Tagebuch des Schülers Wilhelm Schenkel während des Krieges, item 13

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15.

In den Weihnachtsferien waren Walter

und ich zu Hündlings und weilten 3 Tage dort

zu Besuch.

   Meine Leistungen als Schüler waren auf Quarta

gut und ich wurde als fünfter nach U III. versetzt.

   Auf U III. bekamen wir zunächst Dr. Alfred Dippe

als Klassenlehrer; bei ihm haben wir nicht viel gelernt.

Als aber im August 1914 der Weltkrieg entbrannte,

ließ er sich pensionieren. Nach dem Herbstferien bekamen

wir dann als Ordinarius Dr. Knackstedt, der es

anscheinend besonders auf mich abgesehen hatte. Ich

mußte von Herbst bis Weihnachten allein vier

Stunden "brummen" und war dabei noch einer der besten

Schüler; - aber wir haben auch was bei ihm gelernt. 

   Bei Beginn des Völkerringens dachten die

meisten Leute, in ein paar Monaten wäre der

Krieg zu Ende. Daher begannen viele, die Zeitschriften

aufzuheben mit den Gedanken, sie später einbinden

 rechte Seite 

16.

zu lassen. Aber je länger der Krieg dauerte, desto mehr

läst [sic] das Sammeln nach und jetzt nach ungefähr drei

Jahren des gewaltigen RIngens sammeln nur noch

wenige Zeitungen u.s.w. Aber ich habe mich darin

nicht beirren lassen, sondern weiterhin gesammelt,

womit ich zu sammeln begonnen habe, nämlich

den Dortmunder General Anzeiger, die Berliner Illustrirte  Seitl. Anm. mit Bleistift: ?

Zeitung und das Blatt "Der Weltkrieg", dessen

erste 60 Nummern ich von Heini Ruther bekommen

habe, der auch des Sammelns müde war.

   Unter den Eindrücken des Krieges ging

das Schuljahr rasch vorüber und eh' wir's uns

versahen, waren wir Obertertianer; Auf dieser

Klasse bekamen wir Dr. Franz Günther aus Kap-

pel bei Lippstadt zum Ordinarius, den wir Spitz-

chen nannten und über den wir viel gelacht ha-

ben. Von Weihnachten bis Ostern war unser Klassen-

lehrer Dr. Wilhelm Kupsch aus Altena.

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15.

In den Weihnachtsferien waren Walter

und ich zu Hündlings und weilten 3 Tage dort

zu Besuch.

   Meine Leistungen als Schüler waren auf Quarta

gut und ich wurde als fünfter nach U III. versetzt.

   Auf U III. bekamen wir zunächst Dr. Alfred Dippe

als Klassenlehrer; bei ihm haben wir nicht viel gelernt.

Als aber im August 1914 der Weltkrieg entbrannte,

ließ er sich pensionieren. Nach dem Herbstferien bekamen

wir dann als Ordinarius Dr. Knackstedt, der es

anscheinend besonders auf mich abgesehen hatte. Ich

mußte von Herbst bis Weihnachten allein vier

Stunden "brummen" und war dabei noch einer der besten

Schüler; - aber wir haben auch was bei ihm gelernt. 

   Bei Beginn des Völkerringens dachten die

meisten Leute, in ein paar Monaten wäre der

Krieg zu Ende. Daher begannen viele, die Zeitschriften

aufzuheben mit den Gedanken, sie später einbinden

 rechte Seite 

16.

zu lassen. Aber je länger der Krieg dauerte, desto mehr

läst [sic] das Sammeln nach und jetzt nach ungefähr drei

Jahren des gewaltigen RIngens sammeln nur noch

wenige Zeitungen u.s.w. Aber ich habe mich darin

nicht beirren lassen, sondern weiterhin gesammelt,

womit ich zu sammeln begonnen habe, nämlich

den Dortmunder General Anzeiger, die Berliner Illustrirte  Seitl. Anm. mit Bleistift: ?

Zeitung und das Blatt "Der Weltkrieg", dessen

erste 60 Nummern ich von Heini Ruther bekommen

habe, der auch des Sammelns müde war.

   Unter den Eindrücken des Krieges ging

das Schuljahr rasch vorüber und eh' wir's uns

versahen, waren wir Obertertianer; Auf dieser

Klasse bekamen wir Dr. Franz Günther aus Kap-

pel bei Lippstadt zum Ordinarius, den wir Spitz-

chen nannten und über den wir viel gelacht ha-

ben. Von Weihnachten bis Ostern war unser Klassen-

lehrer Dr. Wilhelm Kupsch aus Altena.


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  • August 6, 2018 18:04:14 Beate Jochem

     linke Seite 

    15.

