Tagebuch des Schülers Wilhelm Schenkel während des Krieges, item 25

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 linke Seite 

33

 Zeitungsausschnitt - Fortsetzung 

Natürlich werden den Helden zur See dabei auch einige

Kränze überreicht.

   Es lag ja auf der Hand, daß die westfälischen Mäd-

chen in ihrer Verehrung für unser Marine den Knaben

nicht nachstehen wollten. Konnten sie sich auch nicht an

der Fahrt beteiligen, so wollten sie doch wenigstens an

der Huldigung teilnehmen. An der Sammlung für die

Liebesgaben beteiligten sich die Mädchen Hamms und

Soest sehr lebhaft. Die Schülerinnen des städischen

Lyceums in Hamm brachten rund 147 Mark, die des

städtischen Lyceums in Soest 62 Mark auf. Außerdem

stifteten die letzteren noch einen Lorbeerkranz.

   Nun wollten sie aber auch einen poetischen Gruß den

Schülern mitgeben. Diese sollten den Blaujacken die

Verehrung westfälischer Jungmädel übermitteln. Haupt-

schriftleiter Lindemann verfaßte auf ihren Wunsch folgen-

den Gruß westfälischer Mädchen an die Besatzung

S. M. S. "Westfalen":


Die Jungen fahren zum Nordseestrand,

Es strahlt eines jeden Miene,

So fährt das junge Westfalenland

Als Gast zur deutschen Marine.

Es grüßt die Mannschaft, den Kapitän.

Und freut sich  am Meeresgebrause,

So etwas möchten wir auch gern seh'n,

Doch bleiben wir leider zu Hause.

Nun, bleiben wir auch im Heimatland

Und sind zum Entsagen gezwungen,

Das Mädchenherz schlägt unverwandt

Für euch, ihr blauen Jungen!

Wie ihr gejagt habt das Britenpack

und in den Grund es geschossen,

Da haben die Helden vom Skagerrak

In unser Herz wir geschlossen!

Ei, wie der Brite die Flucht ergriff,

Um Fersengeld zu bezahlen!

Und allen voran unser Patenschiff:

Seiner Majestät Schiff "Westfalen"!

Nun jährt sich gerade der Siegestag,

Laßt uns aus dem Munde der Knaben

Euch sagen, daß Mädel, Westfälinger Schlag,

Euch immer bewundert haben.

Ihr Jungen ruft, daß vom Heck bis zur Back

Von jedem verstanden es werde:

Es lieben die Helden vom Skagerrak

Die Mädchen der roten Erde!


   So ziehen nun die Knaben hinaus, reich bepackt mit

Gaben und Wünschen aller Art.

   Geben wir neben den Wünschen nach gutem Verlauf

der Fahrt auch die Grüße der schönen westfälischen Heimat

an unsere tapfere Flotte und insbesondere an unser

lorbeergeschmücktes Patenschiff mit. Heimatgrüße mit

dem Wunsche: Möge ein siegreicher Frieden auch bald

unseren Helden zur See beschieden sein!      (:)

 rechte Seite 

34

 Handschriftlich 

Montag 28. V. 17.

Hurra, bald geht's los; alles bereitet

sich vor und ist in fieberhafter Unruhe.

 Zeitungsausschnitt: 

Nordsee- und Flottenfahrt west-

fälischer Schüler 1917.

Mittwoch, den 30. Mai 1917.

"Wilhelmshaven! Alles aussteigen!" Wie sehnsüchtig

war dieser Ruf erwartet worden. Schon in Sanda waren

alle Rucksäcke aufgeschnallt worden, und man stand in

spannender Erwartung und schaute aus den Fenstern nach

Wilhelmshaven herüber, wo hohe Masten und die Riesen-

schornsteine der Schlachtschiffe die Nähe des Wassers ver-

rieten. Nun endlich ist man am Ziel, und fröhlich springen

die Jungen auf den Bahnsteig. In stolzem Bewußtsein,

Inhaber zweiter großer Festungspassierscheine und noch vieler

anderer Schriftstücke zu sein, ging ich auf die Sperre zu.

Ueberall Marineposten, königliche Polizisten, die mit Argus-

augen den sehr schmalen Durchlaß bewachen. "Halt! -

Hier ist uns noch nichts gemeldet." Mißtrauisch sah mich

ein Deckoffizier an und versperrte mir den Durchgang, und

hinter ihm legte sich eine Kette über den Weg. Das schien

ja gut zu werden. Mit großer Freude begrüßten wir daher

das Eintreffen des Herrn Kapitänleutnants Brunswig

(S. M. S. "Westfalen"). Das schien auch wenig zu helfen,

ebenso meine Passierscheine, die ich in der Kartentasche hatte.

