Kriegstagebuch von Walther Huth, item 59

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...linke Seite

nicht getan zu haben. Wir bekamen Artillerie-

beobachter.

23.VII.  Die Nacht über hoben die Kompagnien

Gräben aus, wir blieben als Reservezug in unsern

alten Löchern liegen. Die Artillerie funkte mächtig

nach Zambsky und Wygoda und zwang den

Feind, seine Stellung aufzugeben. Die 94er wollten

im Sturm mit Hilfe von Pontongs das andere

Ufer gewinnen und wurden abgewiesen. Links

von uns gingen die 5. und 6. Grenadiere rüber.

Am Abend wurden auch bei uns Pioniere und

Train herangeholt, die die Brücken ausbesserten

und uns während der Nacht übersetzten.

24.VII.  Wir marschierten ein Stück durch Zambsky vor,

trafen dabei 280 Gefangene, die 94 gemacht hatte.

Die 2. Kompagnie blieb in Reserve, während die andern

Kompagnien gegen einen Wald vorgingen

und dort eine Stellung bezogen. Wir bekamen die

Nachricht: Pultusk sei gefallen. Marsch nach Obrytte,

von dort nach Scadyjesh. Dort Nacht in einer Scheune.

25.VII.  9 Uhr Befehl zu einer Patrouille durch den

Wald nach Dombrowa-West, davor Stellung zur Deckung

der Artilleriebeobachtung. Feindliche Patrouillen

in West-Dombrowa, sie stecken planmäßig das


...rechte Seite

ganze Nest an. Starke feindliche Stellung vor O.D.,

dann dahinter am Wald. 12:30 Verstärkung durch

einen Zug der 1. Komp. unter Leutnant Onemüller,

der dann aber bedeutend weiter rechts angesetzt

wurde. Um 4 Uhr kam die 10./95 ausgeschwärmt

an uns heran, um vor uns in Stellung zu

gehen. Unser Bataillon war weiter links angesetzt.

Daher sammelte ich meine Leute und zog

mich auf den Wald zurück. Unterwegs traf ich

in einem Wäldchen Willy mit einigen Gruppen

der 9./95. Als ich bei Major Bohm gemeldet hatte,

ließ er die Leute zur Kompagnie, mich schickte er

noch mal, um Leutnant Onemüller zu holen.

Ich ging bis auf den rechten Flügel des Regiments

(10. Komp.), bis zum Anschluß an 96, fand

Onemüller aber nicht. Es regnete scheußlich. Die

Nacht verbrachten wir in einem Ellernbruch,

in einer Strohhütte, die nicht viel gegen Regen

schützte und gegen Morgen zusammenbrach,

unten lagen wir ebenfalls im Wasser.

26.VII.  Vormittag leidlich getrocknet und eingebuddelt.

Nachmittags vorgegangen und eine Stellung

ausgehoben links von West-Dombrowa.

Feindliche Artillerie schoß lebhaft auch mit Granaten.

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nicht getan zu haben. Wir bekamen Artillerie-

beobachter.

23.VII.  Die Nacht über hoben die Kompagnien

Gräben aus, wir blieben als Reservezug in unsern

alten Löchern liegen. Die Artillerie funkte mächtig

nach Zambsky und Wygoda und zwang den

Feind, seine Stellung aufzugeben. Die 94er wollten

im Sturm mit Hilfe von Pontongs das andere

Ufer gewinnen und wurden abgewiesen. Links

von uns gingen die 5. und 6. Grenadiere rüber.

Am Abend wurden auch bei uns Pioniere und

Train herangeholt, die die Brücken ausbesserten

und uns während der Nacht übersetzten.

24.VII.  Wir marschierten ein Stück durch Zambsky vor,

trafen dabei 280 Gefangene, die 94 gemacht hatte.

Die 2. Kompagnie blieb in Reserve, während die andern

Kompagnien gegen einen Wald vorgingen

und dort eine Stellung bezogen. Wir bekamen die

Nachricht: Pultusk sei gefallen. Marsch nach Obrytte,

von dort nach Scadyjesh. Dort Nacht in einer Scheune.

