Tagebuchaufzeichnungen Reinhold Sieglerschmidt (3), item 58

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 linke Seite 

Tage, ein Vorgeschmack

des Stellungskrieges. Wir marschieren

nach Widsy. Ein unvergessliches

Bild unterwegs. Gegen

den Abendhimmel die Silhouetten

einer barfüssigen Frauenschar.

Sie hatten sich ihre Winterkleidung

aus Dörfern in der Front holen

wollen und waren aus militärischen

Gründen zurückgewiesen

worden. Sie hatten uns im Vorbeigehen

geklagt, man würde

frieren und hungern. Jetzt wanderten

sie dahin, dunkel, nur

in den Umrissen erkennbar.

Dahinter vor grünen Himmelsfernen

die Häuser und Bäume

eines Dorfes, düster, auch

nur in den Umrissen erkennbar.


 rechte Seite 

Am Himmel ein goldbrauner

Wolken[s]aum.

Elende Unterkunft in der Stadt

in ärmlichem Haus mit der üblichen

gänzlich verdorbenen, überwarm

 erheltenen  Luft und den

hüstelnden alten leuten. Die Kameraden

freuen sich aus der kalten

Nacht in die Wärme zu kommen.

Mir graut. In der Tat am Morgen

verschiedene Erkältungsinfektionen.


11. X. 15

Wecken 1/2 3 Uhr. Wundervoller

Sternenhimmel. Marsch nach

Norden durch bewegtes Land.

Ein phantastisches Bild bietet

sich ostwärts. Aus weissen Nebeln,

die in den Talmulden brauen und

forttreiben, heben sich Inseln von

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 linke Seite 

Tage, ein Vorgeschmack

des Stellungskrieges. Wir marschieren

nach Widsy. Ein unvergessliches

Bild unterwegs. Gegen

den Abendhimmel die Silhouetten

einer barfüssigen Frauenschar.

Sie hatten sich ihre Winterkleidung

aus Dörfern in der Front holen

wollen und waren aus militärischen

Gründen zurückgewiesen

worden. Sie hatten uns im Vorbeigehen

geklagt, man würde

frieren und hungern. Jetzt wanderten

sie dahin, dunkel, nur

in den Umrissen erkennbar.

Dahinter vor grünen Himmelsfernen

die Häuser und Bäume

eines Dorfes, düster, auch

nur in den Umrissen erkennbar.


 rechte Seite 

Am Himmel ein goldbrauner

Wolken[s]aum.

Elende Unterkunft in der Stadt

in ärmlichem Haus mit der üblichen

gänzlich verdorbenen, überwarm

 erheltenen  Luft und den

hüstelnden alten leuten. Die Kameraden

freuen sich aus der kalten

Nacht in die Wärme zu kommen.

Mir graut. In der Tat am Morgen

verschiedene Erkältungsinfektionen.


11. X. 15

Wecken 1/2 3 Uhr. Wundervoller

Sternenhimmel. Marsch nach

Norden durch bewegtes Land.

Ein phantastisches Bild bietet

sich ostwärts. Aus weissen Nebeln,

die in den Talmulden brauen und

forttreiben, heben sich Inseln von


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  • June 30, 2018 16:56:35 Eva Anna Welles (AUT)

     linke Seite 

    Tage, ein Vorgeschmack

    des Stellungskrieges. Wir marschieren

    nach Widsy. Ein unvergessliches

    Bild unterwegs. Gegen

    den Abendhimmel die Silhouetten

    einer barfüssigen Frauenschar.

    Sie hatten sich ihre Winterkleidung

    aus Dörfern in der Front holen

    wollen und waren aus militärischen

    Gründen zurückgewiesen

    worden. Sie hatten uns im Vorbeigehen

    geklagt, man würde

    frieren und hungern. Jetzt wanderten

    sie dahin, dunkel, nur

    in den Umrissen erkennbar.

    Dahinter vor grünen Himmelsfernen

    die Häuser und Bäume

    eines Dorfes, düster, auch

    nur in den Umrissen erkennbar.


     rechte Seite 

    Am Himmel ein goldbrauner

    Wolken[s]aum.

    Elende Unterkunft in der Stadt

    in ärmlichem Haus mit der üblichen

    gänzlich verdorbenen, überwarm

     erheltenen  Luft und den

    hüstelnden alten leuten. Die Kameraden

    freuen sich aus der kalten

    Nacht in die Wärme zu kommen.