"Da fehlt ja die Unterschrift." Der Passierschein hatte sich

in der Tasche ein wenig geknickt, so daß die Unterschrift

unsichtbar war. Ich zog also die Scheine heraus und über-

gab sie dem Deckoffizier. - - - Pause .... "Alles in

Ordnung. Danke sehr. Passieren!" Die Posten treten

zur Seite, die Kette fällt, und nun strömen die Scharen

auf den Bahnhofsvorplatz. Jetzt hatte man erst Gelegen-

heit, Herrn Kapitänleutnant Brunswig, der uns im Namen

S. M. S. "Westfalen" empfing, zu begrüßen. Auch unser

verehrter "Westfahlenpfarrer", Pastor Tönnießen-Rüstringen,

fehlte nicht, und so feierten wir gleich ein fröhliches Wieder-

sehen. Noch ein anderer Gast hatte sich eingefunden: Jochen

Eberins, der Sohn des Kommandanten S. M. S. "West-

falen", der die Westfalenjugend auch einmal sehen wollte

und uns nachher durch sein possierliches Wesen viel Ver-

gnügen machte. Vor dem Bahnhofsportal stand die große

Matrosen-Artilleriekapelle, die sich an die Spitze stellte.

   Noch war es keine Zeit zum Abmarsch. Hier begrüßte

ein Vater seinen Sohn, dort die Großmutter den Enkel,

die Schwester den Bruder, das war ein fröhliches Erzählen

und Fragen. Aber die Zeit drängt, da hilft alles nichts.

Bei einer Flottenfahrt muß alles genau nach der Uhr gehen.


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33

 Zeitungsausschnitt - Fortsetzung 

Natürlich werden den Helden zur See dabei auch einige

Kränze überreicht.

   Es lag ja auf der Hand, daß die westfälischen Mäd-

chen in ihrer Verehrung für unser Marine den Knaben

nicht nachstehen wollten. Konnten sie sich auch nicht an

der Fahrt beteiligen, so wollten sie doch wenigstens an

der Huldigung teilnehmen. An der Sammlung für die

Liebesgaben beteiligten sich die Mädchen Hamms und

Soest sehr lebhaft. Die Schülerinnen des städischen

Lyceums in Hamm brachten rund 147 Mark, die des

städtischen Lyceums in Soest 62 Mark auf. Außerdem

stifteten die letzteren noch einen Lorbeerkranz.

   Nun wollten sie aber auch einen poetischen Gruß den

Schülern mitgeben. Diese sollten den Blaujacken die

Verehrung westfälischer Jungmädel übermitteln. Haupt-

schriftleiter Lindemann verfaßte auf ihren Wunsch folgen-

den Gruß westfälischer Mädchen an die Besatzung

S. M. S. "Westfalen":


Die Jungen fahren zum Nordseestrand,

Es strahlt eines jeden Miene,

So fährt das junge Westfalenland

Als Gast zur deutschen Marine.

Es grüßt die Mannschaft, den Kapitän.

Und freut sich  am Meeresgebrause,

So etwas möchten wir auch gern seh'n,

Doch bleiben wir leider zu Hause.

Nun, bleiben wir auch im Heimatland

Und sind zum Entsagen gezwungen,

Das Mädchenherz schlägt unverwandt

Für euch, ihr blauen Jungen!

Wie ihr gejagt habt das Britenpack

und in den Grund es geschossen,

Da haben die Helden vom Skagerrak

In unser Herz wir geschlossen!

Ei, wie der Brite die Flucht ergriff,

Um Fersengeld zu bezahlen!

Und allen voran unser Patenschiff:

Seiner Majestät Schiff "Westfalen"!

Nun jährt sich gerade der Siegestag,

Laßt uns aus dem Munde der Knaben

Euch sagen, daß Mädel, Westfälinger Schlag,

Euch immer bewundert haben.

Ihr Jungen ruft, daß vom Heck bis zur Back

Von jedem verstanden es werde:

Es lieben die Helden vom Skagerrak

Die Mädchen der roten Erde!


   So ziehen nun die Knaben hinaus, reich bepackt mit

Gaben und Wünschen aller Art.