25.VII.  9 Uhr Befehl zu einer Patrouille durch den

Wald nach Dombrowa-West, davor Stellung zur Deckung

der Artilleriebeobachtung. Feindliche Patrouillen

in West-Dombrowa, sie stecken planmäßig das


...rechte Seite

ganze Nest an. Starke feindliche Stellung vor O.D.,

dann dahinter am Wald. 12:30 Verstärkung durch

einen Zug der 1. Komp. unter Leutnant Onemüller,

der dann aber bedeutend weiter rechts angesetzt

wurde. Um 4 Uhr kam die 10./95 ausgeschwärmt

an uns heran, um vor uns in Stellung zu

gehen. Unser Bataillon war weiter links angesetzt.

Daher sammelte ich meine Leute und zog

mich auf den Wald zurück. Unterwegs traf ich

in einem Wäldchen Willy mit einigen Gruppen

der 9./95. Als ich bei Major Bohm gemeldet hatte,

ließ er die Leute zur Kompagnie, mich schickte er

noch mal, um Leutnant Onemüller zu holen.

Ich ging bis auf den rechten Flügel des Regiments

(10. Komp.), bis zum Anschluß an 96, fand

Onemüller aber nicht. Es regnete scheußlich. Die

Nacht verbrachten wir in einem Ellernbruch,

in einer Strohhütte, die nicht viel gegen Regen

schützte und gegen Morgen zusammenbrach,

unten lagen wir ebenfalls im Wasser.

26.VII.  Vormittag leidlich getrocknet und eingebuddelt.

Nachmittags vorgegangen und eine Stellung

ausgehoben links von West-Dombrowa.

Feindliche Artillerie schoß lebhaft auch mit Granaten.


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  • March 15, 2017 20:53:15 Rolf Kranz

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    nicht getan zu haben. Wir bekamen Artillerie-

    beobachter.

    23.VII.  Die Nacht über hoben die Kompagnien

    Gräben aus, wir blieben als Reservezug in unsern

    alten Löchern liegen. Die Artillerie funkte mächtig

    nach Zambsky und Wygoda und zwang den

    Feind, seine Stellung aufzugeben. Die 94er wollten

    im Sturm mit Hilfe von Pontongs das andere

    Ufer gewinnen und wurden abgewiesen. Links

    von uns gingen die 5. und 6. Grenadiere rüber.

    Am Abend wurden auch bei uns Pioniere und

    Train herangeholt, die die Brücken ausbesserten

    und uns während der Nacht übersetzten.

    24.VII.  Wir marschierten ein Stück durch Zambsky vor,

    trafen dabei 280 Gefangene, die 94 gemacht hatte.

    Die 2. Kompagnie blieb in Reserve, während die andern

    Kompagnien gegen einen Wald vorgingen

    und dort eine Stellung bezogen. Wir bekamen die

    Nachricht: Pultusk sei gefallen. Marsch nach Obrytte,

    von dort nach Scadyjesh. Dort Nacht in einer Scheune.

    25.VII.  9 Uhr Befehl zu einer Patrouille durch den

    Wald nach Dombrowa-West, davor Stellung zur Deckung

    der Artilleriebeobachtung. Feindliche Patrouillen

    in West-Dombrowa, sie stecken planmäßig das


    ...rechte Seite

    ganze Nest an. Starke feindliche Stellung vor O.D.,

    dann dahinter am Wald. 12:30 Verstärkung durch

    einen Zug der 1. Komp. unter Leutnant Onemüller,

    der dann aber bedeutend weiter rechts angesetzt

    wurde. Um 4 Uhr kam die 10./95 ausgeschwärmt

    an uns heran, um vor uns in Stellung zu

    gehen. Unser Bataillon war weiter links angesetzt.

    Daher sammelte ich meine Leute und zog

    mich auf den Wald zurück. Unterwegs traf ich

    in einem Wäldchen Willy mit einigen Gruppen

    der 9./95. Als ich bei Major Bohm gemeldet hatte,

    ließ er die Leute zur Kompagnie, mich schickte er

    noch mal, um Leutnant Onemüller zu holen.

