Tagebuch Nr. 1 (01.06.1915-09.10.1915) von Ernst Schwalm (1854-1924), item 36

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[left side]


das Dnjestr zurückgenommen werden. Weiter stromauf sind wir in

fortschreitendem Angriff. Der linke Flügel der Armee steht b. Chodorow (W.T.B.) O. Heereslt.

Wien, 25./6. Zwischen Halicz u. Zurawno dauern die Kämpfe am

nördl. Dnjestrufer fort. Gegenangriffe der Russen wurden abgewiesen.

Der eigene Angriff schreitet vorwärts. Die sonstige Lage am Dnjestr

flußabwärts Halicz, dann östl. Lemberg, b. Rawa-Ruska u. am

Tanew ist unverändert. Das südl. Sanufer ist v. Feinde frei. In

Polen verfolgen die verbündeten Truppen die gegen Zawichost, Ozarow

u. Sienno zurückgehende russ. Kräfte. Ital. Krgssch. An der Grenze

Tirols u. Kärntens mehrfach Geschützkämpfe. Im küstenländischen Grenz-

gebiete wurden in den Morgenstunden östl. Ronchi zwei feindl. Angriffe

abgewiesen. Gegen den Brückenkopf v. Görz u. den Höhenrand des Plateaus

v. Comen richtet sich heftiges feindl. Artilleriefeuer. (W.T.B.)

26./6. Westl. Krgssch. Die seit Tagen ununterbrochene geführten Nah-

kämpfe um die noch in der Hand des Feindes befindlicher Teile unserer

Stellungen nördl. v. Souchez u. halbwegs Souchez-Neuville sind ab-

geschlossen. Heute nacht wurden die letzten Franzosen aus unseren Gräben

geworfen. Zu ihrer Unterstützung hatte der Feind noch gestern abend


[right side]


frische Kräfte sowohl beiderseits der Lorettohöhe wie südl. Souchez zum

Angriff vorgeführt. Sie wurden abgeschlagen. In der Chambagne, bei

Souain, sprengten wir Teile der feindl. Stellung; östl. Perthes vernichte-

ten die Franzosen eigene Verteidigungsanlagen durch Fehlsprengungen.

Auf den Maashöhen östl. v. Combres wurde hart gekämpft. Das setzte die Gegend

beiderseits der Tranchée viermal mit stets neuen Truppen in einer

Frontbreite v. etwa 3 Kilometern zu tief gegliederten Angriffen

u. diese brachen fast überall schon in unserm Feuer zusammen. Wo

der Feind in unsere Gräben drang, wurde er unter großen Verlusten

schon in unseren im Handgemenge zurückgeworfen. Im Nachstoß er-

oberten wir westl. der Tranchée eine vorgeschobene feindl. Stellung; östl.

derselben hält der Feind noch ein kleines Stück des am 20. Juni eroberten

Grabens. Angriffe des Gegners auf unsere Vorposten b. Leintrey

(östl. Luneville) schlugen fehl. Seit Beginn des großen Ringens

b. Arras kämpften dort unsre Flieger mit ihren Gegnern um

die Vorherrschaft in der Luft. Beiden Teilen hat der Kampf Verluste e-

kostet. Die unsrigen waren nicht vergeblich; seit einigen Tagen

haben wir sichtlich die Vorherrschaft gewonnen. Oestl. Krgssch. Württem-

bergsche Regimenter

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das Dnjestr zurückgenommen werden. Weiter stromauf sind wir in

fortschreitendem Angriff. Der linke Flügel der Armee steht b. Chodorow (W.T.B.) O. Heereslt.

Wien, 25./6. Zwischen Halicz u. Zurawno dauern die Kämpfe am

nördl. Dnjestrufer fort. Gegenangriffe der Russen wurden abgewiesen.

