Tagebuch des Schülers Wilhelm Schenkel während des Krieges, item 18
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Scan der vorigen Doppelseite mit Rückseite der Einlage
Linke Seite
19
Zeitungsausschnitt mit beschrifteten Porträts:
KÖNIG FRIEDRICH WILHELM I 1713-1740 | FRIEDRICH d. GROSSE 1740-1786 | KÖNIG FRIEDRICH WILHELM II 1786-1797 | KÖNIG FRIEDRICH WILHELM III 1797-1840
KÖNIG FRIEDRICH WILHELM IV 1840-1861 | KAISER WIlHELM I 1861-1888 | KAISER FRIEDRICH III. -1888 | KAISER WIlHELM II 1888-1918
Handschriftlich:
Ostern 1916 kamen wir nach UI. Hier
unterrichtete uns Professor Wagner in Latein
und Griechisch, er brachte uns auch als erster
den Begriff und wahren Wert der "Akribie" bei.
Er war zugleich unser Klassenlehrer.
Im August des Jahres 16 machten wir unter
Rechte Seite
Eingelegter Zeitungsausschnitt aus dem vorigen Scan, hier die Rückseite:
b) Sie sollen ihn nicht haben . . . . . Schumann
Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein, ob sie
wie gier'ge Raben sich heiser danach schrei'n. So lang' er ruhig
wallend, sein grünes Kleid noch trägt, so lang ein Ruder schallend
in seine Wogen schlägt.
Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein, so
lang sich Herzen laben an seinem Feuerwein. So lang' an seinem
Strome noch fest die Felsen steh'n, so lang' sich hohe Dome in seinem
Spiegel seh'n.
Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein, so
lang' dort kühne Knaben um schlanke Dirnen frein. So lang' die
Flosse hebet ein Fisch auf seinem Grund, so lang' ein Lied noch
lebet in seiner Sänger Mund. Sie sollen ihn nicht haben, den
freien deutschen Rhein, bis seine Flut begraben des letzten Mann's
Gebein.
4. Festrede: Herr Kaplan Gabriel
5. Volksgesang: Stolz weht die Flagge
Stolz weht die Flagge Schwarz-Weiß-Rot von uns'res Schiffes
Mast, dem Feinde weh', der sie bedroht, der diese Farben haßt!
sie flattert an der Heimat Strand im Winde hin und her, und
weit vom teuren Vaterland auf sturmbewegtem Meer! ihr woll'n
wir treu ergeben sein, getreu bis in den Tod. Ihr woll'n wir
unser Leben weih'n, der Flagge Schwarz-Weiß-Rot!
Allüberall, wo auf dem Meer empor ein Mast sich reckt, da steht
die deutsche Flagge sehr in Achtung und Respekt: sie bietet auf dem
Meere Schutz dem Reiche allezeit, jedwedem tück'schen Feind zum
Trutz, der Deutschlands Ehr bedräut. Fürwahr, wo uns're Flagge
weht, da hat es keine Not, hoch leb', die hoch in Ehren steht, die
Flagge Schwarz-Weiß-Rot!
Und wenn ein feindlich Schiff uns naht und's heißt "Klar
zum Gefecht", dann drängt's auch uns zu kühner Tat, wir kämpfen
auch nicht schlecht! und dringt ein feindliches Geschoß in eines See-
nanns [sic] Herz, nicht klagt der wack're Kampfgenoß, ihm macht es
keinen Schmerz! "Hoho!" ruft er, was schadet's mir, ich sterb den
Ehrentod für Deutschlands heiliges Panier, die Flagge Schwarz-
Weiß-Rot!
6. Choral: Großer Gott, wir loben dich
Großer Gott wir loben dich! Herr wir preisen deine Stärke!
Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke! Wie du
warst vor aller Zeit, so bleibst du Ewigkeit.
Heilig! Herr Gott Zebaoth! Heilig, Herr der Kriegesheere!
Starker Helfer in der Not! Himmel, Erde, Luft und Meere sind
erfüllt mit deinem Ruhm, alles ist dein Eigentum.
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Scan der vorigen Doppelseite mit Rückseite der Einlage
Linke Seite
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Zeitungsausschnitt mit beschrifteten Porträts:
KÖNIG FRIEDRICH WILHELM I 1713-1740 | FRIEDRICH d. GROSSE 1740-1786 | KÖNIG FRIEDRICH WILHELM II 1786-1797 | KÖNIG FRIEDRICH WILHELM III 1797-1840
KÖNIG FRIEDRICH WILHELM IV 1840-1861 | KAISER WIlHELM I 1861-1888 | KAISER FRIEDRICH III. -1888 | KAISER WIlHELM II 1888-1918
Handschriftlich:
Ostern 1916 kamen wir nach UI. Hier
unterrichtete uns Professor Wagner in Latein
und Griechisch, er brachte uns auch als erster
den Begriff und wahren Wert der "Akribie" bei.
Er war zugleich unser Klassenlehrer.
Im August des Jahres 16 machten wir unter
Rechte Seite
Eingelegter Zeitungsausschnitt aus dem vorigen Scan, hier die Rückseite:
b) Sie sollen ihn nicht haben . . . . . Schumann
Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein, ob sie
wie gier'ge Raben sich heiser danach schrei'n. So lang' er ruhig
wallend, sein grünes Kleid noch trägt, so lang ein Ruder schallend
in seine Wogen schlägt.
Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein, so
lang sich Herzen laben an seinem Feuerwein. So lang' an seinem
Strome noch fest die Felsen steh'n, so lang' sich hohe Dome in seinem
Spiegel seh'n.
Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein, so
lang' dort kühne Knaben um schlanke Dirnen frein. So lang' die
Flosse hebet ein Fisch auf seinem Grund, so lang' ein Lied noch
lebet in seiner Sänger Mund. Sie sollen ihn nicht haben, den
freien deutschen Rhein, bis seine Flut begraben des letzten Mann's
Gebein.
4. Festrede: Herr Kaplan Gabriel
5. Volksgesang: Stolz weht die Flagge
Stolz weht die Flagge Schwarz-Weiß-Rot von uns'res Schiffes
Mast, dem Feinde weh', der sie bedroht, der diese Farben haßt!
sie flattert an der Heimat Strand im Winde hin und her, und
weit vom teuren Vaterland auf sturmbewegtem Meer! ihr woll'n
wir treu ergeben sein, getreu bis in den Tod. Ihr woll'n wir
unser Leben weih'n, der Flagge Schwarz-Weiß-Rot!
Allüberall, wo auf dem Meer empor ein Mast sich reckt, da steht
die deutsche Flagge sehr in Achtung und Respekt: Sie bietet auf dem
Meere Schutz dem Reiche allezeit, jedwedem tück'schen Feind zum
Trutz, der Deutschlands Ehr bedräut. Fürwahr, wo uns're Flagge
weht, da hat es keine Not, hoch leb', die hoch in Ehren steht, die
Flagge Schwarz-Weiß-Rot!
Und wenn ein feindlich Schiff uns naht und's heißt "Klar
zum Gefecht", dann drängt's auch uns zu kühner Tat, wir kämpfen
auch nicht schlecht! und dringt ein feindliches Geschoß in eines See-
manns Herz, nicht klagt der wack're Kampfgenoß, ihm macht es
keinen Schmerz! "Hoho!" ruft er, was schadet's mir, ich sterb den
Ehrentod für Deutschlands heiliges Panier, die Flagge Schwarz-
Weiß-Rot!
6. Choral: Großer Gott, wir loben dich
Großer Gott wir loben dich! Herr wir preisen deine Stärke!
Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke! Wie du
warst vor aller Zeit, so bleibst du Ewigkeit.
Heilig! Herr Gott Zebaoth! Heilig, Herr der Kriegesheere!
Starker Helfer in der Not! Himmel, Erde, Luft und Meere sind
erfüllt mit deinem Ruhm, alles ist dein Eigentum.
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b) Sie sollen ihn nicht haben Schumann
Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein, ob sie wie gier`ge Raben sich heiser danach schrei`n. So lang`er ruhig wallend, sein grünes Kleid noch trägt, so lang ein Ruder schallend in seine Wogen schlägt.
Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein, so lang sich Herzen laben an seinem Feuerwein. So lang`an seine Strome noch sest die Felsen steh`n, so lang`sich hohe Dome in seinem Spiegel seh`n
Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein, so lang`dort kühne Knaben um schlanke Dirnen frein. So lang`die Flosse hebet Fisch auf seinem Grund, so lang`ein Lied noch lebet in seiner Sänger Wund. Sie sollen ihn nicht haben, denreien deutschen Rhein, bis seine Flut begraben des letzten Mann`s Gebein.
4. Festrede: Herr Kaplan Gabriel
5. Volksgesang: Stolz weht die Flagge
Stolz weht die Flagge Schwarz-Weiß-Rot von uns`res Schiffes Mast, dem Feinde weh`, der sie bedroht, der diese Farben haßt! Sie flattert an der Heimat Strand im Winde hin und her, und weit vom teuren Vaterland auf sturmbewegtem Meer! ihr woll`n wir treu ergeben sein, getreu bis in den Tod. Ihr woll`n wir unser Leben weih`n, der Flagge Schwarz-Weiß-Rot!
Allüberall, wo auf dem Meer empor ein Mast sich reckt, da steht die deutsche Flagge sehr in Achtung und Respekt: Sie bietet auf dem Meere Schutz dem Reiche allerzeit, jedwedem tück`schen Feind zum Trotz,der Deutschlands Ehr beräut. Fürwahr, wo uns`re Flagge weht, da hat es keine Not, hoch leb`, die hoch in Ehren steht, die Flagge Schwarz-Weiß-Rot!
Und wenn ein feindlich Schiff uns naht und`s heißt "Klar zum Gefecht", dann drängt`s uch uns zu kühner Tat, wir kämpfen auch nicht schlecht! und dringt ein feindliches Geschoß in eines Semanns Herz, nicht klagt der wack`re Kampfgenoß, ihm macht es keinen Schmerz! "Hoho!" ruft er, was schadet`s mir, ich sterb den Ehrentod für Deutschlands heiliges Panier, die Flagge Schwarz-Weiß-Rot!
6. Choral: Großer Gott, wir loben dich
Großer Gott wir loben dich! Herr wir preisen deine Stärke!
Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke! Wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du Ewigkeit.
Heilig! Herr Gott Zebaoth! Heilig, Herr der Kriegsheere!
Starker Helfer in der Not! Himmel, Erde, Luft und Meere sind erfüllt mit deinem Ruhm, alles ist dein Eigentum.
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Soest
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- 12583 / 143576
- Contributor
- Wilhelm Schenkel
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