Deutsche Kriegszeitung - Illustrierte Wochenausgabe, herausgegeben vom Berliner Lokal-Anzeiger, item 32
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"Deutsche Kriegszeitung", Nummer 30, Seite 8
1. Spalte:
verbündete österreichisch=ungarische Regierung an die Vereinigten Staaten am 29. Juni über die Munitionsausfuhr über See richtete, ein außerordentlich dankenswerter Schritt, der mit ausgezeichneter Klarheit darlegt, wie die Munitionslieferung in der Art, wie sie jetzt geschieht, nicht nur dem Geist der Neutralität zuwiderläuft, sondern auch der klar nachweisbaren Entwicklung aller völkerrechtlichen Bestimmungen, die sich damit befassen. V o m U n t e r s e e b o o t s k r i e g ist besonderes nicht zu berichten, er geht seinen Gang weiter. Ein englischer Minister äußerte sich kürzlich: "- - die Tatsache ist nicht aus der Welt zu schaffen, daß die deutschen Unterseeboote ihren ständigen Zoll von unserer Schiffahrt fordern. Je länger der Krieg dauert, desto größer wird auch die Zahl der Unterseeboote werden, die mit dieser Zerstörungsarbeit beschäftigt sind. Es ist wahrscheinlich, daß die Deutschen ihre sämtlichen Schiffswerften
2. Spalte:
zum Bau von Unterseebooten heranziehen. Deshalb müssen wie mit einer Vergrößerung der Unterseebootgefahr rechnen. Es wird keinesfalls die Schuld der Deutschen sein, wenn es den Unterseebooten nicht gelingt, unserm Handelsverkehr den Todesstreich zu versetzen, namentlich dem Teil desselben, der die Nahrungsmittelzufuhr besorgt."
I n d e r O s t s e e sind keine neuen Kriegsereignisse bekannt geworden. Im Anschluß an den Kampf bei Gotland hatte der russische Generalstabsbericht die schon erörterten Lügen gebracht. Sie wurden von der englischen Presse bereitwillig aufgegriffen, die sich in Nachrufen und Würdigung des Verlustes des Schiffes der Deutschland=Klasse ergeht, von denen bekanntlich gar keins beteiligt war.
I m M i t t e l m e e r hat die italienische Flotte eine Aktion gegen die Küstenbahn bei Ragusa unternommen, nachdem man
3. Spalte:
sich vorher über die gleiche Aktion der österreichisch=ungarischen Flotte gegen die italienische Küste weidlich entrüstet hatte. Die Aktion ist ihr aber schlecht bekommen, denn am 18. früh wurde dabei der italienische Panzerkreuzer "Giuseppe Garibaldi" von einem gegnerischen Unterseeboot torpediert und sank in 15 Minuten, worauf das Unternehmen abgebrochen wurde. Das Schiff war nicht ganz so wertvoll und groß und neu wie der elf Tage früher versenkte "Amalfi", immerhin aber 7500 Tonnen groß, mit neuem 25.4=Zentimeter=, zwei 20.3=Zentimeter=, vierzehn 15=Zentimeter= und zehn 7.6=Zentimeter=Geschützen bewaffnet und lief 20 Seemeilen pro Stunde. Zudem hatte die italienische Flotte nur 7 Schiffe der Art mit wirklich schwerer Bewaffnung. Davon hat sie nun in 11 Tagen zwei eingebüßt.
In Griechenland scheint es, nach den
4. Spalte:
Zeitungsnachrichten, noch unentschieden, ob das Land seine Flotte wieder selbst in die Hand nimmt oder weiter an englische Hände ausliefert. Französische Zeitungen melden allerdings auch die Übernahme des Oberbefehls durch einen griechischen Admiral, von anderer Seite wird verkündet, die englische Marinemission werde auf ihrem Posten bleiben.
Bulgariens Hafen Dedeagatsch scheint tatsächlich jetzt von England ganz regelrecht blockiert zu werden, das nur Schiffe in diesen neutralen Hafen läßt, die ihm passen.
V o r d e n D a r d a n e l l e n steht immer noch alles unverändert. Das Gerücht, daß türkische Kriegsschiffe im Marmara=Meer zwei deutsche Unterseeboote vernichtet hätten, entbehrt natürlich jeder Begründung und soll nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden.
v. K.
