Tagebuch des Schülers Wilhelm Schenkel während des Krieges, item 10

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 linke Seite 

Auf Quinta jedoch machte ich mich und wurde

Ostern 1913 als achter nach Quarta versetzt.

Als Quartaner machte ich meine erste großere

Fahrt: nach Blankenburg am Harz. 

   Morgens um 10 h fuhren wir am Montag

den 18. August 1913 von Soest ab und waren ungefähr

um 6 ½ h in Halberstadt. Dort mußten wir erst

unsere Räder, die wir mitgenommen hatten, holen

und hätten den Anschluß nach Blankenburg nicht

mehr erreicht, wenn der Zug nicht auf Ihre Königliche

Hoheit, die Großherzogin von Mecklenburg und

damalige Herzogin von Braunschweig hätte warten

müssen. In Blankenburg nun holte uns Onkel

Gustav von der Bahn ab und um 7 ½ h waren

wir Mühlenstraße 14 angelangt. Da ich schon damals die Fahrt

einer Aufzeichnung für wert hielt, habe ich das Wichtigste

aufgeschrieben. Leider habe ich zwei Zettel verloren,

aber das Wertvollste und Interessanteste habe ich noch:

 rechte Seite 

10.

Dienstag 19.8.13

Morgens fahren wir mit dem Rade nach dem Pfeifenkruge

und der Wilhelmshöhe bei Halberstadt;

am Nachmittage gehen wir zu Fuß nach Börneck,

dem Kirchberg, den Steinbrüchen und dem Seeberge;

vom Kirchberge aus sahen wir 4 Flieger; abends

spät gehen wir nach Blankenburg zurück.

Mittwoch 20.8.13

Morgens gehen wir zu Fuß nach dem Lessingplatze

und Schießplatz; haben auf dem Wege viele

Baumschulen gesehen. Nachmittags gehen wir

nach Timmenrode, Thale-Nord, Thale-Bodetal, zur

Bülowhöhe und Roßtrappe (grauer Granit). Von dort

hat man einen schönen Blick ins Bodetal und

auf die Schurre (Zick-Zack-Weg). Über den Schurre

und am Bodekessel vorbei nach Thale. Wir besehen

uns Thale, in dem auch eine Fabrik liegt, in der

4000 Arbeiter beschäftigt sind. Um ½9 h zurück nach Blankenburg.

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 linke Seite 

Auf Quinta jedoch machte ich mich und wurde

Ostern 1913 als achter nach Quarta versetzt.

Als Quartaner machte ich meine erste großere

Fahrt: nach Blankenburg am Harz. 

   Morgens um 10 h fuhren wir am Montag

den 18. August 1913 von Soest ab und waren ungefähr

um 6 ½ h in Halberstadt. Dort mußten wir erst

unsere Räder, die wir mitgenommen hatten, holen

und hätten den Anschluß nach Blankenburg nicht

mehr erreicht, wenn der Zug nicht auf Ihre Königliche

Hoheit, die Großherzogin von Mecklenburg und

damalige Herzogin von Braunschweig hätte warten

müssen. In Blankenburg nun holte uns Onkel

Gustav von der Bahn ab und um 7 ½ h waren

wir Mühlenstraße 14 angelangt. Da ich schon damals die Fahrt

einer Aufzeichnung für wert hielt, habe ich das Wichtigste

aufgeschrieben. Leider habe ich zwei Zettel verloren,

aber das Wertvollste und Interessanteste habe ich noch:

 rechte Seite 

10.

Dienstag 19.8.13

Morgens fahren wir mit dem Rade nach dem Pfeifenkruge

und der Wilhelmshöhe bei Halberstadt;

am Nachmittage gehen wir zu Fuß nach Börneck,

dem Kirchberg, den Steinbrüchen und dem Seeberge;

vom Kirchberge aus sahen wir 4 Flieger; abends

spät gehen wir nach Blankenburg zurück.