    In den Weihnachtsferien waren Walter

    und ich zu Hündlings und weilten 3 Tage dort

    zu Besuch.

       Meine Leistungen als Schüler waren auf Quarta

    gut und ich wurde als fünfter nach U III. versetzt.

       Auf U III. bekamen wir zunächst Dr. Alfred Dippe

    als Klassenlehrer; bei ihm haben wir nicht viel gelernt.

    Als aber im August 1914 der Weltkrieg entbrannte,

    ließ er sich pensionieren. Nach dem Herbstferien bekamen

    wir dann als Ordinarius Dr. Knackstedt, der es

    anscheinend besonders auf mich abgesehen hatte. Ich

    mußte von Herbst bis Weihnachten allein vier

    Stunden "brummen" und war dabei noch einer der besten

    Schüler; - aber wir haben auch was bei ihm gelernt. 

       Bei Beginn des Völkerringens dachten die

    meisten Leute, in ein paar Monaten wäre der

    Krieg zu Ende. Daher begannen viele, die Zeitschriften

    aufzuheben mit den Gedanken, sie später einbinden

     rechte Seite 

    16.

    zu lassen. Aber je länger der Krieg dauerte, desto mehr

    läst [sic] das Sammeln nach und jetzt nach ungefähr drei

    Jahren des gewaltigen RIngens sammeln nur noch

    wenige Zeitungen u.s.w. Aber ich habe mich darin

    nicht beirren lassen, sondern weiterhin gesammelt,

    womit ich zu sammeln begonnen habe, nämlich

    den Dortmunder General Anzeiger, die Berliner Illustrirte  Seitl. Anm. mit Bleistift: ?

    Zeitung und das Blatt "Der Weltkrieg", dessen

    erste 60 Nummern ich von Heini Ruther bekommen

    habe, der auch des Sammelns müde war.

       Unter den Eindrücken des Krieges ging

    das Schuljahr rasch vorüber und eh' wir's uns

    versahen, waren wir Obertertianer; Auf dieser

    Klasse bekamen wir Dr. Franz Günther aus Kap-

    pel bei Lippstadt zum Ordinarius, den wir Spitz-

    chen nannten und über den wir viel gelacht ha-

    ben. Von Weihnachten bis Ostern war unser Klassen-

    lehrer Dr. Wilhelm Kupsch aus Altena.

  • August 6, 2018 18:04:00 Beate Jochem

     linke Seite 

    15.

    In den Weihnachtsferien waren Walter

    und ich zu Hündlings und weilten 3 Tage dort

    zu Besuch.

       Meine Leistungen als Schüler waren auf Quarta

    gut und ich wurde als fünfter nach U III. versetzt.

       Auf U III. bekamen wir zunächst Dr. Alfred Dippe

    als Klassenlehrer; bei ihm haben wir nicht viel gelernt.

    Als aber im August 1914 der Weltkrieg entbrannte,

    ließ er sich pensionieren. Nach dem Herbstferien bekamen

    wir dann als Ordinarius Dr. Knackstedt, der es

    anscheinend besonders auf mich abgesehen hatte. Ich

    mußte von Herbst bis Weihnachten allein vier

    Stunden "brummen" und war dabei noch einer der besten

    Schüler; - aber wir haben auch was bei ihm gelernt. 

       Bei Beginn des Völkerringens dachten die

    meisten Leute, in ein paar Monaten wäre der

    Krieg zu Ende. Daher begannen viele, die Zeitschriften

    aufzuheben mit den Gedanken, sie später einbinden

     rechte Seite 

    16.

    zu lassen. Aber je länger der Krieg dauerte, desto mehr

    läst [sic] das Sammeln nach und jetzt nach ungefähr drei

    Jahren des gewaltigen RIngens sammeln nur noch

    wenige Zeitungen u.s.w. Aber ich habe mich darin

    nicht beirren lassen, sondern weiterhin gesammelt,

    womit ich zu sammeln begonnen habe, nämlich

    den Dortmunder General Anzeiger, die Berliner Illustrir-  Seitl. Anm. mit Bleistift: ?

    te Zeitung und das Blatt "Der Weltkrieg", dessen

    erste 60 Nummern ich von Heini Ruther bekommen

    habe, der auch des Sammelns müde war.

       Unter den Eindrücken des Krieges ging

    das Schuljahr rasch vorüber und eh' wir's uns

    versahen, waren wir Obertertianer; Auf dieser

    Klasse bekamen wir Dr. Franz Günther aus Kap-

    pel bei Lippstadt zum Ordinarius, den wir Spitz-

    chen nannten und über den wir viel gelacht ha-

    ben. Von Weihnachten bis Ostern war unser Klassen-

    lehrer Dr. Wilhelm Kupsch aus Altena.