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Steckenpferd-Seife
gehört in den Tornister
eines jeden Soldaten, da dieselbe nach grossen Strapazen
äusserst anregend und erfrischend wirkt.
Stck. 50 Pfg. überall zu haben.
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liegen, bezweckt die Auflösung des Kalkes u. die Regenerierung der geschädigten
Organe. Kriegsgerichtsrat Dr. R. (Arterien=Verkalkung) schreibt uns: "Die Wir=
kung ist eine ganz ausgezeichnete, die mich zu aufrichtigem Danke veranlaßt."
Frau Oberstleutn. S. (Arterien=Verkalkung) schreibt: "Es ist nur wünschens=
wert, daß das herrliche Mittel Oxallo bekannt wird, denn es ist ein Segen für
die Menschheit." Generalleutn. v. E. (Arterien=Verkalkung) schreibt: "...hat
mir die Kur gute Dienste geleistet." Prosp. gratis durch Allgemeine Chemische
Gesellschaft m. b. H. Cöln 8 f, Herwarthstr. 17. Vers. d. unsere Versandapotheken.
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*Schulterkragen, porös - wasser-
dicht, *Waschbecken u. *Wickel-
gamaschen aus wasserdichtem Stoff
à M. 3.50. *Porös wasserdichte Kriegs-
westen mit Aermel M. 6.50, ohne
Aermel M. 5.-. *Brustbeutel M. -.75,
Feldbadewannen M. 19.-. Ueber-
ziehosen M. 12.-. Wäschesäcke
mit Schloß, groß, M. 12.-, kleiner M. 8-.
Alles feldgrau und wasserdicht.
Mit * bezeichnet zum Versand als Brief
ggeignet und feldpostmäßig verpackt.
J. E. Ausbüttel,
Dortmund-A, Johannesstr. 16.
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Nr. 28. Jagdmesser, Bayerisches Stilett, Klinge 12 cm lang, feinblau poliert, echter Hirschhorngriff mit Neusilberzwinge und Neusilberplatte am Ende des Griffes, mit feiner brauner Lederscheide
mit Metallbeschläg, Druckknopf und Schlaufe zum Anhängen an das Koppel. Unentbehrlich für jeden Soldaten
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Preis M. 1.75 das Stück, 3 Stück M.4.50.
"Respira" Sanitäts-Compagnie m.b.H., Cassel 10.
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Marke "Flußperle"
viel begehrte Feldkonserven.
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August Scherl G. m. b. H. sowie
in allen Buchhandlungen zum
Preise von 10 Pf. wöchentlich
frei ins Haus. Sonst bei der Post
für 44 Pf. monatlich, 1.30 M.
vierteljährlich (ohne Bestellgeld).
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weise ihnen durch sein Postamt
unsere Zeitung zum Preise von
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Preis Mk. 1.85 und 3.70.
Auch in Feldpostpackung für Mk. 1.85
in allen Drogerien, Parfümerien und Friseurgeschäften,
sowie in Apotheken zu haben.
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Druck und Verlag von August Scherl G. m. b. H., Berlin SW, Zimmerstr. 36-41. - Verantwortlich für die Redaktion: Ludwig Rhein, Berlin. Für den Anzeigenteil: A. Pieniak, Berlin.
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1. Spalte:
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2. Spalte:
zum Bau von Unterseebooten heranziehen. Deshalb müssen wie mit einer Vergrößerung der Unterseebootgefahr rechnen. Es wird keinesfalls die Schuld der Deutschen sein, wenn es den Unterseebooten nicht gelingt, unserm Handelsverkehr den Todesstreich zu versetzen, namentlich dem Teil desselben, der die Nahrungsmittelzufuhr besorgt."
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In Griechenland scheint es, nach den
4. Spalte:
Zeitungsnachrichten, noch unentschieden, ob das Land seine Flotte wieder selbst in die Hand nimmt oder weiter an englische Hände ausliefert. Französische Zeitungen melden allerdings auch die Übernahme des Oberbefehls durch einen griechischen Admiral, von anderer Seite wird verkündet, die englische Marinemission werde auf ihrem Posten bleiben.