Der eigene Angriff schreitet vorwärts. Die sonstige Lage am Dnjestr

flußabwärts Halicz, dann östl. Lemberg, b. Rawa-Ruska u. am

Tanew ist unverändert. Das südl. Sanufer ist v. Feinde frei. In

Polen verfolgen die verbündeten Truppen die gegen Zawichost, Ozarow

u. Sienno zurückgehende russ. Kräfte. Ital. Krgssch. An der Grenze

Tirols u. Kärntens mehrfach Geschützkämpfe. Im küstenländischen Grenz-

gebiete wurden in den Morgenstunden östl. Ronchi zwei feindl. Angriffe

abgewiesen. Gegen den Brückenkopf v. Görz u. den Höhenrand des Plateaus

v. Comen richtet sich heftiges feindl. Artilleriefeuer. (W.T.B.)

26./6. Westl. Krgssch. Die seit Tagen ununterbrochene geführten Nah-

kämpfe um die noch in der Hand des Feindes befindlicher Teile unserer

Stellungen nördl. v. Souchez u. halbwegs Souchez-Neuville sind ab-

geschlossen. Heute nacht wurden die letzten Franzosen aus unseren Gräben

geworfen. Zu ihrer Unterstützung hatte der Feind noch gestern abend


[right side]


frische Kräfte sowohl beiderseits der Lorettohöhe wie südl. Souchez zum

Angriff vorgeführt. Sie wurden abgeschlagen. In der Chambagne, bei

Souain, sprengten wir Teile der feindl. Stellung; östl. Perthes vernichte-

ten die Franzosen eigene Verteidigungsanlagen durch Fehlsprengungen.

Auf den Maashöhen östl. v. Combres wurde hart gekämpft. Das setzte die Gegend

beiderseits der Tranchée viermal mit stets neuen Truppen in einer

Frontbreite v. etwa 3 Kilometern zu tief gegliederten Angriffen

u. diese brachen fast überall schon in unserm Feuer zusammen. Wo

der Feind in unsere Gräben drang, wurde er unter großen Verlusten

schon in unseren im Handgemenge zurückgeworfen. Im Nachstoß er-

oberten wir westl. der Tranchée eine vorgeschobene feindl. Stellung; östl.

derselben hält der Feind noch ein kleines Stück des am 20. Juni eroberten

Grabens. Angriffe des Gegners auf unsere Vorposten b. Leintrey

(östl. Luneville) schlugen fehl. Seit Beginn des großen Ringens

b. Arras kämpften dort unsre Flieger mit ihren Gegnern um

die Vorherrschaft in der Luft. Beiden Teilen hat der Kampf Verluste e-

kostet. Die unsrigen waren nicht vergeblich; seit einigen Tagen

haben wir sichtlich die Vorherrschaft gewonnen. Oestl. Krgssch. Württem-

bergsche Regimenter


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  • December 26, 2017 20:49:59 Pierre Meinig

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    das Dnjestr zurückgenommen werden. Weiter stromauf sind wir in

    fortschreitendem Angriff. Der linke Flügel der Armee steht b. Chodorow (W.T.B.) O. Heereslt.

    Wien, 25./6. Zwischen Halicz u. Zurawno dauern die Kämpfe am

    nördl. Dnjestrufer fort. Gegenangriffe der Russen wurden abgewiesen.

    Der eigene Angriff schreitet vorwärts. Die sonstige Lage am Dnjestr

    flußabwärts Halicz, dann östl. Lemberg, b. Rawa-Ruska u. am

    Tanew ist unverändert. Das südl. Sanufer ist v. Feinde frei. In

    Polen verfolgen die verbündeten Truppen die gegen Zawichost, Ozarow

    u. Sienno zurückgehende russ. Kräfte. Ital. Krgssch. An der Grenze

    Tirols u. Kärntens mehrfach Geschützkämpfe. Im küstenländischen Grenz-

    gebiete wurden in den Morgenstunden östl. Ronchi zwei feindl. Angriffe

    abgewiesen. Gegen den Brückenkopf v. Görz u. den Höhenrand des Plateaus

    v. Comen richtet sich heftiges feindl. Artilleriefeuer. (W.T.B.)

