Kriegstagebuch von Walther Huth, item 42

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...linke Seite

12. IV.  Mal wieder, höchste erhöhte Alarmbereitschaft !

Nachts 11:40 Abmarsch nach vorn, auf der Straße

nach Ypern über Gheluvelt bis zum Polygonwald,

dann auf Parkwagen direkt in den

Schützengraben, wir lösten 7/202 ab.

13. IV.  Die Nacht endet mit einer tollen Schießerei

unserer Feinde. Die Stellung leidlich, vor

allem trocken, ich hatte tadellosen Unterstand.

Warmes Essen, Kaffee und Feldpost.

14. IV.  Wieder eine Nacht rum: Noch immer

Nordostwind. Während der Nacht im Abschnitt des

27. RAK, also rechts von uns, wahnsinniges

Feuer. Früh 5 Uhr wieder Feuerüberfall von Seiten

des Feindes, der uns 1 Verwundeten kostete.

Die Knallerei scheint ihnen mächtigen Spaß zu machen.

15. IV.  Viel mit einem französischen und einem

englischen Gewehr geschossen. Ein feindlicher Flieger

beschoß mit einem M.G. einen unserer Flieger,

tötete den Führer und verletzte den Beobachter,

das Flugzeug landete im Gleitflug auf unserer

Seite. Ein feindlicher Flieger - wir hörten

die Bomben runterfallen, glaubten, die Tram

von Menin käme ! - warf 2 Bomben,

durch die 2 Leute verletzt wurden.


...rechte Seite

16. IV.  Früh 1 Uhr Ablösung durch die 8/202. Derselbe

riesige Rückmarsch auf der Straße. Großes Paket

von Hause.

17. IV.  Vormittag Appell. Nachmittag Exerzieren.

Am Morgen machte der Feind einen Angriff auf

das 27. R. K., wir konnten deutlich das Gewehrfeuer

hören. Die Gegend um Höhe 60 deckte der

Feind mit Schrapnells ein und nahm dann eine

Sprengung auf der Höhe vor, die aber nicht groß

sein konnte, da wir nichts hörten. Wir lagen

in höchster Alarmbereitschaft.

18. IV.  Sonntag. Herrliches Frühlingswetter.

Infolgedessen viel Flieger. Nach 9 wöchentlicher Meldung,

als Fahnenjunker in Aussicht genommen !

19. IV.  Früh 3:30 Alarm, der in höchste Alarmbereitschaft

gemildert wurde. Infolgedessen fiel jeglicher

Dienst. Wir ruhten auf dem Rasen bei schönem

Frühlingswetter. 10:30 Abmarsch, nicht, wie eigentlich,

eingeteilt in Bereitschaft, sondern da die

Flieger feindliche Verstärkungen gemeldet hatten,

4 Kompagnien in vorderste Linie.

20. IV.  Schöner Tag bei Westwind. Der Boden

bebt fortwährend unter dem furchtbaren Artilleriefeuer

rechts und links. Der Feind sprengte

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12. IV.  Mal wieder, höchste erhöhte Alarmbereitschaft !

Nachts 11:40 Abmarsch nach vorn, auf der Straße

nach Ypern über Gheluvelt bis zum Polygonwald,

dann auf Parkwagen direkt in den

Schützengraben, wir lösten 7/202 ab.

13. IV.  Die Nacht endet mit einer tollen Schießerei

unserer Feinde. Die Stellung leidlich, vor

allem trocken, ich hatte tadellosen Unterstand.

Warmes Essen, Kaffee und Feldpost.

14. IV.  Wieder eine Nacht rum: Noch immer

Nordostwind. Während der Nacht im Abschnitt des

27. RAK, also rechts von uns, wahnsinniges

Feuer. Früh 5 Uhr wieder Feuerüberfall von Seiten

des Feindes, der uns 1 Verwundeten kostete.

Die Knallerei scheint ihnen mächtigen Spaß zu machen.

15. IV.  Viel mit einem französischen und einem

englischen Gewehr geschossen. Ein feindlicher Flieger

beschoß mit einem M.G. einen unserer Flieger,

tötete den Führer und verletzte den Beobachter,

das Flugzeug landete im Gleitflug auf unserer

Seite. Ein feindlicher Flieger - wir hörten

die Bomben runterfallen, glaubten, die Tram

von Menin käme ! - warf 2 Bomben,

durch die 2 Leute verletzt wurden.


...rechte Seite

16. IV.  Früh 1 Uhr Ablösung durch die 8/202. Derselbe

riesige Rückmarsch auf der Straße. Großes Paket

von Hause.