Bulgariens Hafen Dedeagatsch scheint tatsächlich jetzt von England ganz regelrecht blockiert zu werden, das nur Schiffe in diesen neutralen Hafen läßt, die ihm passen.
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2. Spalte:
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"Deutsche Kriegszeitung", Nummer 30, Seite 8
1. Spalte:
verbündete österreichisch=ungarische Regierung an die Vereinigten Staaten am 29. Juni über die Munitionsausfuhr über See richtete, ein außerordentlich dankenswerter Schritt, der mit ausgezeichneter Klarheit darlegt, wie die Munitionslieferung in der Art, wie sie jetzt geschieht, nicht nur dem Geist der Neutralität zuwiderläuft, sondern auch der klar nachweisbaren Entwicklung aller völkerrechtlichen Bestimmungen, die sich damit befassen. V o m U n t e r s e e b o o t s k r i e g ist besonderes nicht zu berichten, er geht seinen Gang weiter. Ein englischer Minister äußerte sich kürzlich: "- - die Tatsache ist nicht aus der Welt zu schaffen, daß die deutschen Unterseeboote ihren ständigen Zoll von unserer Schiffahrt fordern. Je länger der Krieg dauert, desto größer wird auch die Zahl der Unterseeboote werden, die mit dieser Zerstörungsarbeit beschäftigt sind. Es ist wahrscheinlich, daß die Deutschen ihre sämtlichen Schiffswerften
2. Spalte:
zum Bau von Unterseebooten heranziehen. Deshalb müssen wie mit einer Vergrößerung der Unterseebootgefahr rechnen. Es wird keinesfalls die Schuld der Deutschen sein, wenn es den Unterseebooten nicht gelingt, unserm Handelsverkehr den Todesstreich zu versetzen, namentlich dem Teil desselben, der die Nahrungsmittelzufuhr besorgt."
I n d e r O s t s e e sind keine neuen Kriegsereignisse bekannt geworden. Im Anschluß an den Kampf bei Gotland hatte der russische Generalstabsbericht die schon erörterten Lügen gebracht. Sie wurden von der englischen Presse bereitwillig aufgegriffen, die sich in Nachrufen und Würdigung des Verlustes des Schiffes der Deutschland=Klasse ergeht, von denen bekanntlich gar keins beteiligt war.
I m M i t t e l m e e r hat die italienische Flotte eine Aktion gegen die Küstenbahn bei Ragusa unternommen, nachdem man
3. Spalte:
sich vorher über die gleiche Aktion der österreichisch=ungarischen Flotte gegen die italienische Küste weidlich entrüstet hatte. Die Aktion ist ihr aber schlecht bekommen, denn am 18. früh wurde dabei der italienische Panzerkreuzer "Giuseppe Garibaldi" von einem gegnerischen Unterseeboot torpediert und sank in 15 Minuten, worauf das Unternehmen abgebrochen wurde. Das Schiff war nicht ganz so wertvoll und groß und neu wie der elf Tage früher versenkte "Amalfi", immerhin aber 7500 Tonnen groß, mit neuem 25.4=Zentimeter=, zwei 20.3=Zentimeter=, vierzehn 15=Zentimeter= und zehn 7.6=Zentimeter=Geschützen bewaffnet und lief 20 Seemeilen pro Stunde. Zudem hatte die italienische Flotte nur 7 Schiffe der Art mit wirklich schwerer Bewaffnung. Davon hat sie nun in 11 Tagen zwei eingebüßt.
In Griechenland scheint es, nach den
4. Spalte:
Zeitungsnachrichten, noch unentschieden, ob das Land seine Flotte wieder selbst in die Hand nimmt oder weiter an englische Hände ausliefert. Französische Zeitungen melden allerdings auch die Übernahme des Oberbefehls durch einen griechischen Admiral, von anderer Seite wird verkündet, die englische Marinemission werde auf ihrem Posten bleiben.
Bulgariens Hafen Dedeagatsch scheint tatsächlich jetzt von England ganz regelrecht blockiert zu werden, das nur Schiffe in diesen neutralen Hafen läßt, die ihm passen.
