich das hineinklettern nicht so einfach.
Bequeme Treppen gibt es nicht. Senkrecht geht es an
Stahlstangen hinunter. Das schadet aber nicht, je
schwieriger desto reizvoller. Wir sind sofort mitten in der
Zentrale. Da könnte man uns unbesorgt vierzehn Tage
hineinstecken, ohne Gefahr zu laufen, Mitwisser von
marinetechnischen Geheimnissen zu bekommen. Das war
ja ein Universum deutschen Erfindergeistes: Uhren, Kabel
über Kabel, Räder und Räderchen, Hebel über Hebel. An
der Seite zeigte man und die Tiefensteuer, den Tiefenmesser.
Ein Blick durch das Sehrohr ließ uns die Torpedowerft
sehen, wir sehen genau unsere Jungen umherlaufen.
Aber nun vorsichtig umgeschaut.
Vor uns lag ein Matrose mitten im Gang in einer Decke
eingehüllt.
"Wir sind über drei Wochen draußen gewesen, da sind
die Leute müde...." Vorsichtig wollten wir uns entfernen,
aber er schon aufgewacht und schaute uns mit
großen Augen ganz erstaunt an. Auf Zivilisten war er
sicher nicht gefaßt gewesen. Wie auf Kommando zogen
wir alle vom Leder, das heißt unsere Zigarrentaschen
heraus und reichten ihm unsere Zigarren. Er griff sofort
danach und war sichtlich erfreut. Unsere Jungen wetteiferten
mit ihren Führern und packten aus, was sie gerade
bieten konnten.
Plötzlich heulten die Dampfsirenen der uns zur Hafenrundfahrt
gestellten beiden Werftdampfer los, sechs bis
siebenmal kurz hintereinander. Die Zeit war abgelaufen,
wir mußten zurück. Schnell noch ein Blick in die übrigen
Räume, ein kurzer Abschied und dann hinauf durch die
Turmluke. Aus allen anderen U=Booten tauchten hochgerötete
Westfalenköpfe auf. Im Galopp ging es dann
zum Dampfer. Wieder heulten die Sirenen mit
ohrenbetäubenden Geräusch, und immer neue Gestalten schoben
sich aus den turmlucken.----
"Fertig! Ablegen!"--- Langsam schoben sich die
Dampfer von der Mauer ins freie Wasser hinaus, und
nun ging es an Torpedobooten und U=Booten vorbei durch
den Hafen.Links lag das Riesenschwimmbad der Kaiserlichen
Werft, etwas abseits ankerten die beiden schmucken
Kreuzer "Stralsund" und "Stettin". Kurz darauf begrüßten
wir an Steuerbord den gewaltigen Panzerkreuzer
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