Mittwoch 20.8.13

Morgens gehen wir zu Fuß nach dem Lessingplatze

und Schießplatz; haben auf dem Wege viele

Baumschulen gesehen. Nachmittags gehen wir

nach Timmenrode, Thale-Nord, Thale-Bodetal, zur

Bülowhöhe und Roßtrappe (grauer Granit). Von dort

hat man einen schönen Blick ins Bodetal und

auf die Schurre (Zick-Zack-Weg). Über den Schurre

und am Bodekessel vorbei nach Thale. Wir besehen

uns Thale, in dem auch eine Fabrik liegt, in der

4000 Arbeiter beschäftigt sind. Um ½9 h zurück nach Blankenburg.


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  • August 6, 2018 17:44:13 Beate Jochem

     linke Seite 

    Auf Quinta jedoch machte ich mich und wurde

    Ostern 1913 als achter nach Quarta versetzt.

    Als Quartaner machte ich meine erste großere

    Fahrt: nach Blankenburg am Harz. 

       Morgens um 10 h fuhren wir am Montag

    den 18. August 1913 von Soest ab und waren ungefähr

    um 6 ½ h in Halberstadt. Dort mußten wir erst

    unsere Räder, die wir mitgenommen hatten, holen

    und hätten den Anschluß nach Blankenburg nicht

    mehr erreicht, wenn der Zug nicht auf Ihre Königliche

    Hoheit, die Großherzogin von Mecklenburg und

    damalige Herzogin von Braunschweig hätte warten

    müssen. In Blankenburg nun holte uns Onkel

    Gustav von der Bahn ab und um 7 ½ h waren

    wir Mühlenstraße 14 angelangt. Da ich schon damals die Fahrt

    einer Aufzeichnung für wert hielt, habe ich das Wichtigste

    aufgeschrieben. Leider habe ich zwei Zettel verloren,

    aber das Wertvollste und Interessanteste habe ich noch:

     rechte Seite 

    10.

    Dienstag 19.8.13

    Morgens fahren wir mit dem Rade nach dem Pfeifenkruge

    und der Wilhelmshöhe bei Halberstadt;

    am Nachmittage gehen wir zu Fuß nach Börneck,

    dem Kirchberg, den Steinbrüchen und dem Seeberge;

    vom Kirchberge aus sahen wir 4 Flieger; abends

    spät gehen wir nach Blankenburg zurück.

    Mittwoch 20.8.13

    Morgens gehen wir zu Fuß nach dem Lessingplatze

    und Schießplatz; haben auf dem Wege viele

    Baumschulen gesehen. Nachmittags gehen wir

    nach Timmenrode, Thale-Nord, Thale-Bodetal, zur

    Bülowhöhe und Roßtrappe (grauer Granit). Von dort

    hat man einen schönen Blick ins Bodetal und

    auf die Schurre (Zick-Zack-Weg). Über den Schurre

    und am Bodekessel vorbei nach Thale. Wir besehen

    uns Thale, in dem auch eine Fabrik liegt, in der

    4000 Arbeiter beschäftigt sind. Um ½9 h zurück nach Blankenburg.

  • August 6, 2018 17:43:47 Beate Jochem

     linke Seite 

    Auf Quinta jedoch machte ich mich und wurde

    Ostern 1913 als achter nach Quarta versetzt.

    Als Quartaner machte ich meine erste großere

    Fahrt: nach Blankenburg am Harz. 

       Morgens um 10 h fuhren wir am Montag

    den 18. August 1913 von Soest ab und waren ungefähr

    um 6 ½ h in Halberstadt. Dort mußten wir erst

    unsere Räder, die wir mitgenommen hatten, holen

    und hätten den Anschluß nach Blankenburg nicht

    mehr erreicht, wenn der Zug nicht auf Ihre Königliche

    Hoheit, die Großherzogin von Mecklenburg und

    damalige Herzogin von Braunschweig hätte warten

    müssen. In Blankenburg nun holte uns Onkel

    Gustav von der Bahn ab und um 7 ½ h waren

    wir Mühlenstraße 14 angelangt. Da ich schon damals die Fahrt

    einer Aufzeichnung für wert hielt, habe ich das Wichtigste

    aufgeschrieben. Leider habe ich zwei Zettel verloren,

    aber das Wertvollste und Interessanteste habe ich noch:

     rechte Seite 

    10.

    Dienstag 19.8.13

    Morgens fahren wir mit dem Rade nach dem Pfeifenkruge

    und der Wilhelmshöhe bei Halberstadt;

    am Nachmittage gehen wir zu Fuß nach Börneck,

    dem Kirchberg, den Steinbrüchen und dem Seeberge;

    vom Kirchberge aus sahen wir 4 Flieger; abends

    spät gehen wir nach Blankenburg zurück.