V o r d e n D a r d a n e l l e n steht immer noch alles unverändert. Das Gerücht, daß türkische Kriegsschiffe im Marmara=Meer zwei deutsche Unterseeboote vernichtet hätten, entbehrt natürlich jeder Begründung und soll nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden.
v. K.
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kung ist eine ganz ausgezeichnete, die mich zu aufrichtigem Danke veranlaßt."
Frau Oberstleutn. S. (Arterien=Verkalkung) schreibt: "Es ist nur wünschens=
wert, daß das herrliche Mittel Oxallo bekannt wird, denn es ist ein Segen für
die Menschheit." Generalleutn. v. E. (Arterien=Verkalkung) schreibt: "...hat
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"Deutsche Kriegszeitung", Nummer 30, Seite 8
1. Spalte:
verbündete österreichisch=ungarische Regierung an die Vereinigten Staaten am 29. Juni über die Munitionsausfuhr über See richtete, ein außerordentlich dankenswerter Schritt, der mit ausgezeichneter Klarheit darlegt, wie die Munitionslieferung in der Art, wie sie jetzt geschieht, nicht nur dem Geist der Neutralität zuwiderläuft, sondern auch der klar nachweisbaren Entwicklung aller völkerrechtlichen Bestimmungen, die sich damit befassen. V o m U n t e r s e e b o o t s k r i e g ist besonderes nicht zu berichten, er geht seinen Gang weiter. Ein englischer Minister äußerte sich kürzlich: "- - die Tatsache ist nicht aus der Welt zu schaffen, daß die deutschen Unterseeboote ihren ständigen Zoll von unserer Schiffahrt fordern. Je länger der Krieg dauert, desto größer wird auch die Zahl der Unterseeboote werden, die mit dieser Zerstörungsarbeit beschäftigt sind. Es ist wahrscheinlich, daß die Deutschen ihre sämtlichen Schiffswerften
2. Spalte:
zum Bau von Unterseebooten heranziehen. Deshalb müssen wie mit einer Vergrößerung der Unterseebootgefahr rechnen. Es wird keinesfalls die Schuld der Deutschen sein, wenn es den Unterseebooten nicht gelingt, unserm Handelsverkehr den Todesstreich zu versetzen, namentlich dem Teil desselben, der die Nahrungsmittelzufuhr besorgt."
I n d e r O s t s e e sind keine neuen Kriegsereignisse bekannt geworden. Im Anschluß an den Kampf bei Gotland hatte der russische Generalstabsbericht die schon erörterten Lügen gebracht. Sie wurden von der englischen Presse bereitwillig aufgegriffen, die sich in Nachrufen und Würdigung des Verlustes des Schiffes der Deutschland=Klasse ergeht, von denen bekanntlich gar keins beteiligt war.
I m M i t t e l m e e r hat die italienische Flotte eine Aktion gegen die Küstenbahn bei Ragusa unternommen, nachdem man
3. Spalte:
sich vorher über die gleiche Aktion der österreichisch=ungarischen Flotte gegen die italienische Küste weidlich entrüstet hatte. Die Aktion ist ihr aber schlecht bekommen, denn am 18. früh wurde dabei der italienische Panzerkreuzer "Giuseppe Garibaldi" von einem gegnerischen Unterseeboot torpediert und sank in 15 Minuten, worauf das Unternehmen abgebrochen wurde. Das Schiff war nicht ganz so wertvoll und groß und neu wie der elf Tage früher versenkte "Amalfi", immerhin aber 7500 Tonnen groß, mit neuem 25.4=Zentimeter=, zwei 20.3=Zentimeter=, vierzehn 15=Zentimeter= und zehn 7.6=Zentimeter=Geschützen bewaffnet und lief 20 Seemeilen pro Stunde. Zudem hatte die italienische Flotte nur 7 Schiffe der Art mit wirklich schwerer Bewaffnung. Davon hat sie nun in 11 Tagen zwei eingebüßt.
In Griechenland scheint es, nach den
4. Spalte:
Zeitungsnachrichten, noch unentschieden, ob das Land seine Flotte wieder selbst in die Hand nimmt oder weiter an englische Hände ausliefert. Französische Zeitungen melden allerdings auch die Übernahme des Oberbefehls durch einen griechischen Admiral, von anderer Seite wird verkündet, die englische Marinemission werde auf ihrem Posten bleiben.