    26./6. Westl. Krgssch. Die seit Tagen ununterbrochene geführten Nah-

    kämpfe um die noch in der Hand des Feindes befindlicher Teile unserer

    Stellungen nördl. v. Souchez u. halbwegs Souchez-Neuville sind ab-

    geschlossen. Heute nacht wurden die letzten Franzosen aus unseren Gräben

    geworfen. Zu ihrer Unterstützung hatte der Feind noch gestern abend


    [right side]


    frische Kräfte sowohl beiderseits der Lorettohöhe wie südl. Souchez zum

    Angriff vorgeführt. Sie wurden abgeschlagen. In der Chambagne, bei

    Souain, sprengten wir Teile der feindl. Stellung; östl. Perthes vernichte-

    ten die Franzosen eigene Verteidigungsanlagen durch Fehlsprengungen.

    Auf den Maashöhen östl. v. Combres wurde hart gekämpft. Das setzte die Gegend

    beiderseits der Tranchée viermal mit stets neuen Truppen in einer

    Frontbreite v. etwa 3 Kilometern zu tief gegliederten Angriffen

    u. diese brachen fast überall schon in unserm Feuer zusammen. Wo

    der Feind in unsere Gräben drang, wurde er unter großen Verlusten

    schon in unseren im Handgemenge zurückgeworfen. Im Nachstoß er-

    oberten wir westl. der Tranchée eine vorgeschobene feindl. Stellung; östl.

    derselben hält der Feind noch ein kleines Stück des am 20. Juni eroberten

    Grabens. Angriffe des Gegners auf unsere Vorposten b. Leintrey

    (östl. Luneville) schlugen fehl. Seit Beginn des großen Ringens

    b. Arras kämpften dort unsre Flieger mit ihren Gegnern um

    die Vorherrschaft in der Luft. Beiden Teilen hat der Kampf Verluste e-

    kostet. Die unsrigen waren nicht vergeblich; seit einigen Tagen

    haben wir sichtlich die Vorherrschaft gewonnen. Oestl. Krgssch. Württem-

    bergsche Regimenter


  • December 26, 2017 20:36:08 Pierre Meinig

    [left side]


    das Dnjestr zurückgenommen werden. Weiter stromauf sind wir in

    fortschreitendem Angriff. Der linke Flügel der Armee steht b. Chodorow (W.T.B.) O. Heereslt.

    Wien, 25./6. Zwischen Halicz u. Zurawno dauern die Kämpfe am

    nördl. Dnjestrufer fort. Gegenangriffe der Russen wurden abgewiesen.

    Der eigene Angriff schreitet vorwärts. Die sonstige Lage am Dnjestr

    flußabwärts Halicz, dann östl. Lemberg, b. Rawa-Ruska u. am

    Tanew ist unverändert. Das südl. Sanufer ist v. Feinde frei. In

    Polen verfolgen die verbündeten Truppen die gegen Zawichost, Ozarow

    u. Sienno zurückgehende russ. Kräfte. Ital. Krgssch. An der Grenze

    Tirols u. Kärntens mehrfach Geschützkämpfe. Im küstenländischen Grenz-

    gebiete wurden in den Morgenstunden östl. Ronchi zwei feindl. Angriffe

    abgewiesen. Gegen den Brückenkopf v. Görz u. den Höhenrand des Plateaus

    v. Comen richtet sich heftiges feindl. Artilleriefeuer. (W.T.B.)

    26./6. Westl. Krgssch. Die seit Tagen ununterbrochene geführten Nah-

    kämpfe um die noch in der Hand des Feindes befindlicher Teile unserer

    Stellungen nördl. v. Souchez u. halbwegs Souchez-Neuville sind ab-

    geschlossen. Heute nacht wurden die letzten Franzosen aus unseren Gräben

    geworfen. Zu ihrer Unterstützung hatte der Feind noch gestern abend


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    Hornsömmern bei Bad Langensalza

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ID
1849 / 21713
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Urte Bünning
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


June 25, 1915 – June 26, 1915
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