17. IV.  Vormittag Appell. Nachmittag Exerzieren.

Am Morgen machte der Feind einen Angriff auf

das 27. R. K., wir konnten deutlich das Gewehrfeuer

hören. Die Gegend um Höhe 60 deckte der

Feind mit Schrapnells ein und nahm dann eine

Sprengung auf der Höhe vor, die aber nicht groß

sein konnte, da wir nichts hörten. Wir lagen

in höchster Alarmbereitschaft.

18. IV.  Sonntag. Herrliches Frühlingswetter.

Infolgedessen viel Flieger. Nach 9 wöchentlicher Meldung,

als Fahnenjunker in Aussicht genommen !

19. IV.  Früh 3:30 Alarm, der in höchste Alarmbereitschaft

gemildert wurde. Infolgedessen fiel jeglicher

Dienst. Wir ruhten auf dem Rasen bei schönem

Frühlingswetter. 10:30 Abmarsch, nicht, wie eigentlich,

eingeteilt in Bereitschaft, sondern da die

Flieger feindliche Verstärkungen gemeldet hatten,

4 Kompagnien in vorderste Linie.

20. IV.  Schöner Tag bei Westwind. Der Boden

bebt fortwährend unter dem furchtbaren Artilleriefeuer

rechts und links. Der Feind sprengte


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  • March 5, 2017 09:09:38 Rolf Kranz

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    12. IV.  Mal wieder, höchste erhöhte Alarmbereitschaft !

    Nachts 11:40 Abmarsch nach vorn, auf der Straße

    nach Ypern über Gheluvelt bis zum Polygonwald,

    dann auf Parkwagen direkt in den

    Schützengraben, wir lösten 7/202 ab.

    13. IV.  Die Nacht endet mit einer tollen Schießerei

    unserer Feinde. Die Stellung leidlich, vor

    allem trocken, ich hatte tadellosen Unterstand.

    Warmes Essen, Kaffee und Feldpost.

    14. IV.  Wieder eine Nacht rum: Noch immer

    Nordostwind. Während der Nacht im Abschnitt des

    27. RAK, also rechts von uns, wahnsinniges

    Feuer. Früh 5 Uhr wieder Feuerüberfall von Seiten

    des Feindes, der uns 1 Verwundeten kostete.

    Die Knallerei scheint ihnen mächtigen Spaß zu machen.

    15. IV.  Viel mit einem französischen und einem

    englischen Gewehr geschossen. Ein feindlicher Flieger

    beschoß mit einem M.G. einen unserer Flieger,

    tötete den Führer und verletzte den Beobachter,

    das Flugzeug landete im Gleitflug auf unserer

    Seite. Ein feindlicher Flieger - wir hörten

    die Bomben runterfallen, glaubten, die Tram

    von Menin käme ! - warf 2 Bomben,

    durch die 2 Leute verletzt wurden.


    ...rechte Seite

    16. IV.  Früh 1 Uhr Ablösung durch die 8/202. Derselbe

    riesige Rückmarsch auf der Straße. Großes Paket

    von Hause.

    17. IV.  Vormittag Appell. Nachmittag Exerzieren.

    Am Morgen machte der Feind einen Angriff auf

    das 27. R. K., wir konnten deutlich das Gewehrfeuer

    hören. Die Gegend um Höhe 60 deckte der

    Feind mit Schrapnells ein und nahm dann eine

    Sprengung auf der Höhe vor, die aber nicht groß

    sein konnte, da wir nichts hörten. Wir lagen

    in höchster Alarmbereitschaft.

    18. IV.  Sonntag. Herrliches Frühlingswetter.

    Infolgedessen viel Flieger. Nach 9 wöchentlicher Meldung,

    als Fahnenjunker in Aussicht genommen !

    19. IV.  Früh 3:30 Alarm, der in höchste Alarmbereitschaft

    gemildert wurde. Infolgedessen fiel jeglicher

    Dienst. Wir ruhten auf dem Rasen bei schönem

    Frühlingswetter. 10:30 Abmarsch, nicht, wie eigentlich,

    eingeteilt in Bereitschaft, sondern da die

    Flieger feindliche Verstärkungen gemeldet hatten,

    4 Kompagnien in vorderste Linie.

    20. IV.  Schöner Tag bei Westwind. Der Boden

    bebt fortwährend unter dem furchtbaren Artilleriefeuer

    rechts und links. Der Feind sprengte

Description

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  • 50.8522871||2.9861492||

    Polygonwald

  • 51.13054289999999||13.577913399999943||

    Coswig (bei Dresden)

    ||1
Location(s)
  • Story location Coswig (bei Dresden)
  • Document location Polygonwald
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ID
2655 / 33587
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Friedrich-Carl Hoffmann
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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