Tagebuch des Schülers Wilhelm Schenkel während des Krieges, item 14
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Linke Seite:
17
Zeitungsausschnitt:
Aufruf des Kaisers.
Berlin, 7. August. Der Reichsanzeiger veröffentlicht
in einer Sonderausgabe einen Aufruf des Kaisers mit fol-
gendem Wortlaut:
An das deutsche Volk!
Seit der Reichsgründung ist durch 43 Jahre mein und
meiner Vorfahren heißes Bemühen gewesen, der Welt
den Frieden zu erhalten und den Frieden unserer kraftvollen
Entwickelung zu fördern. Aber die Gegner neiden uns den
Erfolg unserer Arbeit. Alle offenkundige und heimliche
Feindschaft von Ost und West, von jenseits der See, haben
wir bisher ertragen im Bewusstsein unserer Verantwortung
und Kraft. Nun aber will man uns demütigen,
man verlangt, daß wir mit verschränkten Armen zusehen,
wie unserer Feinde sich zum tückischen Ueberfall rüsten. Man
will nicht dulden, daß wir in entschlossener Treue zu unserem
Bundesgenossen stehen, der um sein Ansehen als Großmacht
kämpft und mit dessen Erniedrigung auch unsere Macht und
Ehre verloren ist. So muß das Schwert entscheiden. Mitten
im Frieden überfällt uns der Feind. Darum auf zu den
Waffen. Jedes Schwanken, jedes Zögern wäre ein Verrat
am Vaterlande. Um Sein oder Nichtsein unseres Reiches
handelt es sich, daß unsere Väter sich neu gründeten, um Sein
oder Nichtsein deutscher Macht und Größe. Wir werden
uns wehren bis zum letzten Hauch von Mann und Roß
und wir werden diesen Kampf bestehen auch gegen eine
Welt von Feinden. Noch nie wurde Deutschland über-
wunden, wenn es einig war. Vorwärts mit Gott, der mit
uns sein wird, wie er mit den Vätern war.
Berlin 6. August 1914.
Wilhelm.
Rechte Seite
18
Zeitungsausschnitt mit beschrifteten Porträts:
Zum 500jährigen Jubiläum der Hohenzollern
FRIEDRICH I. 1415-1440 | FRIEDRICH II. 1440-1470 | ALBRECHT ACHILLES 1470-1486 | JOHANN CICERO 1486-1499
JOACHIM I. 1499-1535 | JOACHIM II. HEKTOR 1535-1571 | JOHANN GEORG 1571-1598 | JOACHIM FRIEDRICH 1598-1608
JOHANN SIGISMUND 1608-1619 | GEORG WILHELM 1619-1640 | DER GROSSE KURFÜRST 1640-1688 | KÖNIG FRIEDRICH I. 1688-1713
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Aufruf des Kaisers.
Berlin, 7. August. Der Reichsanzeiger veröffentlicht
in einer Sonderausgabe einen Aufruf des Kaisers mit fol-
gendem Wortlaut:
An das deutsche Volk!
Seit der Reichsgründung ist durch 43 Jahre mein und
meiner Vorfahren heißes Bemühen gewesen, der Welt
den Frieden zu erhalten und den Frieden unserer kraftvollen
Entwickelung zu fördern. Aber die Gegner neiden uns den
Erfolg unserer Arbeit. Alle offenkundige und heimliche
Feindschaft von Ost und West, von jenseits der See, haben
wir bisher ertragen im Bewusstsein unserer Verantwortung
und Kraft. Nun aber will man uns demütigen,
man verlangt, daß wir mit verschränkten Armen zusehen,
wie unserer Feinde sich zum tückischen Ueberfall rüsten. Man
will nicht dulden, daß wir in entschlossener Treue zu unserem
Bundesgenossen stehen, der um sein Ansehen als Großmacht
kämpft und mit dessen Erniedrigung auch unsere Macht und
Ehre verloren ist. So muß das Schwert entscheiden. Mitten
im Frieden überfällt uns der Feind. Darum auf zu den
Waffen. Jedes Schwanken, jedes Zögern wäre ein Verrat
am Vaterlande. Um Sein oder Nichtsein unseres Reiches
handelt es sich, daß unsere Väter sich neu gründeten, um Sein
oder Nichtsein deutscher Macht und Größe. Wir werden
uns wehren bis zum letzten Hauch von Mann und Roß
und wir werden diesen Kampf bestehen auch gegen eine
Welt von Feinden. Noch nie wurde Deutschland über-
wunden, wenn es einig war. Vorwärts mit Gott, der mit
uns sein wird, wie er mit den Vätern war.
Berlin 6. August 1914.
Wilhelm.
