Kriegstagebuch 3 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 54
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er längst seinen Einzug gehalten. Hell und kräftig
singen draußen die Vögel, nichts ahnend von dem
schweren Verhängnis, daß vielleicht in einigen
Tagen diese Gegend vollständig in ein wüstes
Schlachtfeld verwandelt. Doch was schert mich das,
was der Krieg noch bringen wird? Noch freue
ich mich meines Lebens, meiner Jugend und
meiner Gesundheit und vor allen Dingen meiner
Liebe. Frühling ist's in der Natur und Frühling
ist's in meinem Herzen, den selbst die Schrecknisse
des Kriegs daraus nicht zu vertreiben vermochten.
Frühling und Liebe! Zwei
unzertrennbare Gesellen!
Der schmelzende Schnee verursachte wieder viel
Arbeit. Die Roste mußten aufs neue herausgenommen
und höher gelegt werden. Heute abend
erhielt unser Unterstand, den wir "Villa Klara"
getauft hatten, auch einen Ofen.
6. März.
Wie gewöhnlich wurde heute am Graben und
am Stollen gearbeitet. Während der Nacht war ein
franz. Flugzeuggeschwader in diesem Bereich
gewesen und hatte, hauptsächlich über Noyon,
gegen 50 Bomben abgeworfen. Auch am Nachmittag
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er längst seinen Einzug gehalten. Hell und kräftig
singen draußen die Vögel, nichts ahnand von dem
schweren Verfängnis, daß vielleicht in einigen
Tagen diese Gegend vollständig in ein wüstes
Schlachtfeld verwandelt. Doch was schert mich das,
was der König noch bringen wird? Noch freue
ich mich meines Lebens, meiner Jugend und
meiner Gesundheit und vor allen Dingen mei=
ber Liebe. Frühling ist's in der Natur und Früh=
ling ist's in meinem Herzen, den selbst die Schreck=
nisse des Kriegs daraus nicht zu vertreiben ver=
mochten. Frühling und Liebe! Zwei unzertrenn=
bare Gefallen!
Der schmelzende Schnee verursachte wieder viel
Arbeit. Die Roste mußten aufs neue herausge=
nommen und höher gelegt werden. Heute abend
erhielt unser Unterstand, den wir "Villa Klara"
getauft hatten, auch einen Ofen.
6. März.
Wie gewöhnlich wurde heute am Graben und
am Stollen gearbeitet. Während der Nacht war ein
franz. Flugzeuggeschwader in diesem Bereich
gewesen und hatte, hauptsächlich über Noyon,
gegen 50 Bomben abgeworfen. Auch am Nach=
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er längst seinen Einzug gehalten. Hell und kräftig
singen draußen die Vögel, nichts ahnand von dem
schweren Verfängnis, daß vielleicht in einigen
Tagen diese Gegend vollständig in ein wüstes
Schlachtfeld verwandelt. Doch was schert mich das,
was der König noch bringen wird? Noch freue
ich mich meines Lebens, meiner Jugend und
meiner Gesundheit und vor allen Dingen mei=
ber Liebe. Frühling ist's in der Natur und Früh=
ling ist's in meinem Herzen, den selbst die Schreck=
nisse des Kriegs daraus nicht zu vertreiben ver=
mochten. Frühling und Liebe! Zwei unzertrenn=
bare Gefallen!
Der schmelzende Schnee verursachte wieder viel
Arbeit. Die Roste mußten aufs neue herausge=
nommen und höher gelegt werden. Heute abend
erhielt unser Unterstand, den wir "Villa Klara"
getauft hatten, auch einen Ofen.
6. März.
Wie gewöhnlich wurde heute am Graben und
am Stollen gearbeitet. Während der Nacht war ein
franz. Flugzeuggeschwader in diesem Bereich
gewesen und hatte, hauptsächlich über Noyon,
gegen 50 Bomben abgeworfen. Auch am Nach=
Description
Save description- 49.580166||3.0007229||
Noyon
- 51.406047|| 8.066486||||1
Arnsberg
Location(s)
Story location Arnsberg
Document location Noyon
- ID
- 17626 / 200675
- Contributor
- Alexandra Bloch Pfister
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- Trench Life


















































































































































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