    Mir graut. In der Tat am Morgen

    verschiedene Erkältungsinfektionen.


    11. X. 15

    Wecken 1/2 3 Uhr. Wundervoller

    Sternenhimmel. Marsch nach

    Norden durch bewegtes Land.

    Ein phantastisches Bild bietet

    sich ostwärts. Aus weissen Nebeln,

    die in den Talmulden brauen und

    forttreiben, heben sich Inseln von


  • August 12, 2017 13:42:03 Daniela Z

     linke Seite 

    Tage, ein Vorgeschmack

    des Stellungskrieges. Wir marschieren

    nach Widsy. Ein unvergessliches

    Bild unterwegs. Gegen

    den Abendhimmel die Silhouetten

    einer berfüssigen Frauenschar.

    Sie hatten sich ihre Winterkleidung

    aus Dürfern in der Front holen

    wollen und waren aus militärischen

    Gründen zurückgewiesen

    worden. Sie hatten ins im Vorbeigehen

    geklagt, man würde

    frieren und hungern. Jetzt wanderten

    sie dahin, dunkel, nur

    in den Umrissen erkennbar.

    Dahinter vor grünen Himmelsfernen

    die Häuser und Bäume

    eines Dorfes, düster, auch

    nur in den Umrissen erkennbar.

     rechte Seite 

    Am Himmel ein querbrauner

    Wolken[s]aum.

    Elende Unterkunft in der Stadt

    in ärmlichstem Haus mit der üblichen

    gänzlich verdorbenen, überwarm

     erheltenen  Luft und den

    hüstelnden alten leuten. Die Kameraden

    freuen sich aus der kalten

    Nacht in die Wärme zu kommen.

    Mir graut. In der Tat am Morgen

    verschiedene Erkältungsinfektionen.


    11. X. 15

    Wecken /2 3 Uhr. Wundervoller

    Sternenhimmel. Marsch nach

    Norden durch bewegtes Land.

    Ein phantastisches Bild bietet

    sich ostwärts. Aus weissen Nebeln,

    die in den Talmulden brauen und

    forttreiben, heben sich Inseln von


  • August 12, 2017 13:40:02 Daniela Z

     linke Seite 

    Tage, ein Vorgeschmack

    des Stellungskrieges. Wir marschieren

    nach Widsy. Ein unvergessliches

    Bild unterwegs. Gegen

    den Abendhimmel die Silhouetten

    einer berfüssigen Frauenschar.

    Sie hatten sich ihre Winterkleidung

    aus Dürfern in der Front holen

    wollen und waren aus militärischen

    Gründen zurückgewiesen

    worden. Sie hatten ins im Vorbeigehen

    geklagt, man würde

    frieren und hungern. Jetzt wanderten

    sie dahin, dunkel, nur

    in den Umrissen erkennbar.

    Dahinter vor grünen Himmelsfernen

    die Häuser und Bäume

    eines Dorfes, düster, auch

    nur in den Umrissen erkennbar.

     rechte Seite 

    Am Himmel ein querbrauner

    Wolken[s]aum.

    Elende Unterkunft in der Stadt

    in ärmlichstem Haus mit der üblichen

    gänzlich verdorbenen, überwarm

     erheltenen  Luft und den

    hüstelnden alten leuten. Die Kameraden

    freuen sich aus der kalten

    Nacht in die Wärme zu kommen.

    Mir graut. In der Tat am Morgen

    verschiedene Erkältungsinfektionen.




  • August 12, 2017 13:37:28 Daniela Z

     linke Seite 

    Tage, ein Vorgeschmack

    des Stellungskrieges. Wir marschieren

    nach Widsy. Ein unvergessliches

    Bild unterwegs. Gegen

    den Abendhimmel die Silhouetten

    einer berfüssigen Frauenschar.

    Sie hatten sich ihre Winterkleidung

    aus Dürfern in der Front holen

    wollen und waren aus militärischen

    Gründen zurückgewiesen

    worden. Sie hatten ins im Vorbeigehen

    geklagt, man würde

    frieren und hungern. Jetzt wanderten

    sie dahin, dunkel, nur

    in den Umrissen erkennbar.

    Dahinter vor grünen Himmelsfernen

    die Häuser und Bäume

    eines Dorfes, düster, auch

    nur in den Umrissen erkennbar.

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    Lubiel am Narew

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839 / 3766
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Jörn Sieglerschmiedt
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


October 11, 1915
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