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Zum 500jährigen Jubiläum der Hohenzollern
FRIEDRICH I. 1415-1440 | FRIEDRICH II. 1440-1470 | ALBRECHT ACHILLES 1470-1780 | JOHANN CICERO 1486-1499
JOACHIM I. 1499-1535 | JOACHIM II. HEKTOR 1535-1571 | JOHANN GEORG 1571-1598 | JOACHIM FRIEDRICH 1598-1608
JOHANN SIGISMUND 1608-1619 | GEORG WILHELM 1619-1640 | DER GROSSE KURFÜRST 1640-1688 | KÖNIG FRIEDRICH I. 1688-1713
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Aufruf des Kaisers.
Berlin, 7. August. Der Reichsanzeiger veröffentlicht
in einer Sonderausgabe einen Aufruf des Kaisers mit fol-
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An das deutsche Volk!
Seit der Reichsgründung ist durch 43 Jahre mein und
meiner Vorfahren heißes Bemühen gewesen, der Welt
den Frieden zu erhalten und den Frieden unserer kraftvollen
Entwickelung zu fördern. Aber die Gegner neiden uns den
Erfolg unserer Arbeit. Alle offenkundige und heimliche
Feindschaft von Ost und West, von jenseits der See, haben
wir bisher ertragen im Bewusstsein unserer Verantwortung
und Kraft. Nun aber will man uns demütigen,
man verlangt, daß wir mit verschränkten Armen zusehen,
wie unserer Feinde sich zum tückischen Ueberfall rüsten. Man
will nicht dulden, daß wir in entschlossener Treue zu unserem
Bundesgenossen stehen, der um sein Ansehen als Großmacht
kämpft und mit dessen Erniedrigung auf unserer Macht und
Ehre verloren ist. So muß das Schwert entscheiden. Mitten
im Frieden überfällt uns der Feind. Darum auf zu den
Waffen. Jedes Schwanken, jedes Zögern wäre ein Verrat
am Vaterlande. Um Sein oder Nichtsein unseres Reiches
handelt es sich, daß unserer Väter sich neu gründeten, um Sein
oder Nichtsein deutscher Macht und Größe. Wir werden
uns wehren bis zum letzten Hauch von Mann und Roß
und wir werden diesen Kampf bestehen auch gegen eine
Welt von Feinden. Noch nie wurde Deutschland über-
wunden, wenn es einig war. Vorwärts mit Gott, der mit
uns sein wird, wie er mit den Vätern war.
Berlin 6. August 1914.
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Zum 500jährigen Jubiläum der Hohenzollern
FRIEDRICH I. 1415-1440 | FRIEDRICH II. 1440-1470 | ALBRECHT ACHILLES 1470-1780 | JOHANN CICERO 1486-1499
JOACHIM I. 1499-1535 | JOACHIM II. HEKTOR 1535-1571 | JOHANN GEORG 1571-1598 | JOACHIM FRIEDRICH 1598-1608
JOHANN SIGISMUND 1608-1619 | GEORG WILHELM 1619-1640 | DER GROSSE KURFÜRST 1640-1688 | KÖNIG FRIEDRICH I. 1688-1713
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An das deutsche Volk!
Seit der Reichsgründung ist durch 43 Jahre mein und
meiner Vorfahren heißes Bemühen gewesen, der Welt
den Frieden zu erhalten und den Frieden unserer kraftvollen
Entwickelung zu fördern. Aber die Gegner neiden uns den
Erfolg unserer Arbeit. Alle offenkundige und heimliche
Feindschaft von Ost und West, von jenseits der See, haben
wir bisher ertragen im Bewusstsein unserer Verantwortung
und Kraft. Nun aber will man uns demütigen,
man verlangt, daß wir mit verschränkten Armen zusehen,
wie unserer Feinde sich zum tückischen Ueberfall rüsten. Man
will nicht dulden, daß wir in entschlossener Treue zu unserem
Bundesgenossen stehen, der um sein Ansehen als Großmacht
kämpft und mit dessen Erniedrigung auf unserer Macht und
Ehre verloren ist. So muß das Schwert entscheiden. Mitten
im Frieden überfällt uns der Feind. Darum auf zu den
Waffen. Jedes Schwanken, jedes Zögern wäre ein Verrat
am Vaterlande. Um Sein oder Nichtsein unseres Reiches
handelt es sich, daß unserer Väter sich neu gründeten, um Sein
oder Nichtsein deutscher Macht und Größe. Wir werden
uns wehren bis zum letzten Hauch von Mann und Roß
und wir werden diesen Kampf bestehen auch gegen eine
Welt von Feinden. Noch nie wurde Deutschland über-
wunden, wenn es einig war. Vorwärts mit Gott, der mit
uns sein wird, wie er mit den Vätern war.
Berlin 6. August 1914.
Wilhelm.