   Geben wir neben den Wünschen nach gutem Verlauf

der Fahrt auch die Grüße der schönen westfälischen Heimat

an unsere tapfere Flotte und insbesondere an unser

lorbeergeschmücktes Patenschiff mit. Heimatgrüße mit

dem Wunsche: Möge ein siegreicher Frieden auch bald

unseren Helden zur See beschieden sein!      (:)

 rechte Seite 

34

 Handschriftlich 

Montag 28. V. 17.

Hurra, bald geht's los; alles bereitet

sich vor und ist in fieberhafter Unruhe.

 Zeitungsausschnitt: 

Nordsee- und Flottenfahrt west-

fälischer Schüler 1917.

Mittwoch, den 30. Mai 1917.

"Wilhelmshaven! Alles aussteigen!" Wie sehnsüchtig

war dieser Ruf erwartet worden. Schon in Sanda waren

alle Rucksäcke aufgeschnallt worden, und man stand in

spannender Erwartung und schaute aus den Fenstern nach

Wilhelmshaven herüber, wo hohe Masten und die Riesen-

schornsteine der Schlachtschiffe die Nähe des Wassers ver-

rieten. Nun endlich ist man am Ziel, und fröhlich springen

die Jungen auf den Bahnsteig. In stolzem Bewußtsein,

Inhaber zweiter großer Festungspassierscheine und noch vieler

anderer Schriftstücke zu sein, ging ich auf die Sperre zu.

Ueberall Marineposten, königliche Polizisten, die mit Argus-

augen den sehr schmalen Durchlaß bewachen. "Halt! -

Hier ist uns noch nichts gemeldet." Mißtrauisch sah mich

ein Deckoffizier an und versperrte mir den Durchgang, und

hinter ihm legte sich eine Kette über den Weg. Das schien

ja gut zu werden. Mit großer Freude begrüßten wir daher

das Eintreffen des Herrn Kapitänleutnants Brunswig

(S. M. S. "Westfalen"). Das schien auch wenig zu helfen,

ebenso meine Passierscheine, die ich in der Kartentasche hatte.

"Da fehlt ja die Unterschrift." Der Passierschein hatte sich

in der Tasche ein wenig geknickt, so daß die Unterschrift

unsichtbar war. Ich zog also die Scheine heraus und über-

gab sie dem Deckoffizier. - - - Pause .... "Alles in

Ordnung. Danke sehr. Passieren!" Die Posten treten

zur Seite, die Kette fällt, und nun strömen die Scharen

auf den Bahnhofsvorplatz. Jetzt hatte man erst Gelegen-

heit, Herrn Kapitänleutnant Brunswig, der uns im Namen

S. M. S. "Westfalen" empfing, zu begrüßen. Auch unser

verehrter "Westfahlenpfarrer", Pastor Tönnießen-Rüstringen,

fehlte nicht, und so feierten wir gleich ein fröhliches Wieder-

sehen. Noch ein anderer Gast hatte sich eingefunden: Jochen

Eberins, der Sohn des Kommandanten S. M. S. "West-

falen", der die Westfalenjugend auch einmal sehen wollte

und uns nachher durch sein possierliches Wesen viel Ver-

gnügen machte. Vor dem Bahnhofsportal stand die große

Matrosen-Artilleriekapelle, die sich an die Spitze stellte.

   Noch war es keine Zeit zum Abmarsch. Hier begrüßte

ein Vater seinen Sohn, dort die Großmutter den Enkel,

die Schwester den Bruder, das war ein fröhliches Erzählen

und Fragen. Aber die Zeit drängt, da hilft alles nichts.

Bei einer Flottenfahrt muß alles genau nach der Uhr gehen.



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  • November 4, 2017 13:44:02 Daniela Z

     linke Seite 

    33

     Zeitungsausschnitt - Fortsetzung 

    Natürlich werden den Helden zur See dabei auch einige

    Kränze überreicht.

       Es lag ja auf der Hand, daß die westfälischen Mäd-

    chen in ihrer Verehrung für unser Marine den Knaben

    nicht nachstehen wollten. Konnten sie sich auch nicht an

    der Fahrt beteiligen, so wollten sie doch wenigstens an

    der Huldigung teilnehmen. An der Sammlung für die

    Liebesgaben beteiligten sich die Mädchen Hamms und

    Soest sehr lebhaft. Die Schülerinnen des städischen

    Lyceums in Hamm brachten rund 147 Mark, die des

    städtischen Lyceums in Soest 62 Mark auf. Außerdem

    stifteten die letzteren noch einen Lorbeerkranz.

