Tagebuch Nr. 1 (01.06.1915-09.10.1915) von Ernst Schwalm (1854-1924), item 28

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[left side]


griff der Feind mehrmals an u. wurde wieder zurückgeschlagen.

Im Angriffsraum wurden zwei piemontesische Brigaden und

ein Mobil-Miliz-Regiment festgestellt. Die Verluste d. Italiener

sind hier wie im Krn Gebiet sehr schwer. Erneute feindl. Angriffe

im Plöckengebiete u. auf den Monte Coston wurden gleichfalls

abgwiesen. v. Hoefer (W.T.B.) 19.6. Westl. Krgssch. Die Fortsetzung

der Angriffe auf unsre Front nördl. v. Arras brachte dem Feind

weitere Mißerfolge: Nördlich des Kanals v. La Bassee wurde

engl. Vorstoß mühelos abgewiesen, mehrere französ. Angriffe

an der Lorettohöhe, beiderseits Neuville u. nordöstl. v. Arras

brachen zusammen. Wir säuberte einige früher verlorengegangene

Grabenstücke v. Feinde. In den Argonnen wurden örtliche

Vorstöße des Gegners im Bajonettkampf abgewiesen. Die Kämpfe

bei Vauquois haben zu keinem Ergebnis geführt. Nordöstl.

v. Luneville wurde der von den Franzosen befestigte u. besetzte

Ort Embermenil überfallen u. genommen. Nach Zerstörung

aller französischen Verteidigungsanlagen gingen unsre Truppen mit

Mitnahme etwa 50 gefangener Jäger in ihre alten Stellungen zurück.


[right side]


In den Vogesen wird noch an einzelnen Stellungen des Fechttales

gekämpft. Am Hilsenfirst nahmen wir über 200 Franzosen ge-

fangen. Oestl. Krgssch. In Gegend Szawle am Dawina- und

Szlawanta-Abschnitt wurden russische Vorstöße abgewiesen.

Südwestl. v. Kalwarja machten wir Fortschritte. Das Dorf Wol-

kowizna wurde im Sturm genommen. Südöstl. Krgssch.

Die Russen sind westl. des San bis in die Linie Zapuscie-Ulanow,

östl. davon über die Tanow-Pauczke Linie zurückgeworfen.

Die Grodekstellung wird angegriffen. Die noch südl. des Dnjestr

zwischen den Dnjestr-Sümpfen u. dem Stryj stehenden Russen wurden

angegriffen u. nach Norden zurückgedrängt. Die Angriffe wurden fortgesetzt. o. Heerslt.

Wien 19. Juni. Die galizische Schlacht dauert fort. In dem Sturm

gegen die zusammenhängenden russischen Verteidigungsstellungen

an und nördlich der Wereszyca erkämpften die Truppen

der verbündeten Armeen Stellung um Stellung. Grodek und

Komarno sind genommen. An der Nordfront wurde das

südl. Tanewufer v. Feinde gesäubert. Ulanow nach heftigen

Kämpfen besetzt. Südlich des obern Dnjestr scheiterte der Angriff

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griff der Feind mehrmals an u. wurde wieder zurückgeschlagen.

Im Angriffsraum wurden zwei piemontesische Brigaden und

ein Mobil-Miliz-Regiment festgestellt. Die Verluste d. Italiener

sind hier wie im Krn Gebiet sehr schwer. Erneute feindl. Angriffe

im Plöckengebiete u. auf den Monte Coston wurden gleichfalls

abgwiesen. v. Hoefer (W.T.B.) 19.6. Westl. Krgssch. Die Fortsetzung

der Angriffe auf unsre Front nördl. v. Arras brachte dem Feind

weitere Mißerfolge: Nördlich des Kanals v. La Bassee wurde

engl. Vorstoß mühelos abgewiesen, mehrere französ. Angriffe

an der Lorettohöhe, beiderseits Neuville u. nordöstl. v. Arras

brachen zusammen. Wir säuberte einige früher verlorengegangene

Grabenstücke v. Feinde. In den Argonnen wurden örtliche

Vorstöße des Gegners im Bajonettkampf abgewiesen. Die Kämpfe

bei Vauquois haben zu keinem Ergebnis geführt. Nordöstl.

v. Luneville wurde der von den Franzosen befestigte u. besetzte

Ort Embermenil überfallen u. genommen. Nach Zerstörung

aller französischen Verteidigungsanlagen gingen unsre Truppen mit

Mitnahme etwa 50 gefangener Jäger in ihre alten Stellungen zurück.