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Zum 500jährigen Jubiläum der Hohenzollern
FRIEDRICH I. 1415-1440 | FRIEDRICH II. 1440-1470 | ALBRECHT ACHILLES 1470-1780 | JOHANN CICERO 1486-1499
JOACHIM I. 1499-1535 | JOACHIM II. HEKTOR 1535-1571 | JOHANN GEORG 1571-1598 | JOACHIM FRIEDRICH 1598-1608
JOHANN SIGISMUND 1608-1619 | GEORG WILHELM 1619-1640 | DER GROSSE KURFÜRST 1640-1688 | KÖNIG FRIEDRICH I. 1688-1713
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Berlin, 7. August. Der Reichsanzeiger veröffentlicht
in einer Sondersausgabe einen AUfruf des Kaisers mit fol-
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An das deutsche Volk!
Seit der Reichsgründung ist durch 43 Jahre mein und
meiner Vorfahren heißes Bemühen gewesen, der Welt
den Frieden zu erhalten und den Frieden unserer kraftvollen
Entwickelung zu fördern. Aber die Gegner neiden uns den
Erfolg unserer Arbeit. Alle offenkundige und heimliche
Feindschaft von Ost und West, von jenseits der See, haben
wir bisher ertragen im Bewusstsein unserer Verantwortung
und Kraft. Nun aber will man uns demütigen,
man verlangt, daß wir mit verschränkten Armen zusehen,
wie unserer Feinde sich zum tückischen Ueberfall rüsten. Man
will nicht dulden, daß wir in entschlossener Treue zu unserem Bundesgenossen stehen, der um sein Ansehen als Großmacht
kämpft und mit dessen Erniedrigung auf unserer Macht und
Ehre verloren ist. So muß das Schwert entscheiden. Mitten
im Frieden überfällt uns der Feind. Darum auf zu den
Waffen. Jedes Schwanken, jedes Zögern wäre ein Verrat
am Vaterlande. Um Sein oder Nichtsein unseres Reiches
handelt es sich, daß unserer Väter sich neu gründeten, um Sein
oder Nichtsein deutscher Macht und Größe. Wir werden
uns wehren bis zum letzten Hauch von Mann und Roß
und wir werden diesen Kampf bestehen auch gegen eine
Welt von Feinden. Noch nie wurde Deutschland über-
wunden, wenn es einig war. Vorwärts mit Gott, der mit
uns sein wird, wie er mit den Vätern war.
Berlin 6. August 1914.
Wilhelm.
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Zeitungsausschnitt mit beschrifteten Porträts:
Zum 500jährigen Jubiläum der Hohenzollern
FRIEDRICH I. 1415-1440 | FRIEDRICH II. 1440-1470 | ALBRECHT ACHILLES 1470-1780 | JOHANN CICERO 1486-1499
JOACHIM I. 1499-1535 | JOACHIM II. HEKTOR 1535-1571 | JOHANN GEORG 1571-1598 | JOACHIM FRIEDRICH 1598-1608
JOHANN SIGISMUND 1608-1619 | GEORG WILHELM 1619-1640 | DER GROSSE KURFÜRST 1640-1688 | KÖNIG FRIEDRICH I. 1688-1713
-
Aufruf des Kaisers.
Berlin, 7. August. Der Reichsanzeiger veröffentlicht in einer Sondersausgabe einen AUfruf des Kaisers mit folgendem Wortlaut:
An das deutsche Volk!
Seit der Reichsgründung ist durch 43 Jahre mein und meiner Vorfahren heißen Bemühen gewesen, der Welt den Frieden zu erhalten und den Frieden unserer kraftvollen Entwickelung zu fördern. Aber die Gegner neiden uns den Erfolg unserer Arbeit. Alle offenkundige und heimliche Feindschaft von Ost und West, von jenseits der See, haben wir bisher ertragen im Bewusstsein unserer Verantwortung und Kraft. Nun aber will man uns demütigen, man verlangt, daß wir mit verschränkten Armen zusehen, wie unserer Feinde sich zum tückischen Ueberfall rüsten. Man will nicht dulden, daß wir in entschlossener Treue zu unserem Bundesgenossen stehen, der uns sein Ansehen als Großmacht kämpft und mit dessen Erniedrigung auf unserer Macht und Ehre verloren ist. So muß das Schwert entscheiden. Mitten im Frieden überfällt unds der Feind. Darum auf zu den Waffen. Jedes Schwanken, jedes Zögern wäre ein Verrat am Vaterlande. Um sein oder Nichtsein unseres Reiches handelt es sich, daß unserer Väter sich neu gründeten, um Sein oder Nichtsein deutscher Macht und Größe. Wir werden und wehren bis zum letzten Hauch von Mann und Roß und wir werden diesen Kampf bestehen auch gegen eine Welt von Feinden. Noch nie wurde Deutschland überwunden, wenn es einig war. Vorwärts mit Gott, der mit uns einig sein wird, wie er mit den Vätern war.
Berlin 6. August 1914
Wilhelm.
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- Wilhelm Schenkel
August 7, 1914
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