       Nun wollten sie aber auch einen poetischen Gruß den

    Schülern mitgeben. Diese sollten den Blaujacken die

    Verehrung westfälischer Jungmädel übermitteln. Haupt-

    schriftleiter Lindemann verfaßte auf ihren Wunsch folgen-

    den Gruß westfälischer Mädchen an die Besatzung

    S. M. S. "Westfalen":


    Die Jungen fahren zum Nordseestrand,

    Es strahlt eines jeden Miene,

    So fährt das junge Westfalenland

    Als Gast zur deutschen Marine.

    Es grüßt die Mannschaft, den Kapitän.

    Und freut sich  am Meeresgebrause,

    So etwas möchten wir auch gern seh'n,

    Doch bleiben wir leider zu Hause.

    Nun, bleiben wir auch im Heimatland

    Und sind zum Entsagen gezwungen,

    Das Mädchenherz schlägt unverwandt

    Für euch, ihr blauen Jungen!

    Wie ihr gejagt habt das Britenpack

    und in den Grund es geschossen,

    Da haben die Helden vom Skagerrak

    In unser Herz wir geschlossen!

    Ei, wie der Brite die Flucht ergriff,

    Um Fersengeld zu bezahlen!

    Und allen voran unser Patenschiff:

    Seiner Majestät Schiff "Westfalen"!

    Nun jährt sich gerade der Siegestag,

    Laßt uns aus dem Munde der Knaben

    Euch sagen, daß Mädel, Westfälinger Schlag,

    Euch immer bewundert haben.

    Ihr Jungen ruft, daß vom Heck bis zur Back

    Von jedem verstanden es werde:

    Es lieben die Helden vom Skagerrak

    Die Mädchen der roten Erde!


       So ziehen nun die Knaben hinaus, reich bepackt mit

    Gaben und Wünschen aller Art.

       Geben wir neben den Wünschen nach gutem Verlauf

    der Fahrt auch die Grüße der schönen westfälischen Heimat

    an unsere tapfere Flotte und insbesondere an unser

    lorbeergeschmücktes Patenschiff mit. Heimatgrüße mit

    dem Wunsche: Möge ein siegreicher Frieden auch bald

    unseren Helden zur See beschieden sein!      (:)

     rechte Seite 

    34

     Handschriftlich 

    Montag 28. V. 17.

    Hurra, bald geht's los; alles bereitet

    sich vor und ist in fieberhafter Unruhe.

     Zeitungsausschnitt: 

    Nordsee- und Flottenfahrt west-

    fälischer Schüler 1917.

    Mittwoch, den 30. Mai 1917.

    "Wilhelmshaven! Alles aussteigen!" Wie sehnsüchtig

    war dieser Ruf erwartet worden. Schon in Sanda waren

    alle Rucksäcke aufgeschnallt worden, und man stand in

    spannender Erwartung und schaute aus den Fenstern nach

    Wilhelmshaven herüber, wo hohe Masten und die Riesen-

    schornsteine der Schlachtschiffe die Nähe des Wassers ver-

    rieten. Nun endlich ist man am Ziel, und fröhlich springen

    die Jungen auf den Bahnsteig. In stolzem Bewußtsein,

    Inhaber zweiter großer Festungspassierscheine und noch vieler

    anderer Schriftstücke zu sein, ging ich auf die Sperre zu.

    Ueberall Marineposten, königliche Polizisten, die mit Argus-

    augen den sehr schmalen Durchlaß bewachen. "Halt! -

    Hier ist uns noch nichts gemeldet." Mißtrauisch sah mich

    ein Deckoffizier an und versperrte mir den Durchgang, und

    hinter ihm legte sich eine Kette über den Weg. Das schien

    ja gut zu werden. Mit großer Freude begrüßten wir daher

    das Eintreffen des Herrn Kapitänleutnants Brunswig

    (S. M. S. "Westfalen"). Das schien auch wenig zu helfen,

    ebenso meine Passierscheine, die ich in der Kartentasche hatte.