    Mittwoch 20.8.13

    Morgens gehen wir zu Fuß nach dem Lessingplatze

    und Schießplatz; haben auf dem Wege viele

    Baumschulen gesehen. Nachmittags gehen wir

    nach Timmenrode, Thale-Nord, Thale-Bodetal, zur

    Bülowhöhe und Roßtrappe (grauer Granit). Von dort

    hat man einen schönen Blick ins Bodetal und

    auf die Schurre (Zick-Zack-Weg). Über den Schurre

    und am Bodekessel vorbei nach Thale. Wir besehen

    uns Thale, in dem auch eine Fabrik liegt, in der

    4000 Arbeiter beschäftigt sind. Um 1/2 9 h zurück nach Blankenburg.


  • August 6, 2018 17:40:10 Beate Jochem

     linke Seite 

    Auf Quinta jedoch machte ich mich und wurde

    Ostern 1913 als achter nach Quarta versetzt.

    Als Quartaner machte ich meine erste großere

    Fahrt: nach Blankenburg am Harz. 

       Morgens um 10 h fuhren wir am Montag

    den 18. August 1913 von Soest ab und waren ungefähr

    um 6 1/2 h in Halberstadt. Dort mußten wir erst

    unsere Räder, die wir mitgenommen hatten, holen

    und hätten den Anschluß nach Blankenburg nicht

    mehr erreicht, wenn der Zug nicht auf Ihre Königliche

    Hoheit, die Großherzogin von Mecklenburg und

    damalige Herzogin von Braunschweig hätte warten

    müssen. In Blankenburg nun holte uns Onkel

    Gustav von der Bahn ab und um 7 1/2 h waren

    wir Mühlenstraße 14 angelangt. Da ich schon damals die Fahrt

    einer Aufzeichnung für wert hielt, habe ich das Wichtigste

    aufgeschrieben. Leider habe ich zwei Zettel verloren,

    aber das Wertvollste und Interessanteste habe ich noch:

     rechte Seite 

    10.

    Dienstag 19.8.13

    Morgens fahren wir mit dem Rade nach dem Pfei-

    fenkruge und der Wilhelmshöhe bei Halberstadt;

    am Nachmittage gehen wir zu Fuß nach Börneck,

    dem Kirchberg, den Steinbrüchen und dem Seeberge;

    vom Kirchberge aus sahen wir 4 Flieger; abends

    spät gehen wir nach Blankenburg zurück.

    Mittwoch 20.8.13

    Morgens gehen wir zu Fuß nach dem Lessing-

    platze und Schießplatz; haben auf dem Wege viele

    Baumschulen gesehen. Nachmittags gehen wir

    nach Timmenrode, Thale-Nord, Thale-Bodetal, zur

    Bülowhöhe und Roßtrappe (grauer Granit). Von dort

    hat man einen schönen Blick ins Bodetal und

    auf die Schurre (Zick-Zack-Weg). Über den Schurre

    und am Bodekessel vorbei nach Thale. Wir besehen

    uns Thale, in dem auch eine Fabrik liegt, in der

    4000 Arbeiter beschäftigt sind. Um 1/2 9 h zurück nach Blankenburg.


  • August 6, 2018 17:37:47 Beate Jochem

     linke Seite 

    Auf Quinta jedoch machte ich mich und wurde

    Ostern 1913 als achter nach Quarta versetzt.

    Als Quartaner machte ich meine erste großere

    Fahrt: nach Blankenburg am Harz. 

       Morgens um 10 h fuhren wir am Montag

    den 18. August 1913 von Soest ab und waren ungefähr

    um 6 1/2 h in Halberstadt. Dort mußten wir erst

    unsere Räder, die wir mitgenommen hatten, holen

    und hätten den Anschluß nach Blankenburg nicht

    mehr erreicht, wenn der Zug nicht auf Ihre könig-

    liche Hoheit, die Großherzogin von Mecklenburg und

    damalige Herzogin von Braunschweig hätte war-

    ten müssen. In Blankenburg nun holte uns Onkel

    Gustav von der Bahn ab und um 7 1/2 h waren

    wir Mühlenstraße 14 angelangt. Da ich schon damals die Fahrt

    einer Aufzeichnung für wert hielt, habe ich das Wichtig-

    ste aufgeschrieben. Leider habe ich zwei Zettel verloren,

    aber das Wertvollste und Interessanteste habe ich noch:

     rechte Seite 

    10.