[right side]


In den Vogesen wird noch an einzelnen Stellungen des Fechttales

gekämpft. Am Hilsenfirst nahmen wir über 200 Franzosen ge-

fangen. Oestl. Krgssch. In Gegend Szawle am Dawina- und

Szlawanta-Abschnitt wurden russische Vorstöße abgewiesen.

Südwestl. v. Kalwarja machten wir Fortschritte. Das Dorf Wol-

kowizna wurde im Sturm genommen. Südöstl. Krgssch.

Die Russen sind westl. des San bis in die Linie Zapuscie-Ulanow,

östl. davon über die Tanow-Pauczke Linie zurückgeworfen.

Die Grodekstellung wird angegriffen. Die noch südl. des Dnjestr

zwischen den Dnjestr-Sümpfen u. dem Stryj stehenden Russen wurden

angegriffen u. nach Norden zurückgedrängt. Die Angriffe wurden fortgesetzt. o. Heerslt.

Wien 19. Juni. Die galizische Schlacht dauert fort. In dem Sturm

gegen die zusammenhängenden russischen Verteidigungsstellungen

an und nördlich der Wereszyca erkämpften die Truppen

der verbündeten Armeen Stellung um Stellung. Grodek und

Komarno sind genommen. An der Nordfront wurde das

südl. Tanewufer v. Feinde gesäubert. Ulanow nach heftigen

Kämpfen besetzt. Südlich des obern Dnjestr scheiterte der Angriff


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  • December 25, 2017 20:45:35 Pierre Meinig

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    griff der Feind mehrmals an u. wurde wieder zurückgeschlagen.

    Im Angriffsraum wurden zwei piemontesische Brigaden und

    ein Mobil-Miliz-Regiment festgestellt. Die Verluste d. Italiener

    sind hier wie im Krn Gebiet sehr schwer. Erneute feindl. Angriffe

    im Plöckengebiete u. auf den Monte Coston wurden gleichfalls

    abgwiesen. v. Hoefer (W.T.B.) 19.6. Westl. Krgssch. Die Fortsetzung

    der Angriffe auf unsre Front nördl. v. Arras brachte dem Feind

    weitere Mißerfolge: Nördlich des Kanals v. La Bassee wurde

    engl. Vorstoß mühelos abgewiesen, mehrere französ. Angriffe

    an der Lorettohöhe, beiderseits Neuville u. nordöstl. v. Arras

    brachen zusammen. Wir säuberte einige früher verlorengegangene

    Grabenstücke v. Feinde. In den Argonnen wurden örtliche

    Vorstöße des Gegners im Bajonettkampf abgewiesen. Die Kämpfe

    bei Vauquois haben zu keinem Ergebnis geführt. Nordöstl.

    v. Luneville wurde der von den Franzosen befestigte u. besetzte

    Ort Embermenil überfallen u. genommen. Nach Zerstörung

    aller französischen Verteidigungsanlagen gingen unsre Truppen mit

    Mitnahme etwa 50 gefangener Jäger in ihre alten Stellungen zurück.


    [right side]


    In den Vogesen wird noch an einzelnen Stellungen des Fechttales

    gekämpft. Am Hilsenfirst nahmen wir über 200 Franzosen ge-

    fangen. Oestl. Krgssch. In Gegend Szawle am Dawina- und

    Szlawanta-Abschnitt wurden russische Vorstöße abgewiesen.

    Südwestl. v. Kalwarja machten wir Fortschritte. Das Dorf Wol-

    kowizna wurde im Sturm genommen. Südöstl. Krgssch.

    Die Russen sind westl. des San bis in die Linie Zapuscie-Ulanow,

    östl. davon über die Tanow-Pauczke Linie zurückgeworfen.

    Die Grodekstellung wird angegriffen. Die noch südl. des Dnjestr

    zwischen den Dnjestr-Sümpfen u. dem Stryj stehenden Russen wurden

    angegriffen u. nach Norden zurückgedrängt. Die Angriffe wurden fortgesetzt. o. Heerslt.

    Wien 19. Juni. Die galizische Schlacht dauert fort. In dem Sturm

    gegen die zusammenhängenden russischen Verteidigungsstellungen

    an und nördlich der Wereszyca erkämpften die Truppen

    der verbündeten Armeen Stellung um Stellung. Grodek und

    Komarno sind genommen. An der Nordfront wurde das

    südl. Tanewufer v. Feinde gesäubert. Ulanow nach heftigen

    Kämpfen besetzt. Südlich des obern Dnjestr scheiterte der Angriff

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    Hornsömmern bei Bad Langensalza

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1849 / 21702
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http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Urte Bünning
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


June 18, 1915 – June 19, 1915
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