Bulgariens Hafen Dedeagatsch scheint tatsächlich jetzt von England ganz regelrecht blockiert zu werden, das nur Schiffe in diesen neutralen Hafen läßt, die ihm passen.
V o r d e n D a r d a n e l l e n steht immer noch alles unverändert. Das Gerücht, daß türkische Kriegsschiffe im Marmara=Meer zwei deutsche Unterseeboote vernichtet hätten, entbehrt natürlich jeder Begründung und soll nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden.
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In Griechenland scheint es, nach den
4. Spalte:
Zeitungsnachrichten, noch unentschieden, ob das Land seine Flotte wieder selbst in die Hand nimmt oder weiter an englische Hände ausliefert. Französische Zeitungen melden allerdings auch die Übernahme des Oberbefehls durch einen griechischen Admiral, von anderer Seite wird verkündet, die englische Marinemission werde auf ihrem Posten bleiben.
Bulgariens Hafen Dedeagatsch scheint tatsächlich jetzt von England ganz regelrecht blockiert zu werden, das nur Schiffe in diesen neutralen Hafen läßt, die ihm passen.
V o r d e n D a r d a n e l l e n steht immer noch alles unverändert. Das Gerücht, daß türkische Kriegsschiffe im Marmara=Meer zwei deutsche Unterseeboote vernichtet hätten, entbehrt natürlich jeder Begründung und soll nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden.
v. K.
-
1. Spalte:
verbündete österreichisch=ungarische Regierung an die Vereinigten Staaten am 29. Juni über die Munitionsausfuhr über See richtete, ein außerordentlich dankenswerter Schritt, der mit ausgezeichneter Klarheit darlegt, wie die Munitionslieferung in der Art, wie sie jetzt geschieht, nicht nur dem Geist der Neutralität zuwiderläuft, sondern auch der klar nachweisbaren Entwicklung aller völkerrechtlichen Bestimmungen, die sich damit befassen. V o m U n t e r s e e b o o t s k r i e g ist besonderes nicht zu berichten, er geht seinen Gang weiter. Ein englischer Minister äußerte sich kürzlich: "- - die Tatsache ist nicht aus der Welt zu schaffen, daß die deutschen Unterseeboote ihren ständigen Zoll von unserer Schiffahrt fordern. Je länger der Krieg dauert, desto größer wird auch die Zahl der Unterseeboote werden, die mit dieser Zerstörungsarbeit beschäftigt sind. Es ist wahrscheinlich, daß die Deutschen ihre sämtlichen Schiffswerften
2. Spalte:
zum Bau von Unterseebooten heranziehen. Deshalb müssen wie mit einer Vergrößerung der Unterseebootgefahr rechnen. Es wird keinesfalls die Schuld der Deutschen sein, wenn es den Unterseebooten nicht gelingt, unserm Handelsverkehr den Todesstreich zu versetzen, namentlich dem Teil desselben, der die Nahrungsmittelzufuhr besorgt."
I n d e r O s t s e e sind keine neuen Kriegsereignisse bekannt geworden. Im Anschluß an den Kampf bei Gotland hatte der russische Generalstabsbericht die schon erörterten Lügen gebracht. Sie wurden von der englischen Presse bereitwillig aufgegriffen, die sich in Nachrufen und Würdigung des Verlustes des Schiffes der Deutschland=Klasse ergeht, von denen bekanntlich gar keins beteiligt war.
I m M i t t e l m e e r hat die italienische Flotte eine Aktion gegen die Küstenbahn bei Ragusa unternommen, nachdem man
3. Spalte:
sich vorher über die gleiche Aktion der österreichisch=ungarischen Flotte gegen die italienische Küste weidlich entrüstet hatte. Die Aktion ist ihr aber schlecht bekommen, denn am 18. früh wurde dabei der italienische Panzerkreuzer "Giuseppe Garibaldi" von einem gegnerischen Unterseeboot torpediert und sank in 15 Minuten, worauf das Unternehmen abgebrochen wurde. Das Schiff war nicht ganz so wertvoll und groß und neu wie der elf Tage früher versenkte "Amalfi", immerhin aber 7500 Tonnen groß, mit neuem 25.4=Zentimeter=, zwei 20.3=Zentimeter=, vierzehn 15=Zentimeter= und zehn 7.6=Zentimeter=Geschützen bewaffnet und lief 20 Seemeilen pro Stunde. Zudem hatte die italienische Flotte nur 7 Schiffe der Art mit wirklich schwerer Bewaffnung. Davon hat sie nun in 11 Tagen zwei eingebüßt.