    Dienstag 19.8.13

    Morgens fahren wir mit dem Rade nach dem Pfei-

    fenkruge und der Wilhelmshöhe bei Halberstadt;

    am Nachmittage gehen wir zu Fuß nach Börneck,

    dem Kirchberg, den Steinbrüchen und dem Seeberge;

    vom Kirchberge aus sahen wir 4 Flieger; abends

    spät gehen wir nach Blankenburg zurück.

    Mittwoch 20.8.13

    Morgens gehen wir zu Fuß nach dem Lessing-

    platze und Schießplatz; haben auf dem Wege viele

    Baumschulen gesehen. Nachmittags gehen wir

    nach Timmenrode, Thale-Nord, Thale-Bodetal, zur

    Bülowhöhe und Roßtrappe (grauer Granit). Von dort

    hat man einen schönen Blick ins Bodetal und

    auf die Schurre (Zick-Zack-Weg). Über den Schurre

    und am Bodekessel vorbei nach Thale. Wir besehen

    uns Thale, in dem auch eine Fabrik liegt, in der

    4000 Arbeiter beschäftigt sind. Um 1/2 9 h zurück nach Blankenburg.


  • November 3, 2017 15:16:33 Daniela Z

     linke Seite 

    Auf Quinta jedoch machte ich mich und wur-

    de Ostern 1913 als achter nach Quarta versetzt.

    Als Quartaner machte ich meine erste großere

    Fahrt: nach Blankenburg am Harz. 

       Morgens um 10 h fuhren wir am Montag

    den 18. August 1913 von Soest ab und waren unge-

    fähr um 6 1/2 h in Halberstadt. Dort mußten wir erst

    unsere Räder, die wir mitgenommen hatten, holen

    und hätten den Anschluß nach Blankenburg nicht

    mehr erreicht, wenn der Zug nicht auf Ihre könig-

    liche Hoheit, die Großherzogin von Mecklenburg und

    damalige Herzogin von Braunschweig hätte war-

    ten müssen. In Blankenburg nun holte uns Onkel

    Gustav von der Bahn ab und um 7 1/2 h waren

    wir Mühlenstraße 14 angelangt. Da ich schon damals die Fahrt

    einer Aufzeichnung für wert hielt, habe ich das Wichtig-

    ste aufgeschrieben. Leider habe ich zwei Zettel verloren,

    aber das Wertvollste und Interessanteste habe ich noch:

     rechte Seite 

    10.

    Dienstag 19.8.13

    Morgens fahren wir mit dem Rade nach dem Pfei-

    fenkruge und der Wilhelmshöhe bei Halberstadt;

    am Nachmittage gehen wir zu Fuß nach Börneck,

    dem Kirchberg, den Steinbrüchen und dem Seeberge;

    vom Kirchberge aus sahen wir 4 Flieger; abends

    spät gehen wir nach Blankenburg zurück.

    Mittwoch 20.8.13

    Morgens gehen wir zu Fuß nach dem Lessing-

    platze und Schießplatz; haben auf dem Wege viele

    Baumschulen gesehen. Nachmittags gehen wir

    nach Timmenrode, Thale-Nord, Thale-Bodetal, zur

    Bülowhöhe und Roßtrappe (grauer Granit). Von dort

    hat man einen schönen Blick ins Bodetal und

    auf die Schurre (Zick-Zack-Weg). Über den Schurre

    und am Bodekessel vorbei nach Thale. Wir besehen

    uns Thale, in dem auch eine Fabrik liegt, in der

    4000 Arbeiter beschäftigt sind. Um 1/2 9 h zurück nach Blankenburg.


  • November 1, 2017 01:13:28 Nina Stellmann

    Auf Quinta jedoch machte ich mich und musste Ostern 1913 als achter nach Quarta versetzt. Als Quartaner machte ich meine erste große Fahrt nach Blankenburg am Harz. 

