Gedichtband "Der Landsturm", item 85

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No 51       Die Combattanten.

10.15. Schauspiel in einem Akt v. Dengler.

                  Ort: ein Zimmer der Gendarmerie z. Engis

                  Zeit: Während des Weltkrieges 1914/15


Es ist abends 10½ h. Das Zimmer ist in

Dunkel gehüllt. Von den 7 Insassen des

Zimmers haben sich bereits 6 zur Ruhe begeben 

und liegen teilweise im gesunden

tiefen Schlaf. Der siebente davon kommt

eben die Treppe herauf und man merkt

schon an dessen starken Auftreten, daß er

heute, wie schon öfter vorher, einige Glas

von dem guten Fürther Bier über den Durst

getrunken hat. Dieser, ein Radfahrer, wir

wollen ihn L. nennen, entkleidet sich und

legt sich gleichfalls neben den schon schlafenden

Radfahrer B. Doch gleich darauf merkt er,

daß etwas nicht ganz so ist, wie sonst. Er 

lag um eine Idee härter. Bei der Nachschau

entdeckt er, daß von seinen 5 - 6 Decken,

auf denen er zu schlafen gewohnt war, 

zwei fehlen und er beginnt ohne langes


 rechte Seite 

Fragen zu dem Radfahrer - Kameraden

B. gewendet: "Du Lump, hast mir zwei

Decken gestohlen."

B. bleibt die Antwort schuldig, um seines

schlechten Gewissens willen und um jetzt

bei Nacht keinen Lärm und Streit herbeizuführen.

Doch L. gibt sich nicht zufrieden:

L. "Wo sind meine zwei Decken, du Lump."

B. "Die gehören mir, daß du es nur weißt."

L. "Du Dreckkäfer, Du.......

Weiter kommt L. mit seiner Betitelung

nicht. - - Patsch! hallt es durch das

Zimmer. Auf diesen Ruf ohne Worte, springen

sofort wie auf Komando (sic) die andern

fünf vom Schlafe auf und umstehen nun

im Grunde die beiden sich zerpatschenden

Kameraden. L. hat dem B. das Hemd 

über den Kopf gezogen, so daß dieser nichts

sieht. Letzterer fuchtelt mit den Händen nach

seinem Angreifer und sieht im Adamskostüm

höchst reizend aus. Endlich lassen die beiden voneinander 

ab und L. begiebt  (sic) sich zum Wassereimer,

um seine blutende Nase, die tüchtig

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No 51       Die Combattanten.

10.15. Schauspiel in einem Akt v. Dengler.

                  Ort: ein Zimmer der Gendarmerie z. Engis

                  Zeit: Während des Weltkrieges 1914/15


Es ist abends 10½ h. Das Zimmer ist in

Dunkel gehüllt. Von den 7 Insassen des

Zimmers haben sich bereits 6 zur Ruhe begeben 

und liegen teilweise im gesunden

tiefen Schlaf. Der siebente davon kommt

eben die Treppe herauf und man merkt

schon an dessen starken Auftreten, daß er

heute, wie schon öfter vorher, einige Glas

von dem guten Fürther Bier über den Durst

getrunken hat. Dieser, ein Radfahrer, wir

wollen ihn L. nennen, entkleidet sich und

legt sich gleichfalls neben den schon schlafenden

Radfahrer B. Doch gleich darauf merkt er,

daß etwas nicht ganz so ist, wie sonst. Er 

lag um eine Idee härter. Bei der Nachschau

entdeckt er, daß von seinen 5 - 6 Decken,

auf denen er zu schlafen gewohnt war, 

zwei fehlen und er beginnt ohne langes


 rechte Seite 

Fragen zu dem Radfahrer - Kameraden

B. gewendet: "Du Lump, hast mir zwei

Decken gestohlen."

B. bleibt die Antwort schuldig, um seines

schlechten Gewissens willen und um jetzt

bei Nacht keinen Lärm und Streit herbeizuführen.

Doch L. gibt sich nicht zufrieden:

L. "Wo sind meine zwei Decken, du Lump."

B. "Die gehören mir, daß du es nur weißt."

L. "Du Dreckkäfer, Du.......

Weiter kommt L. mit seiner Betitelung

nicht. - - Patsch! hallt es durch das

Zimmer. Auf diesen Ruf ohne Worte, springen

sofort wie auf Komando (sic) die andern

fünf vom Schlafe auf und umstehen nun

im Grunde die beiden sich zerpatschenden

Kameraden. L. hat dem B. das Hemd 

über den Kopf gezogen, so daß dieser nichts

sieht. Letzterer fuchtelt mit den Händen nach

seinem Angreifer und sieht im Adamskostüm

höchst reizend aus. Endlich lassen die beiden voneinander 

ab und L. begiebt  (sic) sich zum Wassereimer,

um seine blutende Nase, die tüchtig


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  • November 9, 2017 14:22:49 Daniela Z

     linke Seite 

    No 51       Die Combattanten.