In Griechenland scheint es, nach den
4. Spalte:
Zeitungsnachrichten, noch unentschieden, ob das Land seine Flotte wieder selbst in die Hand nimmt oder weiter an englische Hände ausliefert. Französische Zeitungen melden allerdings auch die Übernahme des Oberbefehls durch einen griechischen Admiral, von anderer Seite wird verkündet, die englische Marinemission werde auf ihrem Posten bleiben.
Bulgariens Hafen Dedeagatsch scheint tatsächlich jetzt von England ganz regelrecht blockiert zu werden, das nur Schiffe in diesen neutralen Hafen läßt, die ihm passen.
V o r d e n D a r d a n e l l e n steht immer noch alles unverändert. Das Gerücht, daß türkische Kriegsschiffe im Marmara=Meer zwei deutsche Unterseeboote vernichtet hätten, entbehrt natürlich jeder Begründung und soll nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden.
v. K.
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1. Spalte:
verbündete österreichisch=ungarische Regierung an die Vereinigten Staaten am 29. Juni über die Munitionsausfuhr über See richtete, ein außerordentlich dankenswerter Schritt, der mit ausgezeichneter Klarheit darlegt, wie die Munitionslieferung in der Art, wie sie jetzt geschieht, nicht nur dem Geist der Neutralität zuwiderläuft, sondern auch der klar nachweisbaren Entwicklung aller völkerrechtlichen Bestimmungen, die sich damit befassen. V o m U n t e r s e e b o o t s k r i e g ist besonderes nicht zu berichten, er geht seinen Gang weiter. Ein englischer Minister äußerte sich kürzlich: "- - die Tatsache ist nicht aus der Welt zu schaffen, daß die deutschen Unterseeboote ihren ständigen Zoll von unserer Schiffahrt fordern. Je länger der Krieg dauert, desto größer wird auch die Zahl der Unterseeboote werden, die mit dieser Zerstörungsarbeit beschäftigt sind. Es ist wahrscheinlich, daß die Deutschen ihre sämtlichen Schiffswerften
2. Spalte:
zum Bau von Unterseebooten heranziehen. Deshalb müssen wie mit einer Vergrößerung der Unterseebootgefahr rechnen. Es wird keinesfalls die Schuld der Deutschen sein, wenn es den Unterseebooten nicht gelingt, unserm Handelsverkehr den Todesstreich zu versetzen, namentlich dem Teil desselben, der die Nahrungsmittelzufuhr besorgt."
I n d e r O s t s e e sind keine neuen Kriegsereignisse bekannt geworden. Im Anschluß an den Kampf bei Gotland hatte der russische Generalstabsbericht die schon erörterten Lügen gebracht. Sie wurden von der englischen Presse bereitwillig aufgegriffen, die sich in Nachrufen und Würdigung des Verlustes des Schiffes der Deutschland=Klasse ergeht, von denen bekanntlich gar keins beteiligt war.
I m M i t t e l m e e r hat die italienische Flotte eine Aktion gegen die Küstenbahn bei Ragusa unternommen, nachdem man
3. Spalte:
sich vorher über die gleiche Aktion der österreichisch=ungarischen Flotte gegen die italienische Küste weidlich entrüstet hatte. Die Aktion ist ihr aber schlecht bekommen, denn am 18. früh wurde dabei der italienische Panzerkreuzer "Giuseppe Garibaldi" von einem gegnerischen Unterseeboot torpediert und sank in 15 Minuten, worauf das Unternehmen abgebrochen wurde. Das Schiff war nicht ganz so wertvoll und groß und neu wie der elf Tage früher versenkte "Amalfi", immerhin aber 7500 Tonnen groß, mit neuem 25.4=Zentimeter=, zwei 20.3=Zentimeter=, vierzehn 15=Zentimeter= und zehn 7.6=Zentimeter=Geschützen bewaffnet und lief 20 Seemeilen pro Stunde. Zudem hatte die italienische Flotte nur 7 Schiffe der Art mit wirklich schwerer Bewaffnung. Davon hat sie nun in 11 Tagen zwei eingebüßt.