    Morgens um 10h fuhren wir am Montag den 18. August 1913 von Soest ab und waren ungefähr um 6 1/2 h in Halberstadt. Dort mußten wir erst unsere Räder, die wir mitgenommen hatten, holen und hätten den Anschluß nach Blankenburg nicht mehr erreicht, wenn der Zug nicht auf Ihre königl. Hoheit, die Großherzogin von Mecklenburg und damalige Herzogin von Braunschweig hätte warten müssen. In Blankenburg nun holte uns Onkel Gustav von der Bahn ab und um 7 1/2 h waren wir Mühlenstraße 14 angelangt. Da ich schon damals die Fahrt einer Aufzeichnung für wert hielt, habe ich das Wichtigste aufgeschrieben. Leider habe ich zwei Zettel verloren, aber das Wertvollste und Interessanteste habe ich noch.


    10.

    Dienstag 19.8.13

    Morgens fahren wir mit dem Rade nach dem missing und der Wilhelmshöfe bei Halberstadt;

    am Nachmittage gehen wir zu Fuß nach Börneth ... , dem Kirschberg, den Steinbrüchen und dem Siebergen;

    vom Kirschberge aus sahen wir 4 Flieger; abends spät gehen wir nach Blankenburg zurück.


    Mittwoch 20.8.13

    Morgens gehen wir zu Fuß nach dem Lessingplatz und Schloßplatz; haben auf dem Wege viele Baumschulen gesehen. Nachmittags gehen wir nach Timmenrode, Thale-Nord, Thale-Bodatal, zur Bülowhöhe und Roßtrappe (grauer Granit). Von dort hat man einen schönen Blick ins Bodetal und auf die Schurre (Zick-Zack-Weg). Über den Schurre und am Bodekessel vorbei nach Thale. Wir besahen nur Thale, in dem auch eine Fabrik liegt, in der 4000 Arbeiter beschäftigt sind. Um 1/2 9 h zurück nach Blankenburg.


  • June 22, 2017 17:41:23 Sara Tegge

    Auf Quinta jedoch machte ich mich und musste Ostern 1913 als achter nach Quarta versetzt. Als Quartaner machte ich mich meine erste große Fahrt nach Blankenburg am Harz. 

    Morgens um 10h fuhren wir am Montag den 18. August 1913 von Soest ab und waren ungefähr um 6 1/2 h in Halberstadt. Dort mußten wir erst unsere Räder, die wir mitgenommen hatten, holen und hätten den Anschluß nach Blankenburg nicht mehr erreicht, wenn der Zug nicht auf Ihre königl. Hoheit, die Großherzogin von Mecklenburg und damalige Herzogin von Braunschweig hätte warten müssen. In Blankenburg nun holte uns Onkel Gustav von der Bahn ab und um 7 1/2 h waren wir Mühlenstraße 14 angelangt. Da ich schon damals die Fahrt einer Aufzeichnung für wert hielt, habe ich das Wichtigste aufgeschrieben. Leider habe ich zwei Zettel verloren, aber das Wertvollste und Interessanteste habe ich noch.


    10.

    Dienstag 19.8.13

    Morgens fahren wir mit dem Rade nach dem missing und der Wilhelmshöfe bei Halberstadt;

    am Nachmittage gehen wir zu Fuß nach Börneth ... , dem Kirschberg, den Steinbrüchen und dem Siebergen;

    vom Kirschberge aus fahren wir 4 Flieger; abends spät gehen wir nach Blankenburg zurück.


    Mittwoch 20.8.13

    Morgens gehen wir zu Fuß nach dem Lessingplatz und Schloßplatz; haben auf dem Wage viele Baumschulen gesehen. Nachmittags gehen wir nach Timmenrode, Thale-Nord, Thale-Bodatal, zur Bülowhöhe und Roßtrappe (grauer Granit). Von dort hat man einen schönen Blick ins Bodetal und auf die Schurre (Zick-Zack-Weg). Über den Schurre und am Bodekessel vorbei nach Thale. Wir besahen nur Thale, in dem auch eine Fabrik liegt, in der 4000 Arbeiter beschäftigt sind. Um 1/2 9 h zurück nach Blankenburg.


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12583 / 143568
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Wilhelm Schenkel
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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