    "Da fehlt ja die Unterschrift." Der Passierschein hatte sich

    in der Tasche ein wenig geknickt, so daß die Unterschrift

    unsichtbar war. Ich zog also die Scheine heraus und über-

    gab sie dem Deckoffizier. - - - Pause .... "Alles in

    Ordnung. Danke sehr. Passieren!" Die Posten treten

    zur Seite, die Kette fällt, und nun strömen die Scharen

    auf den Bahnhofsvorplatz. Jetzt hatte man erst Gelegen-

    heit, Herrn Kapitänleutnant Brunswig, der uns im Namen

    S. M. S. "Westfalen" empfing, zu begrüßen. Auch unser

    verehrter "Westfahlenpfarrer", Pastor Tönnießen-Rüstringen,

    fehlte nicht, und so feierten wir gleich ein fröhliches Wieder-

    sehen. Noch ein anderer Gast hatte sich eingefunden: Jochen

    Eberins, der Sohn des Kommandanten S. M. S. "West-

    falen", der die Westfalenjugend auch einmal sehen wollte

    und uns nachher durch sein possierliches Wesen viel Ver-

    gnügen machte. Vor dem Bahnhofsportal stand die große

    Matrosen-Artilleriekapelle, die sich an die Spitze stellte.

       Noch war es keine Zeit zum Abmarsch. Hier begrüßte

    ein Vater seinen Sohn, dort die Großmutter den Enkel,

    die Schwester den Bruder, das war ein fröhliches Erzählen

    und Fragen. Aber die Zeit drängt, da hilft alles nichts.

    Bei einer Flottenfahrt muß alles genau nach der Uhr gehen.


  • August 14, 2017 23:19:36 Karla Schulz

    Natürlich werden den Helden zur See dabei auch einige Kränze überreicht.

    Es lag ja auf der Hand, daß die westfälischen Mädchen in ihrer Verehrung für unser Marine den Knaben nicht nachstehen wollten. Konnten sie sich auch nicht an der Fahrt beteiligen, so wollten sie doch wenigstens an der Huldigung teilnehmen. An der Sammlung für die Liebesgaben beteiligten sich die Mädchen Hamms und Soest sehr lebhaft. Die Schülerinnen des städischen Lyceums in Hamm brachten rund 147 Mark, die des städtischen Lyceum in Soest 62 Mark auf. Außerdem stifteten die letzteren noch einen Lorbeerkranz.

    Nun wollten sie aber auch einen poetischen Gruß den Schülern mitgeben. Diese sollten den Blaujacken die Verehrung westfälischer Jungmädel übermitteln. Hauptschriftleiter Lindemann verfaßte auf ihren Wunsch folgenden Gruß westfälischer Mädchen an die Besatzung S.M.S. "Westfalen":

    Die Jungen fahren zum Nordseestrand.

    Es strahlte eines jeden Miene.

    So fährt das junge Westfalenland.

    Als Gast zur deutschen Marine.

    Es grüßt die Mannschaft den Kapitän.

    Und freut sich  am Meeresgebrause.



  • June 23, 2017 14:59:34 Sara Tegge

    Natürlich werden den Helden zur See dabei auch einige Kränze überreicht.

    Es lag ja auf der Hand, daß die westfälischen Mädchen in ihrer Verehrung für unser Marine den Knaben nicht nachstehen wollten. Konnten sie sich auch nicht an der Fahrt beteiligen, so wollten sie doch wenigstens an der Huldigung teilnehmen. An der Sammlung für die Liebesgaben beteiligten sich die Mädchen Hamms und Soest sehr lebhaft. Die Schülerinnen des städischen Lyceums in Hamm brachten rund 147 Mark, die des städtischen Lyceum in Soest 62 Mark auf. Außerdem stifteten die letzteren noch einen Lorbeerkranz.

    Nun wollten sie aber auch einen poetischen Gruß den Schülern mitgeben. Diese sollten den Blaujacken die Verehrung westfälischer Jungmädel übermitteln. Hauptschriftleiter Lindemann verfaßte auf ihren Wunsch folgenden Gruß westfälischer Mädchen an die Besatzung S.M.S. "Westfalen":



  • June 23, 2017 14:55:06 Sara Tegge

    Natürlich werden den Helden zur See dabei auch einige Kränze überreicht.

    Es lag ja auf der Hand, daß die westfälischen Mädchen in ihrer Verehrung für unser Marine den Knaben nicht nachstehen wollten. Konnten sie sich auch nicht an der Fahrt beteiligen, so wollten sie doch wenigstens an der Huldigung teilnehmen. An der Sammlung für die Liebesgaben beteiligten sich die Mädchen Hamms und Soest sehr lebhaft. Die Schülerinnen des städischen Lyceums in Hamm brachten rund 147 Mark, die des städtischen Lyceum in Soest 62 Mark auf. Außerdem stifteten die letzteren noch einen Lorbeerkranz.


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    Soest

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12583 / 143583
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Wilhelm Schenkel
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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