    10.15. Schauspiel in einem Akt v. Dengler.

                      Ort: ein Zimmer der Gendarmerie z. Engis

                      Zeit: Während des Weltkrieges 1914/15


    Es ist abends 10½ h. Das Zimmer ist in

    Dunkel gehüllt. Von den 7 Insassen des

    Zimmers haben sich bereits 6 zur Ruhe begeben 

    und liegen teilweise im gesunden

    tiefen Schlaf. Der siebente davon kommt

    eben die Treppe herauf und man merkt

    schon an dessen starken Auftreten, daß er

    heute, wie schon öfter vorher, einige Glas

    von dem guten Fürther Bier über den Durst

    getrunken hat. Dieser, ein Radfahrer, wir

    wollen ihn L. nennen, entkleidet sich und

    legt sich gleichfalls neben den schon schlafenden

    Radfahrer B. Doch gleich darauf merkt er,

    daß etwas nicht ganz so ist, wie sonst. Er 

    lag um eine Idee härter. Bei der Nachschau

    entdeckt er, daß von seinen 5 - 6 Decken,

    auf denen er zu schlafen gewohnt war, 

    zwei fehlen und er beginnt ohne langes


     rechte Seite 

    Fragen zu dem Radfahrer - Kameraden

    B. gewendet: "Du Lump, hast mir zwei

    Decken gestohlen."

    B. bleibt die Antwort schuldig, um seines

    schlechten Gewissens willen und um jetzt

    bei Nacht keinen Lärm und Streit herbeizuführen.

    Doch L. gibt sich nicht zufrieden:

    L. "Wo sind meine zwei Decken, du Lump."

    B. "Die gehören mir, daß du es nur weißt."

    L. "Du Dreckkäfer, Du.......

    Weiter kommt L. mit seiner Betitelung

    nicht. - - Patsch! hallt es durch das

    Zimmer. Auf diesen Ruf ohne Worte, springen

    sofort wie auf Komando (sic) die andern

    fünf vom Schlafe auf und umstehen nun

    im Grunde die beiden sich zerpatschenden

    Kameraden. L. hat dem B. das Hemd 

    über den Kopf gezogen, so daß dieser nichts

    sieht. Letzterer fuchtelt mit den Händen nach

    seinem Angreifer und sieht im Adamskostüm

    höchst reizend aus. Endlich lassen die beiden voneinander 

    ab und L. begiebt  (sic) sich zum Wassereimer,

    um seine blutende Nase, die tüchtig

  • June 12, 2017 16:42:49 Beate Jochem

     linke Seite 

    No 51       Die Combattanten.

    10.15   Schauspiel in einem Akt v. Dengler.

                      Ort: ein Zimmer der Gendarmerie z. Engis

                      Zeit: Während des Weltkrieges 1914/15


    Es ist abends 10½ h. Das Zimmer ist in

    Dunkel gehüllt. Von den 7 Insassen des

    Zimmers haben sich bereits 6 zur Ruhe 

    begeben und liegen teilweise im gesunden

    tiefen Schlaf. Der siebente davon kommt

    eben die Treppe herauf und man merkt

    schon an dessen starken Auftreten, daß er

    heute, wie schon öfter vorher, einige Glas

    von dem guten Fürther hier über den Durst

    getrunken hat. Dieser, ein Radfahrer, wir

    wollen ihn L. nennen, entkleidet sich und

    legt sich gleichfalls neben den schon schlafenden

    Radfahrer B. Doch gleich darauf merkt er,

    daß etwas nicht ganz so ist, wie sonst. Er 

    lag um eine Idee härter. Bei der Nachschau

    entdeckt er, daß von seinen 5 - 6 Decken,

    auf denen er zu schlafen gewohnt war, 

    zwei fehlten ndn er beginnt ohne langes


     rechte Seite 

    Fragen zu dem Radfahrer - Kameraden

    B. gewendet: "Du Lump, hast mir zwei

    Decken gestohlen."

    B. bleibt die Antwort schuldig, um seines

    schlechten Gewissens willen und um jetzt

    bei Nacht keinen Lärm und Streit herbeizuführen.

    Doch L. gibt sich nicht zufrieden:

    L. "Wo sind meine zwei Decken, du Lump."

    B. "Die gehören mir, daß du es nur weißt."

    L. "Du Dreckkäfer, Du.......

    Weiter kommt L. mit seiner Betitelung

    nicht. - - Patsch! Hallt es durch das

    Zimmer. Auf diesen Ruf ohne Worte, springen

    sofort wie auf Komando (sic) die andern

    fünf vom Schlafe auf und umstehen nun

    im Grunde die beiden sich zerquetschenden

    Kameraden. L. hat dem B. das Hemd 

    über den Kopf gezogen, so daß dieser nichts

    sieht. Letzterer fuchtelt mit den Händen nach

    seinem Angreifer und sieht im Adamskostüm

    höchst reizend aus. Endlich lassen die beiden

    voneinander ab und L. begiebt  (sic) sich zum Wassereimer,

    um seine blutende Nase, die tüchtig



  • June 12, 2017 16:42:05 Beate Jochem

     linke Seite 

    No 51       Die Combattanten.