  • November 3, 2017 17:00:17 Daniela Z

     linke Seite 

    15.

    In den Weihnachtsferien waren Walter

    und ich zu Hündlings und weilten 3 Tage dort

    zu Besuch.

       Meine Leistungen als Schüler waren auf Quarta

    gut und ich wurde als fünfter nach U III. versetzt.

       Auf U III. bekamen wir zunächst Dr. Alfred Dippe

    als Klassenlehrer; bei ihm haben wir nicht viel gelernt.

    Als aber im August 1914 der Weltkrieg entbrannte,

    ließ er sich pensionieren. Nach dem Herbstferien be-

    kamen wir dann als Ordinarius Dr. Knackstedt, der es

    anscheinend besonders auf mich abgesehen hatte. Ich

    mußte von Herbst bis Weihnachten allein vier

    Stunden "brummen" und war dabei noch einer der be-

    sten Schüler; - aber wir haben auch was bei ihm gelernt. 

       Bei Beginn des Völkerringens dachten die

    meisten Leute, in ein paar Monaten wäre der

    Krieg zu Ende. Daher begannen viele, die Zeitschriften

    aufzuheben mit den Gedanken, sie später einbinden

     rechte Seite 

    16.

    zu lassen. Aber je länger der Krieg dauerte, desto mehr

    läst das Sammeln nach und jetzt nach ungefähr drei

    Jahren des gewaltugen RIngens sammeln nur noch

    wenige Zeitungen u.s.w. Aber ich habe mich darin

    nicht beirren lassen, sondern weiterhin gesammelt,

    womit ich zu sammeln begonnen habe, nämlich

    den Dortmunder General Anzeiger, die Berliner Illustrir-  Seitl. Anm. mit Bleistift: ?

    te Zeitung und das Blatt "Der Weltkrieg", dessen

    erste 60 Nummern ich von Heini Ruther bekommen

    habe, der auch des Sammelns müde war.

       Unter den Eindrücken des Krieges ging

    das Schuljahr rasch vorüber und eh' wir's uns

    versahen, waren wir Obertertianer; Auf dieser

    Klasse bekamen wir Dr. Franz Günther aus Kap-

    pel bei Lippstadt zum Ordinarius, den wir Spitz-

    chen nannten und über den wir viel gelacht ha-

    ben. Von Weihnachten bis Ostern war unser Klassen-

    lehrer Dr. Wilhelm Kupsch aus Altena.


  • June 22, 2017 18:54:30 Sara Tegge

    In den Weihnachtsferien waren Walter und ich zu Hündlings und weilten 3 Tage dort zu Besuch.


    Meine Leistungen als Schüler waren auf Quarta gut und ich wurde als fünfter nach UIII. versetzt.

    Auf UIII. bekamen wir zunächst Dr. Alfred Dippe als Klassenlehrer; bei ihm haben wir nicht viel gelernt. Als aber im August 1914 der Weltkrieg entbrannt, ließ er sich pensionieren. Nach dem Herbstferien bekamen wir dann als Ordinarius ... Dr. Knackstedt ... , der ist anscheinend besonders auf mich abgesehen hatte. Ich mußte von Herbst bis Weihnachten allein vier Stunden "brummen" und war dabei noch einer der besten Schüler, aber wir haben auch was bei ihm gelernt. 

    Bei Beginn des Völkerringens dachten die meisten Leute, in ein paar Monaten wäre der Krieg zu Ende. Daher begannen viele, die Zeitschriften aufzuheben mit den Gedanken, später einbinden zu lassen. 

    Aber je läger der Krieg dauerte, desto mehr läßt das Sammeln nach und jetzt nach ungefähr drei Jahren des gewaltugen RIngens sammeln nur noch wenige Zeitungen u.s.w. Aber ich habe mich darin nicht beirren lassen, sondern weiterhin gesammelt, womit ich zu sammeln begonnen habe, nämlich den Dortmunder Journalanzeiger, die Berliner Illustrierte Zeitung und das Blatt "der Weltkrieg", dessen  erste 60 Nummern ich von Heini Ruther bekommen hatte, da auch des Sammelns müde war.

    Unter den Eindrücken des Krieges ging das Schuljahr rasch vorüber und eh`mir`s uns versahen, waren wir Obertertianer; auf dieser Klasser bekamen wir Dr. Franz Günther aus Kappel bei Lippstadt zum Ordinarius, den wir Spitzchen nannten und über den wir viel gelacht haben. Von Weihnachten bis Ostern war unser Klassenlehrer Dr. Wilhelm Augsch aus Altena.


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12583 / 143571
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Wilhelm Schenkel
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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