    Ich ging bis auf den rechten Flügel des Regiments

    (10. Komp.), bis zum Anschluß an 96, fand

    Onemüller aber nicht. Es regnete scheußlich. Die

    Nacht verbrachten wir in einem Ellernbruch,

    in einer Strohhütte, die nicht viel gegen Regen

    schützte und gegen Morgen zusammenbrach,

    unten lagen wir ebenfalls im Wasser.

    26.VII.  Vormittag leidlich getrocknet und eingebuddelt.

    Nachmittags vorgegangen und eine Stellung

    ausgehoben links von West-Dombrowa.

    Feindliche Artillerie schoß lebhaft auch mit Granaten.

  • March 15, 2017 20:52:24 Rolf Kranz

    ...linke Seite

    nicht getan zu haben. Wir bekamen Artillerie-

    beobachter.

    23.VII.  Die Nacht über hoben die Kompagnien

    Gräben aus, wir blieben als Reservezug in unsern

    alten Löchern liegen. Die Artillerie funkte mächtig

    nach Zambsky und Wygoda und zwang den

    Feind, seine Stellung aufzugeben. Die 94er wollten

    im Sturm mit Hilfe von Pontongs das andere

    Ufer gewinnen und wurden abgewiesen. Links

    von uns gingen die 5. und 6. Grenadiere rüber.

    Am Abend wurden auch bei uns Pioniere und

    Train herangeholt, die die Brücken ausbesserten

    und uns während der Nacht übersetzten.

    24.VII.  Wir marschierten ein Stück durch Zambsky vor,

    trafen dabei 280 Gefangene, die 94 gemacht hatte.

    Die 2. Kompagnie blieb in Reserve, während die andern

    Kompagnien gegen einen Wald vorgingen

    und dort eine Stellung bezogen. Wir bekamen die

    Nachricht: Pultusk sei gefallen. Marsch nach Obrytte,

    von dort nach Scadyjesh. Dort Nacht in einer Scheune.

    25.VII.  9 Uhr Befehl zu einer Patrouille durch den

    Wald nach Dombrowa-West, davor Stellung zur Deckung

    der Artilleriebeobachtung. Feindliche Patrouillen

    in West-Dombrowa, sie stecken planmäßig das


    ...rechte Seite

    ganze Nest an. Starke feindliche Stellung vor O.D.,

    dann dahinter am Wald. 12:30 Verstärkung durch

    einen Zug der 1. Komp. unter Leutnant Onemüller,

    der dann aber bedeutend weiter rechts angesetzt

    wurde. Um 4 Uhr kam die 10./95 ausgeschwärmt

    an uns heran, um vor uns in Stellung zu

    gehen. Unser Bataillon war weiter links angesetzt.

    Daher sammelte ich meine Leute und zog

    mich auf den Wald zurück. Unterwegs traf ich

    in einem Wäldchen Willy mit einigen Gruppen

    der 9./95. Als ich bei Major Bohm gemeldet hatte,

    ließ er die Leute zur Kompagnie, mich schickte er

    noch mal, um Leutnant Onemüller zu holen.

    Ich ging bis auf den rechten Flügel des Regiments

    (10. Komp.), bis zum Anschluß an 96, fand

    Onemüller aber nicht. Es regnete scheußlich. Die

    Nacht verbrachten wir in einem Ellernbruch,

    in einer Strohhütte, die nicht viel gegen Regen

    schützte und gegen Morgen zusammenbrach,

    unten lagen wir ebenfalls im Wasser.

    26.VII.  Vormittag leidlich getrocknet und eingebuddelt.

    Nachmittags vorgegangen und eine Stellung

    ausgehoben links von West-Dombrowa.

    Feindliche Artillerie schoß lebhaft auch mit Granaten-


Description

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    Zambski

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    Coswig (bei Dresden)

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  • Story location Coswig (bei Dresden)
  • Document location Zambski
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2655 / 33604
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Friedrich-Carl Hoffmann
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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