In Griechenland scheint es, nach den
4. Spalte:
Zeitungsnachrichten, noch unentschieden, ob das Land seine Flotte wieder selbst in die Hand nimmt oder weiter an englische Hände ausliefert. Französische Zeitungen melden allerdings auch die Übernahme des Oberbefehls durch einen griechischen Admiral, von anderer Seite wird verkündet, die englische Marinemission werde auf ihrem Posten bleiben.
Bulgariens Hafen Dedeagatsch scheint tatsächlich jetzt von England ganz regelrecht blockiert zu werden, das nur Schiffe in diesen neutralen Hafen läßt, die ihm passen.
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1. Spalte:
verbündete österreichisch=ungarische Regierung an die Vereinigten Staaten am 29. Juni über die Munitionsausfuhr über See richtete, ein außerordentlich dankenswerter Schritt, der mit ausgezeichneter Klarheit darlegt, wie die Munitionslieferung in der Art, wie sie jetzt geschieht, nicht nur dem Geist der Neutralität zuwiderläuft, sondern auch der klar nachweisbaren Entwicklung aller völkerrechtlichen Bestimmungen, die sich damit befassen. V o m U n t e r s e e b o o t s k r i e g ist besonderes nicht zu berichten, er geht seinen Gang weiter. Ein englischer Minister äußerte sich kürzlich: "- - die Tatsache ist nicht aus der Welt zu schaffen, daß die deutschen Unterseeboote ihren ständigen Zoll von unserer Schiffahrt fordern. Je länger der Krieg dauert, desto größer wird auch die Zahl der Unterseeboote werden, die mit dieser Zerstörungsarbeit beschäftigt sind. Es ist wahrscheinlich, daß die Deutschen ihre sämtlichen Schiffswerften
2. Spalte:
zum Bau von Unterseebooten heranziehen. Deshalb müssen wie mit einer Vergrößerung der Unterseebootgefahr rechnen. Es wird keinesfalls die Schuld der Deutschen sein, wenn es den Unterseebooten nicht gelingt, unserm Handelsverkehr den Todesstreich zu versetzen, namentlich dem Teil desselben, der die Nahrungsmittelzufuhr besorgt."
I n d e r O s t s e e sind keine neuen Kriegsereignisse bekannt geworden. Im Anschluß an den Kampf bei Gotland hatte der russische Generalstabsbericht die schon erörterten Lügen gebracht. Sie wurden von der englischen Presse bereitwillig aufgegriffen, die sich in Nachrufen und Würdigung des Verlustes des Schiffes der Deutschland=Klasse ergeht, von denen bekanntlich gar keins beteiligt war.
I m M i t t e l m e e r hat die italienische Flotte eine Aktion gegen die Küstenbahn bei Ragusa unternommen, nachdem man
3. Spalte:
sich vorher über die gleiche Aktion der österreichisch=ungarischen Flotte gegen die italienische Küste weidlich entrüstet hatte. Die Aktion ist ihr aber schlecht bekommen, denn am 18. früh wurde dabei der italienische Panzerkreuzer "Giuseppe Garibaldi" von einem gegnerischen Unterseeboot torpediert und sank in 15 Minuten, worauf das Unternehmen abgebrochen wurde. Das Schiff war nicht ganz so wertvoll und groß und neu wie der elf Tage früher versenkte "Amalfi", immerhin aber 7500 Tonnen groß, mit neuem 25.4=Zentimeter=, zwei 20.3=Zentimeter=, vierzehn 15=Zentimeter= und zehn 7.6=Zentimeter=Geschützen bewaffnet und lief 20 Seemeilen pro Stunde. Zudem hatte die italienische Flotte nur 7 Schiffe der Art mit wirklich schwerer Bewaffnung. Davon hat sie nun in 11 Tagen zwei eingebüßt.