    10.15   Schauspiel in einem Akt v. Dengler.

                      Ort: ein Zimmer der Gendarmerie z. Engis

                      Zeit: Während des Weltkrieges 1914/15


    Es ist abends 10½ h. Das Zimmer ist in

    Dunkel gehüllt. Von den 7 Insassen des

    Zimmers haben sich bereits 6 zur Ruhe 

    begeben und liegen teilweise im gesunden

    tiefen Schlaf. Der siebente davon kommt

    eben die Treppe herauf und man merkt

    schon an dessen starken Auftreten, daß er

    heute, wie schon öfter vorher, einige Glas

    von dem guten Fürther hier über den Durst

    getrunken hat. Dieser, ein Radfahrer, wir

    wollen ihn L. nennen, entkleidet sich und

    legt sich gleichfalls neben den schon schlafenden

    Radfahrer B. Doch gleich darauf merkt er,

    daß etwas nicht ganz so ist, wie sonst. Er 

    lag um eine Idee härter. Bei der Nachschau

    entdeckt er, daß von seinen 5 - 6 Decken,

    auf denen er zu schlafen gewohnt war, 

    zwei fehlten ndn er beginnt ohne langes


     rechte Seite 

    Fragen zu dem Radfahrer - Kameraden

    B. gewendet: "Du Lump, hast mir zwei

    Decken gestohlen."

    B. bleibt die Antwort schuldig, um seines

    schlechten Gewissens willen und um jetzt

    bei Nacht keinen Lärm und Streit herbeizuführen.

    Doch L. gibt sich nicht zufrieden:

    L. "Wo sind meine zwei Decken, du Lump."

    B. "Die gehören mir, daß du es nur weißt."

    L. "Du Dreckkäfer, Du.......

    Weiter kommt L. mit seiner Betitelung

    nicht. - - Patsch! Hallt es durch das

    Zimmer. Auf diesen Ruf ohne Worte, springen

    sofort wie auf Komando (sic) die andern

    fünf vom Schlafe auf und umstehen nun

    im Grunde die beiden sich zerquetschenden

    Kameraden. L. hat dem B. das Hemd 

    über den Kopf gezogen, so daß dieser nichts

    sieht. Letzterer fuchtelt mit den Händen nach

    seinem Angreifer und sieht im Adamskostüm

    höchst reizend aus. Endlich lassen die beiden

    voneinander ab und L. begiebt sich zum Wassereimer,

    um seine blutende Nase, die tüchtig



  • June 12, 2017 16:08:29 Beate Jochem

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    No 51       Die Combattanten.

    10.15   Schauspiel in einem Akt v. Dengler.

                      Ort: ein Zimmer der Gendarmerie z. Engis

                      Zeit: Während des Weltkrieges 1914/15


    Es ist abends 10½ h. Das Zimmer ist in

    Dunkel gehüllt. Von den 7 Insassen des

    Zimmers haben sich bereits 6 zur Ruhe 

    begeben und liegen teilweise im gesunden

    tiefen Schlaf. Der siebente davon kommt

    eben die Treppe herauf und man merkt

    schon an dessen starken Auftreten, daß er

    heute, wie schon öfter vorher, einige Glas

    von dem guten Fürther hier über den Durst

    getrunken hat. Dieser, ein Radfahrer, wir

    wollen ihn L. nennen, entkleidet sich und

    legt sich gleichfalls neben den schon schlafenden

    Radfahrer B. Doch gleich darauf merkt er,

    daß etwas nicht ganz so ist, wie sonst. Er 

    lag um eine Idee härter. Bei der Nachschau

    entdeckt er, daß von seinen 5 - 6 Decken,

    auf denen er zu schlafen gewohnt war, 

    zwei fehlten ndn er beginnt ohne langes



  • June 12, 2017 16:05:45 Beate Jochem

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    No 51       Die Combattanten.

    10.15   Schauspiel in einem Akt v. Dengler.

                      Ort: ein Zimmer der Gendarmerie z. Engis

                      Zeit: Während des Weltkrieges 1914/15


    Es ist abends 10½ h. Das Zimmer ist in

    Dunkel gehüllt. Von den 7 Insassen des

    Zimmers haben sich bereits 6 zur Ruhe 

    begeben und liegen teilweise im gesunden

    tiefen Schlaf. Der siebente davon kommt

    eben die Treppe herauf und man merkt

    schon an dessen starken Auftreten, daß er

    heute, wie schon öfter vorher, einige Glas

    von dem guten Fürther hier über den Durst

    getrunken hat. Dieser, ein Radfahrer, wir

    wollen ihn L. nennen, entkleidet sich und

    legt sich gleichfalls neben den schon schlafenden

    Radfahrer B. Doch gleich darauf merkt er,

    daß etwas nicht ganz so ist, wie sonst.



  • June 12, 2017 15:58:57 Beate Jochem

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    No 51       Die Combattanten.

    10.15   Schauspiel in einem Akt v. Dengler.

                      Ort: ein Zimmer der Gendarmerie z.Engis

                      Zeit: Während des Weltkrieges 1914/15



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1709 / 19437
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Ritter,Helmut
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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