In Griechenland scheint es, nach den
4. Spalte:
Zeitungsnachrichten, noch unentschieden, ob das Land seine Flotte wieder selbst in die Hand nimmt oder weiter an englische Hände ausliefert. Französische Zeitungen melden allerdings auch die Übernahme des Oberbefehls durch einen griechischen Admiral, von anderer Seite wird verkündet, die englische Marinemission werde auf ihrem Posten bleiben.
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1. Spalte:
verbündete österreichisch=ungarische Regierung an die Vereinigten Staaten am 29. Juni über die Munitionsausfuhr über See richtete, ein außerordentlich dankenswerter Schritt, der mit ausgezeichneter Klarheit darlegt, wie die Munitionslieferung in der Art, wie sie jetzt geschieht, nicht nur dem Geist der Neutralität zuwiderläuft, sondern auch der klar nachweisbaren Entwicklung aller völkerrechtlichen Bestimmungen, die sich damit befassen. V o m U n t e r s e e b o o t s k r i e g ist besonderes nicht zu berichten, er geht seinen Gang weiter. Ein englischer Minister äußerte sich kürzlich: "- - die Tatsache ist nicht aus der Welt zu schaffen, daß die deutschen Unterseeboote ihren ständigen Zoll von unserer Schiffahrt fordern. Je länger der Krieg dauert, desto größer wird auch die Zahl der Unterseeboote werden, die mit dieser Zerstörungsarbeit beschäftigt sind. Es ist wahrscheinlich, daß die Deutschen ihre sämtlichen Schiffswerften
2. Spalte:
zum Bau von Unterseebooten heranziehen. Deshalb müssen wie mit einer Vergrößerung der Unterseebootgefahr rechnen. Es wird keinesfalls die Schuld der Deutschen sein, wenn es den Unterseebooten nicht gelingt, unserm Handelsverkehr den Todesstreich zu versetzen, namentlich dem Teil desselben, der die Nahrungsmittelzufuhr besorgt."
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1. Spalte:
verbündete österreichisch=ungarische Regierung an die Vereinigten Staaten am 29. Juni über die Munitionsausfuhr über See richtete, ein außerordentlich dankenswerter Schritt, der mit ausgezeichneter Klarheit darlegt, wie die Munitionslieferung in der Art, wie sie jetzt geschieht, nicht nur dem Geist der Neutralität zuwiderläuft, sondern auch der klar nachweisbaren Entwicklung aller völkerrechtlichen Bestimmungen, die sich damit befassen. V o m U n t e r s e e b o o t s k r i e g ist besonderes nicht z uberichten, er geht seinen Gang weiter. Ein englischer Minister äußerte sich kürzlich: "- - die Tatsache ist nicht aus der welt zu schaffen, daß die deutschen Unterseeboote ihren stöndigen Zoll von unserer Schiffahrt fordern. Je länger der krieg dauert, desto größer wird auch die Zahl der Unterseeboote werden, die mit dieser Zerstörungsabreit beschäftigt sind. Es ist wahrscheinlich, daß die Deutschen ihre sämtlichen Schiffwerften
2. Spalte:
zum Bau von Unterseebooten heraniehen. Deshalb müssen wie mit einer Vergörßerung der Unterseebootgefahr rechnen. Es wird keinesfalls die Schuld der Deutschen sein, wenn es den Unterseebooten nicht gelingt, ujnserm Handelsverkehrs den Todesstreich zu versetzen, namentlich dem Teil desselben, der die Nahrungsmittelzufuhr besorgt."
-
verbündete österreichisch=ungarische Regierung an die Vereinigten Staaten am 29. Juni über die Munitionsausfuhr über See richtete, ein außerordentlich dankenswerter Schritt, der mit ausgezeichneter Klarheit darlegt, wie die Munitionslieferung in der Art, wie sie jetzt geschieht, nicht nur dem Geist der Neutralität zuwiderläuft, sondern auch der klar nachweisbaren Entwicklung aller völkerrechtlichen Bestimmungen, die sich damit befassen.
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Berlin
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- Marie-Luise Polirock
Jul, 1915
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